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Das Dementia Green Care Praxishandbuch begründet und zeigt wie Auβenräume für Menschen mit dem Demenz gestaltet werden können, um deren Orientierung, Sinnerleben, Naturverbundenheit, Neugierde und Kognition zu fördern. Neben der Klärung grundsätzlicher Begriffe wie Prosenz, Gartentherapie und Greencare zeigt der Leitfaden wie Außenräume aktiv und passiv genutzt sowie risikoarm und -frei gestaltet werden können. Zahlreichen Fotos, Gartenpläne und Checklisten veranschaulichen und erleichtern die Umsetzung einer naturgestützten Pflege von Menschen mit Demenz. Der Leitfaden wird ergänzt um eine Galerie mit Zeichnungen des Autors rund um die Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen. Aus dem Inhalt Teil I - Das Dementia Green-Care-Projekt - Die Ziele der Dienstleistungsanbietenden - Therapeutische Demenzpflege: Definition - Umsetzung und Mitarbeitertraining - Anmerkungen zur Nutzung der Außenbereiche - Konzept und Forschungsprojekt (HIEC)Teil II - Empfehlungen für die Gestaltung - Der Weg zur erfolgreichen Green Care-Demenzpflege - Risikofreie Gärten und Gärten mit potenziellen Risiken - Ausgewählte Gartenfotos - Galerie mit Zeichnungen des Autors.
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Seitenzahl: 92
Veröffentlichungsjahr: 2024
Garuth Chalfont
Praxishandbuch Dementia Green Care
Praxishandbuch zur naturgestützten Pflege und Aktivierung von Menschen mit Demenz
Aus dem Englischen von
Heide Börger
Praxishandbuch Dementia Green Care
Garuth Chalfont
Garuth Chalfont, Dr. PhD, ASLA, FRGS. Planer und Gestalter therapeutischer Gärten in den USA und GB über 20 Jahre. Dozent für Green Care und Dementia Green Care und wie man natürliche Umgebungen nutzen kann zur Förderung von Genuss und Gesundheit. Ehemaliger Gesundheitsforscher an der Universität Lancaster in GB mit dem Forschungsschwerpunkt Demenzprävention mit ganzheitlich-integrativen Ansätzen und Vorteile natürlicher Umgebungen für die mentale Gesundheit. Gründer von «Dementia Pioneers» (https//dementiapioneers.uk/home-2/), die die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten zur Prävention der Symptome einer Demenzerkrankung informieren. Autor und Illustrator der Zeitschrift «NOVAcura» mit dem Schwerpunkt «Gesundheit und Wohlbefinden alter Menschen». Lancaster, UK.
E-Mai: [email protected]
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Hogrefe AG
Lektorat Pflege/Greencare
z.Hd. Jürgen Georg
Länggass-Strasse 76
3012 Bern
Schweiz
Tel. +41 31 300 45 00
Fax. +41 31 300 45 93
www.hogrefe.ch
Lektorat: Jürgen Georg, Lisa Marie Hempel, Barbara Müller, Gabie Vef-Georg
Herstellung: Daniel Berger
Umschlagabbildung: Halfpoint, GettyImages.com
Umschlag: Daniel Berger
Illustration/Fotos (Innenteil): Garuth Chalfont, Lancaster, Jürgen Georg
Satz: punktgenau GmbH, Bühl
Das vorliegende Buch ist eine Übersetzung aus dem Englischen. Der Originaltitel lautet „Dementia Green Care – Handbook of Therapeutic Design and Practice“ von Garuth Chalfont und Alex Walker.
© 2013. safehouse books
Format: EPUB
1. Auflage 2024
© 2024 Hogrefe Verlag, Bern
(E-Book-ISBN_PDF 978-3-456-95564-3)
(E-Book-ISBN_EPUB 978-3-456-75564-9)
ISBN 978-3-456-85564-6
https://doi.org/10.1024/85564-000
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Vorwort
Ziel
Danksagung
Partnerschaftliche Zusammenarbeit
Das Dementia Green-Care-Projekt
1 Die Ziele der Dienstleistungsanbietenden
Angestrebte Ziele in Zentral-Lancashire:
Als Dienstleistungsanbietende brauchen Sie:
2 Therapeutische Demenzpflege: Definition
Reduzierung der Bedürfnisse durch eine unterstützende Umgebung:
Green Care-Demenzpflege und das „dritte Element“:
3 Umsetzung und Training der Mitarbeitenden
Voraussetzungen, die die Umsetzung betreffen:
Voraussetzungen, die das Training der Mitarbeitenden betreffen:
Trainingsbeispiel Nr. 1
Erholungspause und Erfrischungsgetränke
Trainingsbeispiel Nr. 2
Erholungspause und Erfrischungsgetränke
4 Anmerkungen zur Nutzung der Außenbereiche
Passive und aktive Bereiche
Der aktive Bereich
Risikofreie Gärten versus Gärten mit potenziellen Risiken
Gartenarbeit mit sozialen und therapeutischen Zielen
5 HIEC: Konzept und Forschungsprojekt
Liste der naturbasierten Aktivitäten – Alle finden entweder im Freien statt oder sind von der Natur inspiriert
Checkliste: Täglicher Kontakt zur Natur
Befunde und Ergebnisse: The Lodge
Befunde und Ergebnisse: Charnley Fold
Empfehlungen für die Gestaltung
6 Der Weg zur erfolgreichen Green Care-Demenzpflege
Ein Ansatz, der die Menschen zur Nutzung des Gartens animiert
Bewegungsfreiheit
Durchgänge
Plätze zum Verweilen
Ein Ansatz, der nicht auf Einschränkung und Kontrolle setzt, sondern die Menschen interessiert und zur Mitarbeit animiert
Gestalterische Ziele
Die Gestaltung passiver Bereiche
Die Gestaltung aktiver Bereiche
Elemente, die zur Aktivität animieren
Therapeutische Gartenbereiche
Beispiel 1
Beispiel 2
7 Risikofreie Gärten und Gärten mit potenziellen Risiken
Die Gestaltung eines risikofreien Gartens
Der risikofreie Garten (Beispiel):
Die Gestaltung eines Gartens mit potenziellen Risiken
Garten mit potenziellen Risiken (Beispiel):
Innenhofgärten
Beispiel 1: Innenhofgarten (mit potenziellen Risiken)
Beispiel 2: Innenhofgarten (risikofrei)
8 Zusammenfassung
Anhang
9 Ausgewählte Gartenfotos
Konzepte für den Innenhofgarten
10 Galerie mit Zeichnungen von Garuth Chalfont
Literatur
Programme des Verlages zu Green Care und Dementia Care
Autorenverzeichnis
Von Alex Walker, Associate Director, NHS Central Lancashire
Oberstes Ziel der National Dementia Strategy (DH 2009) war es, Menschen mit Demenz „ein gutes Leben zu ermöglichen“. Viel zu lange hat man sich ausschließlich an ihrem Gesundheitszustand orientiert, mit der Folge, dass die Pflege auf die mit dieser Krankheit verbundenen Probleme und Defizite der Betroffenen ausgerichtet wurde, anstatt ihre noch vorhandenen Stärken und Fähigkeiten zu fördern.
Besonders in den etwas erweiterten Pflegesettings bedingt die Struktur der Dienstleistungen, dass die Betroffenen, die meiste Zeit im Haus verbringen und so den Kontakt zur Natur verlieren. Für die meisten Menschen bedeuten Natur und Umwelt Vertrautheit und Freude und der Kontakt zur Natur und Umwelt ist ein elementares menschliches Bedürfnis. Viele Mitarbeitende haben selbst noch nie im Garten gearbeitet und sind deshalb verunsichert bzw. wissen nicht, wie sie diese wertvolle therapeutische Ressource direkt vor ihrer Haustür nutzen können, um das Leben der von ihnen betreuten Menschen zu verbessern.
Das Projekt hat gezeigt, das therapeutische Ansätze, die auf Natur und Umwelt setzen, sich äußerst positiv auf Menschen mit Demenz auswirken, ungeachtet ihrer Defizite. Doch um sie in die Praxis umzusetzen, müssen die Mitarbeitenden geschult und von der Leitung darin bestärkt werden, sie als Richtschnur anzusehen.
Die hier präsentierten Ideen sind praktikabel und in allen Pflegesettings leicht umzusetzen. Ich bitte Sie daher, diesen Ansatz und die planmäßige Einbeziehung der Natur als einen wesentlichen Aspekt Ihrer Arbeit zu betrachten und sich damit auseinanderzusetzen.
Alex Walker
Abbildung: Alex in Charnley Fold (2008)
Age Concern Central Lancashire war unser Partner bei der Realisierung dieses Projekts.
Dieses Handbuch wurde aus drei Gründen geschrieben. Erstens: Wir verfügen derzeit über sehr gute allgemeine Publikationen zum Thema Gärten und Außenbereiche für Menschen mit Demenz, von denen zwei hier vorgestellt werden. Das Handbuch geht jedoch einen Schritt weiter und thematisiert speziell den wertvollen therapeutischen Nutzen dieser Außenbereiche, eine Weiterentwicklung von Design for Nature in Dementia Care (Chalfont, 2008). Zweitens: Das Buch basiert auf Erkenntnissen aus der Forschung sowie auf Beobachtungen, die die Autoren im Verlauf der Zeit gemacht haben und verzichtet auf Informationen, die von Eigentümern oder Betreibern von einschlägigen Einrichtungen stammen. Drittens: Das Buch geht speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und auffälligem Verhalten ein. Wir sprechen von auffälligem (distressed) anstatt von „schwierigem (challenging) Verhalten“, denn jemand wird für andere zum Problem, wenn er sich selbst als auffällig wahrnimmt; uns ging es jedoch darum, die Aufmerksamkeit auf die Erfahrungen der Menschen zu richten. Unser Ansatz zielt auf die Ursachen des auffälligen Verhaltens ab und nutzt die Natur als therapeutisches Mittel anstatt zu versuchen, das Verhalten allein durch pflegerische Maßnahmen im Innenbereich zu managen oder zu verändern.
Zielgruppe
Das Handbuch richtet sich an Manager, Eigentümer und Betreiber von Wohnheimen, Pflegeheimen und Tagespflegeeinrichtungen, aber auch an Landschaftsarchitekten, Architekten, Beauftragte im Bereich Dienstleistungen für ältere Menschen und an alle, die Dienstleistungen in der Demenzpflege durchführen.
Dieses Buch ist das Ergebnis eines Gestaltungs- und Forschungsprojekts mit dem Titel „Therapeutische Demenzpflege“, das von der Arbeitsgruppe HIEC (Health, Innovation and Education Cluster) des NHS (staatlicher Gesundheitsdienst) in Zentral-Lancashire finanziell unterstützt wurde. Auch Hica hat die Arbeit von Garuth vor Ort in der Lodge, Buckshaw Retirement Village in Chorley, großzügig unterstützt. Wir danken unseren beiden Sponsoren und Partnern, deren Unterstützung diese Arbeit ermöglicht hat. Die Bewohnenden und Dienstleistungsnutzenden, auf deren Expertenwissen diese Arbeit im Wesentlichen beruht, leben in The Lodge oder zu Hause und nehmen Teil an der erweiterten Demenztagespflege in Charnley Fold, Bamber Bridge. In Demenzpflegeeinrichtungen gibt es viele Menschen mit auffälligem Verhalten, die von naturbasierten therapeutischen Ansätzen profitieren könnten. Für diese Menschen wurde das Handbuch geschrieben.
Abbildung: Magnolia soulangiana (Magnolie)
Garuth dankt auch Anita und Simon für ihr nie erlahmendes Engagement und ihre Unterstützung. Sein besonderer Dank gilt Flo, die ihren 100. Geburtstag feierte.
Abbildung: Nachdem der Korb im Arbeitsraum bepflanzt wurde, wird Kaninchen Fluffy gestreichelt.
Lorraine Haining, Demenzpflegespezialistin, Hica
Das Projekt wurde durchgeführt mit dem Ziel, den Alltag unserer Bewohner in der Lodge mithilfe der Natur zu verbessern, die, obwohl sie in greifbarer Nähe ist, oft ignoriert wird. Das Projekt kam nur schwer in Gang und es gab viele Schwierigkeiten zu bewältigen, aber die Ergebnisse haben alles wettgemacht! Wir haben unseren Außenbereich unter Einbeziehung von Ressourcen aus der Nachbarschaft regelmäßig umgestaltet und genutzt und das Ergebnis belegt die Vorteile für die Bewohnenden, Familien und Mitarbeitenden. Unsere Mitarbeitenden haben jetzt mehr Erfahrung, wissen die Qualität ihrer Leistungen besser einzuschätzen und sind zufriedener mit ihrer Arbeit. Obwohl dies höhere Anforderungen an die Mitarbeitenden bedeutet, sind unsere Bewohner jeden Tag im Freien, gehen sinnvollen Aktivitäten nach, von denen auch ihre Angehörigen und Freunde profitieren, weil sie voll in den Prozess einbezogen werden. Unsere Mitarbeitenden haben neue Fähigkeiten und mehr Selbstvertrauen entwickelt, was ihrer Arbeitszufriedenheit und ihrem Leistungsbewusstsein in einem sehr schwierigen Umfeld durchaus zugutekommt. Jetzt gilt es, diese Verbesserung aufrechtzuerhalten und nicht nachzulassen, wenn es darum geht, die Fehleinschätzungen und Legenden in puncto beste Unterstützung von Menschen mit Demenz in Pflegeheimen zu widerlegen.
Lorraine Haining
|14|Judith Culshaw, Deputy Chief Executive, Age Concern, Central Lancashire
Julie Newton, Manager
Charnley Fold Enhanced Dementia Day Support in Bamber Bridge
