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Dieses Buch hat sich als praxisnaher Begleiter für das Studium der Sozialen Arbeit bewährt und bietet handfeste Informationen für Bachelor- und Masterstudierende. Es zeigt, wie ein Studium effizient organisiert werden kann, welche Strategien beim Lernen allein, in Gruppen und in der Praxis hilfreich sind und wie wissenschaftliche Arbeiten erstellt werden können: Von der Planung des Arbeitsprozesses, der Themenwahl über Recherche und Auswertung bis hin zu Gliederung, Texterstellung, Zitieren und Layout bietet es klare Anleitungen. Darüber hinaus werden Wege aufgezeigt, mit überzeugenden Seminarvorträgen zu punkten, Prüfungen erfolgreich zu meistern und den Austausch mit Dozierenden sowie KommilitonInnen produktiv zu gestalten. Ergänzt wird der Inhalt durch praxisnahe Tipps zur Nutzung digitaler Werkzeuge einschließlich KI. So entsteht ein kompaktes Nachschlagewerk, das Orientierung gibt, Motivation fördert und sicher durch das Studium führt.
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Seitenzahl: 407
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Cover
Titelei
Vorwort zur Reihe
Zu diesem Buch
Teil A Soziale Arbeit studieren
1 Studieren
1.1 Akademisches Lernen
1.2 Motivation und Gesundheit
1.3 Verhalten an der Hochschule
1.3.1 Umgang mit Kommiliton*innen
1.3.2 Umgang mit Lehrenden
1.3.3 Umgang mit Mitarbeiter*innen
1.3.4 Die Bedeutung der Sprache/E-Mail-Kommunikation
1.3.5 Kleidung
2 Planung und Organisation des Studiums
2.1 Warum Planung wichtig ist
2.2 Studienprogramm als Rahmenvorgabe
2.3 Strategische Ziele für Studium und Studienzeit
2.4 Zeitplanung
2.4.1 Vorlesungszeit
2.4.2 Wochenzeit
2.4.3 Tageszeit
2.4.4 Vorlesungsfreie Zeit
2.5 Abweichungen vom Studienverlauf
3 Lernen im Studium
3.1 Lehrveranstaltungen
3.2 Lesend Lernen
3.3 Schreibend Lernen
3.4 E-Learning-Angebote
3.5 Praxisbezogenes und handlungsorientiertes Lernen
3.6 Lernen in der Gruppe
3.6.1 Potenziale
3.6.2 Risiken
3.6.3 Regeln und Grenzen
3.7 Umgang mit Lern- und Schreibblockaden
4 Nebentätigkeiten im Studium
4.1 Rahmenbedingungen
4.2 Hilfskraft
4.3 Honorarkraft
4.4 Werkstudent*in
Teil B Wissenschaftliches Arbeiten
5 Wissenschaft
5.1 Grundverständnis
5.2 Verhältnis von wissenschaftlichem Wissen und Alltagswissen
5.3 Inhalt und Funktionen wissenschaftlicher Tätigkeit
5.3.1 Beobachtungen als zentraler Bezugspunkt
5.3.2 Beschreiben
5.3.3 Erklären
5.3.4 Vorhersagen
5.3.5 Bereitstellung von Gestaltungsoptionen
5.4 Wissenschaft und Wahrheit
5.5 Wissenschaft und Werturteile
5.5.1 Wertbasis der Wissenschaft
5.5.2 Werturteilsstreit
5.5.3 Verwendung von wissenschaftlichen Erkenntnissen
5.5.4 Werturteile und Soziale Arbeit
6 Wissenschaftliches Arbeiten im Studium
6.1 Wissenschaftliches Arbeiten
6.2 Die eigene wissenschaftliche Leistung
6.3 Leistungs- und Verhaltensanforderungen
Teil C Schriftliche Arbeiten erstellen
7 Das Grundprinzip: Zwei Schritte vor, ein Schritt zurück
8 Planung des Arbeitsprozesses
8.1 Vorteile des geplanten Vorgehens
8.2 Arbeitsschritte im Überblick
8.3 Startzeitpunkt
9 Klärung des Themas
9.1 Themenfindung
9.2 Klärung und Eingrenzung der Fragestellung
9.3 Kontakte zur Betreuungsperson der Arbeit
10 Literaturrecherche
10.1 Einführung
10.2 Geeignete Quellen
10.2.1 Eignungskriterien
10.2.2 Zitierwürdige Quellen
10.2.3 Nicht zitierwürdige Quellen
10.3 Wie Sie bei der Literatursuche vorgehen
10.3.1 Gezielte Suche
10.3.2 Einfache Einstiegsmöglichkeiten
10.3.3 Recherche in den Bestandskatalogen von Bibliotheken
10.3.4 Recherche in wissenschaftlichen Datenbanken und Portalen
10.3.5 Recherchen mit Suchmaschinen
10.3.6 Informationsquellen des Buchhandels
10.3.7 Recherchieren mit Citavi
10.4 Suchstrategien bei elektronischen Recherchen
10.5 Erstellen einer Arbeitsbibliografie
11 Beschaffung und Auswertung der Literatur
11.1 Beschaffung der Literaturquellen
11.2 Sichtung der Literaturquellen
11.3 Auswertung der Literaturquellen
11.3.1 Was bedeutet Auswerten?
11.3.2 Vorgehen bei der Literaturauswertung
12 Gliederung der Arbeit
12.1 Grundanforderungen an die Gliederung
12.2 Formale Struktur der Gliederung
13 Abfassung des Manuskriptes
13.1 Grundlegende Hinweise
13.1.1 Umgang mit Quellen
13.1.2 Exkurse
13.1.3 Anmerkungen
13.1.4 Abbildungen und Tabellen
13.1.5 Rohentwurf des Manuskriptes
13.1.6 Datensicherung
13.1.7 Speichern von Internetquellen
13.2 Sprache
13.2.1 Wissenschaftlicher Ausdruck
13.2.2 Ausführlichkeit
13.2.3 Roter Faden
13.2.4 Verwendung des Wortes »Ich«
13.2.5 Diskriminierungssensible Sprache
13.3 Einleitung
13.4 Hauptteil
13.4.1 Grundlegende Anforderungen
13.4.2 Vorgehen bei der Texterstellung
13.5 Schlussteil
13.6 Überarbeitung und Korrektur des Manuskripts
13.6.1 Eigene Überarbeitung
13.6.2 Korrektur durch andere Personen
14 Richtiges Zitieren
14.1 Bedeutung von Zitaten
14.2 Grundsätze des Zitierens
14.3 Techniken des Zitierens
14.3.1 Fußnotentechnik
14.3.2 Kurzbelege im Fließtext (Harvard-Methode)
14.4 Zitatformen und Zitierregeln
14.4.1 Wörtliches und sinngemäßes Zitat
14.4.2 Regeln und Gestaltungsformen für wörtliche Zitate
14.4.3 Regeln und Gestaltungsformen für sinngemäße Zitate
14.4.4 Übergreifende Regeln
14.4.5 Zitieren juristischer Materialien
15 Erstellung der sonstigen Manuskriptteile
15.1 Bestandteile einer wissenschaftlichen Arbeit
15.2 Seitenzählung
15.3 Titelblatt
15.4 Inhaltsverzeichnis
15.5 Abkürzungsverzeichnis
15.6 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
15.7 Anlagen
15.8 Literaturverzeichnis
15.9 Verzeichnis sonstiger Quellen
15.10 Eidesstattliche Versicherung
15.11 Datenträger
16 Layout, Schlusskorrektur, Indruckgabe, Abgabe
16.1 Layout
16.2 Schlusskorrektur
16.3 Indruckgabe
16.4 Abgabe
Teil D Seminarvorträge halten
17 Funktionen des Seminarvortrags
18 Vorbereitung des Seminarvortrags
18.1 Grundfragen
18.2 Vom Basistext zum Stichwortmanuskript
19 Leitfaden für einen guten Seminarvortrag
19.1 Grundregeln
19.2 Einstieg und Einleitung
19.3 Hauptteil
19.4 Schlussteil
20 Diskussion und Feedback zum Vortrag
21 Visualisierungen
22 Handout
23 Angst vor dem Sprechen
Teil E Klausuren und mündliche Prüfungen bewältigen
24 Klausuren
24.1 Gestaltungsformen
24.2 Schwerpunkt Wissensprüfung
24.3 Schwerpunkt Transferprüfung
25 Mündliche Prüfungen
25.1 Gestaltungsformen
25.2 Prüfungsablauf
26 Prüfungsvorbereitung
26.1 Anforderungen klären
26.2 Prüfungsmotivation fördern
26.3 Kontinuierlich Lernen
26.4 Tutorien nutzen
26.5 Lerngruppe bilden
26.6 Die Rolle der Prüfer*innen einnehmen
26.7 Lernmethoden wählen
26.7.1 Strukturierung großer Stoffmengen
26.7.2 Erinnerungstechniken
26.7.3 Verknüpfungswissen
26.8 Die letzten Tage vor der Prüfung
27 Verhalten bei Prüfungen
27.1 Verhalten in einer Klausur
27.2 Verhalten in einer mündlichen Prüfung
27.3 Verhalten nach der Prüfung
28 Beanstandung eines Prüfungsergebnisses
Teil F Digitale Werkzeuge für das Studium
29 Textverarbeitungsprogramme
30 Literaturverwaltungsprogramme
31 Cloud-Services
32 Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI)
32.1 Wissenschaftlichkeit und KI
32.2 Sprache
32.3 Eigener Anteil
32.4 Nutzungshinweise und Vorschriften an Hochschulen
33 E-Ressourcen
33.1 Schreibtrainer
33.2 Lerntechniken und Zeitmanagement
Teil G Nach dem Studium
34 Master
35 Berufseinstieg
36 Promotion
Anlagen und Verzeichnisse
Anlagen
Anlage 1: Musterdeckblatt Bachelorarbeit
Anlage 2: Musterdeckblatt Hausarbeit
Anlage 3: Quellen im Literaturverzeichnis aufführen
Anlage 4: Checkliste »Endkorrektur des Textes«
Anlage 5: Immer Ärger mit dem Komma – Wie Sie die häufigsten Fehler vermeiden
Literaturverzeichnis
Glossar
Abkürzungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Tabellenverzeichnis
Stichwortverzeichnis
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Cover
Inhaltsverzeichnis
Titelseite
Impressum
Inhaltsbeginn
Grundwissen Soziale Arbeit
Begründet von Rudolf Bieker
Herausgegeben von Michael Domes
Das gesamte Grundwissen der Sozialen Arbeit in einer Reihe: theoretisch fundiert, immer mit Blick auf die Arbeitspraxis, verständlich dargestellt und lernfreundlich gestaltet – für mehr Wissen im Studium und mehr Können im Beruf.
Eine Übersicht aller lieferbaren und im Buchhandel angekündigten Bände der Reihe finden Sie unter:
https://shop.kohlhammer.de/grundwissen-soziale-arbeit
Die Autorin
Dr. phil. Nina Westerholt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein. Aufgrund ihrer achtjährigen Tätigkeit als Studienverlaufsberaterin am Fachbereich Sozialwesen kennt sie die Fragen und Schwierigkeiten der Studierenden der Sozialen Arbeit aus erster Hand. Als Mitarbeiterin im Prüfungsausschuss sowie in Lehre und Forschung hat sie eine umfassende Sicht auf das Studium der Sozialen Arbeit. Sie hat zu Studiengängen Sozialer Arbeit mit internationalem Fokus promoviert.
Der Autor und Reihenbegründer
Prof. Dr. rer. soc. Rudolf Bieker war Professor für Theorie und Strukturen Sozialer Dienste/Sozialverwaltung am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Dem Studium der Erziehungswissenschaft, Soziologie und Psychologie an den Universitäten Düsseldorf und Köln folgte eine mehrjährige Forschungstätigkeit an der Bergischen Universität Wuppertal. Im Anschluss daran war der Autor über viele Jahre Referatsleiter und stellvertretender Geschäftsführer eines Dachverbandes im Non-Profit-Sektor.
6., überarbeitete Auflage
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Die Wiedergabe von Warenbezeichnungen, Handelsnamen und sonstigen Kennzeichen in diesem Buch berechtigt nicht zu der Annahme, dass diese von jedermann frei benutzt werden dürfen. Vielmehr kann es sich auch dann um eingetragene Warenzeichen oder sonstige geschützte Kennzeichen handeln, wenn sie nicht eigens als solche gekennzeichnet sind.
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6., überarbeitete Auflage 2026
Alle Rechte vorbehalten© W. Kohlhammer GmbH, StuttgartGesamtherstellung: W. Kohlhammer GmbH, Heßbrühlstr. 69, 70565 [email protected]
Print:ISBN 978-3-17-045301-2
E-Book-Formate:pdf: ISBN 978-3-17-045302-9epub: ISBN 978-3-17-045303-6
Liebe Leser*innen,
die Idee zu der Reihe Grundwissen Soziale Arbeit, als deren Herausgeber ich ab dem 51. Band, in der Nachfolge von Prof. Dr. Rudolf Bieker, fungiere, ist vor dem Hintergrund der bildungspolitisch veränderten Rahmenbedingungen im Zuge der Bologna-Reform entstanden.
Band 1 »Soziale Arbeit studieren« bildete den Auftakt, der nach und nach erscheinenden Bände, deren Gemeinsamkeit ist, das für Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagog:innen bedeutsame Grundwissen sukzessive abzubilden. Dabei ist dreierlei zu beachten:
Grundwissen meint mehr als »reine Theorie«. Es umfasst, unabhängig vom je spezifischen Gegenstand, neben Wissen auch immer Aspekte des Könnens und der Haltung als Bestandteile sozialarbeiterischer/sozialpädagogischer Professionalität.
Grundwissen hat eine gewisse zeitlose Komponente. Grundwissen ist zugleich aber nicht etwas Statisches, das ein für alle Mal festgelegt ist. Das Grundwissen Sozialer Arbeit verändert sich in Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, politischen oder wissenschaftlichen Entwicklungen bzw. Rahmenbedingungen, so wie sich auch die professionelle Praxis Sozialer Arbeit verändert.
Grundwissen bietet für die Leser*innen eine Orientierung. Es dient als Navigationsinstrument für Soziale Arbeit, die, wie der Vorstand der DGSA 2024 festgehalten hat, wahrlich »ein komplexes Themenfeld« ist. Und wie bei einem solchen Gerät üblich: Es gibt immer mehrere Wege, ans Ziel zu kommen. Blind zu folgen bzw. zu vertrauen, ist nur bedingt eine hilfreiche Strategie. Das Navi ist eine – (ge)wichtige – Komponente, die aber nur im Zusammenspiel mit dem eigenen Denken (der Fachkraft) und dem Kontext (Gesellschaft und Adressat*innen) ihre Wirkung entfalten kann.
Die Bände der Reihe zeichnen sich durch ihre Lesefreundlichkeit, auch für das Selbststudium Studierender, besonders aus – oder, wie es der verstorbene C. W. Müller in einem Interview auf die Frage nach Kritik an seiner fachlichen Positionierung auf den Punkt gebracht hat: »Ich will auch allgemein gut verständlich sein und bleiben. Das ist kein Widerspruch zur Wissenschaftlichkeit.« Die Autor*innen verpflichten sich diesem übergeordneten Ziel auf unterschiedliche Weise: eine Begrenzung der Stoffmenge auf einen überschaubaren Umfang, Verständlichkeit der Sprache, Theorie-Praxis-Bezüge, (weiterführende) Literaturhinweise und Anschaulichkeit durch Gestaltungselemente, wie Graphiken, Hervorhebungen oder Schaukästen. Jeder Band bietet in sich abgeschlossen eine grundlegende Einführung in das jeweilige Themenfeld.
Im Fokus steht dabei immer, welche professionellen (Handlungs-)Kompetenzen ausgebildet werden können bzw. welche Bedeutung das jeweilige Thema/Themenfeld für die professionelle Praxis Sozialer Arbeit hat.
Die Bände verstehen sich als Einladung, sich auf (neues) wissenschaftliches Wissen einzulassen und die Themen kritisch weiterzudenken, um so auf dem Weg der eigenen Professionalitätsentwicklung weitere Schritte zu gehen. Oder wie es Alice Salomon schon 1932 formuliert hat: »Wir lernen ja nicht da, wo wir feststellen, daß der andere alles ebenso macht wie wir, sondern wir lernen, wenn er es anders macht. Denn das allein führt uns zur Selbstbesinnung, zur Selbstkritik und daraus erwächst lebendiges Leben, lebendiger Geist, lebendige Formkraft«.
Prof. Dr. Michael Domes, Nürnberg
In diesem Leitfaden erfahren Sie
was Studieren bedeutet und wie Sie Ihr Studium zielgerichtet organisieren können;
was unter Wissenschaft überhaupt zu verstehen ist und welche grundlegenden Haltungen und Fertigkeiten wissenschaftliches Arbeiten im Studium kennzeichnen;
wie Sie Schritt für Schritt, von der Themenfindung bis zur fristgerechten Abgabe, eine qualifizierte schriftliche Arbeit erstellen (Hausarbeit, Bachelor- und Masterarbeit);
wie Sie mit einem guten Seminarvortrag in der Sache überzeugen und das Lernen der anderen Seminarteilnehmer*innen fördern;
wie Sie Klausuren und mündliche Prüfungen gezielt vorbereiten und erfolgreich bewältigen.
Das Buch wendet sich an
Studierende, die ein Studium der Sozialen Arbeit beginnen (wollen) oder vor geraumer Zeit begonnen haben;
Studierende höherer Semester, die Ihre Bachelor- oder Masterarbeit anfertigen wollen und das nötige inhaltliche und formale Know-how hierfür benötigen;
Studierende, die sich nach längerer Hochschulabstinenz auf einen Masterabschluss vorbereiten und eine Wiederauffrischung ihres studienmethodischen Handwerkszeugs benötigen;
Studierende benachbarter Studiengänge (z. B. der Kindheitspädagogik, der Kulturpädagogik, der Erziehungswissenschaft, der Heil- oder Pflegepädagogik, des Sozialmanagements), die ebenso wie ihre Kommiliton*innen nach einem praxisgerechten Leitfaden für ein erfolgreiches Studium suchen.
Das Buch berücksichtigt langjährige Erfahrungen der Autorin und des Autors in der Hochschullehre, dem Prüfungswesen und in der Studienverlaufsberatung. Für Anregungen bedanken wir uns bei den Studierenden und Lehrenden unseres Fachbereichs und anderer Hochschulen, ganz besonders bei Viktoria Förster.
Das Manuskript wurde für die hier vorliegende 6. Auflage ergänzt und auf den neuesten Stand gebracht.
Bonn/Köln im Juli 2025Nina Westerholt, Rudolf Bieker
Lesehinweis
Wichtige Begriffe aus dem Manuskript haben wir im Text durch einen Pfeil → gekennzeichnet und in einem Glossar am Ende des Buches erläutert.
T Was Sie in diesem Kapitel lernen können
Ein Studium unterscheidet sich von schulischer Bildung vor allem durch seine größere Gestaltbarkeit und das höhere Maß an Eigenverantwortung für Lernprozess und Lernergebnis. Das Kapitel zeigt Ihnen, wie Sie nicht nur das Studium selbst, sondern die gesamte Studienzeit zielorientiert und anforderungsbezogen gestalten können. Darüber hinaus erhalten Sie eine Vielzahl von Hinweisen für Ihr Lernen im Studium.
Mit dem so genannten »Bologna-Prozess«, der auf die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraums abzielt (Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen), sind u. a. Effektivität und Effizienz des Studiums in den Vordergrund gerückt. Die Lernprogramme wurden allerorten durchgeregelt, die Studienzeiten verkürzt. Die Tendenz zur Verschulung der Hochschulstudiengänge ist unverkennbar. Das gilt auch für die Soziale Arbeit.
Wer sich heute für ein Studium der Sozialen Arbeit entscheidet, findet aber durchaus noch Gestaltungspotenziale vor. Nach wie vor geht es im Studium darum, sich selbst Ziele zu setzen, eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu erkennen und wahrzunehmen und die Hochschule als das zu sehen, was sie ist: eine akademische Dienstleisterin, die einen notwendigen, aber nicht hinreichenden Beitrag zu der angestrebten Selbstqualifizierung leistet. Uni-Lernen bedeutet immer auch, Selbstverantwortung zu übernehmen, für den Lernprozess und für das Lernergebnis.
Eine Studentin des 6. Semesters
»Die Hochschule hat zu meinem beruflichen sowie persönlichen Entwicklungsprozess beigetragen. Ich habe neben dem fachlichen Wissenszuwachs ein Netzwerk für den Übergang in das Berufsleben aufbauen können. Ich hatte die Möglichkeit, mich einzubringen, und ich habe gelernt, mich kritisch zu äußern. Dazu beigetragen hat die Lehr- und Studienkultur an der Hochschule. Neben den → Vorlesungen und → Seminaren habe ich die Chance genutzt als studentische Hilfskraft an den Entwicklungsprozessen der Hochschule mitzuwirken. Ich empfehle allen Studierenden, die Möglichkeiten der Mitbestimmung, Selbstreflexion und Weiterbildung zu nutzen, denn diese Gelegenheit kommt nicht so schnell wieder« (Kimberly Fleitmann, Studentin an der Hochschule Niederrhein, 2020).
Das akademische Lernen unterscheidet sich von dem eher passiv-rezeptiven schulischen Lernen durch seine stärker selbstaktive und forschende Ausrichtung. Es geht nicht um bloßes Nachbeten eines vorgegebenen, flüchtig angelesenen Stoffes und die Reproduktion von Faktenwissen, sondern um den Erwerb von Problemlösungskompetenzen. Die Lösungen, um die es geht, sind nicht-technischer Natur; sie können nicht vorhersagbar »bewirkt«, sondern nur im engen Zusammenwirken mit dem »Kunden« ausgehandelt und ausprobiert werden. Der Erwerb von Problemlösungskompetenz erfordert im Studium u. a.
sich mithilfe von Fachliteratur selbsttätig und kritisch reflektierend mit Theorien, Konzepten und Methoden der Sozialen Arbeit und ihrer Bezugsdisziplinen auseinanderzusetzen;
Lernangebote tatsächlich auszuschöpfen (»hingehen statt liegenbleiben«);
im Bedarfsfalle einzufordern, dass sich Kompetenzerwerb nicht auf die Wiedergabe von Klausurwissen beschränkt;
Praxis zu entdecken und fachliches Handeln zu erproben (handlungsorientiertes Lernen);
sich mit → Kommiliton*innen und → Lehrenden auszutauschen, um nicht nur das wissenschaftliche Lernen, sondern auch das soziale Lernen zu fördern;
auf die Qualität der Lehre und lernförderliche Studienbedingungen zu drängen (z. B. durch eigenes Engagement in der Hochschulselbstverwaltung);
durch eigenständige Lebensführung Lebenserfahrung zu sammeln, ohne die die Soziale Arbeit nicht auskommt.
Berufliche Handlungskompetenz ist in erster Linie eine Bringschuld der Hochschule; die Verantwortung dafür kann sie nicht auf Studierende abwälzen. Wie eine Problemlösung in der Sozialen Arbeit entsteht aber auch berufliche Handlungskompetenz nur in Co-Produktion zwischen Lehrenden, Studierenden und Praxis. Studierende tun gut daran, sich bei diesem Joint-Venture nicht nur auf vorgefertigte Lernpakete einzulassen, sondern auch darüber hinaus die Chance zum Kompetenzerwerb zu ergreifen. Schon dies spricht dafür, sich aktiv mit der Planung und Organisation des eigenen Studiums auseinanderzusetzen.
Motivation und Gesundheit sind wichtige Bedingungen für ein erfolgreiches und angenehmes Studium. Es werden folgende Motivationsformen unterschieden:
Intrinsische Motivation: Wenn man sich für die Inhalte des Lernstoffes interessiert und man diesen Inhalt deshalb erwerben will.
Extrinsische Motivation: Wenn es nicht der Inhalt selbst ist, der einen interessiert, sondern wenn sich die Motivation aus den dahinterliegenden Konsequenzen, z. B. dem Studienabschluss, speist.
Intrinsisch motivierte Studierende lernen meistens effektiver. Wenn Gedanken und Gefühle im Einklang auf eine Handlung gerichtet sind und keine Störung der Konzentration erfolgt, nennt man das »Flow erleben«. Der Flow kann Ihnen sehr viel Energie bringen, die Sie für den nächsten Lernschritt einsetzen können.
Setzen Sie sich anspruchsvolle, aber realistische Ziele im Studium, denn Erfolgserlebnisse sind der beste Motivator. Gliedern Sie große Ziele und Aufgaben in kleinere Einheiten auf, um sich zu motivieren.
Konzentration ist wichtig, um effektiv lernen zu können. Schaffen Sie sich Rituale, um sich auf das Lernen einzustimmen (z. B. Konzentrationsübung). Suchen Sie sich einen ruhigen Arbeitsplatz, an dem Sie ungestört arbeiten können. Oft leidet die Konzentration, wenn man während einer anspruchsvollen Tätigkeit Musik hört (Spoun 2011, 25 ff.).
Im Schlaf verarbeiten Sie erlerntes Wissen und verankern dieses in Ihrem Gedächtnis (»Postprocessing«). Achten Sie deshalb auf Ihren Schlaf: Schlafen Sie ausreichend viel und am Stück. Wenn Sie kurz vor der Prüfung die Nächte durchlernen, verhindern Sie die Verarbeitung und Verankerung des Gelernten während des Nachtschlafes.
Achten Sie weiterhin auf eine gesunde Ernährung mit ausreichend Vitaminen und Mineralien. Weiterhin sollten Sie Sport treiben, da geistige Ausdauer durch körperliche Bewegung gefördert werden kann (Heister 2017, 38).
Für viele Studierende ist es eine Herausforderung, ihren »inneren Schweinehund« zu besiegen. Auf einmal wirken selbst Kochen und Putzen interessanter, als die Abschlussarbeit zu schreiben.
Tipps für den Kampf gegen den »inneren Schweinehund«
Versuchen Sie grundsätzlich zu akzeptieren, dass Sie als Lernende den Anspruch auf eine »perfekte Leistung« noch nicht erfüllen können. Das gibt Ihnen den Mut anzufangen, statt sich zu überfordern.
Lassen Sie sich von den Leistungen anderer Personen nicht einschüchtern.
Erfinden Sie keine Ausreden, wie z. B. »Ich kann an meinem Referat noch nicht arbeiten, mir fehlt noch ein Buch.«
Wenn Sie verzweifelt vor dem PC sitzen und nicht wissen, wie und wo Sie beginnen sollen, fangen Sie mit dem Schreiben einer einfachen Passage an. Das ist besser als sich darauf zu berufen, es falle Ihnen nichts Vernünftiges ein. Bei Formulierungsschwierigkeiten schreiben Sie erst einmal so, wie es Ihnen richtig erscheint.
Haben Sie Probleme, sich an den Schreibtisch zu setzen und vertrödeln die Zeit mit anderen Tätigkeiten? Planen Sie die Aufgaben und Arbeitsschritte mit Fristen, sodass sie die Konsequenzen sehen können, wenn Sie die Arbeit aufschieben. Legen Sie am Ende Ihres Arbeitstages fest, was genau Sie am nächsten Tag machen wollen.
Gönnen Sie sich Pausen und belohnen Sie sich nach erfolgreicher Arbeit.
Mit Ihrem Studium treten Sie in eine »neue Welt« ein, die über eigene Regeln, Erwartungen und Gepflogenheiten verfügt. Zum Teil beruhen diese auf schwer überwindbaren Traditionen (Kotthaus 2014, 29), die Ihnen auf Anhieb nicht nur fremd, sondern seltsam erscheinen mögen. Diese »neue Welt Hochschule« löst zwangsläufig die Frage aus, wie man sich darin angemessen bewegen soll und ob Verhaltensweisen, die andernorts richtig und erwünscht sind, bruchlos in diesen neuen Kosmos übertragen werden können. Lassen Sie sich durch das Unbekannte nicht verunsichern; finden Sie in Ruhe heraus, wie dieser Kosmos, in dem wissenschaftliche Spitzenleistung und organisatorisches Chaos Hand in Hand gehen können, »tickt«, was man in dieser eigenen Welt von Ihnen als Studierende erwartet und wie Sie dieses unbekannte Terrain für ein erfolgreiches und wohltuendes Studium nutzen können. Einige grundlegende Verhaltensregeln mögen Ihnen hierbei helfen.
Ihre Mitstudierenden werden als → Kommiliton*innen bezeichnet. In der Regel duzen sich Studierende untereinander. Es ist wichtig, dass Sie sich gegenüber Ihren Kommiliton*innen offen und freundlich verhalten, denn im Laufe Ihres Studiums werden Sie immer wieder zusammenarbeiten (müssen). Viele Referate (das sind Vorträge in einem → Seminar) werden in einer Gruppe erarbeitet. Lerngruppen erleichtern Ihnen die Prüfungsvorbereitung, und falls Sie mal eine Veranstaltung wegen Krankheit verpassen, können Sie Unterlagen und Mitschriften von Ihren Kommiliton*innen erbitten.
An der Hochschule entstehen viele Freundschaften, daher nutzen Sie die Chance neue Menschen kennenzulernen. Es ist normal, dass man nicht jeden Menschen sympathisch findet, jedoch kann es trotzdem sein, dass Sie mit Menschen zusammenarbeiten müssen, die Sie nicht als Freund*innen ansehen. In solchen Situationen ist von Ihnen ein professioneller, kollegialer Umgang gefordert. In Ihrem Berufsleben werden Sie immer wieder »schwierigen Menschen« begegnen. Auch wenn Sie Kommiliton*innen nicht als Klient*innen ansehen sollten, dürfen Sie den Umgang mit individuellen Eigenheiten schon im Studium aktiv einüben.
→ Lehrende sind Expert*innen in Ihrem Fachgebiet, die sich für ihre Aufgabe lange qualifiziert haben. Wenn sich Lehrende und Studierende beidseitig mit Höflichkeit und Verbindlichkeit begegnen, ist eine gute Grundlage für eine respektvolle Zusammenarbeit und eine angenehme Lernatmosphäre geschaffen.
Meistens ist die Situation dadurch gekennzeichnet, dass Sie etwas von einer Lehrperson möchten: einen Rat, ein Hausarbeitsthema, die Erläuterung einer Note o. Ä. Sie sollten darauf achten, der Lehrperson keine unnötige Arbeit zu machen, indem Sie z. B. Sprechstundenbesuche ordentlich vorbereiten und notwendige Materialien mitbringen.
Ob Sie eine Lehrperson mit oder ohne Titel (Professor*in oder Doktor*in) ansprechen sollen, erfahren Sie im Verlauf der Kommunikation. Beginnen Sie immer so höflich wie möglich, d. h. sprechen/schreiben Sie die Lehrperson zunächst mit Titel an. Die Person wird Ihnen dann direkt oder indirekt zu verstehen geben, ob es notwendig ist, dass Sie die Titel nennen.
Einen umfassenden Leitfaden zur »Gestaltung von Sprechstunden und Zusammenarbeit mit Lehrenden durch Studierende« finden Sie auf den Webseiten des Service Center Selbststudium der Universität Bielefeld (siehe Literaturempfehlungen).
Neben den → Lehrenden arbeiten an der Hochschule viele Verwaltungskräfte, z. B. in den Sekretariaten, den Prüfungsämtern, der Technik etc. Diese sind unerlässlich, um eine Hochschule zu betreiben. Viele der Verwaltungsmitarbeitenden stehen unter einer hohen Arbeitsbelastung und verdienen Respekt und Freundlichkeit Ihrerseits. Bedenken Sie daher Ihren Ton und Ihr Verhalten, wenn Sie nach einer Studienbescheinigung oder anderem fragen. Für forderndes und überhebliches Verhalten ist auch gegenüber dieser Mitarbeitendengruppe kein Platz.
Hochschulmitarbeitende verbringen viel Zeit damit, Mails von Studierenden zu beantworten. Unhöfliche Mails bzw. unnötige Fragen werden ungern, manchmal auch gar nicht beantwortet. Die Arbeitsbelastung der meisten → Lehrenden ist hoch, auch wenn dies für Studierende oft nicht ersichtlich ist. Denn Lehrende unterrichten nicht nur, sondern forschen auch, arbeiten an wissenschaftlichen Publikationen, organisieren wissenschaftliche Tagungen, betreiben Praxisentwicklung, erstellen Gutachten etc.
Um komplexere Fragen zu klären, sind persönliche Gespräche meist besser geeignet als ein langer Schriftverkehr per E-Mail. Wenn Sie dennoch eine Mail schreiben, sollten Sie die folgenden Kriterien beachten, damit Sie möglichst eine Antwort erhalten.
Kriterien für eine gelungene E-Mail-Kommunikation
1.Verwenden Sie allgemein übliche Anrede- und Verabschiedungsformeln und achten Sie auf einen höflichen Sprachstil.
2.Nutzen Sie Ihre Hochschul-Mailadresse.
3.Verwenden Sie aussagekräftige Betreffzeilen.
4.Vermeiden Sie Rechtschreibfehler.
5.Fassen Sie sich möglichst kurz.
6.Verwenden Sie aussagekräftige Dateinamen und lesbare Dateiformate (z. B. pdf).
7.Schreiben Sie nur wirklich notwendige Mails.
8.Wenn Sie keine Antwort erhalten, suchen Sie die Sprechstunde der Lehrperson auf. (Obermaier 2017, 138 ff.)
Der Spruch »Kleider machen Leute« gilt auch oft in der Hochschule. Dabei ist jedoch zu problematisieren, dass insbesondere in Bezug auf Kleidung Klassismus und Diskriminierung wirken bzw. stattfinden. Dennoch ist es wichtig, dass Sie die »Spielregeln« kennen, um bewusst entscheiden zu können, wie sie sich zu diesen verhalten. Es ist weder üblich noch wird es erwartet, dass Sie im Anzug/Kostüm zu einer regulären Lehrveranstaltung kommen, aber achten Sie auf saubere und gepflegte Kleidung. Provozierende Kleidung (z. B. mit strittigen Symbolen) kann dazu führen, dass Sie hauptsächlich auf das Statement Ihrer Kleidung »reduziert« werden.
In individuellen Prüfungssituationen sollten Sie formalere Kleidung wählen. Orientierung in der Wahl Ihrer Kleidung für eine Prüfung kann z. B. der Kleidungsstil Ihrer Prüfungsperson bieten. Auch in Prüfungen wird kein Kostüm/Anzug erwartet, aber Ihr Respekt gegenüber den Prüfenden und der Prüfungssituation sollte sich in Ihrer Kleidung wiederfinden. Daher sollten Sie z. B. ein Hemd/eine Bluse und eine gepflegte Beinbekleidung wählen. Je wichtiger die Prüfungssituation, desto formaler und »hochwertiger« sollten Sie sich kleiden.
Literaturempfehlungen
Kotthaus, J. (2014): FAQ Wissenschaftliches Arbeiten. Für Studierende der Sozialen Arbeit. Leverkusen: Budrich.
Service Center Selbststudium (Hg.) (2020): Handreichung: Gestaltung von Sprechstunden und Zusammenarbeit mit Lehrenden durch Studierende. Universität Bielefeld. Online: https://www.uni-bielefeld.de/themen/qm-studium-lehre/download/Living-Document.pdf, Aufruf: 11. 03. 2025.
