9,99 €
Daphne du Maurier war erst 19 Jahre alt, als sie sich 1926 dazu entschloss, das Feriendomizil ihrer Eltern im cornischen Bodinnick nicht mehr zu verlassen. Denn dort in Cornwall hatte sie ihre neue Heimat gefunden, wo sie nicht nur die Freiheit spürte, ihr Leben zu verbringen und die Natur zu genießen, sondern auch die Inspiration, zu schreiben. In Zauberhaftes Cornwall setzt sie ihrem Herzort ein Denkmal. Sie erzählt von der wunderbaren cornischen Landschaft, ihren Menschen und ihrer Lebensart. Ebenso Reiseliteratur wie Roman und Memoire, ist dieses Buch Daphne du Mauriers ganz persönliche Hommage an eine der reizvollsten Gegenden Englands, ein Buch voller Geschichten und Legenden, von geheimnisvollen Schlössern, verwunschenen Spelunken, Schmugglern und legendären Königen.
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 268
Veröffentlichungsjahr: 2014
Daphne du Maurier war erst 19 Jahre alt, als sie sich 1926 dazu entschloss, das Feriendomizil ihrer Eltern im kornischen Bodinnick nicht mehr zu verlassen. Denn dort in Cornwall hatte sie ihre neue Heimat gefunden, wo sie nicht nur die Freiheit spürte, ihr Leben zu verbringen und die Natur zu genießen, sondern auch die Inspiration, zu schreiben.
In Zauberhaftes Cornwall setzt sie ihrem Herzensort ein Denkmal. Sie erzählt von der wunderbaren kornischen Landschaft, ihren Menschen und ihrer Lebensart. Ebenso Reiseliteratur wie Roman und Memoire, ist dieses Buch Daphne du Mauriers ganz persönliche Hommage an eine der reizvollsten Gegenden Englands, ein Buch voller Geschichten und Legenden, von geheimnisvollen Schlössern, verwunschenen Spelunken, Schmugglern und legendären Königen.
Daphne du Maurier wurde 1907 in London geboren und lebte seit ihrem 19. Lebensjahr in Cornwall. Alle ihre Romane lässt sie dort spielen: Jamaica Inn, Das Wirtshaus im Bodmin Moor, Meine Cousine Rachel und natürlich Rebecca, 1938 erschienen und von Hitchcock verfilmt. Daphne du Maurier starb 1989 Jahren in Kilmarth.
DAPHNE DU MAURIER
Zauberhaftes
Cornwall
Aus dem Englischen neu übersetzt vonBrigitte Heinrich
Umschlagabbildung: Robert Holmes/CorbisDie Originalausgabe erschien 1967 unter dem Titel Vanishing Cornwall. The Spirit and History of Cornwallbei Gollancz, London.
eBook Insel Verlag Berlin 2014
Copyright © Daphne du Maurier and Christian Browning, 1967 and © 1981
Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das des öffentlichen Vortrags sowie der Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen, auch einzelner Teile.
Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotografie, Mikrofilm oder andere Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
Für Inhalte von Webseiten Dritter, auf die in diesem Werk verwiesen wird, ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber verantwortlich, wir übernehmen dafür keine Gewähr.
Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar.
Umschlag: cornelia niere, münchen
Satz: Satz-Offizin Hümmer GmbH, Waldbüttelbrunn
In gemeinsamer Erinnerung und aus Liebe zu Cornwall – zum Gedenken an meinen Mann und für unseren Sohn Christian, der die Gegenwart fotografierte, während ich in der Vergangenheit schwelgte.
Menabilly, 1966.
Prolog
1 Ursprünge und Annäherungen
2 Auf der Suche nach Artus und Tristan
3 Klima
4 Die kornischen ›Hundreds‹ und Madron Well
5 Die Sage von Penrose
6 Die Hohe Küste und ›The Lizard‹
7 Die kornische Gentry
8 Die Tinner
9 Religion und Aberglaube
10 Exzentriker
11 Moore und Tongruben
12 Das Erbe der Brontës
13 Häfen und Sardinen
14 Schmuggler
15 Das Wo und Wann
Ich sah ihn mit einem Stock auf das hohe Gras einschlagen, dann griff seine Hand plötzlich in die Tiefe und zog das sich krümmende und windende Wesen hervor.
Die Frauen, die sich um die Hintertür versammelt hatten, kreischten. »Töten Sie sie rasch«, riefen sie, »gleich, gleich, bevor sie beißt.«
Der Gärtner lächelte, die Schlange, deren Kopf ihm hilflos ausgeliefert war, fest in der linken Hand. Ihre Zunge zuckte blitzschnell hervor und verschwand. Er schlug mit seinem Stock ein-, zweimal gegen das Schwanzende, und die Schlange ringelte sich zusammen. Dann trat der Gärtner an den großen Baum mit der ausladenden Krone, der ein paar Meter neben dem Küchengarten dicht bei der Hintertür wuchs.
»Sie stirbt noch nicht gleich«, sagte er zu ihnen, »sie stirbt erst bei Sonnenuntergang.«
Er legte seinen Stock beiseite, ging in den nahe gelegenen Werkzeugschuppen und kehrte mit Hammer und Nagel zurück. Die Frauen beobachteten ihn fasziniert. Er schlug den Nagel irgendwo zwischen Kopf und Schwanz durch die Schlange und hämmerte sie fest an den Baum. Dann trat er einen Schritt zurück und sah zu, wie sie zappelte.
»Das wird sie den ganzen Tag über tun«, stellte er fest, »doch das Gift verliert sich, wenn die Sonne untergeht. Dann stirbt sie.«
Er wandte sich ab und ging in den Küchengarten. Die Frauen verschwanden im Haus, die Küchenmagd schwatzte aufgeregt auf die Köchin ein, das Hausmädchen rannte die Hintertreppe hinauf, um der Kinderfrau davon zu erzählen. Das Drama war vorüber. Der Tag nahm weiter seinen Lauf. Es war Morgen.
Jetzt war außer mir niemand mehr an dem Baum, und ich trat näher und starrte zu der Schlange hinauf. Sie war nicht sehr groß, überhaupt nicht wie die Ungeheuer im Zoo. Ihre Farbe war grünlich-schwarz. Ihr Körper wand sich manchmal, doch nicht die ganze Zeit. Ich fragte mich, warum sie bis lange nach dem Tee warten musste, um zu sterben. Verwirrt entfernte ich mich und ging zur Hauswand in der Nähe des Kinderzimmers im unteren Stock. Ein Tisch stand neben dem Fenster, darauf ein Käfig, und darin saßen zwei Tauben. Die Tauben waren ein Geburtstagsgeschenk gewesen. Ich war fünf Jahre alt. Ich starrte die Tauben an, wie ich die Schlange angestarrt hatte, mit gemischten Gefühlen. Das Wort Langeweile gehörte noch nicht zu meinem Wortschatz, doch hätte ich es gekannt, hätte es ausgedrückt, was ich empfand. Die Tauben langweilten mich. Sie hockten nebeneinander auf der Stange, gurrten oder zupften an ihrem Gefieder und verursachten einen widerlichen Schmutz auf dem Käfigboden. Jeden Tag mussten sie mit frischem Sand, frischem Trinkwasser, frischen Körnern versorgt werden, und das nahm wertvolle Zeit in Anspruch, die ich mit anderen Dingen, zum Beispiel mit Streifzügen durch den Garten, hätte verbringen können. Meine ältere Schwester hielt Kanarienvögel, glückliche Tiere, die tirilierten und sangen und sich auf einer kleinen Schaukel hin und her schwangen. Sie fand es nicht lästig, sich um sie zu kümmern, sondern sang mit ihnen, wenn sie ihren Käfig säuberte. Die Tauben waren anders. Sie drängten sich aneinander, mutlos und doch aufgeblasen in einer Art verzweifelter Gier, mit der sie bei der Fütterung mit den Schnäbeln aufeinander einhackten und sich gegenseitig von dem kleinen Futternapf verdrängten.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!