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Kathrin Röggla begleitet einen Risikomanager in den Kosovo. Es geht um Stilllegungen, Abwicklungen, Modernisierungsprozesse, Gefahrenklassen, Altlasten, Risikokonflikte. Kathrin Röggla spricht mit Werksleitern, Arbeitern, Managern und Investoren. Sehr anschaulich zeigt sie, wie komplexe ökonomische und politische Prozesse funktionieren. Der Text ist dem Band ›besser wäre: keine‹ entnommen, der Essays und Stücke versammelt, in denen Kathrin Röggla die Katastrophen und Alarmzustände analysiert, die unsere Realität bestimmen.
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Seitenzahl: 29
Veröffentlichungsjahr: 2013
Kathrin Röggla
Essay
Politisches Denken und radikales Sprechen – Kathrin Rögglas Essays und Theaterstücke.Unsere Realität gleicht einem Katastrophenfilm, einem worst-case-Szenario, einem Shakespeare’schen Königsdrama: Wirtschaftskrisen, Medien-Hysterie, private Paranoia. Kathrin Röggla setzt ihre kritische Phantasie und ihre kluge Sprachkunst dagegen. Sie analysiert und seziert den Zustand unserer Zeit: fiktive Alarmierungen, reale Ängste und falsche Sehnsüchte. Lustvoll und konsequent, geistreich und spielerisch durchleuchten ihre Essays und Theaterstücke unsere Gegenwart.
Weitere Informationen finden Sie auf www.fischerverlage.de
Erschienen bei FISCHER E-Books
© S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2013
Der vorliegende Text entstammt der Ausgabe: Röggla, Besser wäre: keine. Essays und Theater. Als E-Book erhältlich unter ISBN 978-3-10-401733-4.
Covergestaltung: hißmann, heilmann, hamburg
Coverabbildung: Oliver Grajewski
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Dieses E-Book ist urheberrechtlich geschützt.
ISBN 978-3-10-402676-3
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Beitrag zu einem kleinen Wachstumsmarathon
Quellenverzeichnis
Wachstum beginnt heute auf den Flughäfen. In den Reisezentren, in den Senator Lounges, den Businessabteilen, inmitten des Schweigeabkommens der Businessinsassen, sozusagen der Innenwelt der Außenwelt – internationale Manager, Consultants, die einmal ungestört ihre Mails checken wollen. Es beginnt an Gate F oder Gate G am Wiener Flughafen, in Frankfurt im Terminal 1, im Lufthansaterminal in München. Es beginnt auf den langen Rollbändern, über die hektisch Businesskoffer gezogen werden an Relay-Pressebuden und Starbucks-Coffeeshops vorbei, durch Glastüren hindurch, die auf- und zugehen, als machten sie die ganze Zeit nichts anderes. Es beginnt in den Sitzreihen vor dem Gate, den Wartesekunden, den billigen und den unbilligen, je nachdem. Es beginnt mit den kleinen Gesten, dem Sich-nervös-Luft-Zufächeln, dem Blick auf die Uhr, dem Gleiten des Bildschirmstiftes über das iPad. Blackberry. Es beginnt mit dem Bild: Menschen sitzen vor ihren Notebooks und sehen wirklich hinein! Und: Gebügelte Hemden, Jacketts sind es, die wir um uns haben, nichts anderes.
