Einführung in das Controlling - Jürgen Weber - E-Book

Einführung in das Controlling E-Book

Jürgen Weber

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Beschreibung

Mit den Aufgaben und Fallstudien des Übungsbuchs lassen sich die zentralen Kapitel und Themen des Lehrbuchs gezielt wiederholen und vertiefen. Es bietet zu jedem Werkzeug Aufgaben und Fragestellungen aus der Praxis. Zusätzlich werden komplexe Anwendungsfälle namhafter deutscher und internationaler Unternehmen wie Ernst & Young, HUGO BOSS, Alfred Kärcher und Bayer angeboten.   Nicht zuletzt ermöglicht die umfangreiche Fallstudie der "X-presso AG" mit zusammenhängenden und anspruchsvolleren Aufgaben eine optimale Vorbereitung auf Prüfungen und Klausuren. Mit ausführlichen Lösungsvorschlägen zu jeder Aufgabe im Buch und zusätzlichen Übungsaufgaben zum Download auf myBook+. 

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EPUB
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Seitenzahl: 547

Veröffentlichungsjahr: 2022

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[XI]Inhaltsverzeichnis

Hinweis zum UrheberrechtImpressumVorwort zur 5. AuflageVorwort zur 1. AuflageA Einzelaufgaben1 Jahresabschluss bei der SchokoLaden GmbH2 Cashflow bei der Blindflug AG: Den Kapitalfluss derivativ ermitteln3 Erstellen einer Kapitalflussrechnung auf Basis von Bilanz und GuV4 Liquiditätsanalyse bei der Hinterwäldler AG 5 Die Vollkostenrechnung zur Produktkalkulation in der Weihnachtsbäckerei 6 Ergebnisanalyse in der Schrauben- und Dübelfabrik anhand der Deckungsbeitragsrechnung.7 Prozesskostenrechnung bei der Amazing Ltd8 Zeig mir Deinen Jahresabschluss, und ich sag Dir, wer Du bist9 CFROI und CVA im Konzern.10 Das DuPont System of Financial Control zum Vergleich der Regionalgesellschaften der Energie AG11 Verrechnungspreise bei der Solaranlagen AG.12 Budgetierung bei »Otto’s« Campus-Bar 13 Break-Even-Analyse zweier neuer Produkte bei der Möbel & Lifestyle GmbH14 Abweichungsanalyse bei der Racing GmbH mittels flexibler Plankostenrechnung auf Vollkostenbasis.15 Investitionsentscheidung der Cannelloni Pizza GmbH – die Pay-off-Methode. 16 Kapitalwertmethode und IRR zur Bewertung zweier Investitionsalternativen bei der Corretti Eis GmbH.17 Target Costing – das neue Netbook der Nerd iT.18 Effizienzvergleich durch internes Benchmarking von Prozessabläufen.19 Die BCG-Portfolio Matrix: Portfolioanalyse bei der Blindflug AG.B Fallstudie X-presso AGArbeitshinweise zur X-presso Fallstudie.Der Konzern: Die X-presso AG und ihre TöchterFallstudienaufgaben.1 Die Kapitalflussrechnung zur Analyse von Finanzmittelherkunft und -verwendung •• 2 Das Zusammenspiel von Menge, Kosten und Preis – die Break-Even-Analyse auf Basis der Deckungsbeitragsrechnung •••3 Eigen- oder Fremdfertigung – Kostenrechnung zur Fundierung von Programmentscheidungen •••4 Die Prozesskostenrechnung •••.5 Der ROCE zur Analyse der wirtschaftlichen Situation • 6 CFROI und CVA zur Bewertung des Markteintritts in China •••7 Ermittlung von Verrechnungspreisen für das Chinageschäft ••• 8 Planung und Budgetierung der Fertigungskosten •••9 Lohnt sich die Investition in eine zusätzliche Kaffeemühle? ••10 Target Costing zur Entwicklung der neuen Yuppie-Line-Kapselmaschinen •• 11 Senkung des Materialeinsatzes durch Benchmarking der Produktionsprozesse •12 Strategieimplementierung mittels Balanced Scorecard ••• 13 Die BCG-Portfolio-Matrix zur Entwicklung der langfristigen Produktstrategie ••C X-presso AG Case StudyThe Group: X-presso AG and subsidiariesAssignments1 Using a cash flow statement to analyze the sources and application of funds ••2 Cost-volume-profit analysis for the new yuppie line coffee capsule machines •••. 3 In-house vs. external manufacturing – using cost accounting for program decisions ••• 4 Quantifying order processing costs through activity based costing •••5 Using ROCE to analyze financial state • 6 Using CFROI and CVA to evaluate market entry in China •••7 Calculating transfer prices for the Chinese business ••• 8 Forecasting and budgeting for the 2019 financial year ••• 9 Does the investment in a new coffee grinder pay off? ••10 Using target costing to develop the new yuppie line capsule machine ••11 Reducing total material spending by benchmarking waste against the competition •12 Fostering strategy implementation in the commercial customer segment using the Balanced Scorecard ••• 13 The BCG portfolio matrix: Revising the long-term product strategyD Praxisfälle1 Praxisfall der Ernst & Young GmbH zur Thematik HGB vs. IFRS 2 Praxisfall von HUGO BOSS zur Nutzung der Deckungsbeitragsrechnung für die Geschäftssteuerung 3 Praxisfall der GARDENA GmbH zur Prozesskostenrechnung4 Praxisfall des Bayer-Konzerns zur Beurteilung und Steuerung der Geschäftsentwicklung mithilfe finanzieller Kennzahlen5 Praxisfall der Stern Stewart & Co. GmbH zum Thema Wertorientiertes Management 6 Praxisfall der Henkel AG & Co. KGaA zum Thema Verrechnungspreise7 Praxisfall der Nestlé S. A. zum Thema Planung und Budgetierung 8 Praxisfall der Deutschen Lufthansa AG zum Investitionscontrolling9 Praxisfall der Volkswagen AG zum Target Costing 10 Die Balanced Scorecard bei der Südostbayernbahn, einer Tochter der Deutschen Bahn AG11 Praxisfall der Boston Consulting Group zur Portfolioanalyse. 12 Praxisfall der Alfred Kärcher SE & Co. KG zum Thema Steuerung einer Geschäftseinheit13 Praxisfall der CHT Gruppe zum Thema »Nachhaltige Wertschöpfung – profitabel und zukunftsfähig«Zu den AutorenDigital Extras
[1]

Hinweis zum Urheberrecht:

Alle Inhalte dieses eBooks sind urheberrechtlich geschützt.

Bitte respektieren Sie die Rechte der Autorinnen und Autoren, indem sie keine ungenehmigten Kopien in Umlauf bringen.

Dafür vielen Dank!

Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft - Steuern - Recht GmbH

[IV]Dozenten finden weitere Lehrmaterialien unter

https://www.sp-dozenten.de (Registrierung erforderlich)

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Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.dnb.de abrufbar.

Print:

ISBN 978-3-7910-5549-7

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Jürgen Weber/Utz Schäffer/Christoph Binder

Einführung in das Controlling

Übungen und Fallstudien mit Lösungen

5. Auflage, August 2022

© 2022 Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH

www.schaeffer-poeschel.de

[email protected]

Bildnachweis (Cover): © Zadorozhnyi Viktor, shutterstock

Produktmanagement: Dr. Frank Baumgärtner

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte, insbesondere die der Vervielfältigung, des auszugsweisen Nachdrucks, der Übersetzung und der Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen, vorbehalten. Alle Angaben/Daten nach bestem Wissen, jedoch ohne Gewähr für Vollständigkeit und Richtigkeit.

Schäffer-Poeschel Verlag Stuttgart

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Sofern diese Publikation ein ergänzendes Online-Angebot beinhaltet, stehen die Inhalte für 12 Monate nach Einstellen bzw. Abverkauf des Buches, mindestens aber für zwei Jahre nach Erscheinen des Buches, online zur Verfügung. Ein Anspruch auf Nutzung darüber hinaus besteht nicht.

Sollte dieses Buch bzw. das Online-Angebot Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte und die Verfügbarkeit keine Haftung. Wir machen uns diese Inhalte nicht zu eigen und verweisen lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung.

[V]Vorwort zur 5. Auflage

Zeitgleich mit der 17. Auflage des zugrunde liegenden Lehrbuchs können wir Ihnen heute die 5. Auflage unseres Übungs- und Fallstudienbuchs vorlegen. Sie enthält unter anderem eine spannende neue Fallstudie zum Nachhaltigkeitsmanagement bei der CHT Gruppe. Daneben haben wir einige Übungen und Fallstudien aktualisiert und den einen oder anderen Hinweis unserer Leser eingearbeitet.

Auch für die 5. Auflage gilt, dass das vorliegende Übungs- und Fallstudienbuch mit dem gleichnamigen Lehrbuch eng verzahnt ist. So weist im Lehrbuch eine Kaffeetasse in bewährter Weise darauf hin, dass es zu den Ausführungen an der entsprechenden Stelle passende Übungen und Fallstudien im Begleitbuch gibt. Gleichzeitig leiten wir Sie im Übungs- und Fallstudienbuch zu den entsprechenden Passagen im Lehrbuch. Doch damit nicht genug: Die Arbeit mit dem Übungs- und Fallstudienbuch wird auch durch eine ganze Reihe ergänzender Materialien unterstützt. So finden Sie auf der Plattform SP myBook des Schäffer-Poeschel Verlags zahlreiche Spreadsheets, die den Tabellen im Buch zugrunde liegen. Auch weiterführende Video-Clips und Texte stehen dort zu Ihrer Verfügung. Reicht Ihnen dieses Zusatzmaterial nicht aus, laden wir Sie zudem herzlich dazu ein, auf unserer Homepage an der WHU vorbeizuschauen. Hier haben Sie Zugang zu ausgewählten WHU-Fallstudien und weiteren Materialien. Probieren Sie es einfach mal aus und gehen Sie auf www.whu.edu/controlling!

Zu guter Letzt geht ein großes Dankeschön an Claudia Dreiseitel und Dr. Frank Baumgärtner vom Schäffer-Poeschel Verlag, die den Erstellungsprozess der 5. Auflage verlagsseitig begleitet haben, sowie an die beiden freien Lektoren Michael Bauer und Thomas Stichler. Daneben möchten wir Evelyn Busch, Sebastian Ebert und Antonia Wolf unseren herzlichen Dank aussprechen. Sie haben die Überarbeitung des Manuskripts sehr kompetent und engagiert unterstützt.

Jürgen Weber, Utz Schäffer und Christoph Binder

Vallendar und Reutlingen, im Juli 2022

[VII]Vorwort zur 1. Auflage

Die »Einführung in das Controlling« ist den meisten von Ihnen als einführendes Lehrbuch bekannt. Neben vielen positiven und ermunternden Rückmeldungen haben wir in den letzten Jahren immer wieder den Hinweis erhalten, dass auf die »Einführung« abgestimmte Übungen und Fallstudien eine wertvolle Ergänzung für den Einsatz in Studium und Lehre wären. Nun ist es (endlich) soweit!

Um die Aufgabe schultern zu können, wurde das bewährte Autorenteam des Lehrbuchs mit Christoph Binder von der ESB Business School der Hochschule Reutlingen um eine Person ergänzt, die nicht zuletzt durch die Promotion bei Utz Schäffer fester Bestandteil unserer akademischen Familie ist.

Das gemeinsam erarbeitete Werk umfasst drei Teile: Im ersten Teil stellen wir Übungen und Rechenaufgaben (mit Lösung!) zur Verfügung. Im zweiten Teil präsentieren wir eine durchgängige Fallstudie, d. h. alle wesentlichen Controlling-Instrumente können am Beispiel der X-presso AG anhand praktischer Fragestellungen geübt werden. Unsere Firma wurde im Januar 2008 im Zuge des Zusammenschlusses der beiden Familienunternehmen Webersche Kaffeerösterei GmbH (WKR) und Kaffeemaschinen Schäffer GmbH (KMS) gegründet. Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen unter dem neuen Dach der in Vallendar ansässigen Holdinggesellschaft X-presso AG war die Konsequenz aus der mehrjährigen Kooperation der beiden Unternehmen. Neben der Verarbeitung und Produktion von Bohnenkaffee, Mahlkaffee und Kaffeekapseln umfasst die Produktpalette der X-presso AG insbesondere Filterkaffee- Siebträger- und Kapselmaschinen sowie Kaffeevollautomaten. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass die Zahlenbasis der X-presso Fallstudie nicht fiktiv »gegriffen« ist, sondern sich eng an den tatsächlichen Werten der relevanten Märkte orientiert! Im abschließenden dritten Teil stellt schließlich eine Reihe namhafter Unternehmen Praxisfälle aus ihrem Erfahrungsschatz vor. Natürlich enthält das Begleitbuch auch für den zweiten und dritten Teil Lösungen bzw. Lösungsskizzen.

Um eine optimale Verzahnung der beiden Bücher sicherzustellen, haben wir auch die illustrativen Zahlenbeispiele in der zeitgleich erscheinenden Neuauflage des Lehrbuchs auf das Fallbeispiel der X-presso AG umgestellt. Wir glauben, dass die durchgängige Orientierung an einem Beispielunternehmen in Lehr- und Übungsbuch didaktisch hilfreich ist und Ihnen das Eindenken in immer neue Kontexte und Beispielunternehmen erspart. Zudem weist nun eine Kaffeetasse in der Marginalie des Lehrbuchs darauf hin, dass es zu den Ausführungen der Seite bzw. zu dem an dieser Stelle vorgestellten Instrument entsprechende Übungen und Fallstudien im Begleitbuch gibt. Wenn Sie wollen, können Sie dann Ihre Lektüre der »Einführung« durch das Lösen praktischer Aufgaben und Fallstudien ergänzen.

Zu guter Letzt wollen wir mehreren Personen danken, die uns bei der Entstehung und Fertigstellung der 1. Auflage dieses Übungs- und Fallstudienbuches unterstützt haben. An erster Stelle ist Kai Böhme zu nennen, der aktiv an der Erstellung von Aufgaben und Fallstudien mitgewirkt und das Projekt mit außerordentlichem Engagement begleitet hat. Daneben hat Florian Herschung (den der aufmerksame Leser von Vorworten schon aus der 13. Auflage des Lehrbuchs kennt) an der einen oder anderen Stelle wertvolle Unterstützungsarbeit geleistet und insbesondere die Verzahnung mit dem Lehrbuch sichergestellt. Als Autorenteam müssen wir festhalten: Es hat unglaublich Spaß gemacht, mit den beiden in diesem Projekt zusammenzuarbeiten! Daneben haben Michael Grimm, Christina Küppers, Fred Przymusinski und Fabian Stolz die Qualität der Fallstudien intensiv aus einer studentischen Perspektive überprüft. Gerhard Berssenbrügge, Hubert Stücke und Dieter Schmid von der Nestlé Deutschland AG sowie Ulrich Müller von der WMF AG haben uns wertvolle [VIII]Nachhilfe im Kaffee- und Kaffeemaschinengeschäft gegeben, ohne die dieses Buch wohl kaum in der vorliegenden Form hätte entstehen können. Dafür auch an dieser Stelle herzlichen Dank! Natürlich gehen alle verbliebenen Fehler und Irrtümer dennoch zu unseren Lasten.

Jürgen Weber, Utz Schäffer und Christoph Binder

Vallendar und Reutlingen, im Januar 2011

[45]Lösungsvorschläge zu den Einzelaufgaben

Aufgabe 1

Jahresabschluss bei der SchokoLaden GmbH

Es bietet sich an, die Geschäftsvorfälle mittels T-Konten zu analysieren und je nach Geschäftsvorfall auf ein Erfolgskonto oder ein Bestandskonto zu verbuchen (siehe Abb. A-55). Hierzu werden für die Bilanzposten der SchokoLaden GmbH die jeweiligen Bestandskonten gebildet und der Anfangsbestand der Konten für sämtliche Bilanzposten aus der Schlussbilanz des ersten Geschäftsjahres, also der Eröffnungsbilanz des zweiten Geschäftsjahres übernommen. Neben den aus den Bilanzposten abgeleiteten Bestandskonten müssen die für die Geschäftsvorfälle relevanten Aufwands- und Ertragskonten eröffnet werden.

Zur Buchung auf das Bestandskonto Zahlungsmittel muss für die einzelnen Geschäftsvorfälle insb. entschieden werden, ob sie eine Veränderung des Finanzmittelfonds verursacht haben. Dies ist bei folgenden Geschäftsvorfällen der Fall:

a)Der Kauf von Sachanlagen in bar i. H. v. EUR 15 Tsd. (Auszahlung)d)Der Verkauf von Finanzanlagen i. H. v. EUR 5 Tsd. in bar. (Einzahlung)e)Der Kauf von Vorräten i. H. v. EUR 55 Tsd.; da die Vorräte mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen eingekauft wurden, stehen Vorräte i. H. v. EUR 5 Tsd. (EUR 60 Tsd. x 30/360 noch zur Zahlung aus. (Auszahlung)g)Umsatzerlöse i. H. v. EUR 117 Tsd. (Einzahlung)h)Das Begleichen von Lieferantenverbindlichkeiten aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 3 Tsd. (Auszahlung)k)Die Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten i. H. v. EUR 10 Tsd. (Auszahlung)l)Die Aufnahme eines langfristigen Bankkredites i. H. v. EUR 10 Tsd. (Einzahlung)m)Die Einnahme von Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 1 Tsd. (Einzahlung)o)Die Begleichung von Steuerverbindlichkeiten aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 2 Tsd. (Auszahlung)p)Die Ausbezahlung von Löhnen und Gehältern (inkl. Lohnnebenkosten) i. H. v. EUR 20 Tsd. (Auszahlung)q)Die Bezahlung von Zinsen für Fremdkapital i. H. v. EUR 5 Tsd. (Auszahlung)

[46]Abb. A-55

Geschäftsvorfälle auf T-Konten (Angaben in Tsd. EUR)

[47]Nachdem im ersten Schritt also sämtliche Geschäftsvorfälle hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Erfolgs- und Bestandskonten insb. des Bestandskontos Zahlungsmittel analysiert wurden, kann bzw. muss zur Aufstellung der Kapitalflussrechnung nun eine Zuordnung der zahlungsrelevanten Geschäftsvorfälle auf die drei Teilbereiche (I) laufende Geschäftstätigkeit, (II) Investitionstätigkeit und (III) Finanzierungstätigkeit erfolgen.

Folgende Geschäftsvorfälle sind der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen:

g)Umsatzerlöse i. H. v. EUR 117 Tsd. (Einzahlung)e)Der Kauf von Vorräten i. H. v. EUR 55 Tsd. (Auszahlung)p)Die Ausbezahlung von Löhnen und Gehältern (inkl. Lohnnebenkosten) i. H. v. EUR 20 Tsd. (Auszahlung)m)Die Einnahme von Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 1 Tsd. (Einzahlung)h)Das Begleichen von Lieferantenverbindlichkeiten aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 3 Tsd. (Auszahlung)q)Die Tilgung von Zinsen für Fremdkapital i. H. v. EUR 5 Tsd. (Auszahlung)o)Die Begleichung von Steuerverbindlichkeiten aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 2 Tsd. (Auszahlung)

Der Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit ist der Saldo aus Ein- und Auszahlungen im Zusammenhang mit Unternehmensressourcen, die dem Unternehmen langfristig – i. d. R. länger als ein Jahr – zur Erzielung von zukünftigen Erträgen dienen sollen. Hierzu zählen:

a)Der Kauf von Sachanlagen in bar i. H. v. EUR 15 Tsd. (Auszahlung)d)Der Verkauf von Finanzanlagen i. H. v. EUR 5 Tsd. in bar (Einzahlung)

Der Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit umfasst sämtliche zahlungswirksame Aktivitäten, die sich unmittelbar auf den Umfang des Eigen- oder Fremdkapitals in der Bilanz, also die Passivseite auswirken. Hierzu zählen:

l)Die Aufnahme eines langfristigen Bankkredites i. H. v. EUR 10 Tsd. (Einzahlung)k)Die Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten i. H. v. EUR 10 Tsd. (Auszahlung)

Nach Zuordnung der einzelnen zahlungsrelevanten Geschäftsvorfälle auf die drei Teilbereiche laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit ergibt sich folgende Kapitalflussrechnung:

[48]Abb. A-56

Kapitalflussrechnung der SchokoLaden GmbH für das Geschäftsjahr 2 (Angaben in Tsd. EUR)

Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Kapitalflussrechnung:

Einzahlungen von Kunden In diesem Posten sind die Einzahlungen von Kunden (EUR 1 Tsd. aus GJ 1 und EUR 117 Tsd. aus GJ 2) zusammengefasst. Auszahlung an Lieferanten In diesem Posten sind die Auszahlungen an die Lieferanten (EUR 3 Tsd. aus GJ 1 und EUR 55 Tsd. aus GJ 2) zusammengefasst.

Erstellen der Gewinn- und Verlustrechnung

Zum Erstellen der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren (siehe Abb. A-57) werden nun die Salden der Aufwands- und Ertragskonten herangezogen.

Abb. A-57

GuV der SchokoLaden GmbH für das Geschäftsjahr 2 nach dem Gesamtkostenverfahren(Angaben in Tsd. EUR)

[49]Erstellen der Bilanz

Nachdem nun also die Veränderung des Finanzmittelfonds mittels der Kapitalflussrechnung und die Veränderung des Jahresüberschusses durch die Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt worden ist, können die Abschlussbuchungen dieser beiden Bestandskonten vorgenommen und die Schlussbilanz für das Geschäftsjahr 2 aufgestellt werden (siehe Abb. A-58).

Abb. A-58

Bilanz der SchokoLaden GmbH nach HGB (Angaben in Tsd. EUR)

Aufgabe 2

Cashflow bei der Blindflug AG: Den Kapitalfluss derivativ ermitteln

Lösungsvorschlag zu Aufgabenstellung 1