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Mit den Aufgaben und Fallstudien des Übungsbuchs lassen sich die zentralen Kapitel und Themen des Lehrbuchs gezielt wiederholen und vertiefen. Es bietet zu jedem Werkzeug Aufgaben und Fragestellungen aus der Praxis. Zusätzlich werden komplexe Anwendungsfälle namhafter deutscher und internationaler Unternehmen wie Ernst & Young, HUGO BOSS, Alfred Kärcher und Bayer angeboten. Nicht zuletzt ermöglicht die umfangreiche Fallstudie der "X-presso AG" mit zusammenhängenden und anspruchsvolleren Aufgaben eine optimale Vorbereitung auf Prüfungen und Klausuren. Mit ausführlichen Lösungsvorschlägen zu jeder Aufgabe im Buch und zusätzlichen Übungsaufgaben zum Download auf myBook+.
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Seitenzahl: 547
Veröffentlichungsjahr: 2022
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Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft - Steuern - Recht GmbH
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Jürgen Weber/Utz Schäffer/Christoph Binder
Einführung in das Controlling
Übungen und Fallstudien mit Lösungen
5. Auflage, August 2022
© 2022 Schäffer-Poeschel Verlag für Wirtschaft · Steuern · Recht GmbH
www.schaeffer-poeschel.de
Bildnachweis (Cover): © Zadorozhnyi Viktor, shutterstock
Produktmanagement: Dr. Frank Baumgärtner
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Zeitgleich mit der 17. Auflage des zugrunde liegenden Lehrbuchs können wir Ihnen heute die 5. Auflage unseres Übungs- und Fallstudienbuchs vorlegen. Sie enthält unter anderem eine spannende neue Fallstudie zum Nachhaltigkeitsmanagement bei der CHT Gruppe. Daneben haben wir einige Übungen und Fallstudien aktualisiert und den einen oder anderen Hinweis unserer Leser eingearbeitet.
Auch für die 5. Auflage gilt, dass das vorliegende Übungs- und Fallstudienbuch mit dem gleichnamigen Lehrbuch eng verzahnt ist. So weist im Lehrbuch eine Kaffeetasse in bewährter Weise darauf hin, dass es zu den Ausführungen an der entsprechenden Stelle passende Übungen und Fallstudien im Begleitbuch gibt. Gleichzeitig leiten wir Sie im Übungs- und Fallstudienbuch zu den entsprechenden Passagen im Lehrbuch. Doch damit nicht genug: Die Arbeit mit dem Übungs- und Fallstudienbuch wird auch durch eine ganze Reihe ergänzender Materialien unterstützt. So finden Sie auf der Plattform SP myBook des Schäffer-Poeschel Verlags zahlreiche Spreadsheets, die den Tabellen im Buch zugrunde liegen. Auch weiterführende Video-Clips und Texte stehen dort zu Ihrer Verfügung. Reicht Ihnen dieses Zusatzmaterial nicht aus, laden wir Sie zudem herzlich dazu ein, auf unserer Homepage an der WHU vorbeizuschauen. Hier haben Sie Zugang zu ausgewählten WHU-Fallstudien und weiteren Materialien. Probieren Sie es einfach mal aus und gehen Sie auf www.whu.edu/controlling!
Zu guter Letzt geht ein großes Dankeschön an Claudia Dreiseitel und Dr. Frank Baumgärtner vom Schäffer-Poeschel Verlag, die den Erstellungsprozess der 5. Auflage verlagsseitig begleitet haben, sowie an die beiden freien Lektoren Michael Bauer und Thomas Stichler. Daneben möchten wir Evelyn Busch, Sebastian Ebert und Antonia Wolf unseren herzlichen Dank aussprechen. Sie haben die Überarbeitung des Manuskripts sehr kompetent und engagiert unterstützt.
Jürgen Weber, Utz Schäffer und Christoph Binder
Vallendar und Reutlingen, im Juli 2022
Die »Einführung in das Controlling« ist den meisten von Ihnen als einführendes Lehrbuch bekannt. Neben vielen positiven und ermunternden Rückmeldungen haben wir in den letzten Jahren immer wieder den Hinweis erhalten, dass auf die »Einführung« abgestimmte Übungen und Fallstudien eine wertvolle Ergänzung für den Einsatz in Studium und Lehre wären. Nun ist es (endlich) soweit!
Um die Aufgabe schultern zu können, wurde das bewährte Autorenteam des Lehrbuchs mit Christoph Binder von der ESB Business School der Hochschule Reutlingen um eine Person ergänzt, die nicht zuletzt durch die Promotion bei Utz Schäffer fester Bestandteil unserer akademischen Familie ist.
Das gemeinsam erarbeitete Werk umfasst drei Teile: Im ersten Teil stellen wir Übungen und Rechenaufgaben (mit Lösung!) zur Verfügung. Im zweiten Teil präsentieren wir eine durchgängige Fallstudie, d. h. alle wesentlichen Controlling-Instrumente können am Beispiel der X-presso AG anhand praktischer Fragestellungen geübt werden. Unsere Firma wurde im Januar 2008 im Zuge des Zusammenschlusses der beiden Familienunternehmen Webersche Kaffeerösterei GmbH (WKR) und Kaffeemaschinen Schäffer GmbH (KMS) gegründet. Der Zusammenschluss der beiden Unternehmen unter dem neuen Dach der in Vallendar ansässigen Holdinggesellschaft X-presso AG war die Konsequenz aus der mehrjährigen Kooperation der beiden Unternehmen. Neben der Verarbeitung und Produktion von Bohnenkaffee, Mahlkaffee und Kaffeekapseln umfasst die Produktpalette der X-presso AG insbesondere Filterkaffee- Siebträger- und Kapselmaschinen sowie Kaffeevollautomaten. Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass die Zahlenbasis der X-presso Fallstudie nicht fiktiv »gegriffen« ist, sondern sich eng an den tatsächlichen Werten der relevanten Märkte orientiert! Im abschließenden dritten Teil stellt schließlich eine Reihe namhafter Unternehmen Praxisfälle aus ihrem Erfahrungsschatz vor. Natürlich enthält das Begleitbuch auch für den zweiten und dritten Teil Lösungen bzw. Lösungsskizzen.
Um eine optimale Verzahnung der beiden Bücher sicherzustellen, haben wir auch die illustrativen Zahlenbeispiele in der zeitgleich erscheinenden Neuauflage des Lehrbuchs auf das Fallbeispiel der X-presso AG umgestellt. Wir glauben, dass die durchgängige Orientierung an einem Beispielunternehmen in Lehr- und Übungsbuch didaktisch hilfreich ist und Ihnen das Eindenken in immer neue Kontexte und Beispielunternehmen erspart. Zudem weist nun eine Kaffeetasse in der Marginalie des Lehrbuchs darauf hin, dass es zu den Ausführungen der Seite bzw. zu dem an dieser Stelle vorgestellten Instrument entsprechende Übungen und Fallstudien im Begleitbuch gibt. Wenn Sie wollen, können Sie dann Ihre Lektüre der »Einführung« durch das Lösen praktischer Aufgaben und Fallstudien ergänzen.
Zu guter Letzt wollen wir mehreren Personen danken, die uns bei der Entstehung und Fertigstellung der 1. Auflage dieses Übungs- und Fallstudienbuches unterstützt haben. An erster Stelle ist Kai Böhme zu nennen, der aktiv an der Erstellung von Aufgaben und Fallstudien mitgewirkt und das Projekt mit außerordentlichem Engagement begleitet hat. Daneben hat Florian Herschung (den der aufmerksame Leser von Vorworten schon aus der 13. Auflage des Lehrbuchs kennt) an der einen oder anderen Stelle wertvolle Unterstützungsarbeit geleistet und insbesondere die Verzahnung mit dem Lehrbuch sichergestellt. Als Autorenteam müssen wir festhalten: Es hat unglaublich Spaß gemacht, mit den beiden in diesem Projekt zusammenzuarbeiten! Daneben haben Michael Grimm, Christina Küppers, Fred Przymusinski und Fabian Stolz die Qualität der Fallstudien intensiv aus einer studentischen Perspektive überprüft. Gerhard Berssenbrügge, Hubert Stücke und Dieter Schmid von der Nestlé Deutschland AG sowie Ulrich Müller von der WMF AG haben uns wertvolle [VIII]Nachhilfe im Kaffee- und Kaffeemaschinengeschäft gegeben, ohne die dieses Buch wohl kaum in der vorliegenden Form hätte entstehen können. Dafür auch an dieser Stelle herzlichen Dank! Natürlich gehen alle verbliebenen Fehler und Irrtümer dennoch zu unseren Lasten.
Jürgen Weber, Utz Schäffer und Christoph Binder
Vallendar und Reutlingen, im Januar 2011
Es bietet sich an, die Geschäftsvorfälle mittels T-Konten zu analysieren und je nach Geschäftsvorfall auf ein Erfolgskonto oder ein Bestandskonto zu verbuchen (siehe Abb. A-55). Hierzu werden für die Bilanzposten der SchokoLaden GmbH die jeweiligen Bestandskonten gebildet und der Anfangsbestand der Konten für sämtliche Bilanzposten aus der Schlussbilanz des ersten Geschäftsjahres, also der Eröffnungsbilanz des zweiten Geschäftsjahres übernommen. Neben den aus den Bilanzposten abgeleiteten Bestandskonten müssen die für die Geschäftsvorfälle relevanten Aufwands- und Ertragskonten eröffnet werden.
Zur Buchung auf das Bestandskonto Zahlungsmittel muss für die einzelnen Geschäftsvorfälle insb. entschieden werden, ob sie eine Veränderung des Finanzmittelfonds verursacht haben. Dies ist bei folgenden Geschäftsvorfällen der Fall:
a)Der Kauf von Sachanlagen in bar i. H. v. EUR 15 Tsd. (Auszahlung)d)Der Verkauf von Finanzanlagen i. H. v. EUR 5 Tsd. in bar. (Einzahlung)e)Der Kauf von Vorräten i. H. v. EUR 55 Tsd.; da die Vorräte mit einem Zahlungsziel von 30 Tagen eingekauft wurden, stehen Vorräte i. H. v. EUR 5 Tsd. (EUR 60 Tsd. x 30/360 noch zur Zahlung aus. (Auszahlung)g)Umsatzerlöse i. H. v. EUR 117 Tsd. (Einzahlung)h)Das Begleichen von Lieferantenverbindlichkeiten aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 3 Tsd. (Auszahlung)k)Die Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten i. H. v. EUR 10 Tsd. (Auszahlung)l)Die Aufnahme eines langfristigen Bankkredites i. H. v. EUR 10 Tsd. (Einzahlung)m)Die Einnahme von Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 1 Tsd. (Einzahlung)o)Die Begleichung von Steuerverbindlichkeiten aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 2 Tsd. (Auszahlung)p)Die Ausbezahlung von Löhnen und Gehältern (inkl. Lohnnebenkosten) i. H. v. EUR 20 Tsd. (Auszahlung)q)Die Bezahlung von Zinsen für Fremdkapital i. H. v. EUR 5 Tsd. (Auszahlung)[46]Abb. A-55
Geschäftsvorfälle auf T-Konten (Angaben in Tsd. EUR)
[47]Nachdem im ersten Schritt also sämtliche Geschäftsvorfälle hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Erfolgs- und Bestandskonten insb. des Bestandskontos Zahlungsmittel analysiert wurden, kann bzw. muss zur Aufstellung der Kapitalflussrechnung nun eine Zuordnung der zahlungsrelevanten Geschäftsvorfälle auf die drei Teilbereiche (I) laufende Geschäftstätigkeit, (II) Investitionstätigkeit und (III) Finanzierungstätigkeit erfolgen.
Folgende Geschäftsvorfälle sind der laufenden Geschäftstätigkeit zuzuordnen:
g)Umsatzerlöse i. H. v. EUR 117 Tsd. (Einzahlung)e)Der Kauf von Vorräten i. H. v. EUR 55 Tsd. (Auszahlung)p)Die Ausbezahlung von Löhnen und Gehältern (inkl. Lohnnebenkosten) i. H. v. EUR 20 Tsd. (Auszahlung)m)Die Einnahme von Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 1 Tsd. (Einzahlung)h)Das Begleichen von Lieferantenverbindlichkeiten aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 3 Tsd. (Auszahlung)q)Die Tilgung von Zinsen für Fremdkapital i. H. v. EUR 5 Tsd. (Auszahlung)o)Die Begleichung von Steuerverbindlichkeiten aus dem ersten Geschäftsjahr i. H. v. EUR 2 Tsd. (Auszahlung)Der Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit ist der Saldo aus Ein- und Auszahlungen im Zusammenhang mit Unternehmensressourcen, die dem Unternehmen langfristig – i. d. R. länger als ein Jahr – zur Erzielung von zukünftigen Erträgen dienen sollen. Hierzu zählen:
a)Der Kauf von Sachanlagen in bar i. H. v. EUR 15 Tsd. (Auszahlung)d)Der Verkauf von Finanzanlagen i. H. v. EUR 5 Tsd. in bar (Einzahlung)Der Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit umfasst sämtliche zahlungswirksame Aktivitäten, die sich unmittelbar auf den Umfang des Eigen- oder Fremdkapitals in der Bilanz, also die Passivseite auswirken. Hierzu zählen:
l)Die Aufnahme eines langfristigen Bankkredites i. H. v. EUR 10 Tsd. (Einzahlung)k)Die Tilgung von kurzfristigen Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten i. H. v. EUR 10 Tsd. (Auszahlung)Nach Zuordnung der einzelnen zahlungsrelevanten Geschäftsvorfälle auf die drei Teilbereiche laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit ergibt sich folgende Kapitalflussrechnung:
[48]Abb. A-56
Kapitalflussrechnung der SchokoLaden GmbH für das Geschäftsjahr 2 (Angaben in Tsd. EUR)
Erläuterungen zu ausgewählten Posten der Kapitalflussrechnung:
Einzahlungen von Kunden In diesem Posten sind die Einzahlungen von Kunden (EUR 1 Tsd. aus GJ 1 und EUR 117 Tsd. aus GJ 2) zusammengefasst. Auszahlung an Lieferanten In diesem Posten sind die Auszahlungen an die Lieferanten (EUR 3 Tsd. aus GJ 1 und EUR 55 Tsd. aus GJ 2) zusammengefasst.Erstellen der Gewinn- und Verlustrechnung
Zum Erstellen der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren (siehe Abb. A-57) werden nun die Salden der Aufwands- und Ertragskonten herangezogen.
Abb. A-57
GuV der SchokoLaden GmbH für das Geschäftsjahr 2 nach dem Gesamtkostenverfahren(Angaben in Tsd. EUR)
[49]Erstellen der Bilanz
Nachdem nun also die Veränderung des Finanzmittelfonds mittels der Kapitalflussrechnung und die Veränderung des Jahresüberschusses durch die Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt worden ist, können die Abschlussbuchungen dieser beiden Bestandskonten vorgenommen und die Schlussbilanz für das Geschäftsjahr 2 aufgestellt werden (siehe Abb. A-58).
Abb. A-58
Bilanz der SchokoLaden GmbH nach HGB (Angaben in Tsd. EUR)
Lösungsvorschlag zu Aufgabenstellung 1
