My lovely Slave - Thia Damra - E-Book

My lovely Slave E-Book

Thia Damra

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Beschreibung

ER hat erkannt, dass er SIE nie wieder gehen lassen möchte. Doch will Andres Disardarkis seine noch immer in ihren Albträumen und Ängsten gefangene Verlobte, die nicht einmal mehr ihren eigenen Namen aussprechen kann, ohne darunter grausig zu leiden, zunächst einmal aus ihren Zwängen befreien. SIE begreift indes immer mehr, dass sie eine Gefangene ihrer eigenen Konditionierung ist, die ihrem Herrn weiterhin gerne als Lustsklavin dienen möchte. Doch Andres will ihr nun unbedingt die Freiheit schenken. Die Freiheit, wieder sie selbst zu sein, und ihm dennoch zu gehören. Achtung, dieser erotische Crime-Thriller ist nur für Erwachsene!!! Triggerwarnung!!! Sexuelle, BDSM sowie auch Gewaltsame Inhalte. Wer dies nicht mag, sollte es nicht lesen.

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhaltsverzeichnis

Impressum

Vorwort

1

2

3

4

5

Impressum

Vertrieben durch

Tolino Media GmbH

Deutsche Erstausgabe 07.2023

Copyright © 2023 by Thia Damra

Holländische Str. 24

34127 Kassel

[email protected]

Lektorat: Franziska Eife

Cover © 2023 by Thia Damra

Unter Verwendung von lizensierten Bildern

der Internetplattform Shutterstock

Vorwort

Liebe Leser,

meine Haupt-Protagonisten, die natürlich alle frei erfunden und in keinerlei Verhältnis zu tatsächlich lebenden Perso- nen stehen, sind selbstverständlich alle über 18 Jahre alt und wissen genau, was sie tun. Zudem sind auch alle Orte und Plätze wie auch diese Insel in Griechenland, auf der die Handlung beschrieben wird, rein fiktiv.

Dies hier ist eine Triller-Erotik-Geschichte für erwachsene Leser mit eindeutig sexuellen Inhalten, einem Hauch von Romantik, BDSM und Gewalt und sollte auch genau als eine solche Geschichte betrachtet werden.

Liebe Grüße und viel Spaß

Thia Damra

1

Katja lief an der Wasserkante entlang, barfuß und langsam, ganz tief einatmend.

Es war so herrlich hier draußen. Der Wind und die rotglühende Sonne, die ihre perlweiß schimmernde Haut färbte ...

Gerade ging über dem Ozean die Sonne in einem spektakulären Farbenspiel unter und das Wasser glitzerte wie tausend Sterne, die in den Ozean gefallen waren und nun alle unter Wasser weiter leuchteten.

Es war so idyllisch und schön, dass ihr bei dem Anblick glatt die Tränen kamen. So lange Zeit hatte sie keinen Sonnenuntergang mehr gesehen. Und auch keinen Sonnenaufgang. So lange Zeit hatte sie in Kälte und Dunkelheit existiert. Doch das war nun vorbei.

Ihre bloßen Zehen gruben sich tiefer in den Sand ein, als eine schaumige Welle ihre Füße überrollte.

Wie sich das anfühlte ...

So seltsam, gut und nass und kühl, aber doch auch warm.

Ja ...

Hier draußen war alles so viel wärmer und heller und schöner als in den dunklen Kellern der Katakomben, in denen sie jahrelang gefangen gehalten wurde. In denen sie grausam gefoltert und sexuell missbraucht worden war ... wieder und wieder. Als eine Sklavin gehalten ... in einem illegalen Bordell.

Noch vor zwei Tagen war sie dort gewesen und jeder Tag war wie der davor verlaufen. Jeder Tag brachte dieselben, aber auch gefürchteten Gesichter mit sich, dieselben Ängste, dieselben Befürchtungen und Sorgen ... und natürlich Schläge und äußerst gewaltsame Spiele.

Nicht zu fassen, dass das jetzt wirklich alles vorbei sein sollte.

Nicht zu fassen auch, dass sie jetzt hier war, hier stand, im Freien, an einem fernen Sandstrand, einer paradiesischen, warmen Insel im griechischen Mittelmeer.

Die einem überaus gefährlichen, aber auch reichen und mächtigen Mann gehörte ... Dr. Andres Disardarkis.

Ihm und seiner Familie hatte eigentlich das zuletzt illegal geführte Bordell gehört. Doch sein Cousin hatte es zu etwas vollkommen anderem umgebaut, als dass es wohl ursprünglich gedacht gewesen war.

Keine Arbeitsverträge mit willigen Frauen, die sich in diesem Metier zu Hause fühlten. Nein …

Sie hatten sich stattdessen Mädchen und junge Frauen von der Straße weggefangen und sie dann dorthin verschleppt.

Es hatte diese Leute wohl einiges an Geld gespart, und wenn die Zeit gekommen war und die Mädchen nicht mehr die Leistung brachten, die sie sollten oder zu alt und zu uninteressant für die schnell gelangweilten Kunden wurden, hatte man sie durch eine mörderische Sekte, die den Satan anbetete, entsorgen lassen. Und genau das wäre dann eigentlich auch ihr Schicksal gewesen ...

Ja, gestern Abend noch.

Doch heute nicht mehr.

Katja schniefte leise auf und erschauderte.

Wenn Andres nicht gewesen wäre, würde sie gestern Nacht von der Sekte gekauft, viele Male missbraucht und anschließend in einem ihrer blutigen Rituale grausam verstümmelt und getötet worden sein.

Doch Andres Disardarkis hatte sie stattdessen für zwei Millionen Euro aus den Katakomben freigekauft.

- Weil sie sich zuletzt noch auf ihre Art gegen dieses ungerechte Ende gewehrt hatte. Weil sie gegen ihre letzten Herren und deren Entscheidungen aufbegehrt hatte.

Ja ...

Sie war inzwischen zu einer guten Sklavin geworden. Eine gehorsame, alles mitmachende, unterwürfige und devote Hure. Ganz egal, wie pervers auch immer die Vorstellungen und Wünsche der Kunden gewesen waren, sie hatte sich nicht mehr dagegen gewehrt.

Denn zugleich, dass sie litt, war da auch etwas in ihr erweckt worden. Schon in der ersten Nacht in den Katakomben, wie auch in all der Zeit, die darauf folgte.

Da war etwas Dunkles, aber auch Warmes, etwas Perverses in ihr, das es ihr gestattete, diese dunkle Lust tatsächlich zu genießen, wie auch Schläge und Schmerz, ... wenn da nur Sex mit dabei war. Viel Sex, viel Lust und Erregung inmitten der Qual.

Und genau deshalb hatte Andres Disardarkis, ihr neuer Herr und Besitzer, sich auch dazu entschlossen, sie zu behalten.

Zumindest vorerst.

Katja machte sich da nichts vor, schließlich hatte sie schon viel zu viel erlebt. Sie glaubte also nicht so recht daran, dass er so sehr von ihr fasziniert war, dass das auch längerfristig so vorhalten konnte. Glaubte auch nicht daran, dass er sie tatsächlich gerade als seine Verlobte betrachtete, als die er sie hier auf seiner Insel und in seinem Haus eingeführt hatte. Er kannte sie schließlich noch nicht so lange. Sie war doch gerade nur ein schönes neues Spielzeug für ihn und er war wie besessen davon, sie zu nehmen, gleich, auf welche Art und Weise. Hart oder zart ... und auch seine anderen Spiele waren bisher weder zu pervers noch zu grausam für sie gewesen, auch wenn er, zugegeben, sehr groß gebaut war und sie sich jedes Mal aufs Neue ängstigte, wenn er etwas Neues mit ihr ausprobieren wollte.

Sie hatte es bislang tatsächlich immer genießen können, auch wenn sie nach wie vor große Angst vor ihm hatte. Doch er war zuweilen auch gütig zu ihr. Er erlaubte ihr so unglaublich viele Dinge, die sie viele Jahre lang entbehrt hatte.

Sein Hausvorsteher, Ioannis, brachte ihr alle zwei Stunden etwas Gutes zum Essen. Und auch etwas zum Trinken bekam sie hier reichlich. So viele Mahlzeiten ... So viele Köstlichkeiten.

Und er erlaubte ihr sogar, vegetarisch zu essen. Eine Toilette zu benutzen, hinaus an den Strand zu gehen und das Meer und den Himmel zu betrachten, so viel sie nur wollte.

Ja, Andres war gut zu ihr.

Sie konnte gerade über rein gar nichts klagen. Und es war ihr auch vollkommen egal, ob er gerade dabei war, ihren ehemaligen Besitzer und Zuhälter Gideon in seinem speziellen Bunker grausig und blutig zu foltern, da er besonders diese pervers sadistische Art zu peinigen bis zum Tode genoss. Ja, es war ihr auch egal, dass er das Katakombenbordell, mithilfe einer privaten Armee, die jeden einzelnen der perversen Kunden und auch die Security sowie auch die Mitarbeiter von Gideon, getötet hatte.

Sie hatten sie einfach erschossen ... alle!

Egal, ob nun Kunden oder angestellte Wächter, das war Andres und auch seinem Killerfreund egal gewesen. Sie hatten jeden einzelnen Mann getötet.

Mit Pistolen und Maschinengewehren.

Salis …

Katja biss sich auf die Unterlippe und hörte ihn in ihrer Erinnerung wieder so leise und ausdruckslos sprechen. Er hatte einfach nur Salis gesagt, mehr nicht, und sofort war der grausige Sergei tot gewesen, der sie ja immer noch bevorzugt hatte, wenn es darum ging, schnell mal bei irgendeinem Mädchen einen wegzustecken, es zu Strafarbeiten zu schicken oder eine Auspeitschung an ihr zu befehlen.

Katja zwang sich innerlich, das Thema zu wechseln, an etwas anderes zu denken, … an die Spiele mit ihrem neuen Herrn vielleicht. Bald würden sie sicherlich härter werden. Er hatte es ihr zumindest schon so angekündigt. Doch noch fand er, dass sie zu schwach dafür sei, was im Grunde aber lächerlich war.

Sie war nie stärker gewesen als jetzt. Und zurzeit bekam sie doch auch noch so unglaublich viel zum Essen und durfte hinausgehen, sich bewegen, frische Luft schnappen.

Also warum sollte sie das dann nicht aushalten können, was er gerne mit ihr machen wollte?

Ob sie nun stark oder schwach war, … das hatte die Kunden in den Katakomben doch auch nie abgeschreckt, ganz im Gegenteil sogar. Es gab inzwischen wohl auch kein einziges Spiel, keine Perversion und keine Tabus mehr, die bei ihr nicht schon gespielt oder gebrochen worden waren. Da war sie sich ziemlich sicher. Und so, wie er sie bisher nahm, konnte sie es nicht nur gut ertragen, sondern auch noch wirklich genießen.

Ja ... Sie war inzwischen sicher schon ebenso pervers wie er, ... nur auf ihre Weise.

Eigentlich wie geschaffen für ein Weiterleben in den Katakomben. Wie geschaffen auch dafür, die Sexsklavin eines sadistischen Mannes zu sein und ihm devot und gehorsam mit allem, was sie hatte, zu dienen.

Für Andres war sie aber wohl ab und an zu gehorsam, zu still und zu devot.

Dass es das überhaupt gab?

Sie war es indes schon so sehr gewohnt, jegliche Grausamkeit zu ertragen, dass sie es ihm nicht sagte, wenn sie starke Schmerzen litt. Denn es war nun mal sein Recht, das so mit seiner Sklavin zu machen. All das, was er machen wollte. Jede noch so peinvolle Qual. So zumindest hatte sie es viele Jahre lang gelernt:

Katja, Katja, Katja ... Du wirst es schon noch lernen ...

Sie schluckte wieder.

Hart.

Es war sein Recht, ihr weh zu tun, wenn er es so wollte. Er hatte viel Geld für sie bezahlt. Für einen eigentlich wertlosen Menschen, auf den der Tod lauerte, sollte sie sich je dazu entschließen, doch wieder nach Deutschland zurückzugehen und dort dann ihre Eltern zu suchen.

In ihrer Brust zog sich alles ganz fest zusammen und in ihren Ohren begann es seltsam zu rauschen. Eine eiskalte Gänsehaut lief ihr über den gesamten Körper hinab und ließ sie schaudern. Nein ... nein, nein, nein, ... das durfte sie nicht denken.

Sie war 22 Jahre alt … und hatte keine Eltern mehr. Sie war nun Katja, - nur noch Katja ...!

Sie durfte heute nicht mehr an ihr früheres Leben denken, niemals mehr. Ihre Vergangenheit war vergangen. Und auch wenn Andres gesagt hatte, dass er ihre Eltern für sie finden wollte, und herausfinden, wer sie wirklich war, ... sie wollte es nicht mehr. Denn sie hatte ihr Schicksal doch schon längst akzeptiert. Er war nun ihr neuer Herr. Sie war seine neue Sklavin. Und sie würde ihm eine gute Sklavin sein, solange es dauerte und er sie behalten wollte.

Und eines Tages dann – selbst, wenn er gerade noch anderer Ansicht war, dass er sie dann einfach nur gehen lassen wollte – würde er vermutlich trotzdem mit ihr hinüber in den Bunker gehen und auch noch seine anderen Spiele mit ihr spielen.

Die blutigen, tödlichen.

Kurze Flashbacks vom Darkroom kamen ihr wieder in den Sinn.

Wie ein Kunde ihr lachend die Hand an der Tischplatte festgenagelt hatte, während ein anderer Mann sie so hart fickte, dass sie vor Agonie schrie, ... wie sie sie immer wieder bis aufs Blut ausgepeitscht hatten ... Wie sie ihr ein glühendes Eisen auf die Rippe gepresst hatten und ihr ein Zeichen einbrannten, sodass sie es nun zweifelsfrei wie auch für immer und ewig wusste, dass sie nur noch Katja war.

Katja, Katja, Katja … Du wirst es schon noch lernen …

Sie rang unwillkürlich nach Atem, als eine große Welle gegen ihre Beine schlug und sie zum Straucheln brachte.

Doch sie stürzte nicht zu Boden und ins Wasser hinein, so wie sie eigentlich schon dachte, dass sie es nun müsste.

Nein! Starke Arme umfassten sie von hinten und fingen sie auf, zogen sie fest an eine breite Brust und stützten sie dann einfach nur noch, derweil sie ihren Kopf erschrocken umwandte, bis sie das Gesicht ihres Retters erkennen konnte.

Er war es!

Natürlich. Andres Disardarkis ...

Und er lächelte sie erneut so unglaublich warm und fürsorglich an, wie sie vor dem heutigen Tag schon sehr, sehr lange nicht mehr angelächelt worden war.

„Hoppla“, raunte er leise und strich ihr sanft über den bloßen Arm. Katjas Herz hämmerte wie verrückt und sie verzog ihren Mund unwillkürlich zu einem leichten Lächeln.

„Danke, Andres. Ich ... wollte nur gerne noch mal raus und den Sonnenuntergang sehen ... Bist du denn fertig für heute? – Mit … deiner … Arbeit?“, zögerte sie, ihn auf die Folterung ihres ehemaligen Besitzers anzusprechen, und wollte sich nun zugleich auch rechtfertigen, für ihr sicherlich unerlaubtes Hiersein am Strand.

Hatte er sie etwa schon drüben im Haus gesucht?

War sie nicht da gewesen, obwohl sie es sollte? War sie vielleicht auch schon zu lange hier draußen?

Nervös biss sie sich auf die Unterlippe, denn früher am Tag hatte er noch so ernsthaft geklungen, als er ihr quasi mitgeteilt hatte, dass er sie mochte und deshalb nie so grausam behandeln würde wie andere Menschen. Ja, selbst dann nicht, wenn sie sich irgendwann dazu entschließen würde, doch wieder zu gehen.

Aber für Katja stand das absolut nicht zur Diskussion. Sie war seine Sklavin. Er hatte sie gekauft und teuer bezahlt. Also würde sie genau da bleiben, wo Andres sie haben wollte, und tun, was auch immer er verlangte.

Und genau das wusste er auch, ignorierte es aber bisher tunlichst. „Wollten ... wir zusammen essen? Ioannis und Rio haben mich nicht gerufen, … bin ich zu spät?“, fragte sie ihn beunruhigt.

Da seufzte er einmal mehr und stellte sie wieder sicher auf ihre eigenen Füße zurück.

„Du hast keinen Grund, beunruhigt zu sein, Katja. Er ist alles in Ordnung und du bist genau dort, wo du gerade gerne sein möchtest. Ich hatte es dir doch schließlich so gesagt, geh, wohin du willst, und tu, was immer du willst. Das war mein Ernst. Und willst du den Sonnenuntergang sehen, dann sieh ihn dir ruhig an!

Soll ich gehen und dich noch etwas allein damit lassen?“, fragte er sie fast schon belustigt aussehend, doch Katja lief es von seinen Worten erschrocken eiskalt den Rücken hinunter.

„Nein! Nein, natürlich nicht! Du bist hier schließlich der Herr und ...“

„Still!“, unterbrach er sie leise und legte ihr den Finger auf die bebenden Lippen, bevor er sie einfach wieder zum Meer hinschob und auch ihren Kopf in Richtung Sonnenuntergang drehte.

„Still jetzt und hab keine Angst. Es ist keine Erklärung oder Rechtfertigung notwendig. Das hier ist dein erster Sonnenuntergang seit sehr vielen Jahren. – Genieße ihn, Katja!“, flüsterte er ihr leise ins Ohr und stellte sich dann schlicht neben sie, verschränkte seine Arme hinter dem Rücken und schaute ebenfalls zu, so ruhig und gelassen wie immer.

Der Wind verwehte seine dunklen, leicht gelockten Haare und seine Augen schimmerten in dem nun hereinbrechenden Zwielicht wie dunkler Onyx.

Die Sonne berührte soeben mit der unteren Kante den Ozean und es sah fast schon so aus, als würde sie die Wellen zum Kochen bringen.

Katja keuchte ergriffen auf und spürte Tränen über ihr Gesicht hinablaufen. Da waren jetzt noch so viel mehr Glitzerlichter zu sehen.

Und diese Farben!

Da waren noch viel mehr Sterne, die nun sogar unter der Wasseroberfläche zu leuchten schienen. Und die Sonne war jetzt nur noch ein roter runder Ball, der wie ein glühender Feueropal schimmerte.

Hm, ... Moment, … woher wusste sie denn etwas über Onyx und Feueropale???

Verwirrt sog sie die Luft ein und schüttelte den Kopf, als ihr mit einem Mal ein Marktstand in Erinnerung kam.

Und schon begann der Flashback ...

Sie stand auf einem Markt, oder? Umschmeichelt von weißen Seidentüchern, schimmerten an einem der Stände unzählige Halb-Edelsteine und sie bewunderte besonders einen großen und tiefrot-orange schimmernden Feueropal, der unglaublich groß und wunderschön und vor allem auch wahnsinnig teuer war ...

Da rief jemand einen Namen.

Eine Frau?

Sie wollte beiseiteblicken, wollte diejenige ansehen, die plötzlich aber direkt neben ihr stand und sie lächelnd fragte: „Hast du etwas Schönes gefunden …?“

Eine weitere große Welle überrollte ihre Beine und warf sie erneut beinahe um.

Die Erinnerung brach ab.

Blinzelnd und aufkeuchend fand sie sich nun bis zu den Knien im Wasser stehend wieder und wurde erneut von Andres festgehalten. „Alles gut, ... warum zitterst du? Was war das gerade? Ich habe dich gerufen. Doch du bist einfach so ins Wasser hineingegangen. – Hattest du wieder eine Erinnerung?“, fragte er sie sanft.

Sie sah sich hastig zu ihm um und nickte verunsichert. „Feueropal!“, brachte sie leise heraus und deutete auf die Sonne. Er blickte stirnrunzelnd hin und dann wieder auf sie herunter. „Du meinst, die Farbe der Sonne hat dich an etwas erinnert?“, schlussfolgerte er ernsthaft. Sie nickte kurz und errötete heftig. „Ich ... war an einem Marktstand. Irgendwo ... Ich weiß es nicht mehr. Sie ... hatten da einen riesigen Feueropal, in derselben Farbe wie die Sonne gerade eben. Er war wunderschön und sehr teuer. Dann hat mich jemand gerufen ... oder besser gesagt ... jemand hat mich gefragt, ob ich etwas Schönes gefunden hätte und ...“ Sie brach ab und schüttelte angestrengt den Kopf.

„M...Mehr war da nicht“, berichtete sie ihm zweifelnd und er sah sogleich wieder enttäuscht zu der nur noch halb zu sehenden Sonne hin.

„I...Ich habe nicht mal ein Gesicht gesehen“, flüsterte sie noch hauchleise und er zog sie wieder enger an sich heran, legte ihr den Arm behutsam um die Schultern und watete dann mit ihr zusammen die sechs Schritte zurück zum Ufer.

Na ja, ... für ihn waren es eher nur vier Schritte gewesen.

Doch wieder am Ufer angekommen, sah sie erst, dass seine Hosenbeine nass geworden waren.

Hart schluckend blickte sie sofort zu Boden und fühlte sich ganz betroffen. „Es tut mir leid, Andres. Ich wollte eigentlich gar nicht mehr ins Wasser hineingehen. Ich ... habe schließlich noch nicht mal einen Badeanzug an ...“

„Du brauchst mir nichts zu erklären. Ich verstehe schon. Dein PBS löst sich allmählich. Du beginnst, dich in Wachträumen zu erinnern, und es ist dann für dich jeweils so, als würdest du die Erinnerung gerade real erleben. Das ist gut, Katja! Das heißt, dass schon Kleinigkeiten der Auslöser dafür sein könnten, dass immer mehr und mehr von deinen Erinnerungen zurückkehren, wie zum Beispiel gerade eben die Farbe der Sonne ... oder ein Vogel ... oder ein Gesicht. Oder es kann etwas sein, dass du vielleicht im Fernsehen sehen wirst oder einen Satz aus einem Buch oder einer Zeitschrift, den du liest. Dann erinnerst du dich wieder an Dinge aus deinem früheren Leben, die damit emotional verbunden gehen.

Und wenn es so ist, dann versuche beim nächsten Mal noch etwas Weiteres, ja? Wenn du deinen wahren Namen hörst, ... dann verdränge ihn nicht gleich wieder, okay? Versuche, es zunächst einmal zu akzeptieren.“

Katja war nun völlig verwirrt.

„Was denn akzeptieren?“, fragte sie ihn verunsichert.

Andres umfasste behutsam ihr Gesicht und hob es zu sich an, bevor er sie sanft auf die Lippen küsste und dann auch gleich noch einige verirrte Haarsträhnen hinter ihr rechtes Ohr zurückstrich. „Akzeptiere, dass du hier nicht mehr dafür bestraft wirst, wenn du daran denkst, wer du wirklich bist. Du wirst nicht dafür geschlagen, wenn du dich erinnerst. Du wirst nicht angeschrien, beschimpft oder gefoltert werden, wenn du an deinen eigenen Namen denkst, und dann weißt, wer du wirklich bist.

Es wird dir bei mir nichts geschehen. Und das sollst du zunächst einmal akzeptieren. Dann wird es irgendwann auch nicht mehr so weh tun, an dein altes Ich zu denken und an dein früheres Leben. Dann wirst du irgendwann auch nicht mehr darunter leiden, wenn du mir davon erzählst, wer du bist und woher du kommst.“

Katja hätte sich nun gerne von ihm abgewandt oder wäre einfach weggelaufen. In ihrem Inneren tobten widerstreitende Gefühle. Doch er hielt sie zu fest dazu und sah sie auch viel zu ernsthaft und eindringlich an.

Doch egal, ob sie ihm nun auf seine Forderung antworten oder zumindest etwas dazu sagen sollte oder nicht, sie konnte nicht.

In ihrer Kehle arbeitete es, wurde es eng, würgte es sie ...

Sie rang erneut hart nach Luft und er lächelte kurz etwas unfroh, bevor er schließlich leise seufzte.

„Weißt du, ... es ist ganz normal, wie du dich gerade fühlst. Sie waren sehr, sehr gründlich in deiner Neukonditionierung. Doch mit ein wenig Zeit und Arbeit bekommen wir das wieder hin. Du musst mir einfach nur vertrauen, ja?“, raunte er leise und sie nickte sofort hastig.

Denn wenn der Herr etwas verlangte, stimmte die Sklavin dem besser zu, gleich sofort, wenn er es tat. Andres war schließlich nicht irgendwer. Er war mächtig, war gefährlich. Er war ...

„Sieh mich an!“, befahl er ihr nun deutlich härter und sie gehorchte ihm rasch.

„Wer bin ich, Katja?“, fragte er sie plötzlich scharf. „M...Mein Herr, A...Andres!“, stotterte sie leise.

Er runzelte nur ganz kurz die Stirn. „Dein Verlobter Andres!“, korrigierte er sie leise.

Katja nickte sogleich hastig und riss die Augen erschrocken auf.

Ein Fehler! Sie hatte einen Fehler gemacht!

Natürlich, ... sie spielte doch seine Verlobte. Das hatte er ihr heute Morgen im Auto doch noch mitgeteilt und auch vorhin wieder, nachdem ein Verräter sie fast erwürgt hatte.

Warum hatte sie es nun also schon wieder vergessen?

– Ja, ... warum?

Sie wusste nicht, dass sie gerade am ganzen Leib zu zittern begonnen hatte und dass ihre Augen glasig und starr wurden, ängstlich, ja groß ... immer größer ... horrend!

Schon zog er sie wieder an sich und beugte sich mit einem leisen Knurrlaut zu ihr herab, ... suchte und fand ihren Mund und küsste sie leidenschaftlich, derweil seine rechte Hand ihren Rock hob, seine Finger unter ihr Höschen schob und seine linke Hand sich nun fest in ihrem Haar verkrallte, um sie ruhig zu halten.

Mit zwei Fingern drang er unversehens in ihre feuchte Wärme ein und schob sie gleich ganz tief penetrierend und dabei mit dem Daumen ihre kleine Perle reibend in ihr aus und ein.

Hitze breitete sich in ihrem Unterleib aus.

Ohhhhh, ... er war so unglaublich geschickt darinnen, sie wieder und wieder von ihren ständigen Panikattacken und bösen Erinnerungen abzulenken und gleichfalls unersättlich in seiner Gier auf ihren Körper.

Doch ihr erging es da nicht minder so.

Katja fühlte sich trunken, wann immer er sie berührte, es war mit ihm so viel angenehmer als mit den garstigen Kunden in den Katakomben.

Denn er sorgte dafür, dass sie ebenfalls die größte Lust empfand, bevor er sie dann leidenschaftlich hernahm. Also machte es ihr auch rein gar nichts aus, dass er sie ständig wollte. Ganz im Gegenteil sogar. Sie gierte inzwischen ebenfalls nach ihm. Selbst nach den grausamen Spielen, die er aber bisher noch nicht mit ihr zu spielen wagte, bis auf wenige kurze Begebenheiten. Doch nun fühlte sie an ihrem Bauch sein Glied in seiner Hose groß und dick anschwellen und wollte ihn nun ebenfalls zaghaft streicheln und somit erfreuen.

Doch schon im nächsten Moment hatte er seine Finger aus ihr zurückgezogen und drehte sie ruckartig um, sodass sie ihm nun wieder den Rücken zuwandte.

Katja keuchte enttäuscht auf.

Sie war gerade schon ganz kurz vor dem Höhepunkt gewesen und befürchtete nun aber, dass er sie unerfüllt lassen würde, da er sie an diesem Tag ja schon so oft gehabt hatte.

Doch da zwang er sie plötzlich mit sanfter Gewalt in den feuchten Sand und auf die Knie hinab. Sie hörte sofort, zutiefst erleichtert darüber, dass er sie gerade wohl doch nicht mit unerfüllter Lust bestrafen wollte, seine Gürtelschnalle klirren.

Ein kleines Lächeln glitt über ihr Gesicht, als sie nun auch ihre Hände im weichen Sand vergrub und noch einmal kurz über ihre Schulter zu ihm aufblickte.

Oh ja, ... seine Augen waren nun schwarz und verhangen vor Begehren. „Sieh nicht mich an, Katja! Dort vor dir geschieht gerade der erste Sonnenuntergang seit vielen Jahren, also verpasse ihn nicht!“, nickte er lächelnd nach vorne und Katja gehorchte sofort und wandte sich wieder dem Meer und dem Himmel zu. Und ja, ... das war ein wundervolles Farbenmeer ... Doch noch erwartungsvoller wartete sie nun auf die bevorstehende Invasion von Andres‘ nun steil aufragenden Penis in ihren Schoß ...

„Ich werde diesen ersten Sonnenuntergang für dich unvergesslich machen, meine süße Katja!“, versprach er noch leise und riss ihr das Höschen herunter, um nur eine Sekunde später schon hart in sie zu fahren.

Katja keuchte zugleich erschrocken von seiner prallen Größe, wie auch höchst erregt von seiner Härte auf, die sie exzessiv dehnte, und warf keuchend vor Lust den Kopf in den Nacken, derweil sie die Beine noch etwas weiter für ihn spreizte.

Doch schon zog Andres sie wieder an den Schultern zurück, umfasste dann laut aufknurrend ihre zierlichen Hüften, derweil er sich nun rasend schnell in sie zu stoßen begann.

Oh ... oh Gott, war das gut!!!

Eine andere Art zu ficken als schnell und hart, schien ihr neuer Herr nicht zu kennen, war ihr letzter Gedanke, bevor die aufkommenden Lustwellen ihr Denkvermögen vernebelten.

„Andres!“, rief sie aufstöhnend und krümmte den Rücken durch, elektrisiert von dem köstlichen Lustschmerz, den er ihr bereitete, als seine flache Hand noch dazu mehrmals auf ihre bloße Haut klatschte und ihren Po rötete.

„Ja, ... ruf meinen Namen!“, beschleunigte er daraufhin noch seine Stöße und seine Hoden klatschten nun gleichsam gegen ihre Mitte, ja, sogar gegen ihre Lustperle.

Sie rief seinen Namen also noch lauter, kurz vor einem überwältigenden Höhepunkt stehend, und er zerrte sie nun immer weiter hart penetrierend an den Schultern hinauf und mit dem Rücken fest an seine Brust, griff unter ihr Shirt und kniff ihr noch einmal schmerzhaft in ihren rechten Nippel, was sie auf der Stelle heftig erschauernd und laut aufstöhnend kommen ließ. Und derweil schon ihr zarter Leib zuckte und bebte und sich wie eine eiserne Faust um seinen Schaft schloss, stieß er noch tiefer und wilder in sie, nun wirklich vollkommen die Kontrolle verlierend.

Doch er brauchte dieses wilde, außer Kontrolle Geratene.

Er brauchte ihre Schreie, ihre Lust und ihren Schmerz ...

Er brauchte es zudem, wie sie seinen Namen stöhnte und flehentlich rief, mehr und mehr von ihm wollte, von seiner aggressiven Dominanz. Und er brauchte es, dass ihre flüssige Hitze, ob nun Schoß oder Anus, ihn fest umklammerte. Ja, er war schon regelrecht süchtig nach ihrer stets nachgiebigen Wärme und Leidenschaft.

Mehr sogar noch als auf seine sonstige, stets noch perversere, obsessive Gier nach rein sadistischen Spielen, Blut und Tod. Noch einmal knurrte er laut und animalisch auf, während er in sie rammte, bis auch er erleichtert aufkeuchend ihre Hüften an seine Mitte presste und sein Samen in tiefen, heißen Schüben in ihr Inneres pumpte.

Sie keuchte hart und abgehackt, genauso wie er selbst, als er sich schließlich aus ihr herauszog und sie dann behutsam auf die Seite, in den noch immer warmen, feuchten Sand ablegte.

Katja bemerkte kaum, wie er ihre Beine noch etwas höher hinauf- und zusammenschob, sodass sie letztlich fast schon wie ein Fötus vor ihm lag. Zu berauscht war sie noch von diesem Sinnestaumel. Irgendwann öffnete sie dann aber doch wieder die Augen und sah gerade noch den letzten Schimmer der Feueropal-Sonne im Meer versinken.

Es war so friedlich und schön, ... dieser Anblick, die Stimmung und das Rauschen der Wellen, die das Ufer hinaufliefen.

Das war so friedlich, nach diesem wilden Gefühlsaufruhr.

Nie zuvor hatte sie danach so viel Frieden und Ruhe empfunden, wenn jemand sie eigentlich brutal und rücksichtslos hernahm, doch bei Andres war das alles ganz anders.

Er war anders.

Er nannte sich selbst sadistisch und grausam, doch zu ihr war er das noch nie gewesen. Nein, bis jetzt noch nicht, obwohl sie doch immer noch so viele Fehler machte. Obwohl sie seine Sklavin war und sie ihn auch ständig enttäuschte.

Denn seine Vorstellungen von einer Sklavin und ihre eigenen Erfahrungen drifteten inzwischen so weit auseinander, dass sie es noch immer kaum glauben konnte, dass er sie nicht nur bei sich behielt, sondern tatsächlich auch noch als seine Verlobte ausgab. Dazu behandelte er sie auch noch ganz wunderbar. Sie bekam Unmengen an Essen, medizinische Versorgung, ein weiches Bett, seine Nähe und Aufmerksamkeiten, wie auch zwischendrin sogar freie Zeit zu ihrer eigenen Verfügung. Dann konnte sie hinausgehen und den Himmel betrachten, konnte die Sonne auf ihrer Haut fühlen. Konnte hinunter ans Meer gehen und den Sonnenuntergang bewundern. Ja, er gab ihr die ganze weite Welt, und sie schenkte ihm dafür lediglich ihren mageren, schwachen Körper.

Ob ihm das auf Dauer genügen würde?

Das bezweifelte sie ja immer noch. Zudem sie sich ja auch noch andauernd so schrecklich dumm anstellte. Immer wieder vergaß sie, ihn Andres zu nennen, statt Herr. Es folgte dann eine milde Unterweisung nach der anderen, die durchweg sanft blieb, liebevoll und rücksichtsvoll, ja sogar für sie höchst angenehm.

Dabei hatte er es ihr von vornherein anders erklärt.

Wer er war, wie er war ...

Sie wartete noch immer darauf, dass er ihr nun bald wirklich richtig weh tun würde. Dass er sich ihr Blut nehmen würde, nach dem er doch angeblich lechzte, und dass ihre Angst und ihre Qual sein Herz nun ebenfalls erfreuen würden.

---ENDE DER LESEPROBE---