POLYGLOTT on tour Reiseführer Thailand - Wolfgang Rössig - E-Book

POLYGLOTT on tour Reiseführer Thailand E-Book

Wolfgang Rössig

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Beschreibung

POLYGLOTT on tour Thailand Traumhafte Strände, tropisches Klima, schmackhaftes Essen, unzählige Tempelanlagen, wunderschöne Inseln, vielseitige Wanderungen und nicht zuletzt das wilde Bangkok. Thailand ist für viele Reisende, vor allem für Backpacker ein Muss. Eine Reise hierher kann nicht anders, als angesichts der großen kulturellen und landschaftlichen Vielfalt zu beeindrucken. Mit dem POLYGLOTT on tour Thailand lässt sich der Herzschlag des asiatischen Landes erspüren. Der Autor Wolfgang Rössig führt in 17 ausgeklügelten Touren durch die Vielseitigkeit des Königreichs und stellt Typisches, Besonderes und Eigenheiten vor. Schnuppern Sie asiatisches Lebensflair und lernen Sie Südostasien hautnah kennen! Entspannen Sie an weißen Sandstränden, besichtigen Sie die wunderschönen Tempelanlagen und stürzen Sie sich ins Nachtleben von Bangkok. Beim Probieren der Köstlichkeiten der Thai-Küche oder beim Lichterfest in Chiang Mai fühlt man sich gleich wie die Einheimischen. Dank individueller Tipps zu spannenden Entdeckungen können Sie persönlich ins Leben des südostasiatischen Landes eintauchen und sind mittendrin. Auf einen Blick: - TYPISCH-Kapitel mit "Eine Reise wert", "50 Dinge" und "Was steckt dahinter" - Faltkarte für die perfekte Orientierung vor Ort - E-Book mit Verlinkungen zu Standorten der Adressen - POLYGLOTT im Web unter www.polyglott.de oder bei Facebook

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Seitenzahl: 204

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2019

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

Redaktionsleitung: Grit Müller

Verlagsredaktion: Anne Kathrin Scheiter

Autor: Wolfgang Rössig

Redaktion: Elke Sagenschneider Texte und Projekte, München

Bildredaktion: Dr. Nafsika Mylona

Layoutkonzept/Titeldesign: fpm factor product münchen

Kartografie: Theiss Heidoph und Kunth Verlag GmbH & Co. KG

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska

ISBN 978-3-8464-0378-5

1. Auflage 2019

GuU 0378 03_2019_02

Bildnachweis

Coverabbildung: plainpicture/Till Melchior

Fotos: Alamy/Horree Peter: >; Alamy/robertharding: >; Alamy/Williamson Mark: >; Chiva-Som Resort/Hua Hin: >; Fotolia/EWA-Studio: >, >; Fotolia/Fotogarten: >; Fotolia/siamphoto: >; Getty Images/NurPhoto/Laowilas Anusak: >; Getty Images/Sylvian Sonnet: >; Glow Images/imageBROKER/Langley Jason: >; Glow Images/Ogle Steve: >; imago/ZUMA Press: >; Jahreszeitenverlag/Jung Roland E.: >, >; Jahreszeitenverlag/Koschel Philip: >; laif/Gumm Monica: >; laif/Heeb Christian: >; laif/Hellier Gavin/robertharding: >; laif/Heuer Frank: >; laif/Modrow: >; laif/Sasse: >; Lookphotos/age fotostock: >, >; mauritius images/imageBROKER/pixal: >; Rössig Wolfgang: >, >, >; seasons.agency/Koschel Philip: >; Shutterstock/anan: >; Shutterstock/armmphoto: >; Shutterstock/Ayakovlev: >; Shutterstock/Caminoel: >; Shutterstock/Colac Sorin: >; Shutterstock/Daimond Shutter: >; Shutterstock/Deer worawut: >; Shutterstock/Dimos: >; Shutterstock/flydragon: >; Shutterstock/gopause: >; Shutterstock/Jadlit Sittirak: >; Shutterstock/kajornyot wildlife photography: >; Shutterstock/Kiatlatchanon Decha: >; Shutterstock/Kosmider Patryk: >; Shutterstock/Kumar Sanchai: >; Shutterstock/martinho Smart: >; Shutterstock/Mathipikhai Wassana: >; Shutterstock/McAulay Antony: >; Shutterstock/MJ Protoype: >; Shutterstock/Napat: >; Shutterstock/Photogrape: >; Shutterstock/poylock19: >; Shutterstock/SantiPhotoSS: >; Shutterstock/Shirai Mikito: >; Shutterstock/SIHASAKPRACHUM: >; Shutterstock/Take Photo: >; Shutterstock/Taranik Yury: >; Shutterstock/think4photop: >; Shutterstock/Thongumpai Vinai: >; Shutterstock/TWStock: >; Shutterstock/Valoga: >; Shutterstock/worradirek: >; Thai Elephant Conservation Centre/Wilawan In-ta wong: >; Unsplash/Thomas Aaron: >.

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Die Polyglott-Homepage finden Sie im Internet unterwww.polyglott.de

www.facebook.com

SYMBOLE ALLGEMEIN

L

Erstklassig: Besondere Tipps der Autoren

C

Seitenblick: Spannende Anekdoten zum Reiseziel

1

Top-Highlights und

0

Highlights der Destination

TOUR-SYMBOLE

1

Die POLYGLOTT-Touren

6

Stationen einer Tour

1

Hinweis auf 50 Dinge

PREIS-SYMBOLE

Hotel DZ

Restaurant

bis 1200 Baht

bis 250 Baht

€€

1200 bis 3000 Baht

250 bis 500 Baht

€€€

über 3000 Baht

über 500 Baht

Zeichenerklärung der Karten

Autobahn Schnellstraßebeschriebene Region (Seite=Kapitelanfang)Hauptstraße sonstige Straßen FußgängerzoneSehenswürdigkeitenEisenbahn StaatsgrenzeTourenvorschlagLandesgrenze Nationalparkgrenze

TOP-12-HIGHLIGHTS

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten

1 WAT PHRA KAEO UND KÖNIGSPALAST >

Bangkoks opulente Tempel- und Palastarchitektur zieht Besucher in ihren Bann.

2 CHATUCHAK MARKET >

Hunderte Stände drängen sich in einem charmant liebenswerten Marktchaos.

3 ERAWAN NATIONAL PARK >

Der Nationalpark nahe Bangkok lockt mit Urwald, Wasserfällen und Wanderwegen.

4 KO SAMET >

Die Insel steht unter Naturschutz und hat einige der feinsten Strände Thailands.

5 KHAO PHRA TAEO NATIONAL PARK, PHUKET >

Durch Phukets letzten Regenwald toben Gibbons.

6 SIMILAN ISLANDS >

Die Gewässer um das Archipel sind ein Tauchrevier von Weltklasse.

7 CHAWENG BEACH, KO SAMUI >

Der herrliche Strand ist Postkartenidyll pur.

8 NACHTMARKT IN CHIANG MAI >

Thailands populärster Markt ist das Revier der Souvenir- und Schnäppchenjäger.

9 PAI >

Von dem lauschigen Ort führen schöne Trekkingtouren in die Dörfer der Bergvölker.

! AYUTTHAYA >

Die einstige Hauptstadt von Siam beeindruckt mit stimmungsvollen Ruinen.

@ KHAO YAI NATIONAL PARK >

In Thailands größtem Nationalpark leben Weißhandgibbons, Elefanten und Tiger.

# TEMPEL VON PHIMAI >

Der Khmer-Tempel ist das kulturhistorisch bedeutendste Bauwerk Thailands.

ALLE TOUREN AUF EINEN BLICK

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TOUREN

REGION

DAUER

TOUR1

Bangkok in zwei Tagen

Bangkok, Pattaya & Hua Hin

2 Tage

TOUR2

Zwei Zusatztage in Bangkok

Bangkok, Pattaya & Hua Hin

2 Tage

TOUR3

Kreuz und quer über Phuket

Phuket & der Süden

1 Tag

TOUR4

Nördliche Andamanenküste

Phuket & der Süden

5 Tage

TOUR5

Inselhüpfen an der südlichen Andamanenküste

Phuket & der Süden

5 Tage

TOUR6

Rund um Ko Samui

Phuket & der Süden

1 Tag

TOUR7

Im kühlen Reich der Bergvölker

Chiang Mai & der Norden

4–7 Tage

TOUR8

Im Goldenen Dreieck

Chiang Mai & der Norden

5–7 Tage

TOUR9

Tempelstädte Nordthailands

Chiang Mai & der Norden

4 Tage

TOUR0

Königspaläste und Khmer-Tempel

Zentral- & Ostthailand

1 Woche

TOUR!

Thailands Perlen

Extra-Tour

3 Wochen

TOUR@

Kultur und Baden

Extra-Tour

2 Wochen

© Glow Images/Ogle Steve

Der Krabi Phra Nang Beach – ein Traum von Urlaub und Paradies

TYPISCH

THAILAND IST EINE REISE WERT!

Exotische Tempelanlagen, märchenhafte Paläste und farbenfrohe Märkte, tropische Strand- und Inselparadiese, eine unglaublich bunte Welt unter Wasser und Bangkok, die fiebrig-moderne Metropole mit aufregendem Nachtleben: Thailand stellt auch verwöhnte Urlauber zufrieden.

© Rössig Wolfgang

WOLFGANG RÖSSIG

studierte Literaturwissenschaften und Kunstgeschichte, sucht seit Jahren in Thailand nach dem perfekten Strand, entdeckt eine thailändisch anmutende Leichtsinnigkeit in Gelddingen, ist süchtig nach den scharfen Köstlichkeiten der Garküchen und bewundert die heitere Gelassenheit von Buddhastatuen.

© Shutterstock/SIHASAKPRACHUM

Longtail-Boote, zum Ablegen bereit

Sawadee krap! Schuld ist wieder einmal ein Last-minute-Angebot: 500 Euro kostet der Flug nach Bangkok, und binnen zwölf Stunden graue deutsche Winterkälte gegen Thailands farbenfrohe Tropenwärme einzutauschen, wer könnte da schon widerstehen? Mit dem topmodernen Airport Rail Link flitze ich hinein in die feuchtheiße Metropole, die trotz Lärm und Chaos nicht wirklich einschüchtert. Denn zwischen Hochbahnen und Schnellstraßen warten Oasen der Besinnung: Ein blumengeschmückter Schrein mit bunten Geisterhäuschen und anmutigen Menschen, die mit tiefer Wai-Verbeugung Räucherstäbchen entzünden und ihre Wünsche gen Himmel schicken. Die Anspannung der Reise fällt ab, und nach einer traditionellen Massage ist der Jetlag vergessen. Mit gelösten Gliedern steuere ich die nächste Garküche an. Jetzt erst einmal eine sauerscharfe Tom yam gung schlürfen und voller Vorfreude in einen Topf nach dem anderen gucken, bis das schärfste Curry gefunden ist, das mir die Tränen in die Augen treibt – und dann bin ich angekommen im »Land der Freien«.

© Rössig Wolfgang

Rot glüht die Andamanensee im Licht der Abendsonne

Zugegeben, mit der Freiheit ist es derzeit nicht zum Besten bestellt. Wieder einmal sorgt das Militär für »Ruhe«, die der farang, wie hierzulande der Fremde heißt, so schätzt, weil ihm Sicherheit, und sei sie noch so subjektiv, wichtiger ist als Thailands steiniger Weg zur Demokratie. Trotzdem bleibt sanuk der Inbegriff thailändischer Lebensphilosophie. Sanuk bedeutet »Spaß haben«. Was nicht sanuk ist, unterlässt man, wann immer es geht, und wenn man wirklich mal unangenehme Dinge tun muss, dann nie, ohne wenigstens das Ganze mit etwas sanuk zu würzen. Das gilt selbst für die spärlich gekleideten Mädchen, die in den Bars von Pattaya gelangweilt Connect Four spielen und für manchen farang der Inbegriff von sanuk sind. Andere entdecken hinter dem geschminkten Dauerlächeln die stille Tristesse und buddhistisch geprägte Hinnahme des Unvermeidlichen.

Sanuk und Schönheit, die den Thais nicht minder wichtig ist, finde ich woanders, zum Beispiel in der Andamanensee, die in allen nur erdenklichen Blautönen leuchtet. Unter Wasser treiben es die Blumenkohl- und Feuerkorallen, die Trompeten- und Anemonenfische viel bunter als die schrillen Drag Queens bei den Travestieshows in Patong und Pattaya.

Unentdeckte Paradiese sind aber auch in Thailand rar. Mai pen rai – »Macht nichts!« Traumlandschaften mit spektakulären Felsformationen, weißen Puderzuckerstränden und glasklaren, türkis schimmernden Lagunen gibt es an der Andamanen- und Golfküste jede Menge. Doch selbst auf Phuket, Epizentrum der Tourismusmaschinerie des Landes, findet man noch Strände, an denen Meeresschildkröten ihre Eier vergraben. Oft ist paradiesische Einsamkeit nur eine Frage der Uhrzeit. Wenn spätnachmittags das letzte bunte Longtail-Boot – in Thailand definiert als »alles was schwimmt und Höllenlärm macht« – am Horizont verschwunden ist, kann man fast mutterseelenallein durch die einzigartigen Karstkegellandschaften der Archipele von Phang Nga und Ang Thong paddeln, die flammenden Sonnenuntergänge über der spiegelglatten See und das Funkeln von Milliarden Sternen bewundern, während das Partyvolk die Vollmondnächte anderswo feiert, mit wummernden Bässen und viel Alkohol.

Selbst wirklich einsame Traumstrände gibt es noch, zum Beispiel in den marinen Märchenwelten südlich von Ko Lanta, etwa auf den 50 fast unbewohnten Urwaldinseln des Tarutao-Archipels, die der Aufschwung des Tourismus auf der schon zu Malaysia gehörenden Insel Langkawi langsam aus ihrem Dornröschenschlaf reißt. Noch kann man hier in Palmwedelhütten Robinson spielen und Hängematten zwischen die Palmen spannen.

Szenenwechsel: Auf der Fahrt mit dem Nachtzug von Bangkok nach Chiang Mai trägt eine milde Brise die satten Düfte Zentralthailands durch das weit geöffnete Schlafwagenfenster. In und um Thailands Metropole des Nordens entfesseln Tempel mit goldüberzogenen Pagoden und Märkte mit Kunsthandwerk der Bergvölker ein Feuerwerk der Farben. Weiter westlich entfalten chinesisch anmutende Hügellandschaften im Morgennebel ihren stillen Zauber. In der Tempelstadt Sukhothai kündet das sanfte Lächeln der Buddhastatuen von der Süße des Nirvana.

Vom Tourismus noch immer vernachlässigt ist der im Norden und Osten vom mächtigen Mekong beherrschte Isaan. Im Süden der Provinz warten die faszinierenden Tempel der Khmer mit ihren herrlich verzierten Prangs, dem Glück verheißenden Gott Shiva geweiht. Mit der »Khmer Cultural Route« möchte Thailand mehr Touristen in das Grenzgebiet zu Kambodscha locken, dessen Menschen nicht nur eine gemeinsame Kulturgeschichte vereint, sondern auch die Gelassenheit, an der es der Politik in der Region derzeit mangelt. Djai yen, ein »kühles Herz« zu bewahren, das gilt auch hier.

© Rössig Wolfgang

Eine Gläubige lässt die Glocken im Kloster von Doi Suthep erklingen

WAS STECKT DAHINTER?

Die kleinen Geheimnisse sind oftmals die spannendsten. Hier werden die Geschichten hinter den Kulissen erzählt.

WAS BEDEUTET DAS FIGURENSAMMELSURIUM IN DEN TAXIS?

Buddhastatuen, Amulette und Fotos von Mönchen sowie Mitgliedern der Königsfamilie kleben auf dem Armaturenbrett, außerdem zieren Yantra-Diagramme das Innendach, Blumengirlanden und Perlenketten hängen vom Innenspiegel, stets der thailändischen Devise »mehr ist besser« folgend. Diese Minialtäre sind quasi die Lebensversicherung des Fahrers, sein Schutz gegen das schlechte Karma, das Sie, werter Fahrgast, ihm ins Fahrzeug tragen. Die Alternative – nämlich einfach umsichtiger zu fahren – ist in der thailändisch-buddhistischen Vorstellungswelt, in der das Schicksal weitgehend vorbestimmt ist, nicht vorgesehen. Aber mit dem Ihnen zugedachten Schicksal möchte der Fahrer lieber nichts zu tun haben.

WAS BEDEUTEN WOLLFÄDEN AM HANDGELENK?

Trägt eine Person Wollfäden um das Handgelenk, möchte sie damit ihr khwan, die »freie Seele«, an den Körper binden und sich so Glück und Gesundheit sichern oder zurückholen. Denn wenn ein khwan den Körper verlässt, bedeutet das auf jeden Fall Krankheit und Unglück. Besucher bekommen meistens von buddhistischen Mönchen einen Wollfaden um das Handgelenk gebunden. Sie sollten darauf achten, dass der Faden möglichst von selbst abfällt.

WARUM LÄCHELN THAIS EIGENTLICH SO VIEL?

Nichts fürchten Thais mehr als den Gesichtsverlust; offene Konflikte werden, wenn irgendwie möglich, vermieden. Mit Lächeln geht das am besten. Achten Sie auf die Körpersprache des anderen: Eine zögerlich-positive Auskunft, verbunden mit einem Lächeln, bedeutet fast immer: »Ich weiß es nicht« oder »eigentlich geht es nicht«. Taktvolle Touristen vermeiden daher von vorneherein alles, was jemanden in Schwierigkeiten bringen. Macht ein Thai einen Fehler, wird der Gesichtsverlust weggelächelt. Passiert Ihnen ein peinliches Missgeschick, wird Ihr Gegenüber ebenfalls lächeln. Das hat mit Schadenfreude allerdings rein gar nichts zu tun, vielmehr möchte die Person verhindern, dass Sie Ihr Gesicht verlieren. Lächeln Sie zurück und sagen Sie: »Mai pen rai« (Macht nichts!), um die peinliche Situation zu bereinigen. Aus scheinbar ausweglosen Situationen, auch bei Behörden, hilft ein Lächeln, denn mit einem »kühlen Herzen« beweisen Sie Ihre Thailandtauglichkeit. Und: Beim Feilschen senkt ein Lächeln viel eher die Preise als ein grimmiges Gesicht. mehr > Punktg

50 DINGE, DIE SIE …

Hier wird entdeckt, probiert, gestaunt, Urlaubserinnerungen werden gesammelt und Fettnäpfe clever umgangen. Diese Tipps machen Lust auf mehr und lassen Sie die ganz typischen Seiten erleben. Viel Spaß dabei!

… ERLEBEN SOLLTEN

1Freeclimber’s Traum Starten Sie per Longtail-Boot schon frühmorgens von Krabi zu der steil aus dem Wasser ragenden Felsnadel des Ao Nang Towers >, denn bis etwa 13 Uhr liegt die Westwand noch im Schatten.

2Inselhüpfen Eintägige Paddeltouren im Archipel des Ang Thong Marine National Park, bei denen man immer wieder zum Schnorcheln ins glasklare Wasser springen und jede Menge bunter Fische bewundern kann, bietet Blue Stars in Chaweng auf Ko Samui, (www.bluestars.info, Tagestrip ab 2500 Baht).

3Karma günstig stimmen Nach genauem Studium der 108 Glückssymbole auf den Fußsohlen des Erleuchteten im Wat Pho >, werfen Sie in alle 108 Almosenschalen um den Liegenden Buddha je eine 25-Satang-Münze – die gibt es vor Ort für wenige Baht. Die Bronzeschalen stehen symbolisch für die 108 guten Taten, die dem Buddha zur Vervollkommnung verholfen haben.

4Radtour durch Sukhothai Die »Morgenröte der Glückseligkeit« (so die Bedeutung des Namens der Tempelanlage) erforscht man am besten auf einer frühmorgendlichen Radtour. Sie radeln durch eine wunderschöne Kulturlandschaft mit traditionellen Dörfern und genießen den Anblick der schlanken Stupas und eleganten Buddhas im zarten Licht des Morgenrots. Geführte Radtouren organisiert Cycling Sukhothai (Tel. 0 85083 1864, www.cycling-sukhothai.com).

5Kiteboarding Ein Schnupperkurs am Ban Harn Beach auf Ko Samui macht’s möglich: auf dem Board unter dem Lenkdrachen pfeilschnell über das Wasser zu flitzen (Kiteboarding Asia, www.kiteboardingasia.com, 4200 Baht/3 Std.).

6Jetlag-Massage Nach dem langen Flug aus Europa beginnt der Urlaub tiefenentspannt im Spa des Oriental Hotel > in Bangkok (3900 Baht/90 Min.).

7Trekking Chan führt Interessierte in ein Dorf der Karen, und plaudert unterwegs in Englisch über Flora und Fauna der Wälder Nordwestthailands (Chan Nature Walks, Mae Hong Son, Online-Kartewww.trekkingthailand.com, 3000 Baht).

© laif/Gumm Monica

So elegant schwingt sich ein Gibbon von Baum zu Baum

8Dschungelfeeling Es macht einen Affenspaß, wie ein Gibbon über Hängebrücken von Baum zu Baum zu klettern und an Ziplines über den Bergwald von Chae Hom hinwegzusausen (Flight of the Gibbon, Chiang Mai, Online-Kartewww.flightofthegibbon.com, 3999 Baht)

© Alamy/Williamson Mark

Beim Thaiboxen fiebern die Zuschauer mit

9Vollkontakt Wer beim Thaiboxen Muay Thai nicht nur zusehen möchte, bucht Übungsstunden im Sor Vorapin Boxing Gym nahe der Khaosan Rd. in Bangkok. Mit einigen blauen Flecken muss man aber rechnen (www.thaiboxings.com, ab 500 Baht).

0Zu Haien tauchen Die Riffe Hin Daeng und Hin Muang (32 Seemeilen südl. von Ko Lanta) zählen zu den spektakulärsten Tauchrevieren der südlichen Andamanensee. Das Ko Lanta Dive Center > organisiert das spannende Erlebnis. Die beste Zeit des Jahres für die Begegnungen mit Mantas und Walhaien ist zwischen Februar und April. Dann ist auch das Meer am ruhigsten, und es sind nicht so viele Taucher unterwegs.

© imago/ZUMA Press

In der Garküche wird das Essen vor aller Augen frisch zubereitet

… PROBIEREN SOLLTEN

!Guai Tiao Köstliche Nudelsuppen zu 80 Baht kann man an jeder Garküche schlürfen, aber die Luxusvariante mit Kobe-Rindfleisch gibt’s für 550 Baht bei Nuer Koo Noodle Soup im 4. Stock des Einkaufszentrums Siam Paragon >.

@Phat Thai Das Gericht aus Reisbandnudeln, Eiern und Erdnüssen mit Fleisch oder Meeresfrüchten gelingt auf den Woks von Thipsamai Online-Karte zum Niederknien (313 Maha Chai Road, Banglamphu, Bangkok).

#Boo Paht Pong Karee Das Krebscurry, abgeschmeckt mit frischer Austernsoße und scharfen Chilis, mundet in den kleinen Seafoodlokalen am Strand von Ao Nang bei Krabi besonders gut, z.B. im Anchalee >.

© Shutterstock/Photogrape

Durians sehen eigentlich harmlos aus

$Stinkende Königin Einmal wenigstens müssen Sie es wagen, die auf jedem Obstmarkt in Thailand nahezu andächtig feilgebotene Durian zu kosten. Sie mag zwar müffeln wie ein Paar ungewaschener Socken, doch ihr Geschmack hat schon viele Skeptiker bekehrt. Versuchen Sie es mal auf dem Markt in Chanthaburi, da die »Käsefrucht« aus dieser Gegend kommt. In öffentlichen Verkehrsmitteln dürfen Sie eine Durian nicht transportieren, und auch im Hotelzimmer ist sie nicht erlaubt, verspeisen Sie sie also stets vor Ort.

%Willkommensdrink Die Hotelbar des Arun Residence > in Bangkok mixt den Sabai Sabai aus dem goldfarbenen Mehkong Whisky mit frisch gepresstem Limettensaft, Zuckersirup, süßem Thai-Basilikum und Club Soda gut und gern.

^Tom yam gung Die scharfe Hühnersuppe, die mit Zitronengras, Limetten- und Korianderblättern, Frühlingszwiebeln, Strohpilzen und Garnelen zubereitet wird, schmeckt außerirdisch gut in der Garküche von Jae Fai >, die 2017 sogar mit einem Michelinstern ausgezeichnet wurde!

&Khao phat Den Klassiker thailändischer Garküchen aus gebratenem Jasminreis, roter Paprika, Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Eiern, Limetten, entweder mit Schweinefleisch (mu) oder mit Hühnerfleisch (gai) sollten Sie an den Ständen in Bangkoks Convent Rd. testen. Die Menge der Chilis bestimmt die Schärfe!

*Som tam Im Isaan sehr beliebt ist dieser aus dünnen Streifen grüner, unreifer Papayas, Cocktailtomaten, getrockneten Krabben, kleinen Krebsen, Limonen, Knoblauch und viel Chili zubereitete Salat. In Bangkok kann man Varianten am Isaan-Stand im MBK Food Island des MBK-Center > testen.

(Feines Würstchen In Chiang Mai muss man unbedingt Sai ua probieren. Diese mit Zitronengras, Galgant (Thai-Ingwer), gehackten Schalotten, Kurkuma und roter Currypaste pikant gewürzten und mit Klebreis frisch gegrillt oder gebraten als Vorspeise servierten Schweinswürstchen sind eine nordthailändische Spezialität. Suchen Sie auf dem Warorot-Markt den Stand mit der längsten Schlange!

)Khao niew mamuang Klebreis mit reifer Mango ist eine Spezialität des Stands Raan Khao Niew Mamuang in Bangkoks »Fressgasse« Sukhumvit Soi 38. Okkrong-Mangos haben das feinere Aroma, Nam Dok Mai genannte Mangos sind saftiger und weniger faserig.

… BESTAUNEN SOLLTEN

qFarbige Vita Auf dem Gelände des Nationalmuseums > in Bangkok schildern über 200 Jahre alte Fresken 28 Szenen aus dem Leben Buddhas.

wZauber der Unterwelt Langsam gleiten die Bambusflöße durch die zauberhafte Tropfsteinhöhle Tham Lot, Stalagmiten und Stalagtiten schimmern im Schein der Bootslampen.

eTänzerische Anmut Die Tänzerinnen mit dem hohen goldenen Kopfputz, die meist am Wochenende vor dem Lak-Muang-Schrein > in Bangkok mythologische Szenen aus den großen asiatischen Epen darbieten, lassen für Momente die Hektik der Metropole vergessen.

rLichterfest in Chiang Mai Bei Vollmond im November steigen nachts Hunderte kleiner Heißluftballons mit den Wünschen der Gläubigen gen Himmel, während auf dem Wasser Schiffchen mit Räucherstäbchen, Kerzen und Opfergaben ihre Sünden davontragen.

tThailands schönste Hand Der Sitzende Buddha im Wat Sri Chum in Sukhothai > ist von atemberaubender Eleganz. Die vier schlanken vergoldeten Finger der rechten Hand symbolisieren die Niederlage des Dämonen Mara.

yBunte Riesenschlange Eine in Stein gehauene siebenköpfige Naga-Schlange windet sich an beiden Seiten einer Treppe mit 309 Stufen zum Tempel Wat Phra That Doi hinauf >.

uBlume Buddhas Die Lotusblüte zählt als Symbol für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung zu den acht Kostbarkeiten des Buddhismus und ist in den Teichen der Tempelanlagen zu bewundern.

iSonnenaufgang in Ayutthaya Im Morgenlicht scheinen die Tempel > zu glühen. Was im grell-en Mittagslicht unmöglich ist, gelingt nun: wirklich magische Fotos.

oWie hingetuscht Vom Sunset Viewing Point des Tempels Wat Doi Kong Moo > schweift der Blick in der Abenddämmerung über die Hügel von Mae Hong Son mit dem von Tempeln gesäumten Kham Lake.

pBangkoks schönste Aussicht Im Open-Air-Restaurant Vertigo und in der Moon Bar im 61. Stock des Banyan Tree Hotel > liegt Ihnen die abendlich funkelnde Metropole zu Füßen. Die besten Fotos gelingen, wenn die letzten Sonnenstrahlen den Himmel orange färben.

QTraumstrand Das von Dschungel überzogene Eiland Ko Hai südlich von Ko Lanta lässt mit türkisblauem klaren Meer, schneeweißem Puderzuckersand und bunten Booten vom Paradies träumen.

© mauritius images/imageBROKER/pixal

Flache Figuren aus Leder sind die Hauptdarsteller im Schattenspiel

… MIT NACH HAUSE NEHMEN SOLLTEN

WSchattenspielfiguren Mit den bei Nakhon Si Thammarat gefertigten Figuren können Sie die Abenteuer des Affenkönigs Hanuman im heimischen Kinderzimmer nachspielen. Die beste und günstigste Auswahl finden Sie auf Bangkoks Chatuchak Market >.

EHemd nach Maß Vater und Sohn Rajawongse > schneidern Ihnen in Bangkok ein Maßhemd aus bestem Baumwollstoff ab ca. 35 €.

RThailand auf dem Silberteller Die Bergvölker Nordthailands bearbeiten Silber kunstvoll; auf den getriebenen Schalen sind manchmal Szenen aus der Geschichte Siams dargestellt. Besonders gute Qualität bietet Louis Silverware Online-Karte(99/1 San Kamphaeng Rd., Chiang Mai).

TNordthailands Schattenspender Sonnenschirme aus Bambus und Sa-Papier aus der Rinde des Maulbeerbaums sorgen jederzeit für sommerliche Leichtigkeit. Im Umbrella Making Center von Boh Sang bei Chiang Mai werden die Papierschirme mit filigranen Blumenmotiven verziert.

YAromatherapie Die thailändischen Massageöle der nach Zitronengras und Kaffernlimette duftetenden »Oriental Essence« von Thann entspannen zu Hause wie im Urlaub. Sie bekommen sie z.B. im Thann Sanctuary Spa, Einkaufszentrum Emporium > in Bangkok.

© Fotolia/siamphoto

Fein gewebte Seidenstoffe

UMudmee-Seide Wundervoll gemusterte seidige Kissenbezüge, Decken und Vorhänge (Maße mitnehmen!) verkauft das Silk & Cultural Center > im Seidenweberdorf Pak Thong Chai bei Khorat.

IDuft des Nirvana Nach jedem Tempelbesuch wird ihnen der süß-zarte Räucherduft stundenlang anhaften. Nehmen Sie das Aroma mit nach Hause! Die Räucherstäbchen ihres Lieblingstempels werden vor Ort für wenige Baht verkauft

OReisschüssel aus Bambus Robuste und sehr attraktive Korbwaren der Bergvölker Akha und Lahu finden Sie bei Thai Tribal Crafts > in Chiang Mai.

PKeramik in Jadefarben Orginell sind die Teeservices mit Kännchen in Elefantenform aus Seladon-Keramik, die ursprünglich aus China stammt, doch im 14. Jahrhundert rund um Sukhothai ihren eigenen unverwechselbaren Thaistil entwickelte. Eine schöne Auswahl führt Baan Celadon Online-Karte>(Sankamphaeng Rd. außerhalb von Chiang Mai).

© Shutterstock/McAulay Antony

Chili und Limetten auf dem Markt

aGewürze Chilischoten, Ingwer, Zironengras und eine riesige Auswahl abgepackter Currypasten für’s »Nachschmecken« daheim finden Sie auf jedem Lebensmittelmarkt oder im Food Court des Einkaufszentrums Siam Paragon >.

… BLEIBEN LASSEN SOLLTEN

sDem Falschen vertrauen Trinken Sie nie aus bereits geöffneten Flaschen oder Dosen und lassen Sie die Finger von jeglichen Drogen, die oft auch von Polizeispitzeln angeboten werden. Schon beim Besitz kleinster Mengen drohen langjährige Haftstrafen.

dMotorradfahrten Besonders die Serpentinenstraßen von Phuket, Ko Samui und Ko Phangan sind gefährlich für Zweiradfahrer. Wenn Sie kein alhoholisierter einheimischer Fahrer ins nächste Leben befördert, bleibt oft der Ärger mit dem Vermieter, der sich jeden noch so winzigen Kratzer vergolden lässt. Nie den Pass als Pfand hinterlassen!

fBackpacker-Busse Für 400 Baht vom Hotel in Bangkok abgeholt und zu den beliebtesten Reiseziele kutschiert werden? Leider sind bei den Backpacker-Bussen eine hochriskante Fahrweise, endlose Verspätungen, unbequeme und meist unversicherte Fahrzeuge, Diebstähle und Betrügereien eher die Regel als die Ausnahme. Dabei sind reguläre Busse kaum teurer.

gGesichtsverlust Setzen Sie auf Gelassenheit und lächeln Sie dabei, so viel sie können. Mit Humor lassen sich oft scheinbar aussichtslose Situationen bereinigen. Wer seinem Ärger lautstark Luft macht, wird verächtliche Blicke ernten >.

hKindern in Barvierteln Waren abkaufen Hintermänner organisieren das Geschäft mit dem Mitleid genauso straff wie die Bettelei, sodass die Kinder bis frühmorgens arbeiten müssen.

jMuscheln im Gepäck Nicht nur Korallen oder Krokodile stehen unter Artenschutz >, auch am Strand gesammelte Muscheln dürfen meist nicht ausgeführt werden. Machen Sie von den schönsten Exemplaren ein Foto und überlassen Sie die Gehäuse wohnungssuchenden Einsiedlerkrebsen.

© Shutterstock/Shirai Mikito

DIe Verlockung ist groß, aber nach Hause mitnehmen darf man den Buddha nicht

kBuddhafigur ausführen Abbildungen des Erleuchteten, auch aus industrieller Fertigung, dürfen nicht ausgeführt werden. Das Verbot gilt nicht für Amulette, die am Körper getragen werden.

lPlastikgeld aus den Augen lassen Kreditkartenmissbrauch ist in Thailand leider gang und gäbe. Zahlen Sie möglichst bar. Ansonsten überwachen Sie den Zahlungsvorgang, damit im Hinterzimmer niemand eine Dublette anfertigt.

AEdelsteine kaufen Tuk-Tuk-Fahrer oder Guides lotsen sie gern in protzige Läden, die Ihnen garantiert minderwertige Ware andrehen >. Wenn Sie aber die Preziosen (in Begleitung der Touristenpolizei) umgehend zurückgeben, muss man Ihnen laut Gesetz 80 % des Kaufpreises erstatten.

© Glow Images/imageBROKER/Langley Jason

Der Wat Phra Kaeo ist einer von vielen prachtvollen Tempeln und Königspalästen in Bangkok

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