Schwarzkiefer und Rosalinde - Andree Amelang - E-Book

Schwarzkiefer und Rosalinde E-Book

Andree Amelang

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Beschreibung

Am Anfang war das Wort, am Ende das Nachwort. "Zweifle an den Ergebnissen der Klassiker. Suche, was sie suchten!" (Basho, japanischer Dichter, 1643-1694), aber auch "Es irrt der Mensch, so lang er strebt!" (Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832) - von beiden Aussagen lasse ich mich seit vielen Jahren leiten, und ich muss zugeben, dass es Einsichten auf höchstem Niveau sind, denen so einfach nicht zu genügen ist: Sie zeigen uns an, dass wir noch weit davon entfernt sind, wenn schon nicht alles, so aber sehr viel von den uns umgebenden Prozessen aufgeklärt zu haben. Die Chancen, dass die Welt weiter vorankommt, sind derzeit nicht die Besten, halten uns doch Kriege, Krisen und ein sich veränderndes Klima in Atem. Zu all dem möchte ich mich in meinem neuen Buch - dabei berechtigten Optimismus versprühend - äußern: Wieder habe ich kurze Texte ausgewählt, und ich war bei der Lektüre selbst erstaunt, wie viele unterschiedliche Aussagen sich in wenige Worte packen lassen! Die sprachlichen Mittel sind damit jedoch nicht erschöpft und es bleiben genug Ausdrucksformen übrig, die in Zukunft das Gerüst für weitere Bücher liefern werden. Andree Amelang · Stützerbach, Dezember 2024

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Seitenzahl: 68

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Wer clever ist, springt nachts über seinen Schatten.

~

Der Hand des Volkes entflieht das Geld wie Quecksilber.

~

Frauen und Ausländer sind nicht immer zu verstehen.

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Man sollte nicht alles glauben, was auf Visitenkarten steht!

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Einem Leben ohne Hoffnung fehlt Ziel und Würde.

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Alles spricht Bände, die kaum jemand liest!

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Um die Welt zu lenken, bedarf es mehr als nur starke Sprüche.

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Wer es gut meint, wird selten völlig verstanden.

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Lieben und lieben lassen!

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Nachlassgerichte werden beim Leichenschmaus serviert.

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Selbst Tierschützer schießen gelegentlich den Vogel ab.

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Der mit dem Strom Schwimmende kommt nicht zu Ehren.

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Jeder Tag fortgesetzter Mittelmäßigkeit ist ein verlorener.

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Wirkliche Vollkommenheit wäre menschlich gar nicht nutzbar.

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Dem Unersättlichen bleibt stets etwas zu wünschen übrig.

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Loslassen – ja, aber niemals von den Pflichten und Aufgaben.

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Wer Öl ins Feuer gießt, verhält sich nicht ökologisch.

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Drahtzieher verlegen keine Kabel.

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Ich denke nach, also bin ich am Werke.

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Das Ei, mit dem alles begann, war gewiss kein goldenes.

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Mit einem steten Tropfen gibt sich kein Alkoholiker zufrieden.

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Letzte Worte (die): „In fünf Minuten beginnt meine Serie!“

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Nicht immer verbindet eine Brücke identische Welten.

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Einer Frau Himmelreich ist ihr Kleiderschrank.

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Fallschirmspringer (der): vom Himmel hoch, da kommt er her.

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Das größte aller Länder ist zweifellos das Ausland.

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Mir fiele kein Beispiel ein für ein auswegloses Unglück.

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Beim Seitensprung tritt man mit seiner Liebe neben sich.

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Meist ist die Sehnsucht größer als der gewünschte Gegenstand.

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Plan B muss her und nicht die Lightversion von Plan A.

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Erst die Politik ändern, dann die Gesellschaft.

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Allein dem Zufall zu vertrauen, kann böse enden.

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Spiegel (der): ein optischer Scharfrichter.

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Es muss jung sterben, wer es nicht versteht, alt zu werden.

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Selbst in einem Musterhaus findet sich eine krumme Ecke.

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Abendstund’ hat Plaque im Mund …

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Beim späten Rückblick sieht man alles viel versöhnlicher.

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Für großes Glück existiert Platz in der kleinsten Hütte.

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Vorsehung (die): ein Sonderfall von Zufall.

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Soziale Netzwerke (die): Was für eine irreführende Bezeichnung!

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Im Formelwald fühlen sich Denker am wohlsten.

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Längeres Zuhören führt meist zum Einschlafen.

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Nichts auf dem Kasten haben und ein großes Brett davor …

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Geschieht ein Wunder, bleibt’s von den Leuten unbemerkt.

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Das Schaltjahr verleiht dem Leben einen zusätzlichen Tag.

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„Tja …“ ist keine Antwort!

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Im Westen nichts Neues und im Osten gewöhnliches Chaos.

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Das Glück kommt nicht wie gewünscht oder bestellt.

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Kein Draußen ist außerhalb der Welt.

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Buchinhalte sind konservierte Denkleistungen.

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Einen Menschen zu bekehren, klappt besser, als ihn nur zu belehren.

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Der Missbrauch von Menschen hat viele Gesichter.

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Familienstreitigkeiten sollten unvermarktet bleiben!

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Ein Mensch ohne Zuhause ist ein Streuner.

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Leute, die auf der Strecke bleiben, betrachten die Landschaft.

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Wissenlos – machtlos – gewissenlos …

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Der Reibach mäandert nur dort, wo reichlich Geld fließt.

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Mitdenken – ja, aber in wessen Sinne?

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Keine Ideologie hält vor der Ewigkeit stand.

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Heureka und fataler Irrtum liegen eng beieinander.

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Sprich im Jargon, nur so erreichst du den Letzten.

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Harmlos sind alle, denen sich keine Gelegenheit bietet.

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Geduldiger als Papier sind nur Genehmigungen.

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Nicht alles, was zum Himmel schreit, wird dort erhört.

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Der Hufschmied verdient nicht viel an Pegasus.

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Viele zeigen sich nur dann tapfer, wenn andere zuschauen.

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Der Blick eines Diebes gilt stets dem Nächstliegenden.

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Der Kopf wackelt sowohl bei der Verneinung als auch beim Ja-Sagen.

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Das große Geld nehmen wir auch in kleinen Scheinen.

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Mit leeren Händen kommen und mit vollen Taschen gehen …

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Öffentlichkeit (die): Gemeint ist in erster Linie das Volk.

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Auch der Finanzhai, der hat Zähne …

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Ein Sturm selektiert die Standhaften.

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Am meisten lächeln jene, die nicht im Bilde sind.

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Nicht jeder Außenseiter lotet im Alleingang neue Wege aus.

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Am intensivsten pokern Fanatiker mit ihrem Leben.

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Viele Bedienungsanleitungen spotten jeder Beschreibung.

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Ganz nebenbei bricht niemand einen Rekord.

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Lesende Menschen sind nicht automatisch auch gebildete.

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Der Mensch ist der größte aller kleinen Faktoren …

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Ballast abzuwerfen, zählt nicht unter Verlust.

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Ein Geschenk verpflichtet zum Gegengeschenk!

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Was einem bis in die Träume verfolgt, sollte zu denken geben.

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Jugend (die): Ära der Schmerzlosigkeit auf Zeit.

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Holzköpfe haben es gut, sie benötigen kein Brett davor.

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Der Liebesrausch kommt ohne Flascheninhalt zustande …

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Lass es nicht so weit kommen, dass nichts mehr geht.

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Der weiseste Mann stolpert über einen leblosen Stein.

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Den Toten sind wir schuldig, ihre Werke fortzuführen.

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„Leidenschaft mit ganzer Kraft“ – ja, es reimt sich sogar!

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Geiz ist geil, vorausgesetzt, ein anderer bezahlt.

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Nicht alle Menschen mit Biss verfügen über gesunde Zähne.

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Nicht jeder Schiefgewickelte ist eine Mumie.

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Gehirnwäsche geschieht bei 37 Grad Körpertemperatur.

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Unentschlossen – so gibt sich der Mensch am häufigsten.

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Leidenschaft setzt ein klar umrissenes Ziel voraus.

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Wer blind vertraut, kann nicht kritisch sein.

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Wer an ein Schicksal glaubt, misstraut den eigenen Kräften.

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Ihm sind die Hände gebunden. Wie soll er da arbeiten?

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Mit der Geburt wurden wir zum Leben verpflichtet.

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Wer Neues vorschlägt, muss sich als Ketzer bezeichnen lassen.

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Nicht jeder, der wenig Geld besitzt, gilt tatsächlich als arm.

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Keine Freiheit ist gratis zu erlangen.

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Sehnsucht bindet sich an eine ideelle Droge.

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Stille (die): Tödliche Ruhe.

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Gleichgültigkeit bringt die Menschheit ins Grab.

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Wo die Gewohnheit regiert, hat das Neue keine Chance.

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Des einen Schätze sind einem anderen bedeutungslos.

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Auch mit grauen Haaren geht das Leben kunterbunt weiter …

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Hoffentlich bin ich zu Hause, wenn meine Stunde schlägt.

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Ich bin Mensch unter Menschen, so ehrlich muss ich sein!

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Lieber Vorbild sein als zum tragischen Beispiel herhalten.

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Störet den Kreis meiner Prioritäten nicht!

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Unfähig, das Ganze zu erfassen, denkt er sich seinen Teil.

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Auch wer in den Tod springt, legt dennoch Hand an sich.

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Naturgeräusche gelten nicht als Krach.

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Sich anzumalen, bedeutet schminken oder besaufen.

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Besonnenheit ist keineswegs an das Tageslicht gebunden.

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Kein Verschwiegenes bleibt auf ewig im Dunkel.

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Alkohol (der): Spiritus Rektor der Trunkenheit.

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Die Zeit vergeht zwar, aber nähert sich nie dem eigenen Ende.

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Mit keinem Los lässt sich Zeit gewinnen …

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Der Schlüssel zum Glück passt nicht in jedes Schloss.

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Noch nie bekam jemand passgenau das Erträumte.

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Seelische Wunden schmerzen anders als körperliche.

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Gemach, gemach, wir gehen ja gleich ins Schlafzimmer …

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Es gibt Leute, die allein im Traum zu allem fähig sind.

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Theorie und Praxis vermögen einander nichts zu beweisen.

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Ein Kiesel im Schuh macht das Denken unmöglich.

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Wo steckt der Sinn – im Widersinn, Blödsinn, Wahnsinn?

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Nicht jeder erlangt beim Älterwerden kostbare Einsichten.

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Nach dem Maß aller Dinge wird aktuell noch immer gesucht.

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Der Kampf mit sich selbst wird bei vielen zum Krampf.

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Genial ist, wer aus einer Binsenweisheit ein Imperium aufbaut.

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Der Fuchs im Hühnerstall hat freie Auswahl.

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Erst stand er unter Verdacht, dann saß er lange.

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Wenn du Neues verkündest, ist es selten Gutes.

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Früher saß man in der Tinte, heute steht man vor dem Drucker.

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Wer über den Tellerrand schaut, blickt neugierig auf’s Dessert.

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An Quoten entscheidet sich vieles in der Gesellschaft.

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Der Teufel steckt im Detail und keiner weiß, in welchem.

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Die innere Stimme benötigt keine Hilfe von einer Souffleuse.

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Der Aberglauben besitzt mehr Leben als zehn Katzen.

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Schweigen ist Gold, verschweigen ein Verbrechen!

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Glück und Erfolg lässt sich leider nicht vererben.

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Lieber von Wahrheit verhaftet, als von Polizisten abgeführt.

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Die Sonne geht auf – kein Grund für C., um aufzustehen.

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Alles zu seiner Zeit – das werde ich nicht mehr erleben.

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Klartext ist eine höchst selten gesprochene Sprache.

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In Abwandlung wird jedes Unmögliche möglich.

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Aktuell beginnt ein Wald dort, wo der Kahlschlag endet.

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Gar nichts tun zu wollen, widerspricht dem Menschsein in Gänze.

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Auf dem goldenen Mittelweg heben sich beide Extreme auf.

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Nicht immer trägt die nackte Wahrheit weibliche Attribute.

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Der Stein der Weisen ist vermutlich nicht von dieser Welt.

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Die Zeit ist schnelllebig und Zeiten können hart sein.

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Vom Kredit ist es nur ein kleiner Schritt zum Bankrott.

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Die Zeit fließt ruhig dahin, sie kennt weder Stau noch Knoten.

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Neue Erkenntnisse heben den Irrtum auf eine höhere Ebene.

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Einer, der in die Luft geht, beabsichtigt nicht, dort zu wandern.

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Ein Vorbild taugt nur zum Idol in seinem Fache.

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In vieler Leute Geldbörse existiert die Finanzkrise weiter.

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Das „Autsch!“ bestätigt phonetisch ein Ausgleiten.

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Nicht jede Sackgasse verfügt über einen Wendehammer.

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Weise Menschen wachsen nicht auf Bestellung nach.

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Marktanteile lassen sich nicht homogen ausnivellieren.

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In den Büchern steht das Wissen von und für Generationen.

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Lesen ohne dazuzulernen ist ein tragischer Zeitvertreib.

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Billige Ausreden agieren unter der Discount-Gürtellinie.

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