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Gebete an ungewöhnlichen Orten. Für ungewöhnliche Bitten, Danksagungen und zu außergewöhnlichen Situationen. Eben ÜBERALL dort, wo man beten kann. Sie sind oft sehr persönlich. Deshalb auch für Jedermann zu lesen, denn beten kann man an jeden Ort und für Jeden und Alles. Sicher finden auch Sie die richtigen Worte für sich. Übrigens sehr gut für Atheisten oder Zweifler geeignet.
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Seitenzahl: 179
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Den ungewöhnlichen Orten und Situationen gewidmet
Copyright
Pwk
Abend
Abendgebet
Abenteuer Leben
Absurd
All
Alleine
Alles
Amen Gebet für Schulanfänger
Anders eben
Augen
Außerirdisch
Beethovens Gebet
Bildhauer
Bitte einer Hausfrau
Demut erschaffen
Der dicke Kopf
Der Große
Die Gnade des Alters
Die Sonne lacht
Dienstagsgebet
Donnerstagsgebet
Dunkelheit
Du sollst Dir kein Bildnis machen
Ein Einfach-nur-so-Gebet
Eine Frage an Dich, Gott
Eine Frage habe ich da
Eine weitere Frage habe ich da
Ein Lachen ist verloschen
Einmal Danke
Ein tolles Pfund
E Kölsch Gebedd mit Übersetzung
Ende
Endlos
Entscheidung für das erste Gebot
Entscheidung treffen
Entwicklung
Et Gebedd (auf Kölsch)
Erinnerung
Fallschirme
Fehler
Fehler hinterlassen
Feinde
Fluchtkinder
Freier Lauf
Freitagsgebet
Friedensgott
Freude
Frühlingserwachen
Füße
Gebet an der Bahnschranke – genau….
Gebet am letzten Arbeitstag
Gebet als Reue
Gebet aus einem Slum – irgendwo auf der Welt
Gebet einer alten Frau
Gebet einer Gärtnerin
Gebet einer kranken Mutter
Gebet einer Mutter
Gebet einer Mutter für ihr krankes Kind
Gebet einer Reinigungskraft
Gebet eines alten, sterbenden Königs
Gebt eines Arztes
Gebet eines Atheisten
Gebet eines Bauern
Gebet eines Burn-out-Leidenden
Gebet eines Chorleiters
Gebet eines Dozenten
Gebet eines Ehemanns
Gebet eines Einschlafenden
Gebet eines Forschers
Gebet eines Gefangenen
Gebet eines Genesenen
Gebet eines Hinterbliebenen
Gebet eines Hundertjährigen
Gebet eines Hundes - eines kleinen Hundes
Gebet eines kleinen Jungen
Gebet eines Lehrers
Gebet eines Politikers
Gebet eines Prüflings
Gebet eines Reisenden
Gebet eines Schlaflosen
Gebet eines schlichten Menschen
Gebet eines Schwerkranken
Gebet eines Soldaten
Gebet eines Studenten
Gebet eines Torwächters
Gebet eines Verliebten
Gebet eines Vertreters
Gebet für ein Neugeborenes
Gebet für eine alte Frau
Gebet für eine Nachbarin
Gebet für einen lieben Freund
Gebet für vergessene Tote
Gebet eines Vergessenen, Verzweifelten
Gebet für ein Erstgeborenes
Gebet für ein Verkehrsopfer
Gebet für eine Entenfamilie
Gebet für einen Freund
Gebet für meine Füße
Gebet für einen Bruder
Gebet in aller Stille
Gebet in der Ferne
Gebet nach der Entdeckung des weißen Haares
Gebet nach einer Diagnose
Gebet nach einer Krankheit
Gebet um Regen
Gebet um Vergebung
Gebet und Frage eines Kindes
Gebet während eines Gewitters
Gebet vor einer Hochzeit
Gebet zum Abendmahl
Gebet zum Berufsanfang
Gebet zum Mittagessen
Gebet zum Totensonntag
Gebet zum Urlaubsbeginn
Gedankenflug
Gedankenspiele
Gegeben – nicht um zu nehmen
Gesündigt
Gewicht
Gewittergebet
Gewohnheitssache
Gib mir Zeit
Glücksmomente
Gnadenbitte
Gott und der See
Guten Morgen
Hallo Gott
Herbstdank
Herr, Du bist groß
Herr, ich bin satt
Herr ich danke Dir
Ich bin eben so
Ich verstehe Dich nicht, oh Herr
Illusionen
Im Himmel
Kopfschmerzgebet
Kraft
Lachgebet
Lebenstage
Letzte Worte
Liebesgott
Männergebet
Malade
Mittagsgebet
Mittendrin
Mittwochsgebet
Montagsgebet
Morgen
Morgengebet
Morgengedanken einer Bäckereifachverkäuferin
Mutterglück
Nebelschwaden
Ohne Eile
Paradies auf Erden
Pausengebet für eine Kassiererin
Profan
Proportionen
Rasiergebet
Reformen
Regeln
Regengebet
Rotkehlchen
Schmerzgebet
Schönheit
Schwer / leicht
Sehen, hören, sprechen
So kurz, so lang
Sonne
Sonnenstrahlen
So schwer
Staugebet
Steine
Suchen
Taufgebet
Traumgebet
Überall
Über mir
Umwege
Un…
Unerreichbar
Vergessen
Vogelfrei
Vogelhäuschen
Wahrheit sagen
Walderdbeeren
Was für ein Tag
Werde ich alt?
Wettergebet
Wie gerne …
Wie schön
Wie schön 2
Wie soll das enden?
Wolkenspiel
Wunder
Wunderbar
Zeitanfrage
Zufrieden
Zukunft
Zukunftsgedanken
Zweifel
Zwei Wünsche
Herr, ich habe meine Augen offen und sehe trotzdem nichts.
Wieso sehe ich das Elend nicht, welches um mich herum ist?
Warum sehe ich nicht den Menschen, der mir mit seinen Blicken sagt, dass er allein ist?
Weshalb sehe ich nicht mehr die Schönheiten, die Du in der Natur für uns geschaffen hast?
Herr, ich habe die Ohren frei und höre trotzdem nichts.
Wieso höre ich die Schreie der Hilflosen nicht, welche um mich herum sind?
Warum höre ich nicht den Menschen, der mir mit stummen Schreien sagt, dass er mich braucht?
Weshalb höre ich nicht mehr die wunderbaren Klänge der Natur, die Du für uns geschaffen hast?
Herr, ich öffne meinen Mund und sage trotzdem nichts.
Wieso fallen mir keine tröstenden Worte ein, für Traurige, welche um mich herum sind?
Warum sage ich dem Menschen nichts, der mir mit großen Augen und offenen Ohren sagt, dass er mich braucht?
Weshalb sage ich nicht die richtigen Worte, welche die Seele berühren, mit der Du uns zum Menschen gemacht hast?
Herr, gib mir die Augen wieder, die ich brauche, gib mir bitte die Ohren wieder, damit ich höre und gib mir die richtigen Worte, damit ich andere helfen kann.
Dafür danke ich Dir schon jetzt.
Amen
Lieber Gott, Broody, mein Teddybär, ist krank. Ich fühle es, dass er Bauchschmerzen hat. Er kann mir das zwar nicht sagen, aber ich fühle es. Er brummt so komisch.
Kannst Du ihn wieder gesundmachen?
Ach ja, ich habe noch eine Bitte an Dich. Kannst Du nicht machen, dass mein Daddy mir ein Fahrrad kaufen kann. Alle Kinder in meiner Klasse haben ein Fahrrad, nur ich nicht. Mum meint, es wäre zu gefährlich. Dabei stimmt das nicht. Erwachsene sind aber so.
Lieber Gott, ich wollte Dir aber auch danken. Danken dafür, dass wir so eine liebe Lehrerin haben. Die ist wirklich toll.
Und danke lieber Gott, dass ich neulich die Rechenaufgaben verstanden habe. Mein Freund Joe meint, das sei nicht so normal. Ihm falle das schwer, aber mir nicht. Kannst Du ihm vielleicht beim nächsten Mal helfen? Joe ist in Ordnung und er will seiner Mutter eine Freude machen. Die hat doch so viele Probleme, weil Joe keinen Vater mehr hat. Beschütze seinen Vater im Himmel. Joe meint, sein Dad wäre jetzt ein neuer Stern am Himmel, aber ich weiß, dass er bei Dir ist. Das hat mir mein Dad erklärt und der weiß das.
Lieber Gott, ich muss jetzt aufhören zu beten. Morgen haben wir ein Fußballspiel und da muss ich fit sein. Ich habe auch nichts dagegen, wenn wir gewinnen.
Lieber Gott, beschütze Mum, Daddy und die anderen und vergiss nicht Broody mit seinen Bauchschmerzen.
Ich habe Dich lieb, ganz toll lieb, lieber Gott.
Amen
Dein Joseph
Herr, wie oft lesen wir von Herrschern und Herrscherinnen, dass sie die „Großen“ waren. Warum nur? Weil sie Kriege führten? Weil sie Menschen ins Elend stürzten? Weil sie unübersehliche Mengen von Toten hinterließen? Weil sie Länder eroberten – aus welchen Gründen auch immer?
Herr und Gott, Vater und Bruder, Freund und Tröster, warum sprechen wir nicht von „Großen“ weil jemand einem hungrigen Menschen ein Stück Brot gab, weil ein junger Mensch einem alten Menschen Hilfe gab, weil sich Familienmitglieder für Kranke, Alte und Hilflose aufopferten?
Herr, Du bist groß – dank Deiner Güte, Deinem Vergeben, Deines Verzeihens, Deiner Gnade.
Ich hoffe, nein ich weiß, dass Du die unbekannten „Großen“ eher zu Deiner Rechten sitzen lässt, als die historischen Großen.
Dafür danke ich Dir.
Amen
Herr im Himmel und auf Erden,
Du gabst uns Ohren, um zu hören.
Du gabst uns einen Mund, um zu sprechen.
Du gabst uns Augen, um zu sehen.
Du gabst uns ein Gehirn, um all das zu verarbeiten
und Du gabst uns ein Herz, um richtig zu handeln.
Doch wir nutzen all diese großartigen Fähigkeiten nicht.
Aufseher unserer Seelen,
höre bitte die Schreie der Unterdrückten, gleich ob in der Ukraine, in Nordkorea oder in Zentralafrika.
Gib ihnen bitte bald die Freiheit, die sie sich wünschen.
Großer Schöpfer,
Du hast uns geschaffen nach Deinem Bild.
Doch wir verstehen nicht, warum es so schreckliche Schmerzen,
Depressionen oder Burn out gibt.
Hole bitte die Menschen mit diesen Leiden bitte wieder an das Licht der Sonne,
die Du auch geschaffen hast.
Lass Sie wieder am Glück des Lebens teilhaben,
welches auch Teil Deiner Schöpfung ist.
Amen
Herr, Du schickst wieder Deine Boten zu uns.
Für mich sind Sonnenstrahlen Boten Gottes,
denn sie machen die Menschen fröhlich,
wecken die Herzen wieder auf
und gib der Natur wieder Kraft.
Dank der Sonne dank ihr blüht und keimt es wieder.
Dank der Sonne, denn ist es hell.
Für mich sind diese Strahlen Deine Boten.
Danke dafür Herr des Lichtes und der Gnade.
Lebendiger Gott,
gib uns Menschen wieder die Fähigkeit zu hören,
anderen zuzuhören,
Dich zu hören, in jedem Ton, gleich ob es der stumme Schrei eines Nachbarn ist,
der Hilfe braucht.
Gib uns wieder die Fähigkeit zu sehen,
andere wieder zu sehen,
Dich zu sehen, in jedem Blick, auch der, welcher flehentlich in den Augen der Anderen ist,
die unsere Hilfe brauchen.
Gib uns wieder Platz in unseren Herzen und Seelen,
für unsere Nächsten, für Dich und letztlich auch für uns selbst.
Großer Erschaffer, lass uns wieder das werden, was Du eigentlich aus uns machen wolltest, als Du uns geschaffen hast.
Zeige uns den rechten Weg in die Zukunft,
zeige uns, wie schön die Welt sein kann.
Gib uns die richtigen Gedanken und blockiere die falschen Wege.
Vollkommener Gott, Festung unseres Glaubens,
in aller Stille schicken wir Dir all das, was unsere Seelen berührt, belastet oder zu Dir schreit.
Bitte erhöre jeden von uns.
Amen
Gott.
Der Abend senkt sich nieder,
ich denke immer wieder:
wie schön der Tag doch war.
Ich hatte Zeit zum Träumen,
Gedanken aufzuräumen,
jetzt seh’ ich wieder klar.
Ich hatte Zeit zum Denken,
die Wege wieder lenken.
was vorher wirre war.
Jetzt leg’ ich froh mich nieder,
ich denke immer wieder:
wie gut der Tag doch war.
Amen
Herr, Du bist groß,
größer als wir es uns vorstellen können.
Die Wärme, die wir von Dir erspüren, kann durch die Sonne nicht erreicht werden.
Die Tränen, die Du wegen unserer Fehltritte vergossen hast, könnten Meere auf allen Sternen im unendlichen All entstehen lassen.
Dein Liebe ist größer als das All und das was wir dahinter noch an Irgendetwas vermuten.
Deine Stärke ist größer als jeder Sturm.
Herr, Du hast uns ein Herz gegeben, damit wir es für andere öffnen.
Herr, Du hast uns einen Geist gegeben, damit wir andere verstehen.
Herr, Du hast uns geschaffen, damit wir mit der Welt, die Du geschaffen hast
pfleglich umgehen.
Lass uns spüren, wie wir das anstellen können,
lass uns sehen, was wir gerne übersehen,
lass uns hören, wie der Nachbar um Hilfe ruft.
Lass uns ein wenig von Deiner Wärme weitergeben,
lass uns Deine Tränen trocknen,
lass uns Deine Liebe weitergeben –
denn Du hast uns zu Deinem Ebenbild geschaffen,
wenn auch zum ganz, ganz kleinen Ebenbild.
Amen
Lieber Gott, ich weiß, ich bin nur ein kleines Rotkehlchen,
aber ich wollte auch einmal zu Dir beten.
Weißt Du noch, wie das damals bei der Schöpfung war.
Ich war so feige, als wir uns anstellen sollten, als Du uns Vögeln die Farben gabst. Deshalb stand ich ganz hinten. Hinter mir war nur noch der Spatz.
Und als wir an der Reihe waren, hattest Du keine Farbe mehr.
Generationen lang haben wir uns ja nicht beklagt,
wir waren ja sogar noch kleiner als diese Spatzen.
Aber dann war da die Sache mit der Kreuzigung.
Wie elend der Mann war,
dem man diese Dornenkrone auf das Haupt gedrückt hatte.
Da ist einer von uns hingeflogen und hat einen Dorn aus der Stirn gezogen.
Und dabei ist damals ein Tropfen Blut auf unsere Brust getropft.
Seit dieser Zeit haben wir diese rote Brust.
Weißt Du, lieber Gott, dafür wollte ich Dir einmal danken.
Alle Menschen freuen uns, wenn sie uns sehen.
Dabei haben wir doch nur Mitleid gehabt und geholfen so gut wir konnten.
Lieber Gott, wenn sich noch einmal eine Gelegenheit ergibt,
dann hilf auch den Spatzen, damit sie nicht so traurig aussehen.
Und schütze uns vor Raubtieren, auch wenn Du die ebenfalls geschaffen hast.
Mit einem fröhlichen Pips danke ich Dir im Namen aller Rotkehlchen.
Amen.
Herr, Du hast uns Augen gegeben, um zu sehen.
Wir sollten eigentlich mehr staunen, was es alles zu sehen gibt.
Doch wir sehen sehr oft lieber daran vorbei.
Sicher ist es schöner blühende Blumen zu sehen.
Doch auch mancher alte Mensch ist eine Blume,
eine Blume, die alle Schönheit in die letzte Phase ihres Lebens gibt.
Sicher ist es schöner Regenbögen zu sehen.
Doch wir sehen die Tränen oft nicht,
Tränen, die oft heimlich geweint werden in Phasen der Einsamkeit.
Sicher ist es schöneres Glück zu sehen.
Doch wir sehen die Not oft nicht,
Not, die sich verzweifelt in Nischen verdrückt in Phasen der Angst.
Herr, Du hast uns Augen gegeben, um zu sehen.
Hilf uns bitte diese Augen auch zu öffnen,
denn wenn wir Tränen, Not und Angst auch sehen und helfen können,
dann sind Blumen, Regenbögen und Glück noch wunderbarer.
Herr, öffne unsere Augen für die ganze Welt,
die Du geschaffen hast.
Amen
Herr, Schöpfer der Erde und der Lüfte,
wie oft stelle ich mir vor, ich wäre ein Vogel.
Ich würde so gerne einmal fliegen,
Die Welt aus der Höhe der Luft sehen,
den Blumen nahekommen.
Welche Möglichkeiten hätte ich dann?
Ich würde wie ein Adler majestätisch in den Lüften kreisen?
Nein, da wäre ich ziemlich einsam,
ich bin lieber mit anderen zusammen.
Dann vielleicht eine Ente oder ein Erpel auf einem See,
die Nebelschwaden und Sonnenuntergänge genießend.
Manchmal wäre es auch sicher schön, die Farben zu genießen, die Du den Vögeln gegeben hast. Dem Eisvogel, dem Goldfasan oder dem Pfau.
Lieber Gott, Deiner Phantasie hast Du freien Lauf gelassen.
Du gabst der Elster einen Glanz, dem Raben die Intelligenz, der Taube das Gurren; der Fliegenschnäpper ist schnell, der Hahn ist der Herr im Haus und der Kranich ist stolz.
Aber vielleicht bin ich ja auch schon so ein Vogel?
Vielleicht denken ja einige Menschen: Was für ein komischer Vogel ist das denn?
Wackelt da entlang wie ein Ganter, diese männliche Gans. Stolz wie ein Kronenkranich, geschwätzig wie ein Papagei und hoffentlich so weise wie eine Eule.
Herr im Himmel, lass mich doch lieber Mensch bleiben. Dann kann ich mir das alles vorstellen. Ich kann mir ausmalen, wie es als Vogel wäre. Und wenn ich fliegen will, dann kann ich das auch. Im Geist, mit einem Fallschirm oder im Flugzeug.
Danke und Amen.
Schöpfer des Himmels und der Erde, Herr, Bruder und Freund, mein Gott.
Wir Menschen sind uns nicht genug, wir suchen fremdes, vielleicht ähnliches Leben in der Ferne. Dabei haben wir unsere Welt noch nicht einmal richtig erforscht. Noch weniger uns selbst.
Anfangs haben wir nur in die Sterne geschaut, dann mit Teleskopen und jetzt ist es hoch entwickelte Technik wie Raketen, Laser und Spiegel, mit denen wir hoffen Signale auffangen zu können, die Außerirdische aussenden.
Sind wir wirklich so neugierig? Und wenn ja warum?
Könnten wir diese Signale überhaupt entschlüsseln? Wenn wir sogar vom Menschen geschaffene Signale noch nicht verstanden haben? Herr, warum sind wir so?
Erhoffen wir uns das Besondere? Etwas Übermenschliches, etwas Übergöttliches?
Du schickst uns doch Signale, die wir ohne interstellare Technik empfangen können. Doch wir empfangen sie nicht oder nur schwach. Wollen sie vielleicht gar nicht empfangen.
Versteher unserer Sorgen, lass die Anzahl der Menschen, die Dich verstehen, größer werden. Öffne unsere Empfänger wieder. Unsere Augen, unsere Ohren, unsere Herzen und unsere Seelen. Diese sehr irdischen Organe, die jeder von uns hat.
Vater und Bruder, Mutter und Schwester Gott, wir haben Dich in den Himmel gesetzt. Gott im Himmel, aufgefahren in den Himmel, sitzend zur Rechten Gottes, Fingerzeig bei Michelangelo. Lass uns wiedererkennen, dass Du bei uns bist. Nicht nur bei uns, sondern auch in uns. Du bist nicht fern im Himmel, im All, hinter dem All. Oder haben wir Dich dorthin verbannt, damit Du uns nicht zu nahe bist.
Freund Gott, ich spüre Dich immer wieder. Mitunter zart und schwach. Meist leitend, mitunter strafend. Aber jedes Mal weiß ich, Du bist bei mir, ich bin Dein, Du bist mein.
Und dafür danke ich Dir mein Lenker meiner Seele.
Amen.
Herr meiner Seele und meiner Gedanken, heute hatte ich wieder einmal Zeit meine Gedanken fliegen zu lassen.
Meiner Seele freien Lauf zu lassen, einfach grenzenlos zu sein.
Ich weiß nicht mehr, was ich alles gedacht habe, aber es war schön,
entspannend und tat gut.
Dafür mein Gott möchte ich Dir danken.
Amen
Herr, gib mir Zeit,
ich meine nicht ein langes Leben.
Ich meine nur kurze Augenblicke, Momente, stille sein. Wie oft möchte ich länger über etwas nachdenken, doch der nächste Augenblick fordert meine ganze Aufmerksamkeit.
Wie oft möchte ich Momente festhalten, doch die nächsten Momente überblenden den vorherigen.
Wie oft möchte ich Stille genießen, vor einer Blume, unter den Sternen, bei schweifenden Blicken.
Doch die Kakofonie der Umwelt schreit mich an.
Herr gib mit bitte hin und wieder Zeit,
Augenblick, Momente, Stille.
Denn dann weiß ich, dass Du in meiner Nähe bist.
Amen
Lieber Gott,
Vogelhäuschen sind zu klein für uns Menschen,
aber sie sind wunderschön für Vögel.
Gib uns die Stärke zu erkennen,
was zu uns passt.
Lass uns erkennen, wo wir hingehören,
wer wir sind und was wir seien sollen.
Lieber Gott,
wir danken Dir, dass es Vogelhäuschen gibt
und Rotkehlchen oder Kleiber, die darin wohnen.
Auch Sie sind großartig,
vielleicht mehr als wir.
Amen
Herr des Himmels und der Erde,
wie gerne lebe ich stundenweise in Traumwelten,
wenn ich meinen Gedanken freien Lauf lassen kann,
wenn ich Blütenträume aufsauge,
deren Düfte versuche zu speichern.
Wie gerne schaue ich dem Spiel der Wolken zu,
die mir Bilder zeigen, mich lächeln lassen,
mit Kondensstreifen von Flugzeugen moderne Kunst malen, die kein Maler hinbekommt.
Wie gerne lausche ich den Tönen der Natur,
wenn sich Wind, Vögel und Tiere sich in Sinfonien üben, eigentlich immer den richtigen Ton treffen, es nie zu einer Kakofonie kommt.
Wie gerne lebe ich auf dieser Welt, in meinem Umfeld, auch durch mich geprägt, mit allem was mich inspiriert diese Zeilen zu schreiben, die mir sonst nicht einfielen.
Danke, lieber Gott.
Amen
Lieber Gott, Schöpfer aller Hunde und – leider auch Katzen.
Heute muss ich mal zu Dir beten und leicht knurren, denn ich bin verärgert.
Böse will ich es nicht nennen, denn böse ist ein Charakterzug und nicht ein Zustand. Also ich bin verärgert über Dich. Seit Jahren mache ich mir Gedanken, ob ich als Hund überhaupt zu Dir beten kann, doch dann habe ich mir gesagt: Warum denn eigentlich nicht?
Darf ich meine Liste abarbeiten? Sonst vergesse ich noch was.
Also, wieso heiße ich eigentlich Herkules, wo ich doch ein Rehpinscher bin?
Wie ist mein Frauchen nur auf diesen Namen gekommen?
Du hast den Menschen doch einen Geist gegeben, oder hast Du mein Frauchen dabei übersehen? Ich zweifle manchmal an ihrem Geist.
Wieso gibt es Katzen? Diese grauenvollen Monster, die nichts anderes im Sinn haben, als Rehpinscher zu jagen, kratzen und anzufauchen. Dabei reißen sie immer das Maul so weit auf, dass sie mich verschlingen könnten.
Und warum haben sie Krallen? Habe ich, ein Hund, Krallen? Nein!
Wieso gibt es Süßigkeiten, von denen die Menschen glauben, dass wir sie mögen?
Ich bekomme immer wieder Zahnschmerzen, Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall davon? Auch kann ich dieses: „Na schau mal, was ich Leckeres da für Dich habe!“, nicht mehr hören. Ein kleines Stück Hühnerfleisch wäre mir lieber.
Auch diese französische Gänseleberpastete ist so ekelhaft. Doch Frauchen versteht das nicht. Sie meint es sicher gut, aber es ist zu fett, zu sehr gewürzt und zu teuer. Ich bin ein Hund. Ein Tier der Wildnis, mit Reiß- und Mahl- und Schneidezähnen, die Du mir gegeben hast.
Warum müssen einen so viele Leute knuddeln und dann mit parfümiertem Gesicht abküssen? Dieser Duft ist widerlich. Ich rieche gerne deftigere Dinge. Wenn ein Bauer gedüngt hat, mit Gülle, dann ist das ein Festival für mich. Doch Frauchen geht da schnell vorbei.
Lieber Gott, ich will mich aber auch bedanken. Bedanken für die Mäntelchen, die mir Frauchen im Winter anzieht, wenn die bei Nässe nur nicht so schwer werden. Und danken dafür, dass ich noch kein Rheuma habe, wie Schnuffelchen, die Rehpinscherin von Frau Zerbes, die wir manchmal treffen. Ich hatte schon mal gerne was mit ihr angefangen. Mit Schnuffelchen natürlich, nicht mit der Frau Zerbes. Doch wenn ich will, dann darf sie, aus irgendeinem Grund auch immer, nicht und wenn sie will, dann kann ich nicht, weil die Menschen es nicht merken und die Leine kurzhalten oder mich auf den Arm nehmen. Ist schon ein Hundeleben.