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Seitenzahl: 191
Veröffentlichungsjahr: 2025
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© eBook: 2025 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Postfach 860366, 81630 München
© Printausgabe: 2025 GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, Postfach 860366, 81630 München
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Autoren: Veronika Wengert
Redaktion: Belinda Potucek, Susanne Kronester-Ritter
Lektorat: Mareike Weber
Bildredaktion: Petra Ender
Covergestaltung: Eva Stadler, München; Independent Medien Design, Horst Moser, München
Kartografie: Kunth Verlag GmbH & Co. KG, München, Huber Kartographie GmbH, www.kartographie.de
eBook-Herstellung: Teresa Klocker
ISBN 978-3-98645-170-7
1. Auflage 2025
GuU 8-170 04_2025_02
Bildnachweis
Coverabbildung: Shutterstock (mislaw)
Fotos: Alamy; Miha Krofel – AWL Images: Alan Copson Klappe1 – Bildagentur Huber: Cogoli Franco – Bureau Turistička Zajednica Grada: Fotolia: greenpapillon; rob_st; LianeM; xbrchx – gemeinfrei – Getty Images: Gonzalo Azumendi; Maremagnum; Ken Welsh – Hotel Stancija Menegeti: Huber Images: Manfred Bortoli; Arcangelo Piai; Morandi Bruno; Günter Gräfenhain; Susanne Kremer; Franco Cogoli Imago: Arcaid Images; Chromorange; sepp spiegl; Pixsell – imago stock&people: Interfoto – Jahreszeiten Verlag: Arthur F. Selbach – laif: Frank Heuer; Günter Standl; Martin/Le Figaro Magazine; Thomas Linkel – look-foto – Lookphotos: Wilfried Feder – mauritius images: Udo Siebig; P. Widmann; Jevgenija/Alamy; imageBROKER; Bratislav Stefanovic/Alamy; CuboImages; World Pictures/Photoshot; Alamy; Cultura/ Brigitte Sporrer; Paul Glendell/Alamy Stock Photos; United Archives – Mediteraneo Bar – picture alliance: Moritz Vennem; Dumont Bildar; Arco Images G – Seasons Agency: Jalag/Markus Bassler; Jalag/Michael Schinharl – Shutterstock.com: U. Gernhoefer; Prangnirin Boonprakob; Ziga Cetrtic; Maurese; OPIS Zagreb; Igor Karasi; ZM_Photo; floc; xbrchx; Kayo; Aleksandar Todorovic; Villiam.M; sanzios; IP.W; Zick Svift; FooTToo; iascic; Valery Bareta; mpaniti – stock.adobe.com: Comofoto; twoandonebuilding; mmphoto – Veronika Wengert – www.visitRijeka.hr
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ADAC Top Tipps
Das müssen Sie gesehen haben! Die zehn Top Tipps bringen Sie zu den absoluten Highlights.
ADAC Empfehlungen
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Diese zehn Highlights müssen Sie gesehen haben!
Übersichtskarte Istrien|Übersichtskarte Kvarner-Bucht
Eufrazijeva bazilika, Poreč
| Kirche |
Prachtbau im byzantinischen Stil aus dem 6. Jh.: Die mit hervorragend erhaltenen Mosaiken verzierte Basilika steht auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes und ist einer der architektonischen Höhepunkte Istriens. >
Rovinj
| Stadtbild |
Wie ein buntes Wasserschloss wirkt die auf einer Halbinsel gelegene venezianische Bilderbuchstadt: Rovinj ist nicht nur eines der meistbesuchten Städtchen Istriens, sondern präsentiert sich auch wunderbar romantisch. >
Amfiteatar, Pula
| Antikes Theater |
Die 2000 Jahre alte römische Arena gehört zu den am besten erhaltenen der Antike und ist das womöglich bedeutendste Bauwerk des Landes – und ist perfekte Konzertkulisse. >
Kap Kamenjak
| Landschaft |
Bei einem Drink im Schilf des wildromantischen Naturschutzgebiets auf der südöstlich von Pula gelegenen Premantura-Halbinsel werden Aussteigerträume wahr. >
Motovun
| Festungsstadt |
Ein istrisches Burgstädtchen par excellence: Motovun besticht mit der wohl am besten erhaltenen Stadtmauer der Halbinsel und thront hoch oben, auf einem 300 m hohen Hügel. Die Aussicht auf die umliegenden Wälder und Weinberge ist einfach spektakulär. >
Lungomare, Opatija
| Uferpromenade |
Die Promenade führt von Lovran nach Volosko über 12 km entlang der Adria. Im Schatten nostalgischer Gründerzeitvillen und Grand Hotels wie dem Hotel Kvarner flanierte vor mehr als 100 Jahren schon der Habsburger Adel. Da kommt Nostalgie auf! >
Rijeka
| Großstadt |
Kreativer Zeitgeist hat die Hafenmetropole erfasst: Mehreren vergessenen Industrie- und Militärobjekten wurde neuer Glanz eingehaucht. >
Lubenice, Cres
| Bergdorf |
Hoch auf einem Felsen 378 m über der Westküste thronendes Bergdörfchen, zu dessen Füßen – steil bergab – ein Traumstrand in unwirklichem Weiß leuchtet und jeden Schritt des Abstiegs wert ist. >
Altstadt von Rab
| Stadtbild |
Der auf einer schmalen Landzunge gelegene Altstadtrücken erinnert mit seinem mittelalterlichen Mauerring und seinen vier Glockentürmen manch einen an ein stolzes Segelschiff, das ins Meer sticht. >
Nationalpark Plitwitzer Seen
| Landschaft |
Türkis, smaragdgrün, azurblau – Kroatiens berühmtester Nationalpark sorgt im Sommer für Erfrischung und lockt mit atemberaubend schimmernden Wasserfällen und ausgedehnten Seelandschaften. >
Unterwegs gut beraten: Hier lohnt sich ein Besuch.
Übersichtskarte Istrien|Übersichtskarte Kvarner-Bucht
Istriens Küste: vom Nordwesten bis zum Osten
Jama Baredine, Nova Vas
| Tropfsteinhöhle |>
Monte, Rovinj
| Restaurant |>
Brijuni-Inseln
| Nationalpark |>
MEMO, Pula
| Museum |>
Augustov hram (Forum), Pula
| Antiker Tempel |>
Aquarium, Pula
| Unterwasserwelt |>
Das Landesinnere Istriens
Grožnjan
| Künstlerdorf |>
Aura, Buzet
| Brennerei |>
Hum
| Bergstädtchen |>
Restaurant Zigante, Livade
| Restaurant |>
Kaštel, Pazin
| Burg |>
Sveta Marija na Škriljinah, Beram
| Kirchenfresken |>
Narodni muzej, Labin
| Museum |>
Die Riviera von Opatija und die Stadt Rijeka
Naturpark Učka
| Naturpark |>
Peek & Poke Computermuseum, Rijeka
| Museum |>
Kaštel Trsat, Rijeka
| Festung |>
Na kantunu, Rijeka
| Restaurant |>
Die Inseln der Kvarner-Bucht
Vrbnik, Krk
| Bergdorf |>
Košljun, Krk
| Klosterinsel |>
Muzej Apoksiomena, Mali Lošinj
| Museum |>
Die Bergwelt und der Osten der Kvarner-Bucht
Nationalpark Risnjak
| Landschaft |>
Kanjon Kamačnik
| Schlucht |>
Planinarski dom Petehovac
| Berghütte |>
Oči Vinodola
| Mountainbike-Route |>
Nationalpark Nördlicher Velebit
| Landschaft |>
Vormittag
Buntes Obst und frischer Fisch – was für ein belebender Anblick am frühen Morgen! Tun Sie es den Einheimischen in Istriens größter Stadt Pula doch gleich und starten Sie mit einem Rundgang durch die Stadtmarkthalle aus der K.u.k.-Zeit.
Danach ist Zeit für einen Espresso auf dem Forum , dem Hauptplatz von Pula. Vielleicht mit einem Gebäck, denn üppig fällt das Frühstück in Kroatien nicht aus. Auf dem Weg dorthin vermitteln der antike Triumphbogen der Sergier und das Bodenmosaik der Dirke eine Ahnung vom reichen römischen Erbe der Stadt. Auf dem Forumsplatz mit seinem säulengetragenen Augustustempel und seinen Cafés ist immer was los.
Anschließend lockt ein Bummel durch Boutiquen und Souvenirgeschäften entlang der Kandlerova ulica. Dort gibt es Restaurants, Imbisse und Pizzerien für einen Mittagssnack.
Nachmittag
Frisch gestärkt geht es auf zur Hauptattraktion von Pula, dem antiken und imposanten Amphitheater , das die Einheimischen nur »Arena« nennen. Lust auf ein modernes kleines Museum? In der Nähe gibt es das MEMO , das jugoslawische Alltagsgegenstände nett präsentiert. Oder das Haus des istrischen Olivenöls , ein Museum mit Shop und Verkostung. Abkühlung spendet ein Bummel durch die Zerostrasse: Die Tunnelgänge aus K.u.k.-Zeiten verlaufen unterhalb des Kastellhügels quer durch die Innenstadt. Am anderen Ende der Zerostrasse führt ein antikes Tor mit Doppelbogen, Porta Gemina, in eine Parkanlage mit dem Kleinen römischen Theater.
Abend
Lust auf Fisch und Meeresfrüchte? Für ein stilvoll-gehobenes Abendessen bietet sich das Traditionsrestaurant Milan (Seite 43) im Stadtteil Stoja an, gleich gegenüber des Alten K.u.k.-Marinefriedhofs .
Noch mal in die Innenstadt zurück, empfiehlt sich der Hafen: Ein schöner Ausklang des Tages sind die »Leuchtenden Giganten«, wie die bunt angestrahlten Kräne der Uljanik-Werft genannt werden. Von der Uferstraße Riva sieht man sie bei Sonnenuntergang farbenfroh blitzen.
1 Freiluftkunst im Wald
Ein roter Baumstumpf, ein buntes Herz aus Stein, grüne Felsblöcke als Elfenthron: Unter freiem Himmel gibt es auf dem 6,5 km langen Land Art Trail im Naturpark Učka (Seite 75) viele Kunstwerke zu entdecken. Die Skulpturen hat der Künstler Boris Pecigoš geformt und mit Ökofarben bemalt. Alles ist bewusst in die Natur integriert: Sonne, Wind und Regen lassen die Werke mit der Zeit verwittern.
■ Land Art Trail Stražica Sapaćica, Eingang unweit des Besucherzentrums Poklon an der Landstraße 5047, www.pp-ucka.hr
2 Durch Olivenhaine radeln
Auf der Landzunge Lanterna an der Westküste schlängelt sich der 15 km lange »Olivenweg« an silbergrau schimmernden, knorrigen Olivenbäumen vorbei. Der Rundweg startet in Vabriga, macht einen Abstecher zur Bucht Uvala Lunga und zum kleinen Hafen Santa Marina. Über das ursprüngliche Dorf Tar geht es wieder zurück.
■ www.istria-bike.com, Suchbegriff: 121 Olivenweg; Fahrradverleih u.a. in Poreč oder am Campingplatz Lanterna Premium Camping Resort
3 Rabs grüne Seite erwandern
Baden, buddeln und Sandburgen bauen: Die Sandstrände von Lopar sind im Sommer bei Familien sehr beliebt. Die Halbinsel im Nordwesten von Rab hat aber noch eine andere, erstaunlich grüne und fast unberührte Seite: Diese lässt sich auf dem neu angelegten, 10 km langen Wanderweg »Epario« auch mit Kindern prima entdecken. Entlang der zerklüfteten Küste geht es zu archäologischen Ausgrabungen, quer durch den Geopark Lopar gelangt man zum Paradiesstrand (Rajska plaža). Eine spezielle App zeigt den Weg.
■rabarchaeologicaltraces.com/staza-epario
Venezianische Kulisse, malerische Bergstädtchen und zerklüftete Inselbuchten – hier findet jeder seinen Lieblingsort
Das naturbelassene Kap Kamenjak bildet die südliche Spitze der Halbinsel Istrien
»Das Meer, von den Gebirgen zu einem colossalen Hafen eingedämmt, glänzt, nach Süden offen, weit hinaus; das Auge weidet sich an der Mannichfaltigkeit der Buchten und Klippen.«
Theodor Billroth »Ein Reisebrief«, in »Neue Freie Presse« (Wien), 1885
Wo glasklares Wasser an Felsen schlägt, Wälder bis in Buchten reichen und die Sonne vom blauen Himmel lacht, lädt alles zu heiteren Badeferien ein. Schon die Römer schätzten die Küsten Istriens als Urlaubsziel. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. entdeckte dann der habsburgische Hochadel die Liburnische Riviera rund um Opatija mit ihrem milden Winterklima für sich.
Die Fresken der Crkva Sv. Duha in Bale stammen aus dem 15. Jh. (links) – Zahlreiche Holzstege führen durch den Nationalpark Plitwitzer Seen (rechts)
Badeküsten mit Kultur
Über rund 450 km Küste verfügt allein die istrische Halbinsel, rechnet man die Ufer des Kvarner-Archipels hinzu, verdoppelt sich diese Zahl. Weiße Kies- und glatt geschliffene Felsbuchten, vereinzelt auch Sandstrände, wechseln sich ab mit pittoresken Stadtbildern und großartigen Sehenswürdigkeiten wie dem antiken Amphitheater von Pula, in dem man wunderbare Konzerte und Filmnächte erleben kann. Malerisch venezianisch muten Städtchen wie Rovinj oder Poreč an, hübsch drapiert auf meerumspülten Felsen und gesegnet mit Kunstschätzen wie der byzantinischen Euphrasius-Basilika – einer Mosaik-Bilderbibel aus Millionen farbigen Steinchen. Belle-Époque-Charme mit verspielter Villenarchitektur bezaubert an der Riviera von Opatija, besonders schön zu sehen bei einem Spaziergang auf dem rund 12 km langen Uferboulevard Lungomare zwischen Lovran und Volosko.
Die urbane Hafenmetropole Rijeka am Scheitel der Kvarner-Bucht, Europäische Kulturhauptstadt 2020, wird oft unterschätzt: Dabei ist sie eine ganz große Bühne zum Shoppen auf der Flaniermeile Korzo, mit wunderbarem Burg- und Pilgerberg Trsat und mehreren, auch ungewöhnlichen, Museen, die einen langen Regentag angenehm verkürzen.
Berglandschaften mit Genuss
Im Landesinneren Istriens schlagen die Herzen von Wanderern, Mountainbikern und Kletterfreunden höher. Der lang gestreckte Höhenzug des Učka-Gebirges begeistert mit imposanten Canyons und Panoramablicken.
Weiter westlich im Mirna-Tal thronen auf Hügelkuppen über trüffelreichen Eichenwäldern und Weinbergen mittelalterliche Festungsstädte wie Motovun, Buzet oder das Künstlerdorf Grožnjan. Winzige Orte wie Roč und Hum entzücken mit buckligen Gässchen und altslawischen Kulturschätzen.
In dieser ländlichen Abgeschiedenheit genießen Feinschmecker in rustikalen Konobas den luftgetrockneten Karstschinken »pršut« und hochkarätige schwarze oder weiße Trüffeln, die über hausgemachte Fuži-Nudeln gehobelt werden. Auch Liebhaber eines guten Tropfens kommen nicht zu kurz.
Die Altstadt von Rab liegt exponiert auf einem Felsrücken, der ins Meer hinausragt
Inselwelt mit Müßiggang
Einen ganz eigenen Reiz besitzen die Inseln der Kvarner-Bucht, deren höchste Gipfel und Kämme dekorativ aus dem Meer ragen. Von Trockenmauern, silbrig-glitzernden Olivenhainen oder dunklen Pinienwäldern überzogen, hat jede ihr eigenes Gesicht.
In den Ferienzentren an der Westküste und im Süden von Krk, rund um die Sandstrandparadiese bei Lopar auf Rab und in den Städtchen auf Lošinj geht es im Sommer turbulent zu, doch in der Nebensaison findet hier jeder seinen Badeplatz. Auf dem kargen Cres erwartet einen ohnehin ein wenig mehr Ruhe als auf den anderen Inseln.
Natur zwischen Karst und Kaskaden
Spektakulär, mit einem schroff bis zu 1758 m Höhe aufragenden Gebirgsmassiv, präsentiert sich an der Ostküste der Kvarner-Bucht der Karstriese Velebit, ein National- und Naturpark, der einst als Winnetou-Filmlandschaft diente.
Die beeindruckendste Naturschönheit sind jedoch die Plitwitzer Seen, der bekannteste und meistbesuchte Nationalpark Kroatiens. Leuchtend grüne, gestaffelte Seen und und bis zu 78 m in die Tiefe stürzende Wasserfälle mit Sinterkaskaden in einer dschungelartigen Waldlandschaft ziehen jeden Besucher in ihren Bann. Dritter im Bunde ist der Nationalpark Risnjak in der Berglandschaft Gorski kotar mit dem Fluss Kupa, den Rafting-Fans lieben.
Komfort mit Freizeitspaß
Eine vielfältige touristische Infrastruktur mit großen Hotelanlagen, kleinen Pensionen, freundlichen Vermietern von Privatzimmern, grünen Campingplätzen und luxuriösen Landhäusern oder Agroturismus-Gehöften im Hinterland bietet für jeden Geschmack und jede Urlaubskasse etwas. Zumeist sind es Badeurlauber, die ungetrübtes Schwimmvergnügen mit glasklarem Wasser genießen. Sportlich Aktive gleiten mit Surf- und Wakeboard über die Wellen, entdecken mit Schnorchel oder Sauerstoffflasche bunte Unterwasserwelten, darunter auch Schiffswracks, oder lichten die Segel. E-Bikes, Mountainbikes oder Wanderschuhe kommen überall prima zum Einsatz. Entspannte Beschaulichkeit bieten Restaurantterrassen mit Hafenflair und schmucke Cafés auf mediterranen Plätzen. Die Mischung macht’s – und für Abwechslung ist gesorgt!
Größte Stadt Rijeka (109.000 Einw.)
Sprachen Amtssprache ist Kroatisch (Lateinschrift), in Istrien und Rijeka ist auch Italienisch gebräuchlich (vielerorts gibt es zweisprachige Ortstafeln).
Währung Euro
Staatsform Parlamentarische Republik
Fläche ca. 3500 km² (nur Istrien)
Einwohner 195.000 (Istrien), 305.000 (Kvarner/Gespanschaft Primorje-Gorski kotar)
Tourismus über 18 Mio. Besucher im Jahr 2024 (ganz Kroatien)
Religion überwiegend katholisch
Oft gehörte Redewendung »Nema problema« (dt. kein Problem) – auch wenn gerade alles aus dem Ruder läuft.
Darin sind die Kroaten Weltmeister Fußball (größter Erfolg: Vize-Weltmeister 2018)
Istriens Superlative Die längste Krawatte der Welt (808 m) wurde 2003 um das Amphitheater von Pula geknotet. Kroatien gilt als Heimat der Krawatte.
Darauf sind die Kroaten stolz Auf ihr Fußball-Nationalteam und das »klarste Meer der Welt«
Das römische Amphitheater in Pula, mit dessen Bau noch unter Augustus begonnen wurde, ist das Wahrzeichen der Stadt. Heute dient es als stilvoller Ort für Konzerte und Festivals.
Innerhalb weniger Stunden in eines der saubersten Meere Europas springen, antike Bauwerke bewundern, den Tag bei einem Glas Wein in einem Bergdorf ausklingen lassen oder in einer quirligen Hafenstadt Cocktails trinken: Istrien ist nicht wirklich groß, mit dem angrenzenden Kvarner-Golf an Vielfalt aber kaum zu überbieten. Die landschaftlich, kulinarisch und sprachlich facettenreiche Region hat sich ihre mediterrane Gemütlichkeit bewahrt, blickt aber zugleich selbstbewusst in die Zukunft – dank zahlreicher kreativer, junger Talente in Gastronomie, Kultur und Landwirtschaft.
Geschichte zum Anfassen
Die Nahtstelle zwischen West- und Osteuropa war seit jeher ein Sehnsuchtsort verschiedener Mächte. Über Spuren von Römern, Venezianern und Habsburgern stolpert man praktisch an jeder Straßenecke. Das erste kroatische Königreich entstand bereits im 10. Jh.
Monkodonja Seite 34
Ruinen einer Bergsiedlung aus der Bronzezeit
Römisches Amphitheater in Pula Seite 37
Einst Arena für Gladiatoren, heute Konzertlocation
Seebad Opatija Seite 77
Donaumonarchie-Noblesse mit mediterranem Flair
Krk (Stadt) Seite 89
Mittelalterliche Festung der Fürsten Frankopan
Die spannendsten Museen
Junge, international vernetzte Kulturschaffende bringen mit Witz und Einfallsreichtum frischen Wind in die Region. Mit bisweilen spektakulärem Ergebnis, wie im Fall des Apoxyomenos-Museums auf der Insel Lošinj: Dieses setzt raffiniert die Bronzestatue eines gleichnamigen antiken Athleten in Szene, die aus örtlichen Gewässern gefischt wurde – eine archäologische Sensation.
Museum Olei Histriae in Pula Seite 40
Geschichte der Olive mit Verkostungsmöglichkeit
Peek & Poke-Computermuseum Seite 82
Private Sammlung alter Computer in Rijeka
Apoxyomenos-Museum in Mali Lošinj Seite 96
Modernes Zuhause für einen griechischen Athleten
Aufregende Autorouten
Der Weg ist das Ziel in Istrien und der Kvarner-Bucht, wenn sich die Straße durch Olivenhaine oder an der zerklüfteten Küste entlangschlängelt. Romantische Dörfer, Aussichtsterrassen und Verkaufsstände örtlicher Selbstvermarkter laden vielerorts zum Verweilen ein.
Poklon-Bergpass Seite 75
Vom Učka-Massiv aus die Insel Cres bestaunen
Gorski kotar: von Delnice bis Rijeka Seite 110
Durch Bergland windet sich die Landstraße ans Meer
Oči Vinodola Seite 115
Alte Frankopanen-Türme und Aussichtspunkte erleben
Atemberaubende Natur
Entlang der Adriaküste bieten Karstformationen, die teils bis zum Meer hinabfallen, ein faszinierendes Naturschauspiel. Nicht weit davon entfernt bezaubern im Landesinneren die Wasserfälle der Plitwitzer Seen.
Naturschutzgebiet Kap Kamenjak Seite 46
Malerische Buchten mit einzigartiger Flora
Naturpark Učka Seite 75
Wandern im Hinterland mit Schluchten und Meerblick
Nationalpark Nördlicher Velebit Seite 117
Kroatiens erhabenstes Gebirge und Biosphärenreservat
Nationalpark Plitwitzer Seen Seite 118
Smaragdgrüne Winnetou-Filmkulisse
Die schönsten Strände
Kristallklar und türkisblau dank günstiger Strömungsverhältnisse sowie in Ermangelung von Industrie und großer Flüsse: Ein Spalier an blauen Flaggen attestiert der östlichen Adria beste Wasserqualität. Der Preis für Sichtweiten von bis zu 50 m Tiefe? Sandstrände sind in dieser Region selten, aber nicht ganz ausgeschlossen.
Bijeca in Medulin Seite 45
1000 m langer, familienfreundlicher Sandstrand
Sveti Ivan bei Lubenice auf Cres Seite 93
Verlassene Bilderbuchbucht nahe einer blauen Grotte
Kalifront-Halbinsel auf Rab Seite 102
Versteckte Badebuchten am Rand eines Eichenwalds
Einkaufen wie die Einheimischen
Beim morgendlichen Einkauf auf der »tržnica«, »placa« oder »pijaca« sind der Plausch und die Tasse Kaffee mindestens genauso wichtig wie die Auswahl von frischem Obst, Gemüse oder Fisch aus der Region. In vielen Familien ist der Einkauf insbesondere am Wochenende Männersache, dann sind die Väter mit ihren Kindern unterwegs.
Lebensmittelmarkt in Pula Seite 42
Käse, Öl und Gemüse in einer eleganten Konstruktion
Fischmarkt in Rijeka Seite 80
Bummeln durch drei Jugendstilmarkthallen
Hausgemachtes in Cres (Stadt) Seite 95
Honig und Likör in einer alten Loggia
Kulinarische Höhepunkte
Feinstes Olivenöl, Wein, Pilze und Trüffeln sind nur ein Teil der Spezialitäten, die man in Istrien traditionell mit einer Portion Gastfreundschaft serviert bekommt. Feinschmecker pilgern in die Gegend, um regionale Köstlichkeiten in einem der vielen Slow-Food-Restaurants zu genießen.
Weingut Kozlović in Momjan Seite 52
Professionelle Degustation im Weinberg
Trüffelessen bei Zigante in Livade Seite 61
Restaurant des Branchenstars Giancarlo Zigante
»Kuća Rabske torte« in Rab Seite 103
Traditionellen Mandel-Maraschino-Kuchen kosten
Die schönsten Orte
Postkartenschöne Städtchen und Dörfer laden zum entspannten Flanieren und Bummeln ein. Ein Kirchturm kommt an der kroatischen Küste selten allein: Nebenan findet sich in der Regel ein solides Café.
Altstadt von Rovinj Seite 30
Romantisches, venezianisch anmutendes Städtchen
Motovun Seite 60
Mittelalterliche Festungsstadt im Hinterland
Vrbnik auf Krk Seite 89
Auf Felsen thronender Ort mit Blick aufs Meer
Veli Lošinj auf Lošinj Seite 96
Inselschönheit mit Bilderbuchhafen
Bezaubernde Bootsausflüge
Ob mit einem Fischer- oder Taxiboot oder der Charterjacht: Manche Küstenziele lassen sich am besten vom Meer aus entdecken. Lassen Sie den Alltag hinter sich und lassen Sie sich den Wind um die Nase wehen!
Limski-Kanal Seite 29
11 km langer, fjordähnlicher Meeresarm
Premantura bei Medulin Seite 46
Buchtenreiche Halbinsel mit Naturpark Kap Kamenjak
Eiland Košljun auf Krk Seite 90
Idyllisches Kloster- und Museumsinselchen
Insel Susak vor Lošinj Seite 98
Die einzige Sandinsel mit entsprechenden Stränden
Bars für den Sonnenuntergang
Von der istrischen Gelassenheit lässt man sich am besten im Abendrot mit Blick aufs Meer oder die Weinberge anstecken. Als Sundowner bieten sich neben Aperol Spritz z.B. ein San-Servolo-Bier, ein Glas Teran-Rotwein oder der Kult-Softdrink »Pašareta« an. »Živjeli« heißt »Prost«!
Mediterraneo Bar in Rovinj Seite 32
Bunte Holzmöbel auf Uferklippen
Safari Bar am Kap Kamenjak Seite 46
Hinter Schilf versteckt den Sommer genießen
Café Vintage auf Trsat Seite 83
Im Burghof-Café liegt dem Gast Rijeka zu Füßen
Bar Banova vila auf Rab Seite 103
Chillige Strandbar mit Blick auf die Türme der Altstadt
Prächtige Gotteshäuser
Von der oströmischen Schatzkammer bis zur stillen Abtei: Die Kirchen und Klöster in der traditionell als katholisches Bollwerk geltenden Region faszinieren noch heute und beeindrucken nicht selten mit gut erhaltenen Fresken.
Euphrasius-Basilika in Poreč Seite 24
UNESCO-Weltkulturerbe mit byzantinischen Mosaiken
Kirche Sveta Marija na Škriljinah Seite 63
Friedhofskirche mit Totentanzfresken in Beram
Wallfahrtskirche Gospe Trsatske Seite 83
Kroatiens ältester Marienwallfahrtsort in Rijeka-Trsat
Von den Ferienhochburgen Umag, Novigrad, Poreč und Rovinj bis zur Kulturhochburg Pula und nach Rabac an der Ostküste Istriens
Klares Adriawasser, idyllische Badebuchten und auf Landzungen gebettete Hafenstädte, die an die lange Herrschaft der Republik Venedig erinnern, machen den Reiz der Küste Istriens aus. Badefans, Wassersportler, Kulturliebhaber und Feinschmecker kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten.
Die Küstenstädte Umag, Novigrad, Rovinj und Poreč verzaubern Besucher mit ihrem malerischen Charme und einer ausgezeichneten Infrastruktur sowie vielen Sportmöglichkeiten – nicht nur auf dem Wasser. In Istriens größter Metropole Pula pulsiert das Leben, seit in der Antike die Römer eines der größten Amphitheater des Mittelmeers errichteten. Ganz im Süden kann man sich in der wildromantischen Felslandschaft des Kaps Kamenjak verlieren. Die Ostküste mit dem Badeort Rabac gehört nur im Südosten zur Gespanschaft Istrien und geht nach Norden in die Kvarner-Bucht über.
In diesem Kapitel:
Umag Seite 18
Novigrad Seite 20
Poreč Seite 22
Vrsar Seite 27
Limski-Kanal Seite 29
Rovinj Seite 30
Fažana Seite 34
Pula Seite 36
Medulin Seite 45
Kap Kamenjak Seite 46
Rabac Seite 47
Übernachten Seite 48
ADAC Top Tipps: