Die Apostelgeschichte 1-12 - Burkhard Meißner - E-Book

Die Apostelgeschichte 1-12 E-Book

Burkhard Meißner

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Beschreibung

In der Apostelgeschichte erfahren wir, wie es mit den Aposteln weitergeht, nachdem Jesus in die unsichtbare Welt zu seinem Vater zurückgekehrt ist. Wir lernen die ersten Gemeinden kennen und sehen mit welchen Herausforderungen die Christen ganz am Anfang zu kämpfen haben. Wir erkennen, wie Gott durch seinen Geist handelt, Menschen mutig macht, Wunder wirkt, Türen öffnet und deutlich führt. Von all dem können wir eine Menge für uns heute lernen.

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Seitenzahl: 95

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Burkhard Meißner

Die Apostelgeschichte 1–12

anschaulich, verständlich, lebensnah

www.bibellesebund.net

Impressum

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Speicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Sollte diese Publikation Links auf Webseiten Dritter enthalten, so übernehmen wir für deren Inhalte keine Haftung, da wir uns diese nicht zu eigen machen, sondern lediglich auf deren Stand zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung verweisen.

© 2022 Bibellesebund Verlag, Marienheide

© 2024 der E-Book-Ausgabe

Lockenfeld 2

51709 Marienheide

[email protected]

Autor: Burkhard Meißner

Titelfoto: © Corinna Richter-Reichhelm/sc Fotografie - adobe.stock.com

Titelgestaltung: Luba Ertel

Layout des E-Books: Inge Neuhaus

Printausgabe: ISBN 978-3-95568-467-9

E-Book: ISBN 978-3-95568-542-3

www.bibellesebund.net

Hinweise des Verlags:

Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des Textes und der Bilder kommen.

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Inhalt

Titel

Impressum

Liebe Leserin, lieber Leser

Einführung in die Apostelgeschichte

Die 40 Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt

Der Auftrag (Apostelgeschichte 1,1-8)

Die Rückkehr (Apostelgeschichte 1,9-14)

Himmelfahrt – was bedeutet das?

Der Heilige Geist in der Apostelgeschichte

Die Wahl (Apostelgeschichte 1,15-26)

Der Heilige Geist kommt (Apostelgeschichte 2,1-13)

Alles vorhergesagt (Apostelgeschichte 2,14-36)

Christ werden, Christ bleiben (Apostelgeschichte 2,37-47)

Luftsprünge zur Ehre Gottes (Apostelgeschichte 3,1-11)

Der Anknüpfungspunkt (Apostelgeschichte 3,12-26)

Nur ein Weg zu Gott (Apostelgeschichte 4,1-22)

Beten, bis die Erde bebt (Apostelgeschichte 4,23-31)

Großzügigkeit (Apostelgeschichte 4,32-37)

Heuchelei (Apostelgeschichte 5,1-11)

Zeichen und Wunder (Apostelgeschichte 5,12-16)

Gott vor Staat (Apostelgeschichte 5,17-33)

Nicht aufzuhalten (Apostelgeschichte 5,34-42)

Vom Umgang mit Konflikten (Apostelgeschichte 6,1-7)

Falsch Zeugnis (Apostelgeschichte 6,8-15)

Gott ist nicht ortsgebunden (Apostelgeschichte 7,1-53)

Der erste christliche Märtyrer (Apostelgeschichte 7,54–8,3)

Licht trifft auf Finsternis (Apostelgeschichte 8,4-13)

Ausnahmesituation (Apostelgeschichte 8,14-25)

Ein Minister wird Christ (Apostelgeschichte 8,26-40)

Dramatische Kehrtwende (Apostelgeschichte 9,1-19a)

Mitarbeit in der Gemeinde (Apostelgeschichte 9,19b-31)

Was Jesus Christus kann (Apostelgeschichte 9,32-43)

Perfektes Timing (Apostelgeschichte 10,1-16)

Sagen, was Gott aufträgt (Apostelgeschichte 10,17-33)

Der Durchbruch (Apostelgeschichte 10,34-48)

Willkommen in Gottes Familie! (Apostelgeschichte 11,1-18)

Christliche Verbundenheit (Apostelgeschichte 11,19-30)

Ungleichbehandlung (Apostelgeschichte 12,1-17)

Überheblichkeit mit Todesfolge (Apostelgeschichte 12,18-25)

Liebe Leserin, lieber Leser,

in der Apostelgeschichte erfahren wir etwas über Ereignisse, die die Welt veränderten. Ohne diese einmalige historische Quelle würden wir wohl über die rund 30 Jahre nach der Himmelfahrt von Jesus mehr oder weniger im Dunkeln tappen. Dank Lukas, dem Verfasser dieses „Kirchengeschichtsbuchs“, können wir nacherleben, wie aus einem winzigen Senfkorn langsam ein Baum wird und der Sauerteig beginnt, das Mehl zu durchsäuern (vgl. Matthäus 13,31-33) – wie also aus einer kleinen Jüngerschar eine christliche Bewegung wird, die die Landes- und Volksgrenzen sprengt.

Wir können viel lernen von den ersten Christen. Wir sehen, wie sie mit Konflikten, unterschiedlichen Auffassungen und Herausforderungen umgehen; wie sie ihre Mitmenschen mit Jesus bekannt machen und wie sie unter Druck standhaft an Jesus festhalten; wie sie (geistliche) Gemeinschaft pflegen und sich gegenseitig helfen. Und wir sehen, wie Gott durch seinen Geist handelt, Menschen mutig macht, Wunder wirkt, Türen öffnet, führt. Fehlerlos waren die ersten Christen ganz gewiss nicht. Doch auch davon können wir lernen. Und nicht alles, was uns in der Apostelgeschichte berichtet wird, sollen wir für uns heute genau so übernehmen. Manches wird einfach nur beschrieben, nicht vorgeschrieben.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie durch die Lektüre erfrischt und gestärkt werden – und umsetzen, was für Sie dran ist. Gott segne Sie.

Burkhard Meißner

Einführung in die Apostelgeschichte

Wie könnte das Buch noch heißen?

Im Deutschen hat sich die Bezeichnung „Apostelgeschichte“ durchgesetzt, weil die 28 Kapitel dieses Buches in besonderer Weise von den Aposteln handeln – besonders von Petrus und Paulus. Doch genauso gut könnte man es „Geschichte des Reiches Gottes“ nennen, weil es beschreibt, wie sich Gottes Herrschaft in der Welt ausbreitet. Auch der Name „Die Taten des Heiligen Geistes durch die Apostel“ wäre passend, weil er die Kraft für alles ist, von dem wir in der Apostelgeschichte lesen. Am Anfang der Gemeinde steht ja er, den Jesus seinen Aposteln so ankündigte: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“ (Kapitel 1,8). Ohne diesen Geist Gottes hätte es keine Taten der Apostel gegeben!

Wer hat’s geschrieben?

Alles deutet auf Lukas hin, der mit diesem Buch sein Evangelium fortsetzt. Beide Bände seines Gesamtwerks hat er zunächst für einen gewissen Theophilus geschrieben, einen offenbar angesehenen Mann, von dem wir nichts weiter wissen. Beide Bände zusammen machen mehr als ein Viertel des Neuen Testaments aus. In meiner Ausgabe der Lutherbibel 2017 zählen sie 79 von 296 Seiten.

Lukas, offenbar kein Jude, ist Arzt (Kolosser 4,14) und ein treuer und sehr geschätzter Mitarbeiter von Paulus (Philemon 24 und 2. Timotheus 4,11). Einiges, von dem er schreibt, hat er selbst miterlebt. Das zeigen die sogenannten Wir-Berichte ab Kapitel 16. Anderes hat er wie in seinem Evangelium gründlich und zuverlässig recherchiert. A. N. Sherwin-White, Dozent für alte Geschichte an der Universität von Oxford, kommt bei seinen Untersuchungen zu dem Schluss: „Die Historizität der Apostelgeschichte ist überwältigend gut belegt …“

Worum geht’s?

Die Apostelgeschichte ist die Brücke, die die Evangelien mit den Briefen verbindet. In den Evangelien erfahren wir, wie Jesus den Weg zu Gott frei macht. Wie dieses Evangelium, diese Gute Nachricht, dann verbreitet wird und daraufhin Gemeinden entstehen, das erfahren wir in der Apostelgeschichte. Und die Briefe zeigen uns, was die Apostel diesen Gemeinden ans Herz legen.

Die Schlüssel-Aussage lautet: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“ (Kapitel 1,8). Die Apostelgeschichte berichtet, wie sich das Reich Gottes in konzentrischen Kreisen ausgebreitet hat: von Jerusalem ausgehend (Kapitel 1–7) nach Judäa und Samarien (Kapitel 8–12) und bis an das Ende der Erde (Kapitel 13–28).

Die Apostelgeschichte besteht aus zwei großen Teilen. Der erste, die Kapitel 1–12 (geprägt von Petrus), berichtet über die Ereignisse ungefähr der Jahre 30 bis 44 nach Christus Der zweite, die Kapitel 13–28 (geprägt von Paulus), endet etwa im Jahr 62 nach Christus In diesem E-Book geht es um den ersten Teil der Apostelgeschichte.

Die 40 Tage zwischen Auferstehung und Himmelfahrt

Zwischen der Auferstehung von Jesus und seiner Himmelfahrt liegen 40 Tage, in denen er sich immer wieder seinen Jüngern und Jüngerinnen gezeigt hat (Apostelgeschichte 1,3). Die folgende kurze Übersicht möchte zum eigenen Weiterforschen animieren.

Jesus begegnet Maria Magdalena und Maria, der Mutter von Jakobus und Josef. Sie sollen den Jüngern sagen, dass sie nach Galiläa gehen sollen, wo er sich ihnen zeigen wird (Matthäus 28,1 und 8-10; vgl. Johannes 20,11-18).

Jesus offenbart sich zwei Jüngern, die nach Emmaus unterwegs sind. Ihnen erklärt er, wo überall im Alten Testament von ihm die Rede ist (Lukas 24,13-35).

Jesus zeigt sich den Jüngern in Jerusalem, beweist seine leibliche Auferstehung und öffnet ihnen die Augen für die Prophezeiungen, die sich auf ihn und auf die Ausbreitung des Reiches Gottes beziehen (Lukas 24,36-49).

Jesus lässt sich von seinem Jünger Thomas sehen, der ihn noch nicht gesehen hat (Johannes 20,24-29).

Jesus zeigt sich 500 „Brüdern“ auf einmal (1. Korinther 15,6).

Jesus zeigt sich sieben seiner Jünger am See Genezareth und beschert ihnen einen großen Fischfang. Dann spricht er mit Petrus unter vier Augen und vertraut ihm die Leitung seiner „Herde“ an (Johannes 21,1-23).

In Galiläa gibt Jesus seinen Jüngern auf einem Berg den Auftrag, die Welt zu missionieren. Und er sagt ihnen seine ständige Gegenwart zu (Matthäus 28,16-20).

Der Auftrag

Apostelgeschichte 1,1-8

Erklärungen zum Text

Vers 1-3: Mit dem ersten Bericht bezieht sich Lukas auf sein Evangelium, das er ebenfalls für Theophilus geschrieben hatte (Lukas 1,1-4). Dort hatte er von Erscheinungen des Auferstandenen an zwei Tagen berichtet – an Ostern und Himmelfahrt. Nun ergänzt er, dass sich Jesus von seinen Jüngern insgesamt über einen Zeitraum von vierzig Tagen bei verschiedenen Gelegenheiten sehen ließ.

Vers 4-5: Mit der Verheißung des Vaters meint Jesus prophetische Aussagen wie die in Jesaja 44,3: „Ich will meinen Geist auf deine Kinder gießen.“ Petrus wird in seiner Pfingstpredigt vor allem auf Joel 3,1-2 verweisen. Jesus hatte seine Jünger auf das Kommen des Heiligen Geistes vorbereitet: „Der Vater wird euch in meinem Namen den Beistand senden: den Heiligen Geist“ (Johannes 14,26).

Vers 6-8: Jesus weitet den Blick seiner Apostel. In Zukunft wird es nicht mehr nur um Israel gehen, sondern um die ganze Welt! Als er sie das erste Mal losschickte, tat er das mit den Worten: „Geht nicht zu den Nichtjuden oder in die Städte der Samariter, sondern geht nur zu den Menschen aus dem Volk Israel“ (Matthäus 10,5-6). Jetzt bricht eine neue Zeit an, in der die gute Nachricht vom Heil bis an das Ende der Erde gebracht werden soll (vgl. Jesaja 49,6). Geplant und angekündigt war das längst: „Das Evangelium muss zuvor gepredigt werden unter allen Völkern“ (Markus 13,10). Das Futur Ihr werdet ist eine Aufforderung – wie in: „Weißt du, was du jetzt tun wirst, du wirst dich entschuldigen!“ Der bekanntere Auftrag zur Weltmission steht in Matthäus 28,19-20.

Fragen zum Text

Um welches große Thema ging es jedes Mal, wenn Jesus sich seinen Aposteln als der Lebendige zeigte?

Warum sollen die Apostel erst einmal in Jerusalem bleiben?

Welche Zusage und welchen damit verbundenen Auftrag gibt Jesus den Aposteln?

Übertragung ins Leben

Jesus richtet sich in einer speziellen Situation an ganz bestimmte Menschen. Deshalb können wir das Gesagte nicht einfach ohne Weiteres auf uns beziehen. Nicht jeder von uns soll beispielsweise in Jerusalem, Judäa und Samarien missionieren. Auch können wir keine Augenzeugen der Auferstehung von Jesus sein, dazu hätten wir damals gelebt haben müssen. Was machen wir also mit diesen acht Versen? Nach wie vor möchte Gott die ganze Welt retten (1. Timotheus 2,4). Deshalb sind auch wir gefragt, Jesus zu bezeugen. Davon zu reden, was er getan hat und was das für unser Leben bedeutet.

Wie die Jünger sollten wir direkt vor Ort (Jerusalem) damit beginnen, von Jesus weiterzusagen, bevor wir unsere Kreise weiter ziehen (Judäa, Ende der Welt). Zuerst sind wir unserer Familie das Zeugnis von Jesus schuldig, dann unseren Nachbarn, Freunden und Bekannten. Nicht jeder muss selbst in ferne Länder reisen und missionieren, doch jeder sollte in irgendeiner Form die unterstützen, die das tun.

Gesprächsimpulse

Was kennzeichnet einen Zeugen? Was wird von ihm erwartet und was nicht?

Was bedeutet es für Christen heute ganz praktisch, Zeugen für Jesus zu sein? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

(Wann) Haben Sie schon einmal die „Kraft des Heiligen Geistes“ erlebt?

Die Rückkehr

Apostelgeschichte 1,9-14

Erklärungen zum Text

Vers 9-11: Jesus kehrt endgültig und „offiziell“ zu seinem Vater in die unsichtbare Welt zurück. Er hätte es auch ohne Wolke tun können, doch das langsame Entschwinden nach oben ist ein behutsamerer Abschied von seinen Freunden als ein plötzliches Verschwinden von jetzt auf gleich. Natürlich starren die Apostel dahin, wo Jesus die sichtbare Welt verlassen hat. Schließlich sind sie jetzt auf sich gestellt – jedenfalls bis der „Beistand“, der Heilige Geist, kommen wird. Wie bei der Auferstehung von Jesus (Lukas 24,4) sind zwei Männer in weißen Gewändern