Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Familie! Was vor wenigen Jahrzehnten noch als selbstverständlich galt, ist heute eine bewusste Entscheidung geworden. Die Frage, ob man sich für oder gegen eine Familie entscheidet, ist heute komplexer denn je. Wer sich für die Familiengründung entscheidet, steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen und Entscheidungen, die in früheren Zeiten kaum in diesem Ausmaß existierten.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 239
Veröffentlichungsjahr: 2024
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Dieses Buch ist meinen Eltern, Carmen Gorina und Joan de Molina, gewidmet, denen ich alles verdanke. Sie haben mir von Kindesbeinen an den Sinn für Familie vermittelt. Auch meinen Geschwistern gilt mein Dank, die mir immer trotz der räumlichen Entfernung nahegestanden haben.
Dr. Karl-Maria de Molina, Herausgeber
Das vorliegende Buch erscheint im Rahmen des Projektes
Family Valued (www.FamilyValued.org)
Die Texte hier sind auf Deutsch. Die englische Fassung erscheint im Monat März 2025, die spanische folgt im Monat November 2025.
1 Vorwort
2 Einführung
3 Familie und Gesellschaft
Familie zwischen Wandel und Wertzunahme
Dr. Ana Hoffmeister
Die Renaissance der Familie
Prof. Ulrich Reinhardt
Den Wert der Mutterschaft wiederentdecken
Madeleine Wallin
Die Ehe ist wichtiger denn je
Prof. Brad Wilcox
Die traditionelle Familie ist das Zukunftsmodell
Hermann Binkert
Das vergessene Potenzial der Familie
Susanne Hartfiel
Der Grund für die Familienpolitik
Prof. Matteo Rizzolli
Die Familien entscheiden über den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands / Standortfaktor Familie
Dr. Wido Geis-Thöne
Familie – das Originalkonzept gegen Einsamkeit
Hartmut Steeb
4 Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Die Zukunft der Arbeit: Eine Welt, in der Familie zählt
Birgit Wintermann und Dorothee Kubitza
Beschäftigte – keine Empfänger, sondern aktive Gestalter der Vereinbarkeit
Dagmar Weßler-Poßberg
Unternehmerpaar – Ein unterschätztes Lebens- und Arbeitsmodell
Elke Sieber und Daniel Wensauer-Sieber
kiwifalter – der Hub für zukunftsweisende Vereinbarkeit
Katja Kaltenbach und Stephanie Maus
Partnerschaft, Kids, Karriere – Unser Weg als gleichberechtigtes Unternehmerpaar
Angelika und Hannes Beierlein
Vereinbarkeit von Familie und Beruf – eine Win-Win-Win-Situation
Kiki Radicke
Flexible Jobmodelle für Eltern in Führungsfunktionen
Nadine Quosdorf
5 Paarbeziehung
Damit Partnerschaft gelingt!
Prof. Guy Bodenmann
„Wie die eigene Ehe das Familienverständnis der nächsten Generation formt“
Angela Zeidler-Frész
Die Rolle des Vaters geht über den Versorger hinaus
Belinda Brown
Die Herausforderung: Als Paar leben
Peter Bartning
Unter neuen Vorzeichen – Wie Vatersein heute aussieht
Julia Strobel
Wie Familie funktioniert: Was ihr hilft und was eher nicht
Prof. Raphael Bonelli (Auszug aus einem Vortrag)
6 Kindererziehung
GenZ – Implikationen für die Familie
Susanne Nickel
VERTRAUEN STATT ANGST!Was unsere Kinder stark macht
Viola Patricia Herrmann
Fragen über das Gendern bei Kindern und Heranwachsenden. Was tun?
Claire de Gatellier
Hat die Familie eine Zukunft? Die größten Herausforderungen aktueller Politik für die Familie
Hedwig von Beverfoerde
„Erzählt den Kindern von der Liebe“ – Wie man Kinder vor Ideologien schützt
Leni Kesselstatt
Kindererziehung in einem woken Umfeld
Esther Bockwyt
„Bei drei mache ich den Router aus“ – wie können Digital Natives“ Medienkompetenz erlernen
Pia Brand
Eltern brauchen Kompetenzen für die Kindererziehung
Dr. Karl-Maria de Molina
Einige Anregungen, um Kindern die Schönheit des Lesens zu vermitteln
Luis Daniel González
7 Pflege und Inklusion
Warum gucken die so, Mama?
Anna Mendel
Vereinbarkeit von Pflege und Beruf: Macht es so effektiv und einfach wie möglich!
Julia Kahle
Die neue Vaterrolle: Herausforderungen und Chancen
Heiner Fischer
„Der Platz zu meiner Rechten…bleibt leer“ – wenn ein Angehöriger stirbt und eine Lücke hinterlässt
Sibylle Patriarca
8 Praktische Hinweise für Familien
Wie kann man mit 1,2,3 Kindern glücklich sein?
Rosa Pich
Familienjahre – wie unser Leben mit Kindern gelingt
Prof. Michael Schulte-Markwort
„Optimiert ihr noch oder lebt ihr schon? Gelassen das Zusammenspiel von Familie und Beruf meistern
Felicitas Richter
Der Alltag einer kinderreichen Familie
Caroline und Carlos Aponte
Wertvoll feiern – Von der kulturbildenden Kraft der Gemeinschaft der Familie und Gesellschaft
Janina und Mathias Kürschner
Starke Frauen – starke Familien
Doreen Amlung
Schwiegereltern und -kinder – 6 Tipps für besseres Miteinander
Simone Rüssel
Familie! Was vor wenigen Jahrzehnten noch als selbstverständlich galt, ist heute eine bewusste Entscheidung geworden. Die Frage, ob man sich für oder gegen eine Familie entscheidet, ist heute komplexer denn je. Wer sich für die Familiengründung entscheidet, steht vor einer Vielzahl von Herausforderungen und Entscheidungen, die in früheren Zeiten kaum in diesem Ausmaß existierten.
Als ich selbst Mutter wurde, war ich noch sehr jung. Keine meiner Kommilitoninnen hatte damals Kinder. Mein Mann und ich suchten oft vergeblich nach Vorbildern, die uns auf unserem Weg hätten, Orientierung geben können. Wenn ich heute zurückblicke, fällt mir auf, dass uns niemand gesagt hat, wie wertvoll und erfüllend es ist, sich für eine große Familie zu entscheiden. Niemand hat uns darauf vorbereitet, wie viel Freude und wunderschöne Erfahrungen dieser Weg mit sich bringt. Auch gab es wenig Unterstützung, als wir die vielen Herausforderungen des Familienlebens und der Partnerschaft meisterten. Im Nachhinein kann ich jedoch sagen: Meine sieben Kinder sind mein größter Segen. Oft hatte ich die Sorge, dass sie mich von meiner Karriere abhalten könnten. Doch heute weiß ich: All die Fähigkeiten, die ich in der Erziehung meiner Kinder entwickelt habe — von Stress- und Konfliktmanagement über das Koordinieren verschiedener Aufgaben bis hin zu Teamführung und visionärem Denken — sind unbezahlbar und haben mich sowohl beruflich als auch persönlich bereichert.
Unsere Gesellschaft wird zunehmend von Individualismus geprägt. In der westlichen Welt scheint den Menschen heute eine endlose Vielfalt an Lebenswegen offenzustehen. Doch die Kehrseite dieser Entwicklung begegnet uns täglich: Vereinsamung nimmt zu, der Kontakt zwischen den Generationen schwindet. Ältere Menschen finden sich oft allein in anonymen Pflegeeinrichtungen wieder, die Zahl der Singlehaushalte steigt kontinuierlich, und das Datingverhalten wird durch Social Media immer unverbindlicher.
Dem gegenüber steht das traditionelle Bild der Familie, das zunehmend an Bedeutung verliert. Doch was bedeutet "traditionell" heute überhaupt? Geht es um das klassische Modell von Mutter, Vater und Kind? Oder vielmehr darum, ein starkes Band zwischen den Generationen zu knüpfen? Wie sieht eine moderne Familie heute aus? In einer Gesellschaft, die so sehr auf Individualität setzt, scheint die Familie zu einer komplexen Aufgabe geworden zu sein — eine Aufgabe, die den Balanceakt schaffen muss zwischen der Einzigartigkeit jedes Mitglieds und den gemeinsamen Werten, die das Familienleben trägt.
In den letzten Jahrzehnten ist die Familie so unmodern geworden, dass es eine Renaissance braucht — eine Renaissance, die sowohl Raum für individuelle Entfaltung lässt als auch den hohen Wert einer intakten Familie für Eltern, Kinder und die Gesellschaft insgesamt wieder ins Zentrum rückt. Ohne die Familie, die über Jahrhunderte hinweg die tragende soziale Basis war, wird eine lebenswerte Zukunft kaum vorstellbar sein.
Lasst uns die Familie wieder in den Mittelpunkt rücken! Die folgenden Beiträge beleuchten die Familie aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigen, wie die Zukunft der Familie gestaltet werden könnte. Die Umsetzung liegt bei uns allen!
Prof. Julia Finkeissen
Mehr Info über die Autorin über den QR-Code: www.familyvalued.org/Julia-Finkeissen
Warum haben sich 44 Autoren und Autorinnen mit einem so althergebrachten Thema wie der Familie befasst? Was ist das Neue an diesem Buch? Brauchen wir es überhaupt -darüber hat man bereits viel geschrieben, könnten Sie anmerken!
Bei all den unterschiedlichen Sichtweisen auf die Familie eint alle Autoren des Buches: die Wertschätzung für die Familie. Wir alle wollen eine „Wiederentdeckung der Familie und deren Bedeutung für die Gesellschaft herausstellen “.
Auch wenn die meisten Autoren und Leser aus der DACH-Region kommen, haben wir Beiträge außerhalb dieser Region eingesammelt, um ergänzende Erfahrungen und Sichtweisen einfließen zu lassen. Sie sind damit eine Bereicherung.
Das vorliegende Buch ist Teil des internationalen Projekts „Family Valued“ (www.familyvalued.org). Dieses ist ein Ecosystem aus Buch, Homepage und Social Media, und alle untereinander verlinkt. Daher haben wir Buch gewissermaßen interaktiv gestaltet, und zwar durch die Verlinkung mit Online-Inhalten auf der projekteigenen Homepage: Autorenprofilen, Texten, Videos, Podcasts usw. Die Multimodalität verleiht dem Buch eine Dynamik und verbessert die „Customer Journey“ der Leser. Die Artikel und die Autoren wirken dadurch lebendiger, authentischer. Wegen der Internationalität des Projekts ist das Buch gleichermaßen auf Deutsch und Englisch.
Das Projekt „Family Valued“ will „das Selbstvertrauen der Familien stärken “. Daher lautet unser Claim: „Making Families stronger “. Dies ist aus unserer Sicht deswegen notwendig, weil die Familie von verschiedenen Seiten und Ideologien angegangen wird.
Das Buch ist ein Mosaikbild der Familie, d.h. wir betrachten von ihr verschiedene Aspekte und aus verschiedenen Sichtweisen. Als Erstes besprechen wir deren Bedeutung und Notwendigkeit für die Gesellschaft. Da sich das Buch an berufstätige Familien richtet, muss die Vereinbarkeit von Familie und Beruf dann an zweite Stelle kommen. Und weil die Paarbeziehung das Rückgrat der Familie bildet, wird dieses Thema direkt dahinter platziert. Im Anschluss kommt die Beziehung zu den Kindern und deren Erziehung. Da unsere westliche Gesellschaft zusehends altert, nimmt Pflege einen großen Raum im täglichen Tun der Familie. Auch die Sorge um Kranke und Behinderte ist Teil unseres Lebens. Daher haben wir auch diesem Tätigkeitsfeld ein Kapitel gewidmet. Und zum Schluss möchten wir einige Best Practices von Familien vorstellen.
All diese Themen ließen sich als „Herausforderungen für die Familien “ zusammenfassen. Und so ist der Tenor aller Artikel: Herausforderungen präsentieren und praktikable Maßnahmen aufzeigen. Wir haben es hier, mit einem Ratgeber für Familien zu tun .
Das Buch ist - wie oben erwähnt - nur ein Teil des Familienprojektes „Family Valued“. In der Homepage (www.familyvalued.org) wollen wir in den nächsten 5 Jahren viele Beiträge und aufbauende News präsentieren. Und diese mit den Social-Media- Kanälen der Autoren verlinken, sodass eine aktive und lebendige Community entsteht.
Und nicht zu vergessen, alles kostet Geld. Daher gesellen sich die Spendengeber zur Community der Autoren und Leser. Die Spenden werden von der Stiftung Familienglück (www.Familienglueck.de) eingesammelt. Hier gilt unser Dank an Anna und Markus Heimer für die Aufnahme des Projekts in deren Stiftung.
Das Team „Family Valued“ bedankt sich bei allen Autoren und Autorinnen, die in mühevoller Arbeit ihre Beiträge eingereicht und überarbeitet haben.
Und als Herausgeber gilt mein Dank auch allen im Team, die dieses Projekt möglich gemacht haben, und insbesondere Peter Brittain fürs englische Lektorat und Raúl Sánchez für Anregungen und die Vermittlung von Kontakten zu Autoren.
Ich möchte diese Einführung mit einem Zitat aus dem Buch „Future Family“ von unserer Autorin Ana Hoffmeister abschließen: „Die vielfältigen persönlichen Einblicke sind in diesem Buch eingebettet in die übergeordnete Frage, wie wir in Zukunft Familie, Arbeit und Leben gestalten werden. Wie wir zusammenleben können, wer zu unserem Familienleben dazu gehört, wie sich der Stellenwert von Familie in unserer Gesellschaft verändern kann und was es dazu braucht “.
Dr. Karl-Maria de Molina, Herausgeber
Mehr Info über den Autor über den QR-Code: www.familyvalued.org/Karl-Maria-de-Molina
Dr. Ana Hoffmeister
Beraterin und Buchautorin
Deutschland
Ob „Kitastrophe, Bildungsmisere oder Pflegelawine“: Familien können sich immer weniger auf institutionelle Unterstützungssysteme verlassen. Sie kommen im Alltag zwischen Beruf, Pflege und Privatleben immer mehr an ihre Grenzen und fühlen sich vom Staat im Stich gelassen. Dabei sind Familien für eine zukunftsfähige Gesellschaft unerlässlich. Auf der Suche nach alternativen Unterstützungssystemen und Arbeitsmodellen entstehen neue Lebensentwürfe und das Familienbild wandelt sich.
Für den Großteil der deutschen Bevölkerung ist Familie der wichtigste Wert im Leben – noch vor Beruf, Freunden und Hobbys. Und das nicht nur für Eltern mit minderjährigen Kindern, sondern auch für die junge Generation, die in der Familie eine Quelle des Sinns und der Orientierung sieht.
Familie bildet seit Jahrhunderten den Kern unseres sozialen Lebens und ist seit jeher mehr als nur die Verbindung zwischen Mutter, Vater und Kind. Familie verbindet Generationen zu einer gemeinsamen Geschichte. Sie gibt Einblicke in unsere Vergangenheit und unsere gemeinsame Zukunft. Familie ist der Ort, an dem elementare Fragen über unsere Herkunft, Identität und Zugehörigkeit geprägt und beantwortet werden. Was wir in unseren Familien erleben, ist prägend für alle anderen Beziehungen im Leben – ob im beruflichen Kontext oder im Ehrenamt, ob in unseren Freundschaften, unserer Partnerschaft oder in der Familie, die wir selbst gründen.
„In den nächsten Jahren werden Familien weltweit um 35 Prozent schrumpfen“.
Mit Blick auf die aktuellen Krisen in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und im Klima erleben wir in den letzten Jahren einen tiefgreifenden Vertrauensverlust der Bevölkerung in die politische Handlungsfähigkeit. Im Zuge dieser Entwicklungen gewinnen Familien als stabilisierende Kraft an Gewicht und sind ein wichtiges soziales Sicherungsnetz, das erhebliche zusätzliche Belastungen trägt. Ob Kitanotstand, Bildungsmisere oder unser marodes Pflegesystem: Familien fangen immer mehr auf, was der Staat immer weniger leisten kann, und kommen dabei immer mehr an ihre Grenzen. Die Zahl der an Burn-out erkrankten Eltern steigt auch nach der Pandemie weiter an. Psychische Erkrankungen unter Kindern und Jugendlichen nehmen ebenfalls weiter zu. Die drängende Frage ist damit, ob unsere derzeitigen Familienstrukturen stark genug sind, um auch in Zukunft diesen essenziellen sozialen und emotionalen Halt bieten zu können.
„Dabei prägt die Art, wie wir Familie heute leben, unweigerlich die nachfolgenden Generationen“.
In den nächsten Jahren werden Familien weltweit um 35 Prozent schrumpfen. Wir werden insgesamt weniger Verwandte haben als unsere Vorfahren. Das wird den Druck auf institutionelle Unterstützungssysteme zusätzlich erhöhen. Denn Verwandte – ob Großeltern, Tanten und Onkel – fangen schon heute einen großen Anteil der Kinderbetreuung und privaten Pflege auf, und sind damit eine wichtige Säule in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Unsere Gesellschaft wird älter und damit wächst auch die Altersspanne der Generationen weiter an. Enkel werden voraussichtlich in Zukunft mehr lebende Großeltern haben – doch die Frage wird sein, ob diese fit genug sein werden, sich dann noch um ihre Enkel kümmern zu können. Während Deutschland mit sinkenden Geburtenraten und einer oft als kinderfeindlich wahrgenommenen Politik kämpft, steht die Familie als Konzept auf dem Prüfstand. Das traditionelle Bild der Kernfamilie, bestehend aus Eltern und Kindern, erweitert sich. Neue Familienformen und Lebensgemeinschaften entstehen, die klassische Großfamilienstrukturen ablösen, ergänzen oder nachbilden.
Dabei prägt die Art, wie wir Familie heute leben, unweigerlich die nachfolgenden Generationen. In einer zunehmend individualisierten Welt sind generationsübergreifende Beziehungen von unschätzbarem Wert. Heute leben junge und alte Menschen im Alltag oft räumlich und emotional voneinander getrennt. Das prägt nicht nur unsere individuellen Lebenswege, sondern hat Auswirkungen auf die Berufswelt und Gesellschaft. Fehlen in der Familie generationsübergreifende Beziehungen, sind Generationenkonflikte im beruflichen Kontext und der Gesellschaft vorprogrammiert. Das Miteinander muss daher viel bewusster organisiert und schon früh gefördert werden. Denn das wird in Zukunft ein wichtiger Schlüssel sein, um die Krisen gemeinsam bewältigen zu können.
Vor diesem Hintergrund geht es um keine geringere Frage als die, wie wir als Gesellschaft in Zukunft zusammenleben wollen? Die Antwort darauf ist grundlegend für die Formulierung einer Politik, die die Bedürfnisse von Familien wirklich versteht und unterstützt. Es geht nicht nur um verlässliche staatliche Leistungen, sondern darum, eine Kultur zu prägen, die das Zusammenleben über Generationen hinweg fördert und wertschätzt. Die Frage nach der Zukunft der Familie dreht sich damit nicht nur um ihre Rolle als soziales Sicherungsnetz, sondern auch um die Gestaltung des Zusammenlebens der Generationen. Wie wir als Gesellschaft diese Beziehungen formen, welche Unterstützung wir Familien anbieten und wie wir die Potenziale aller Generationen nutzen, wird nicht nur das Wohlbefinden der Einzelnen beeinflussen, sondern auch darüber entscheiden, wie resilient und lebensfähig unsere Gesellschaft insgesamt sein wird.
Die Zukunft der Familie ist daher nicht nur eine private oder eine politische Frage, sondern eine kulturelle Herausforderung, die uns alle betrifft. Wie wir heute Entscheidungen treffen und welche Prioritäten wir setzen, wird die Art und Weise, wie wir morgen leben, maßgeblich beeinflussen.
Mehr Info über die Autorin über den QR-Code: www.familyvalued.org/Ana-Hoffmeister
Prof. Dr. Ulrich Reinhardt
Future Scientist
Deutschland
Auch wenn für die Bundesbürger die Familie das Wichtigste ist, bleiben Geburtenraten auf einem niedrigen Niveau. In acht von zehn Bereichen ist die Zustimmung zu den Gründen gegen eine Familiengründung heute niedriger als 2014! Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gerade für Frauen, wird als nicht ausreichend angesehen. Dies liegt u.a. daran, dass die Care-Arbeit hauptsächlich als Aufgabe der Frauen angesehen wird. Ein weiterer Faktor ist die Unsicherheit beim Blick auf die Zukunft. Die Prognose fällt doch positiv aus. Die im Zeitvergleich abnehmenden Sorgen in Bezug auf eigene Kinder zeigen deutlich, dass eine aktive Beeinflussung der Geburtenrate durchaus möglich ist.
Familie ist und bleibt das Wichtigste, dieser Aussage stimmt eine große Mehrheit der Bundesbürger zu. Durch die Lockdowns und Einschränkungen während der Corona-Pandemie und die dadurch entstandene Nähe zur Familie fühlen sich immer mehr Deutsche ihrer Familie tatsächlich auch verbundener. Jeder zweite Bürger sagt sogar, dass er den Wert der Familie (wieder-)entdeckt hat. Entgegen der häufigen Einschätzung ist die Familie also kein Auslaufmodell. Im Gegenteil, eine Renaissance der Familie kündigt sich ganz deutlich an – denn gerade in unsicheren Zeiten erweist sich die eigene Familie als verlässlicher Ankerpunkt und als das Wichtigste im Leben vieler Bürger.
„Trotz der Bemühungen von Unternehmen, familienfreundlichere Strukturen zu bieten, bleibt die Vereinbarkeit für viele Eltern eine Herausforderung“.
Aber dennoch ist die Geburtenraten in Deutschland mit 1,46 Kindern pro Frau gering, denn viele Paare entscheiden sich aktuell bewusst gegen eigene Kinder. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von finanziellen Belastungen, über fehlende staatliche Voraussetzungen bis hin zur Angst vor Scheidung und Alleinerziehung. Im 10-Jahresvergleich sinken jedoch die Ängste. In acht von zehn Bereichen ist die Zustimmung zu den Gründen gegen eine Familiengründung heute niedriger als 2014!
Die beiden Hauptgründe, die von den Bundesbürgern gegen die Familiengründung angeführt werden, sind die hohe finanzielle Belastung und die Schwierigkeiten bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Trotz der Bemühungen von Unternehmen, familienfreundlichere Strukturen zu bieten, bleibt die Vereinbarkeit für viele Eltern eine Herausforderung. Gerade für Frauen ist die Umsetzung nach wie vor nicht einfach. Lediglich etwa jeder vierte Bürger erwartet innerhalb der kommenden Jahre ein besseres Zusammenspiel von Job und Familie für Frauen.
Zu dieser recht skeptischen Haltung führen verschiedene Gründe. Einer der Hauptgründe liegt in den immer noch fest verankerten traditionellen Rollenzuschreibungen innerhalb der Gesellschaft, laut denen Care-Arbeit vor allem von Frauen zu leisten ist oder Frauen aufgrund von Geschlechterklischees selbst dazu neigen, sich von bestimmten beruflichen Möglichkeiten auszuschließen, denn Frauen unterbrechen für die Familie deutlich häufiger als Männer ihre Karriere. Dieses liegt u.a. am meist geringeren Einkommen und der damit einhergehenden Sorge vor finanziellen Einbußen bei einer möglichen Auszeit von Männern. Zudem sind Frauen häufiger einer Doppelbelastung ausgesetzt, da sie sowohl berufliche als auch familiäre Verantwortungen tragen sollen, ohne angemessene Unterstützung und Arbeitsbedingungen (z.B. garantierte Betreuungsplätze für Kinder oder flexible Arbeitszeiten) vorzufinden. Als einen weiteren zentralen Grund gegen eigene Kinder nennen die Bundesbürger die allgemeine Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft. Als einziges Statement hat hier die Sorge zugenommen. Fast die Hälfte der Deutschen macht sich mittlerweile Sorgen um die zukünftige gesellschaftliche Entwicklung, sei es in Bezug auf Wirtschaftswachstum, Klimawandel oder Konflikte. Ein Kind in diese Welt zu setzen, erscheint daher für viele Paare unverantwortlich.
Die im Zeitvergleich abnehmenden Sorgen in Bezug auf eigene Kinder zeigen deutlich, dass eine aktive Beeinflussung der Geburtenrate durchaus möglich ist. Durch die passenden Rahmenbedingungen kann potenziellen Eltern Angst und Last genommen werden. In Zukunft wird die Politik weiterhin gefordert sein, diese Rahmenbedingungen für Familien zu verbessern. Die Bundesregierung verweist aktuell auf über 150 verschiedene familienpolitische Leistungen. Davon werden allein für das Kindergeld jährlich rund 48 Milliarden Euro bereitgestellt. Daneben müssen auch Unternehmen zukünftig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besser fördern – sei es durch flexiblere Arbeitszeitmodelle oder eine unterstützende Unternehmenskultur, um so dauerhaft attraktiv für beide Elternteile zu sein. Letztendlich liegt die Entscheidung für eine eigene Familie, aber auch zukünftig weiterhin bei jedem einzelnen Bürger. Und diese erkennen – trotz aller Ängste, Kompromisse und Einschränkungen – insgesamt immer häufiger, wie sehr Kinder zur Steigerung der Lebensqualität und des persönlichen Glücks beitragen können.
Mehr Info über den Autor über den QR-Code: www.familyvalued.org/Ulrich-Reinhardt
Madeleine Wallin
Entrepreneur
FEFAF General Secretary
Permanent Representative UN-NY
Schweden
Mütter sind die wichtigsten Beschützerinnen des Lebens und verdienen daher höchste Anerkennung für diese Aufgabe. Der Wohlstand einer Gesellschaft wird in wirtschaftlichen Kennzahlen, wie z.B. im Bruttoinlandsprodukt, gemessen. Demgegenüber erhält die Fortpflanzung und das, was Leben schafft, wenig bis gar keine Beachtung. Sich um andere Menschen zu kümmern, ist das genaue Gegenteil zur destruktiven Haltung mancher postmodernen Gesellschaften.
Mutter zu werden, ist eine transformative Erfahrung, die vor und nach der Geburt stattfindet. Dieser Transformation sollte mehr Raum und die ihrer gebührenden Rolle eingeräumt werden. Man geht von einem unabhängigen, freien Individuum zu einem Leben über, das aus zwei Personen besteht. Zunächst während der Schwangerschaft, wenn der eigene Körper das Zuhause des Kindes ist, und dann als primäre Bezugsperson, wenn die Bedürfnisse eines anderen Menschen an erster Stelle stehen. Es ist eine Herausforderung, die manche Frauen mit großer Selbstverständlichkeit annehmen, während andere sich, möglicherweise aufgrund früherer Erfahrungen, überfordert fühlen. Die "Transformation" von der Frau zur Mutter ist eine Zeit, in der Frauen Unterstützung brauchen und Anerkennung verdienen.
Mütter schenken neues Leben. Nicht alle Frauen werden Mütter, einige, weil sie es nicht können und andere, weil sie es nicht wollen. Das fruchtbare Alter einer Frau beginnt normalerweise zwischen dem 13. und 18. Lebensjahr und dauert ungefähr bis zum Alter von 50 Jahren. Die Verschiebung des Kinderwunsches kann Schwierigkeiten verursachen, da die Frau zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr am fruchtbarsten ist. Ab 35 Jahren sinkt die Fruchtbarkeit schnell ab, bis zur Menopause, wenn die Fähigkeit zur Empfängnis endgültig schwindet. Die biologische Uhr der Frau sollte ein klarerer Leitfaden für Frauen selbst und für die Gesellschaft sein.
Es sollte eine Zeit im Leben der Frauen geben, die geschützt und reserviert ist, damit Frauen Kinder bekommen können, ohne unnötigen Stress zu erleben. Die Fähigkeit, neues Leben zu schaffen, ist für die Menschheit entscheidend. Dass ein menschliches Wesen in einem Frauenkörper geformt wird und lebt, ist erstaunlich – eine Schöpfungsgeschichte, so faszinierend, dass es schwerfällt, etwas Größeres zu finden. Warum werden die Fortpflanzung und die Kinderbetreuung dann weiterhin nicht als das höchste Gut der gesamten Menschheit angesehen?
Fürsorge für andere ist das Gegenteil von Zerstörung. Diese entsteht in Form von Kriegen und Umweltverschmutzung infolge der konkurrierenden Wirtschaften der einzelnen Länder bzw. Regionen. Und trotz der negativen Folgen zählt die Wirtschaft mehr als die Fürsorgearbeit der Mütter für ihre Kinder und Familien.
Es gilt als ungeschriebenes Gesetz, dass wirtschaftlicher Wert nur durch Erbringung von bezahlten Leistungen entsteht. Daher wird die Pflege der eigenen Kinder nicht in den Statistiken der Wirtschaft erfasst. Nur wenn eine dritte Person das Kind betreut und dafür Geld von der leiblichen Mutter erhält, gilt diese Pflege-Arbeit als Dienstleistung und ist relevant für die wirtschaftliche Leistung des Landes. Es stellt sich die Frage, ob die Betreuungsarbeit des Kindes durch Dritte die gleiche Qualität hat wie durch die leibliche Mutter.
"Mütter können als die wichtigsten Beschützerinnen des Lebens angesehen werden, und wenn sie Verantwortung übernehmen, sollten sie entsprechend geschätzt werden.“
Wohlstand wird u.a. am Bruttoinlandsprodukt gemessen, und vieles in der Gesellschaft dreht sich um Wirtschaft und Wachstum. Demgegenüber haben Fortpflanzung und das, was Leben schafft, Lebewesen ernährt und schützt, wenig oder gar keinen Wert - aus Sicht der Gesellschaft.
Fürsorge ist die Essenz des Lebens. Die meisten Menschen spüren es intuitiv. Aber für viele kommt die Erkenntnis erst zum Ende des Lebens. Was zählt in unserer Gesellschaft? Sollten es nicht eher die Beziehungen und die Liebe sein, die man erhalten bzw. gegeben hat?
Mutterliebe ist ein Heilmittel, ein Gegenmittel gegen Egoismus, Machthunger und Zerstörung. Daher muss die Bedeutung von Fürsorgearbeit höher bewertet werden, als es heute in unserer Gesellschaft der Fall ist, – so mein Plädoyer.
Die Bindung zwischen dem Kind und der primären Bezugsperson, größtenteils der Mutter, ist für seine Entfaltung entscheidend. Gerade in den ersten Lebensjahren wächst das Gehirn des Kindes rapide, es stellt pro Sekunde mehr als eine Million neuronale Verbindungen her. Aber nicht nur deswegen, sondern weil gerade in dieser Zeit eine Bindung zwischen Kind und Mutter entsteht, die ein ganzes Leben hält.
In diesen ersten Jahren formen sich im Kind die Grundlagen für künftiges Lernen, Verhalten und die Gesundheit. Damit eine starke Bindung entstehen kann, müssen die Eltern präsent sein. Und ich wage zu behaupten, dass in diesen ersten Jahren des Kindes die wichtigste Bezugsperson die Mutter ist. Sie kann durch z.B. eine Tagesmutter ersetzt werden, aber für das Kind sollte die leibliche Mutter die erste Wahl sein, da bereits eine starke Bindung besteht, weil seit der Zeugung ihr Körper die Welt des Kindes war. Ein weiterer Grund ist, dass die Muttermilch jeder Frau einzigartig ist und genau auf ihr Kind abgestimmt ist.
Fürsorge bildet das Herzstück der Gesellschaft, und es ist an der Zeit, diese Tatsache anzuerkennen und zu würdigen – beispielsweise durch den Einsatz differenzierterer Kennzahlen als dem reinen Bruttoinlandsprodukt. Die finanzielle Sicherheit muss während des gesamten Lebens gestärkt, die Rechte unbezahlter Pflege- und Betreuungspersonen gewahrt und ihre Stimmen bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Artikel 25.2 der UN-Menschenrechtscharta besagt, dass "Mutter und Kind Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung haben", und es gibt starke Gründe, diese Worte ernst zu nehmen.
Mütter sind die wichtigsten Beschützerinnen des Lebens und verdienen höchste Anerkennung für die Übernahme dieser Verantwortung.
Mehr Info über die Autorin über den QR-Code: www.familyvalued.org/Madeleine-Wallin
Prof. Brad Wilcox
Professur für Soziologie und
Direktor des
Nationales Eheprojekt
Universität von Virginia
USA
Unsere Kultur vermittelt uns zunehmend die Botschaft, dass heute Geld, Arbeit und keine Familie das Rezept für ein erfolgreiches und glückliches Leben sind. Ich nenne dies die „Midas-Mentalität“. Viele linksgerichtete Mainstream-Meinungsorgane vertreten dieses Argument mit Blick auf Frauen.
Gleichzeitig propagieren auch prominente Online-Influencer wie Pearl Davis und Andrew Tate die „Midas-Mentalität“ – jedoch mit einem Fokus auf Männer. Sie argumentieren, dass die Ehe für Männer ein schlechtes Geschäft ist.
Diese These hilft zu erklären, warum heute mehr Amerikaner der Meinung sind, dass Bildung, Arbeit und Geld für die Erfüllung wichtiger sind als die Ehe, und warum die Anzahl der Eheschließungen in den letzten fünfzig Jahren um 60 % zurückgegangen ist.
Unsere Kultur sendet vermehrt Botschaft, dass heute Geld, Arbeit und keine Familie das Rezept für ein erfolgreiches und glückliches Leben sind. Ich nenne dies die „Midas-Mentalität“. Viele linksgerichtete Mainstream-Meinungsorgane vertreten dieses Argument mit Blick auf Frauen. Ein prominentes Finanzmedium veröffentlichte den Titel: „Frauen, die Single bleiben und keine Kinder haben, werden reicher als die mit Kindern“. Ein weiteres großes Medium präsentierte „Die Argumente gegen die Ehe“ (Originalbezeichnung „The Case Against Marriage“).
„Denn nichts trägt in Amerika mehr zum Glück bei als eine gute Ehe“.
Im politisch eher rechts-gerichteten Spektrum treiben unterdessen auch prominente Online-Influencer wie Pearl Davis und Andrew Tate die Midas-Mentalität voran – aber mit einem Fokus auf Männer. Sie argumentieren, dass die Ehe ein schlechtes Geschäft für Männer ist. In Tates Worten: „Das Problem ist, dass in der westlichen Welt für den Mann die Ehe keine Vorteile mit sich bringt" – vor allem, weil es in vielen Fällen vorkommt, dass sich Frauen von ihren Ehemännern scheiden lassen. Jeder Mann, der bei klarem Verstand ist, sollte also Single bleiben, viel Geld verdienen und das andere Geschlecht für die eigenen Interessen „benutzen“ – aber nicht in es investieren -so Tate.
Diese These hilft zu erklären, warum heute mehr Amerikaner der Meinung sind, dass Bildung, Arbeit und Geld für die Erfüllung wichtiger fürs Glück sind als die Ehe, und warum die Anzahl der Eheschließungen in den letzten fünfzig Jahren um 60 % zurückgegangen ist.
Die oben vertretenen Positionen über Ehe und Familie könnten jedoch nicht falscher sein. Denn nichts trägt in Amerika mehr zum Glück bei als eine gute Ehe – weder Bildung noch Arbeit noch Geld, nicht einmal Sex. Statistiken zeigen, dass verheiratete Männer und Frauen in einer guten Ehe 5,5-mal häufiger mit ihrem Leben zufrieden sind als unverheiratete oder in einer unglücklichen Ehe lebende Amerikaner. Überdies gibt es keine Gruppe von amerikanischen Männern UND Frauen (1855), die glücklicher ist als verheiratete Mütter und Väter. In der Realität ist die Ehe also wichtiger als Mammon, wenn es darum geht, unserem Leben Sinn, Zweck und Glück zu verleihen.
„Selbstverständlich geht es bei der Ehe nicht nur um Glück“.
Warum ist die Ehe so wichtig? Wir sind, wie Aristoteles lehrte, soziale Wesen. Wir sind darauf ausgelegt, Beziehungen einzugehen. Deshalb sind unsere Beziehungen zu anderen – Familie und Freunde – letztendlich viel entscheidender für unser Wohlbefinden als Dinge wie die Höhe unseres Bankkontos oder der Studienabschluss. Weil für die meisten von uns keine Beziehung so wichtig ist wie die Ehe, gibt es kaum etwas, das uns in den meisten Fällen mehr Glück bringen kann.
Selbstverständlich geht es bei der Ehe nicht nur um Glück. Es geht auch um Geld, Sinn des Lebens und eine geringere Wahrscheinlichkeit, sich einsam zu fühlen. Wir wissen beispielsweise, dass verheiratete Männer und Frauen mehr verdienen und zugleich mehr sparen. Deshalb verfügen Eheleute in ihren 50ern etwa das Zehnfache des Vermögens ihrer unverheirateten Altersgenossen. Und sie sind im Laufe ihres Lebens deutlich weniger armutsgefährdet.
