Hopplige Liebe - Shea Balik - E-Book

Hopplige Liebe E-Book

Shea Balik

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Beschreibung

Roman Itzal Petrov, kurz Rip, hat eine unmöglich zu erfüllende Aufgabe bekommen. Er soll den einen Mann finden, der vielleicht helfen kann, einen Angriff der Menschen auf Miracle zu verhindern. Das Problem? Der Mann will nicht gefunden werden und lebt – vielleicht – in der Wildnis von Alaska. Dart Potter hat das Undenkbare getan. In der Hoffnung, die Welt vor der totalen Zerstörung zu bewahren, hat er ein Computerprogramm entwickelt, dass heimlich jede Bewegung der Regierungen auf der Welt überwacht, um einen unbemerkten Angriff zu verhindern. Was er nicht bedacht hat, ist, dass dadurch ein Land alle anderen kontrollieren könnte. Reines Glück lässt Rip praktisch über Dart stolpern. Nun, Glück und die Tatsache, dass sie Schicksalsgefährten sind. Wenn doch nur einer von ihnen überhaupt einen Gefährten wollen würde. Können sie verhindern, dass die Menschen Miracle angreifen, oder wird ihre Entschlossenheit, sich nicht zu verpaaren, im Weg stehen? Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Länge: rund 30.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Epilog

ÜBER SHEA BALIK

LESEPROBE:

Hopplige Liebe

Roman Itzal Petrov, kurz Rip, hat eine unmöglich zu erfüllende Aufgabe bekommen. Er soll den einen Mann finden, der vielleicht helfen kann, einen Angriff der Menschen auf Miracle zu verhindern. Das Problem? Der Mann will nicht gefunden werden und lebt – vielleicht – in der Wildnis von Alaska.

Dart Potter hat das Undenkbare getan. In der Hoffnung, die Welt vor der totalen Zerstörung zu bewahren, hat er ein Computerprogramm entwickelt, dass heimlich jede Bewegung der Regierungen auf der Welt überwacht, um einen unbemerkten Angriff zu verhindern. Was er nicht bedacht hat, ist, dass dadurch ein Land alle anderen kontrollieren könnte.

Reines Glück lässt Rip praktisch über Dart stolpern. Nun, Glück und die Tatsache, dass sie Schicksalsgefährten sind. Wenn doch nur einer von ihnen überhaupt einen Gefährten wollen würde.

Können sie verhindern, dass die Menschen Miracle angreifen, oder wird ihre Entschlossenheit, sich nicht zu verpaaren, im Weg stehen?

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Länge: rund 30.000 Wörter

SHEA BALIK

Hopplige Liebe

Miracle, Oregon 15

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Hopping for Love“:

Shea Balik

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2025

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Kapitel 1

„Und wie soll ich das tun?“ Es kam nicht oft vor, dass Roman Itzal Petrov, kurz Rip genannt, einen ihm erteilten Befehl infrage stellte, aber dieser hier schien… er benutzte das Wort unmöglich nicht sehr oft – und er war sicher, dass er es mit genügend Zeit schaffen würde – aber welchen wirklichen Nutzen könnte es haben?

Die Menschen und einige opportunistische Gestaltwandler waren hinter Gestaltwandlern her und verkauften sie an Leute, die sie entweder als Arbeiter oder, schlimmer noch, als Laborratten für ihre Experimente einsetzten. Zugegeben, letzteres kam normalerweise nicht oft vor, aber sie hatten einige Regierungen entdeckt, die nach Wegen suchten, menschliche Eigenschaften zu „verbessern“.

Offenbar wurden Gestaltwandler schon seit Jahren als Zwangsarbeiter eingesetzt, aber erst vor Kurzem hatte eine hauptsächlich aus Menschen bestehende Gruppe beschlossen, mit der Gefangennahme von Gestaltwandlern, die zumeist nicht zum Kämpfen ausgebildet waren, Geld zu verdienen. Als in Afrika mehrere Gemeinschaften angegriffen und entweder getötet oder gefangen genommen wurden, tat der Gestaltwandlerrat sein Bestes, um alle Gefangenen aufzuspüren und zu befreien.

Es hatte nicht geholfen, dass die Menschen, zusammen mit der russischen Regierung, Salvation Island, einen sicheren Zufluchtsort für Gestaltwandler im Pazifischen Ozean, umzingelt und infiltriert hatten. Sein Chef, Saber Thorsen, der auch der Ratsvorsitzende war, hatte sich zu dieser Zeit auf der Insel befunden. Das war nun ein paar Monaten her und seitdem hatten Miracle, Salvation Island und der Rat daran gearbeitet, die Verteidigung zu verstärken.

Doch ein Problem blieb bestehen. Wie konnten sie jemals darauf hoffen, eine echte Invasion abzuwehren? Miracle war innerhalb der Grenzen der Vereinigten Staaten eingeschlossen. Ein Raketenangriff würde reichen, um sie alle in die Luft zu jagen.

„Ich weiß, dass das nicht einfach ist, aber wenn wir auch nur die geringste Chance haben wollen, einem Angriff einer Regierung zuvorzukommen, brauchen wir Dart Potter.“ Yosi deutete auf die Karte, die auf dem Bildschirm an der Wand angezeigt wurde. „Wir wissen, dass er in Alaska ist.“

Es kostete ihn große Mühe, bei dieser dummen Aussage nicht die Augen zu verdrehen. „Dir ist doch klar, wie groß Alaska ist, oder?“, erinnerte Rip nicht nur Yosi, sondern auch die anderen im Raum.

Yosi, einer der besten Computerprogrammierer der Welt und der Besitzer von Salvation Island, nickte. „Das verstehe ich, aber es gab einige Sichtungen und auch ein paar Hinweise, die helfen könnten.“

Rip hielt sein Schnauben nicht zurück. „Im Ernst? Das ist alles, was du hast? Einige vage Hinweise, die höchstwahrscheinlich von ihm selbst verbreitet wurden? Laut dir und Rus wurde dieser Dart darauf trainiert, nicht entdeckt zu werden. Es ist unmöglich, dass er zufällig irgendwo in einer so abgelegenen Gegend wie Alaska gesichtet wurde, ohne gesehen werden zu wollen.“

Rus war Yosis Sicherheitschef, der nicht nur Erfahrung mit US-Spezialeinheiten, sondern auch als Söldner hatte. Es gab nur wenige Personen auf der Welt, die so viel Erfahrung hatten wie Rus. Wenn er sagte, dass Dart nahezu unmöglich zu finden war, bedeutete das, dass der Mann wahrscheinlich nie gefunden werden würde.

„Wir verstehen es“, sagte Saber zu Rip. „Es besteht die Möglichkeit, dass das nicht passiert, aber er kann uns Zugang zu den Raketensystemen aller Regierungen verschaffen. Er könnte uns nicht nur die Zeit geben, die wir brauchen, um uns vorzubereiten, sondern auch, um ihre Systeme zu übernehmen und Raketen umzulenken.“

So wenig er diesem lächerlichen Plan zustimmen wollte, konnte er doch nicht leugnen, dass Wissen den Unterschied zwischen der Vernichtung von Gestaltwandlern und der Freiheit, ihr Leben zu leben, ausmachen konnte. Auch wenn es einige Zeit dauern würde, sah Rip den Vorteil darin, Dart zu finden. Er war sich nur nicht sicher, ob Dart bereit wäre zu helfen, selbst wenn er den Mann finden sollte.

„Er versteckt sich aus einem bestimmten Grund“, erinnerte Rip die anderen.

Edrick, der Alpha von Miracle, was ihn technisch gesehen zu Rips Alpha machte, obwohl er direkt für Saber arbeitete, der ebenfalls ein Alpha war, sagte: „Wir wissen das. Auch wenn er nicht in die Zivilisation zurückkehren will, hoffen wir, dass er zustimmt, uns zu helfen.“

Wenn Rip an seiner Stelle gewesen wäre, würde er es nicht tun. Wenn Dart sich wirklich aufgrund dessen, was er wusste, versteckt hielt, würde die Weitergabe dieser Informationen an den Rat ihn von einem Ärgernis für jede Regierung da draußen zum Ziel Nummer eins machen.

Ein sicherer Weg, umgebracht zu werden.

„Also gut“, kapitulierte Rip schließlich. „Aber erwarte keine Wunder. Ich kann nur eine begrenzte Strecke zurücklegen und Alaska ist ein verdammt großer Staat.“

Das galt insbesondere, da das meiste davon unerforscht war. Es gab riesige Landstriche, die noch nie ein Mensch durchquert hatte. Viel in der Gestalt seines sibirischen Tigers zu erledigen, würde es sowohl einfacher als auch schwieriger machen. Einfacher, weil er warm bleiben und mehr Strecke zurücklegen konnte und außerdem alle seine tierischen Sinne zur Verfügung hatte.

Schwierig, denn in Alaska gab es keine Tiger. Wenn ihn jemand sah, würde jeder auf seine Anwesenheit aufmerksam werden. Die menschlichen Regierungen, die von Darts Existenz wussten, würden dadurch vielleicht darauf aufmerksam, dass Gestaltwandler nach ihm suchten.

„Ach“, sagte Yosi, bevor Rip sich zum Gehen umdrehte. „Es gibt auch zahlreiche Berichte, dass Dart beschlossen hat, sein Leben in seiner Tiergestalt zu verbringen.“

Rip starrte auf die Karte, dann auf Yosi. „Lass mich mal sehen, ob ich das richtig verstehe. Du willst, dass ich am Ende des Winters in Alaska ein weißes Kaninchen finde?“

Erwartungsvolle Gesichter starrten ihn an.

Er hoffte, sie waren darauf gefasst, enttäuscht zu werden.

* * * *

Seine großen Pfoten versanken in dem hohen Schnee, der die Wildnis bedeckte, in der er nach Spuren von Dart suchte.

Er war seit einem Monat in Alaska und hatte mit den angeblichen Sichtungen von Dart kein Glück gehabt. Vor drei Tagen hatte er beschlossen, so weit wie möglich von diesen Sichtungen weg zu suchen. Er konnte nicht sagen, dass er eine Spur von ihm gefunden hatte, aber da war auch so ein Gefühl unter seiner Haut, das ihn weiter antrieb.

Er hatte keine Ahnung, ob es etwas bedeutete oder nicht, aber da er sonst nichts hatte, dachte Rip sich, dass er genauso gut weitersuchen könnte. Er atmete tief ein und starrte über ein Tal hinweg, während er nach irgendetwas suchte, das darauf hindeutete, dass ein Mensch oder vielleicht ein Kaninchen in der Nähe lebte.

Nicht, dass er nicht mehrere Kaninchen gefunden hätte, aber keines davon war ein Gestaltwandler gewesen. Nur die normale, tierische Sorte. Rip ließ die Brise über seinen Körper streichen und sog die Ruhe auf, die ihn umgab. Es gab nichts Besseres, als in seiner Tigergestalt zu sein und einfach die Natur zu genießen, besonders, wenn er so weit im Norden war.

Die Zeit, die er seit seiner Geburt als Heranwachsender in der Wildnis Ostrusslands verbrachte, gehörte zu der schönsten seines Lebens. Seine Familie lebte in einem kleinen Haus mitten im Nirgendwo. In den ersten fünfzehn Jahren seines Lebens kannte Rip niemanden außer seiner Mutter, seinem Vater, seinem Bruder und seiner Schwester.

In dem Jahr waren Soldaten seiner Regierung gekommen. Sie waren genauso überrascht gewesen, Rip und seine Familie zu finden, wie Rip und seine Geschwister, als sie sie sahen. Seine Eltern hingegen mussten gewusst haben, dass es nichts Gutes bedeuten würde, gefunden zu werden, denn sie verwandelten sich und töteten jeden einzelnen Mann.

Irgendjemand musste erfahren haben, dass sie gefunden worden waren, denn zwei Wochen später kam ein weiteres Militärkontingent. Diesmal töteten sie Rips Eltern und versuchten, Rips Schwester Nada zu vergewaltigen. Motkay, sein Bruder, hatte sich verwandelt und die meisten von ihnen getötet, war aber zu oft von Kugeln getroffen worden, um sein Vorhaben zu vollenden.

Wütend versuchte Rip, der bereits überwältigt und mit Handschellen gefesselt worden war, sich zu verwandeln, aber die Fesseln hielten ihn davon ab. Er hatte seine Schwester nie wieder gesehen, auch nicht, nachdem er aus der russischen Armee entlassen worden war und nach ihr gesucht hatte. Es hatte einige Zeit gedauert, aber schließlich hatte er herausgefunden, dass sie an jenem schicksalshaften Tag getötet worden war.

Da er nicht in der Nähe von Menschen sein konnte, ohne sie wegen dem, was sie getan hatten, töten zu wollen, war Rip umhergewandert und hatte sich schließlich Saber und seinen Männern angeschlossen. Es hatte viele Jahre gedauert, bis er eine gewisse Art von Frieden gefunden hatte. Um ehrlich zu sein, war er sich immer noch nicht ganz sicher, ob er wirklich Frieden gefunden hatte. Er wurde nicht mehr so schnell wütend und stellte keine übereilten Vermutungen an, aber die Wut über das, was passiert war, war immer noch da, unter der Oberfläche, brodelnd.

Das Problem war, dass er nicht wusste, ob er die Schuld den Soldaten oder seinen Eltern gab. Wenn seine Eltern die erste Gruppe Soldaten nicht getötet hätten, wäre dann irgendetwas davon passiert? Je älter er wurde, desto mehr hatte er gelernt, dass es höchstwahrscheinlich passiert wäre, aber es gab keine Möglichkeit, sicher zu sein.

Lavendel kitzelte seine Nase und alles in Rips Körper wurde still, während er das Gelände absuchte, um die Quelle zu finden. Als er den Duft von getrocknetem Gras mit einem Hauch von Minze wahrnahm, begann Rips Penis praller zu werden.

Er spitzte die Ohren und lauschte jedem Rascheln der Zweige. Er hörte das Knirschen des Schnees unter den Pfoten verschiedener Tiere und das Scharren eines Bären oder vielleicht eines Elchs, der durch den Schnee schlurfte. Doch nichts von dem, was er hörte, passte zu dem wunderbaren Duft, der ihm langsam mit der Brise entgegenwehte.

Er drehte sich in den Wind und nahm einen Punkt in der Ferne ins Visier. Er war auf der anderen Seite des Tals, tief zwischen den Bäumen. Er konnte es nicht erklären, aber irgendetwas schien … seltsam.

Er konnte kein Haus, kein Gebäude, keinen Rauch, keine Lichtung oder sonst etwas in der Gegend erkennen, das auf irgendeine Aktivität hindeutete, und doch … Er starrte, duckte sich und beobachtete die Gegend.

Eine Stunde später war immer noch nichts zu sehen, aber der Geruch machte ihn verdammt irre. Alles, was Rip wollte, war, ihn aufzuspüren, was auch immer oder hoffentlich wen auch immer er dort fand, zu Boden zu drücken, damit er ihn unerbittlich ficken konnte.

Rip war überzeugt, dass er den Verstand verlor, und bewegte sich langsam tief in die Bäume zurück, bevor er sich auf allen Vieren erhob. Dann tat er, was sein Tiger am besten konnte: Er verfolgte seine Beute. Das Wissen, dass er denjenigen fangen würde, zu dem dieser köstliche Duft gehörte, hielt ihn davon ab, rennend eine Distanz zu überwinden, für die sein Tiger nicht geschaffen war. Nein. Langsam und beharrlich war sein Vorteil. Einer, den er voll ausnutzen würde.

Kapitel 2

„Idioten“, murmelte Dart Potter, während er mehrere Minuten lang auf seine Computerbildschirme starrte. Er hasste es, zu viel Zeit mit Überwachung zu verbringen, aber Vorsicht war immer besser als Nachsicht.

Im Moment taten acht mächtige Regierungen ihr Bestes, um ihn zu finden. Warum? Nun, sie würden eines Tages herausfinden, dass es umsonst war. Dart war schon so viele Jahre in die Schattenwelt von Geheimmissionen, Spionage und anderer geschmackloser Aspekte der Regierungsspionage eingetaucht, dass er kaum darüber nachdenken wollte.

Er bereute jeden einzelnen Tag, den er mit diesem Leben verbracht hatte. Nicht, dass er oft herumgesessen und sich über seine vergangenen Fehler Sorgen gemacht hätte – eher nie. Na ja, jedenfalls nicht mehr. Als er dieses Leben hinter sich gelassen hatte, war er von seinen Sünden besessen gewesen. Zeit und Distanz hatten ihn gelehrt, dass jeder Mist gebaut hatte. Das, was man tat, wenn man sich dessen bewusst geworden war, zählte.

Angesichts seines Wissens war es seine einzige echte Option gewesen zu verschwinden. Entweder das oder der Tod. Da er nicht wirklich bereit gewesen war zu sterben, blieb ihm nur ein Leben in Isolation, wo niemand sein Wissen jemals wieder nutzen konnte.

Falls jemand es versuchen sollte, war Dart bereit zu sterben. Er wollte das zwar nicht unbedingt, aber er wollte auch nicht die Verantwortung dafür übernehmen, was passieren könnte, wenn ihn irgendeine Regierung lebend gefangen nehmen würde.

Vor vier Wochen hatte er eine „Sichtung“ seiner Person in einem kleinen europäischen Land inszeniert. Fünf Regierungen waren nicht nur darauf hereingefallen, sondern hatten auch erhebliche Kräfte geschickt, um ihn festzunehmen. Die anderen drei waren meist nicht einmal annähernd in der Lage, ihn zu finden, selbst wenn sie nicht auf seine List hereingefallen wären.

Es hatte einige Zeit gedauert, bis er sich diesen Zufluchtsort fern der zivilisierten Welt geschaffen hatte. Da er nicht zulassen konnte, dass irgendjemand auch nur eine Ahnung davon hatte, wo er war, war es nicht einfach gewesen. Angesichts der Computer, die er brauchte, und der ständigen Energieversorgung in einem Teil der Welt, in dem er sich nicht an eine Hauptstromquelle anschließen konnte, war es eine Herausforderung gewesen.

Sein einziger wirklicher Vorteil war, dass er als Mensch oder als Kaninchen leben konnte, was die Menschen nie feststellen konnten. Ein Gestaltwandler konnte das, aber selbst Gestaltwandler, die für eine Regierungsbehörde arbeiteten, verrieten nur selten einen der ihren.

Ein einfacher Tastendruck schaltete den Bildschirm von den verschiedenen Regierungscomputern um auf die Computer einiger der Gestaltwandlergruppen, in die er sich gehackt hatte. Diese wussten anscheinend mehr als andere. In Miracle lebte der Anführer des Gestaltwandlerrats. Es war nicht mehr so einfach wie früher, sich Zugang zu verschaffen, aber es gab immer noch einige Systeme, die leicht gehackt werden konnten.

Sein Ziel war Salvation Island gewesen, aber Yosi Pendev war einer der besten Computergurus aller Zeiten. Er hatte sich einmal in dessen System gehackt, aber seitdem war es viele Male aktualisiert worden. Da er nicht entdeckt werden wollte, hatte Dart nicht alles versucht, was er konnte.

Er hatte zu viele Jahre damit verbracht, sich ein Refugium fernab der Welt aufzubauen, als dass er seinen Standort durch etwas so Dummes wie das Hacken eines Systems preisgeben konnte, das ihn im Falle eines Misserfolgs hätte verfolgen können. Vorsicht war besser als Nachsicht.

Nachdem Dart die Systeme gescannt hatte, die er verfolgte, schaltete er sie ab. Dazu gehörte nicht nur, dass er alle Stecker zog, sondern auch, dass er jedes einzelne Gerät von den anderen trennte.

---ENDE DER LESEPROBE---