Bliss: Glücksgefühle - Shea Balik - E-Book

Bliss: Glücksgefühle E-Book

Shea Balik

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Beschreibung

Willkommen in Cedar Falls, einer kleinen Stadt in North Carolina, eingebettet in die Smokey Mountains. Wo die Menschen freundlich und die Männer heiß sind. Crow Huntley wurde angeschossen und lag im Koma. Als er aufwacht, stellt er fest, dass sein Leben vorbei ist. Er wird nicht nur nie wieder den Beruf ausüben können, den er liebt, sondern vielleicht auch nie wieder gehen können. Tarq Havish hat Monate damit verbracht, Crow zu umwerben. Gerade als er den Mann endlich für sich gewonnen hat, wird Crow angeschossen und weist Tarq erneut zurück. Wenn Crow glaubt, das würde Tarq davon abhalten, alles zu tun, was nötig ist, damit sie ein Happy End bekommen, irrt er sich gewaltig. Tarq hat kein Problem damit, unfair zu spielen, selbst wenn das bedeutet, dass er Hilfe von einigen unerwarteten Freunden in Anspruch nehmen muss. Achtung: Jetzt kann es losgehen mit dem Unfug. Man muss mit allem rechnen, von Bigfoot bis hin zu Jubelrufen, die Crow dazu zwingen, wieder auf die Beine zu kommen und in Tarqs Bett zu landen. Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein. Länge: rund 42.000 Wörter

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EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Epilog

ÜBER SHEA BALIK

LESEPROBE:

Bliss: Glücksgefühle

Willkommen in Cedar Falls, einer kleinen Stadt in North Carolina, eingebettet in die Smokey Mountains. Wo die Menschen freundlich und die Männer heiß sind.

Crow Huntley wurde angeschossen und lag im Koma. Als er aufwacht, stellt er fest, dass sein Leben vorbei ist. Er wird nicht nur nie wieder den Beruf ausüben können, den er liebt, sondern vielleicht auch nie wieder gehen können.

Tarq Havish hat Monate damit verbracht, Crow zu umwerben. Gerade als er den Mann endlich für sich gewonnen hat, wird Crow angeschossen und weist Tarq erneut zurück. Wenn Crow glaubt, das würde Tarq davon abhalten, alles zu tun, was nötig ist, damit sie ein Happy End bekommen, irrt er sich gewaltig. Tarq hat kein Problem damit, unfair zu spielen, selbst wenn das bedeutet, dass er Hilfe von einigen unerwarteten Freunden in Anspruch nehmen muss.

Achtung: Jetzt kann es losgehen mit dem Unfug. Man muss mit allem rechnen, von Bigfoot bis hin zu Jubelrufen, die Crow dazu zwingen, wieder auf die Beine zu kommen und in Tarqs Bett zu landen.

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene mit explizitem Inhalt. Jeder Band dieser Reihe geht auf die romantische Beziehung eines anderen Paares ein.

Länge: rund 42.000 Wörter

SHEA BALIK

Bliss: Glücksgefühle

Cedar Falls 25

Ein homoerotischer Liebesroman für Erwachsene

ME AND THE MUSE PUBLISHING

www.meandthemuse.com

Copyright © der englischen Originalausgabe „Bliss“:

Shea Balik

Copyright © der deutschsprachigen Ausgabe und veröffentlicht von:

Me and the Muse Publishing – Sage Marlowe

Hohenstaufenring 62, 50674 Köln, 2024

Copyright © Cover Design: Sinfully Sweet Designs

Übersetzt von: Sage Marlowe

URHEBERRECHTLICH GESCHÜTZT:

Dieses Buch darf ohne vorherige eindeutige schriftliche Zustimmung des Urheberrechtsinhabers in keinerlei Form, weder ganz noch auszugsweise, vervielfältigt und / oder vertrieben werden. Dies beinhaltet auch die elektronische und fotografische Vervielfältigung sowie zukünftig entwickelte Methoden. Ebenso ist die kostenlose Weitergabe dieses Buches, beispielsweise über sogenannte File-Sharing Sites ausdrücklich untersagt.

Mit dem Erwerb eines E-Books erhält der Käufer die Lizenz zur persönlichen Nutzung, ist jedoch nicht zur Weitergabe des Inhaltes an Dritte, weder gegen Entgelt noch kostenlos, berechtigt.

Alle in diesem Buch vorkommenden Personen und Handlungen sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit zu realen, lebenden oder verstorbenen Personen ist rein zufällig. Sofern Namen real existierender Personen, Orte und Marken verwendet werden, geschieht dies in einem rein fiktiven Zusammenhang.

Bitte beachten:

Einige unserer Titel enthalten Hinweise auf und Beschreibungen sexueller Handlungen, die möglicherweise eine Gefährdung körperlicher und geistiger Gesundheit darstellen können. Mit der Beschreibung solcher Praktiken erheben wir keinen Anspruch auf deren tatsächliche Durchführbarkeit und übernehmen keine Verantwortung für etwaige Verletzungen oder Schäden, die bei der Nachstellung solcher oder vergleichbarer Handlungen entstehen. Generell raten wir unseren Lesern davon ab, potenziell gefährliche Sexualpraktiken ohne entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Anleitung durch Personen mit ausreichender Sachkenntnis durchzuführen.

Widmung

Für alle, die die Herausforderungen des Lebens meistern, indem sie niemals aufgeben.

Kapitel 1

„Ich habe gesagt, keine Besucher.“

Tarquin Havish zuckte zusammen, als etwas Metallisches scheppernd gegen die Wand knallte. Er hätte wissen müssen, dass Crow Huntley nicht gerade erfreut sein würde, ihn zu sehen. Verdammt, es waren zwei Monate vergangen, seit sie Crow aus seinem künstlichen Koma geholt hatten, und Crow wollte immer noch nicht, dass ihn jemand besuchte, vor allem nicht Tarq.

Nicht, dass Tarq ihm wirklich einen Vorwurf machen konnte. Crow hatte versucht, Tarq zu beschützen, indem er die Kugel abfing, die ansonsten Tarq getroffen hätte. Wieder einmal verfluchte er den Tag, an dem bewaffnete Männer beschlossen hatten, es wäre eine gute Idee, das Casino auszurauben.

Die Krankenschwester kam aus dem Zimmer gerannt, ihr Gesicht weiß wie ein Laken. Sie schüttelte Tarq gegenüber den Kopf und drehte sich dann um, um voller Angst in das Zimmer zu starren, in dem Crow sich befand. „Schauen Sie, normalerweise würde ich Sie zwingen zu gehen.“ Sie runzelte die Stirn, als stünde Crow vor ihr. „Aber dieser Mann braucht einen kräftigen Tritt in den Hintern, bevor er versehentlich nackt im Flur liegen gelassen wird.“

Tarq musste über ihre rachsüchtige Bemerkung lachen. „Ich gehe einfach davon aus, dass Sie schon gegangen sind … oder so“, sagte er, als sie zurück zur Schwesternstation ging.

„So oder so, ich habe so viel Papierkram, dass es Stunden dauern könnte, bis ich wieder nach ihm sehen kann.“

Ein leises Pfeifen zu seiner Rechten erinnerte Tarq daran, dass er nicht allein war. „Verdammt, ich hoffe, er ist nicht bewaffnet“, neckte Ethan. „Bram wird mir den Hintern versohlen, wenn er erfährt, dass ich mich in Gefahr begebe.“

Jesse schnaubte. „Mit anderen Worten, ich muss unbedingt erwähnen, dass Crow ein Messer oder so etwas hatte.“

Ethan breitete unschuldig die Hände aus. „Ich könnte Bram nicht so anlügen.“ Dann grinste er seinen besten Freund verschmitzt an. „Aber weißt du, wenn du willst, würde ich dir nicht im Weg stehen.“

Tarq seufzte. Warum hatte er das für eine gute Idee gehalten? Er wusste verdammt gut, dass es immer zu Chaos führte, wenn Jesse und die anderen miteinbezogen wurden. Erst kürzlich waren Jesse, Vail, Flynn und Gabriel in Tarqs Restaurant Bliss gekommen, eines der mehreren Restaurants im Casino Utopia, und hatten verkündet, sie würden ihn aufmuntern.

Tarqs Barkeeper Brad hatte gekündigt, als Jesse sich beschwerte, dass in seinem Flirtini nicht genug Champagner sei, selbst als Brad nach drei Versuchen schließlich nachgegeben hatte und Jesse ihn selbst mixen ließ. Es half auch nicht, dass Flynn darauf beharrte, Brad hätte keinen Tequila in seine Margarita getan. Brad hatte Flynn eine neue gemacht, und ging sogar so weit, es direkt vor Flynns Augen zu tun, damit der Mann sehen konnte, wie er den Tequila hineingab.

Flynn probierte das neue Getränk, schüttelte dann aber den Kopf und behauptete, Brad würde den Schnaps verwässern. Hätte er es nur Brad direkt gesagt, wäre der Barkeeper vielleicht nicht so beleidigt gewesen, aber Flynn hatte seine Stimme so laut erhoben, dass das ganze Restaurant ihn hören konnte.

Aber es war Vail, der angeboten hatte, Brad beizubringen, ein guter Barkeeper zu sein, und der sogar so weit gegangen war, von seinem Barhocker aufzustehen und um die Bar herumzugehen, wobei er Brad mit der Hüfte aus dem Weg stieß, was das Fass zum Überlaufen brachte. Brad war der vierte Barkeeper, den Jesse und seine Freunde vertrieben hatten, seit Tarq vor etwas mehr als einem Jahr Bliss übernommen hatte.

Warum Jesse das Bedürfnis verspürte, das zu tun, wusste Tarq nicht so recht. Zuerst hatte Tarq gedacht, Jesse wolle ihn provozieren, aber dann wurde Crow verletzt. Seit diesem schrecklichen Tag war Jesse ein Lebensretter. Er hatte mit den anderen Köchen gesprochen, nicht nur aus den Restaurants des Casinos, sondern auch mit denen in der Stadt, um Tarq bei seiner Arbeit zu vertreten, während er bei Crow saß und betete, dass er aufwachen würde.

Es gab Zeiten, in denen Tarq kaum glauben konnte, dass er schon mehr als ein Jahr in Cedar Falls war. Aber mit Jesse und seiner Truppe kam es ihm eher wie ein Jahrzehnt vor.

Er sah die Männer vor sich an – Jesse, Ethan, Flynn, Vail, Eddie und Danton – und sagte: „Hört mal, vielleicht war es keine so gute Idee, euch mit hierher zu bringen.“

Jesse schlug mit dem Handrücken gegen Tarqs Brust. „Dafür ist es zu spät. Wir sind hier und, wie es sich anhört, keinen Moment zu früh. Also, reiß dich mal am Riemen, geh in das Zimmer und rede mit dem Mann, den du liebst.“

Tarq seufzte. Jesse hatte recht. Es war an der Zeit, dass Tarq, was Crow betraf, reinen Tisch machte. Er hatte dem Mann, den er liebte, mehr als genug Zeit gegeben, um zu schmollen.

„Keine Sorge. Wir sind gleich hier draußen, um dir zu helfen, sobald du einen Ton sagst“, beruhigte Danton.

Tarq war dankbar dafür. Er war immer selbstsicher gewesen, aber seit Crow fast gestorben wäre, um ihn zu retten, war Tarq bei allem, was den Mann betraf, unsicher. Das war der einzige Grund, warum er zugelassen hatte, dass Crow ihn aus seinem Zimmer warf, als man ihm gesagt hatte, dass er vielleicht nie wieder laufen könnte.

Im Nachhinein wusste Tarq, dass das ein Fehler gewesen war, aber er hatte nicht gewusst, wie er Crow helfen sollte, vor allem, als diese dunkelbraunen Augen ihn ansahen, als wäre er der Grund dafür, dass Crows Leben vorbei war.

Tarq warf noch einmal einen Blick auf die sechs Männer, die gekommen waren, um ihn und Crow zu unterstützen, und hätte fast gelacht. Ethan reckte beide Daumen nach oben, während Flynn wegen der Verzögerung die Augen verdrehte. Danton hingegen lächelte ihn an, als ob alles in Ordnung wäre, und Eddie hatte die Stirn gerunzelt, aber eine Seite seines Mundes verzog sich zu einem halben Lächeln, als wüsste er nicht, was ihn erwarten würde.

Aber es waren Vail und Jesse, die Tarq dazu brachten, Jesses Vorschlag zu folgen und sich am Riemen zu reißen, denn sie verdrehten beide die Augen und machten scheuchende Bewegungen mit den Händen, während sie auf ihre Handgelenke blickten, als würden sie auf nicht vorhandene Uhren schauen. Glucksend drehte sich Tarq auf dem Absatz um und ging in Crows Zimmer.

Sein Herz blieb stehen, als er den Mann seiner Träume erblickte. Alles an Crow, sogar die Tränen, die gerade in seinen dunkelbraunen Augen glänzten, zog Tarq an. Seit der Schießerei waren sechs Monate vergangen, von denen Crow vier im Koma verbracht hatte, während sie darauf warteten, dass die Schwellung in seinem Kopf verheilte. Er hatte viel Gewicht verloren, hauptsächlich Muskeln, aber das war Tarq egal. Crow war immer noch der umwerfendste Mann, den er je gesehen hatte.

Sein pechschwarzes Haar, das ihm früher bis auf die Schultern gereicht hatte, war jetzt nur noch ein paar Zentimeter lang. Man hatte es abrasiert, damit sein Arzt an die Wunde herankam, die entstanden war, als eine der Kugeln der Schützen ein Bruchstück des Marmorbodens durch die Luft geschleudert hatte. Wegen dieser Verletzung und weil Crows Kopf auf eben diesen Marmorboden aufgeschlagen war, nachdem die Kugel, die eigentlich für Tarq bestimmt gewesen war, Crow in die Wirbelsäule getroffen und ihn zu Boden stürzen gelassen hatte, bestanden die Ärzte darauf, ihn in ein künstliches Koma zu versetzen, damit sein Gehirn heilen konnte.

Monatelang hatte Tarq darum gebetet, Crows sanfte braune Augen zu sehen. Natürlich hatte er nicht damit gerechnet, dass seine Gebete erhört würden, nur um dann zu sehen, wie sich dieser süße Blick jedes Mal verfinsterte, wenn er auf ihn fiel. Nicht, dass ihn das überraschen sollte, wenn man bedachte, dass ihre Beziehung schon vor Crows Verletzung nicht so toll gewesen war, aber Tarq hatte immerhin Fortschritte gemacht.

Doch nun waren all seine Bemühungen vergebens, denn Crow hatte Tarq den Zutritt zu seinem Krankenzimmer verboten. Okay, er hatte es allen verboten, nicht nur Tarq, aber selbst das zu wissen, machte es nicht weniger schmerzhaft.

So sehr er sich auch bemühte, das Krankenhauspersonal bestand darauf, den Wünschen des Patienten nachzukommen. Das änderte sich, als Crow in eine Reha-Klinik verlegt wurde. Die Regeln waren etwas lockerer, und das Personal war nicht bereit, einem Patienten, der so streitlustig war wie Crow, irgendwelche Gefallen zu tun.

„Raus hier.“

Crows Wut traf Tarq wie ein Schlag in die Magengrube. Aber er war daran gewöhnt. Er hatte Monate gebraucht, um Crow davon zu überzeugen, dass sie füreinander bestimmt waren. Wenn es sein musste, würde er es wieder tun.

Tarq ignorierte Crows Aufforderung. „Du hast nicht bei der Therapie mitgemacht.“ Das war der Grund, warum er hier war. Der Grund, warum er Jesse und die anderen mitgebracht hatte.

Crow biss die Zähne zusammen und ballte die Hände zu Fäusten. „Das geht dich einen Scheißdreck an.“

Tarq grinste Crow an. „Da liegst du falsch.“ Er trat ans Bett und legte eine Hand auf Crows Arm, den der Mann aus seinem Griff zu ziehen versuchte, aber nicht konnte, da er sich nicht weiter als die Breite des schmalen Bettes bewegen konnte. „Alles, was dich betrifft, geht mich etwas an“, sagte Tarq ihm unmissverständlich.

Crows Blick wurde eisig. „Ich rufe die Krankenschwester und lasse dich rauswerfen.“

Tarq beugte sich nach unten, bis sie fast Nase an Nase waren. „Mach nur.“

Crows Finger drückte auf die Ruftaste. Eine Minute verging und nichts geschah. Crow drückte erneut.

Nach einer weiteren Minute gluckste Tarq. „Ich schätze, sie ist beschäftigt.“

Dann tat er das, was er unbedingt tun wollte, seit Crow ihn aus seinem Krankenzimmer geschickt hatte. Tarq berührte Crows Lippen mit seinen. Es war wie nach Hause zu kommen.

Kapitel 2

Crow wollte diesen viel zu kurzen Kuss genießen, aber er verweigerte sich diesen Luxus. Tarq hatte etwas Besseres verdient. Und was noch wichtiger war: Crow hatte jemanden, der so unglaublich war wie Tarq, nicht verdient.

Er hatte seinen letzten Liebhaber sterben lassen. Es war nur richtig, dass er sein Leben allein verbringen musste. Als er Tarq traf, hatte er nur für den Bruchteil eines Augenblicks geglaubt, er könnte wieder glücklich sein, aber diese kleine Hoffnung wurde zerstört, als eine Kugel dafür sorgte, dass er nie wieder ein normales Leben führen würde. Es war, als würden die Götter ihn daran erinnern, dass er keine zweite Chance auf Liebe verdiente.

„Lass mich in Ruhe“, schnauzte Crow, als Tarq den Kopf hob. „Ich will dich hier nicht.“

Tarq gluckste. „Oh, das hast du deutlich klar gemacht, Schatz.“

Crow runzelte die Stirn bei diesem Kosenamen. Er musste es tun, sonst würde er der Freude nachgeben, die ihn überkam, wenn Tarq ihn so nannte. Es war schlimm genug, dass Crow beim Anblick von Tarqs tintenschwarzem Haar und seinen kohlschwarzen Augen nachgeben und den Mann gewähren lassen wollte.

Gott, es war so unfair, dass er wusste, wie es sich anfühlte, Tarqs feste Lippen auf seinen zu haben, die Crow befahlen, sich zu unterwerfen. Es war etwas, wozu Crow sich nie in der Lage gefühlt hätte, bis Tarq von diesem ersten Kuss an die Kontrolle über ihn übernommen hatte.

„Mr. Huntley“, rief seine viel zu fröhliche Physiotherapeutin Lacy und unterbrach damit glücklicherweise Crows wirre Gedanken, als sie den Raum betrat. „Oh, Sie haben Besuch. Ist das nicht nett?“

Offensichtlich hatte Lacy Crows finsteren Blick nicht bemerkt, sonst hätte sie nicht so etwas Dummes gesagt. „Vielleicht möchte Ihr Freund mit uns ins Fitnessstudio gehen. Ich wette, ein freundliches Gesicht würde Ihnen den nötigen Ansporn geben, Ihre Übungen durchzuziehen.“

Crow starrte sie finster an, aber Lacy bemerkte es weiterhin nicht, während sie den Rollstuhl neben das Bett stellte, damit er in das teuflische Ding steigen konnte. Es war jeden Tag dasselbe, seit er angekommen war. Lacy oder eine der anderen ebenso nervig munteren Therapeutinnen kamen herein und versuchten, Crow zu Dingen zu zwingen, bei denen er nicht einmal den Sinn sah, es zu versuchen.

Wenn er nie wieder gehen würde, war das Mindeste, was sie tun konnten, ihn in Ruhe herumliegen und sich in seinem Elend suhlen zu lassen. „Ich gehe nicht mit, also ist es egal, ob Tarq sich uns anschließt oder nicht“, sagte Crow streitlustig.

Er wusste, dass er sich wie ein Arsch benahm, aber es war ihm egal. Zu erfahren, dass er wahrscheinlich nie wieder auf seinen nutzlosen Beinen stehen, geschweige denn laufen würde, war der Tropfen, der das Fass in seinem verkorksten Leben zum Überlaufen brachte. Crow brauchte nicht immer wieder einen Tritt in den Hintern vom Leben zu kriegen, um zu kapieren, dass er nicht dazu bestimmt war, glücklich zu sein.

Crow war sich ziemlich sicher, dass er eigentlich unglücklich sein sollte. Ein Geisteszustand, den er nach Kräften zu akzeptieren versuchte, wenn bestimmte Leute ihn einfach in Ruhe lassen würden.

„Ab mit dir in den Rollstuhl.“ Tarqs Ton war hart und unnachgiebig, genau wie der Mann sich seit ihrer ersten Begegnung gezeigt hatte.

Crow biss die Zähne zusammen und knirschte mit den Backenzähnen, während er Tarq anstarrte. In der Vergangenheit hatte Crow dem dominanten Mann vielleicht mehr nachgegeben, als er sollte, aber er würde Tarq in dieser Sache nicht seinen Kopf durchsetzen lassen. Was hätte das auch für einen Sinn? Tarq würde ihn nie wollen, wenn klar wurde, dass Crow ein Krüppel bleiben würde.

„Du kannst mich nicht zwingen“, stieß Crow hervor. Warum er den einzigen Mann zurückwies, der jede Herausforderung, die Crow ihm stellte, gemeistert hatte, konnte er nicht sagen. Erst als er sah, wie sich Tarqs Lippen zu einem Ausdruck verzogen, den man nur als triumphierendes Grinsen bezeichnen konnte, wurde Crow sein Fehler klar.

Allerdings konnte er unmöglich ahnen, wie sehr er unterschätzt hatte, was Tarq zu tun bereit war. Tarq brauchte weniger als eine Sekunde, um Crow aus dem Bett zu heben und in den Rollstuhl zu setzen. Aber das war es nicht, was Crows Herz so heftig in seiner Brust klopfen ließ, dass es aus seinem Körper zu springen schien.

Das geschah, als Tarq den Rollstuhl aus dem Zimmer schob und sagte: „Kommt schon, Jungs. Crows Therapeutin meint, er braucht die Unterstützung seiner Freunde.“

„Verdammt, ich wünschte, jemand hätte mir Bescheid gesagt“, warf Crows schlimmster Albtraum ein. „Ich hätte Cheerleader-Outfits für uns zusammengestellt.“ Der Mann, der in den meisten Teilen von Cedar Falls Angst und Schrecken verbreitete, zuckte mit den Schultern. „Na ja, ich werde Macon etwas entwerfen lassen. Ich bin sicher, Cora und die Mädels brauchen nicht länger als ein oder zwei Tage, um die Outfits für das nächste Mal zu nähen.“

Crow blinzelte. Als er die Augen öffnete und Jesse Grant immer noch wie ein Idiot grinste, schloss Crow die Augen und weigerte sich, sie wieder zu öffnen.

Nein. Das konnte ihm nicht passieren.

Ein tiefes Lachen in seinem Ohr ließ Crow vor Verlangen erschauern, doch er ignorierte das Gefühl und behielt seinen ständigen finsteren Ausdruck bei.

„Oh, es passiert“, neckte Tarq, als könnte er Crows Gedanken lesen.

Es war mehr als frustrierend, dass Tarq immer genau zu wissen schien, was Crow dachte.

„Ich habe dir die Chance gegeben, dies zu tun, ohne dass du dazu gezwungen wirst.“

Tarqs Bemerkung half nicht. Tatsächlich machte sie Crow nur noch wütender.

„Bring mich zurück ins Bett. Ich mache diese dummen Übungen nicht und du kannst mich auch nicht dazu zwingen.“ Im Nachhinein betrachtet hätte Crow den Mund halten sollen. Stattdessen hatte er sich von seiner Wut und, wenn er ehrlich war, von seiner Angst überwältigen lassen. Nie eine gute Kombination, besonders wenn Leute in seiner Nähe waren und ihn nur zu gern auf seine Dummheit aufmerksam machten.

Denn dieser Mann starrte ihn direkt an und sagte: „Herausforderung angenommen.“

Er war am Arsch.

* * * *

Ethan stand da und klatschte, während Danton und Eddie laut zählten, als ob Crow etwas erreichen würde. Aber es waren Jesse, Vail und Flynn, die Crow dazu brachten, die Zähne zusammenzubeißen, als er hoffte, sie würden einfach verschwinden, denn sie führten eine Art Cheerleader-Tanz auf.

„Eins, zwei, drei, vier. Crow steht schon bald wieder hier! Fünf, sechs, sieben, acht. Wir können das die ganze Nacht!“

Crow stöhnte. Er würde ihnen auf keinen Fall die ganze verdammte Nacht lang zuhören. Zu schade, dass dieser Spruch nicht der einzige war, den sie anstimmten.

„Unser Crow ist nicht zu schlagen. Voller Kraft, und ohne Klagen!“

Die gebrüllten Worte, als würden sie vor einem vollen Stadion auftreten, waren schon schlimm genug, aber ihre ziellosen Armbewegungen und Tritte, die dazu führten, dass Jesses Schuhe durch die Luft flogen, machten das Ganze noch schlimmer.

Es half auch nicht, dass Crow eigentlich nichts tat. Er hatte sich wieder einmal hartnäckig geweigert, mitzumachen, aber weder für seine Cheerleader-Truppe noch für Lacy machte das einen Unterschied. Sie umging seine Weigerung, mitzumachen, indem sie ohne sein Zutun seine Beine und damit seine Muskeln trainierte.

Aber es war Tarq, der ihn angrinste, als fände er die ganze Situation urkomisch, was Crow am meisten auf die Nerven ging. „Weißt du, sie würden viel schneller verschwinden, wenn du einfach mit Lacy zusammenarbeiten würdest, anstatt ihr die ganze Arbeit zu überlassen“, neckte Tarq.

Crow war sich nicht so sicher, ob Tarq damit recht hatte, aber wenn es sie dazu bringen würde, aufzuhören, war er bereit, es zu versuchen. Erst als er wieder im Bett lag und zu erschöpft war, um zu bemerken, dass Tarq nicht gegangen war, nachdem Lacy mit der Folter fertig war, dämmerte Crow, dass er an der Therapie teilgenommen hatte. Etwas, das er sich geschworen hatte, niemals zu tun.

Er brachte es nicht einmal fertig, Tarq deswegen böse anzustarren, denn seine Augen wollten einfach nicht offen bleiben. Crow nahm sich vor, Tarq anzuschreien, weil er ihn ausgetrickst hatte, wenn er aufwachte.

Erst als er einschlief, wurde Crow klar, dass er nicht nur akzeptierte, dass Tarq immer noch da war, ihre Finger ineinander verschlungen, sondern auch erwartete, dass Tarq da sein würde, wenn er aufwachte. Anstatt sich zu ärgern, konnte Crow nicht verhindern, dass tröstende Wärme seinen schmerzenden Körper erfüllte.

Kapitel 3

„Ich habe gehört, dass Crow endlich Fortschritte macht.“

Das Funkeln in Shanes Augen sagte Tarq, dass er höchstwahrscheinlich gehört hatte, was Jesse und seine Truppe so alles getan hatten, um dies zu bewirken. Shane war gekommen, um Tarq bei den Vorbereitungen für das Abendessen zu helfen, da dieser mehr Zeit mit Crow verbracht hatte als ursprünglich geplant.

Tarq hatte keine Ahnung, woher Jesse, Vail und Flynn diese Cheerleader-Sprüche hatten, aber er musste zugeben, dass sie Wirkung gezeigt hatten. „Da er zumindest bei der Therapie mitgemacht hat, würde ich das als Fortschritt betrachten, aber da es das einzige Mal war, dass er das gemacht hat, hat sich sein körperlicher Zustand nicht wirklich verbessert.“

Tarq hatte es geliebt, dass Crow ihm erlaubt hatte, seine Hand zu halten, während er ein Nickerchen machte. Es war ein Beweis dafür, wie sehr er sich tatsächlich bei der Therapie angestrengt hatte. Natürlich hatte Crow, als er aufwachte, Tarq wütend angestarrt und seine Hand weggerissen, bevor er Tarq aus seinem Zimmer scheuchte.

Nur weil er das Gefühl hatte, dass Crow für einen Tag genug unter Druck gesetzt worden war, hatte Tarq zugestimmt zu gehen, aber er würde morgen wiederkommen. Tarq wusste, wie stur Crow sein konnte, und war ziemlich sicher, dass er mit Zähnen und Klauen darum kämpfen würde, in diesem Bett zu bleiben.

Tarq wünschte nur, er könnte verstehen, warum. Der Mann, in den sich Tarq verliebt hatte, war niemand gewesen, der so einfach aufgab. Sicher, die Prognose, die man ihm gegeben hatte, war beschissen, aber das bedeutete nicht, dass sein Leben vorbei war. Am Anfang waren sich die Ärzte nicht sicher gewesen, ob Crow jemals wieder gehen könnte, aber jetzt, da die Schwellung entlang seiner Wirbelsäule zurückgegangen war, dachten sie, dass er es mit hartem Training schaffen könnte. Er würde höchstwahrscheinlich einen Stock oder eine andere Art von Gehhilfe benötigen, aber er sollte wieder gehen können.

Doch anstatt sich anzustrengen, um wieder auf die Beine zu kommen, schien Crow damit zufrieden zu sein, einfach im Bett zu liegen und sich in seinem Kummer zu suhlen. Für Tarq ergab das keinen Sinn. „Ich bin mir einfach nicht sicher, ob er mit dem Training weitermachen wird.“

Shane grinste. „Das liegt daran, dass du nichts von Operation Cheerleader weißt.“ Shane gluckste erneut. „Du solltest ihre Kostüme sehen.“ Er schauderte. „Ich dachte, ich würde bei so viel Neon blind werden.“

Tarq wurde von Furcht erfüllt. „Ich fürchte, ich habe Monster erschaffen, indem ich sie zu Crows Therapie mitgenommen habe.“ Nicht, dass Crow ihm wirklich eine Wahl gelassen hätte. „Ich war verzweifelt.“

Shane lachte bellend auf. „Ja. Ich kann verstehen, dass du sie nur als letztes Mittel einsetzt. Aber sieh es mal so: Wenn Crow sie loswerden will, wird er entschlossener denn je sein, die Therapie durchzuziehen, damit er nach Hause gehen kann.“

Tarq glaubte nicht, dass Crow ihm dafür danken würde. Trotzdem hatte Shane recht. Crow hatte große Anstrengungen unternommen, um seine Cheerleader-Gruppe loszuwerden. Kein noch so finsterer Blick oder Schimpfen hatte Jesse und seine Truppe davon abgehalten, mit zu seinen Therapiesitzungen zu kommen.

Sie versprachen, da zu bleiben, bis er wieder gehen konnte.

---ENDE DER LESEPROBE---