Ödipa - Helga Brehr - E-Book

Ödipa E-Book

Helga Brehr

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Beschreibung

Stammkneipe ›Florian‹, Berlin-Charlottenburg. Hier treffen sich jeden Donnerstagabend beim Wein die zwei alternden Freunde Hartmut und Klaus: Rentner, Witwer, vereinsamte Männer, mit unterschiedlichen Weltanschauungen und Diskussionen, die auch schon mal in Streit ausarten. Klaus drängt zum ersten Mal darauf, eine eigene Geschichte vorzutragen, angelehnt an seinen Lieblings-tragiker Sophokles. Jede Woche wird nun - häppchenweise und gespickt mit Zitaten - die Geschichte der Frau Idipa - oder Ödipa, wie Klaus sie am liebsten nennen würde - erzählt: Als Idipa Lars kennenlernt, scheint sie die Liebe ihres Lebens gefunden zu haben, nach der sie sich so lange gesehnt hat. Dass die Idylle nur trügerisch ist, stellt sich erst heraus, als sie sich Jahre später auf die Suche nach ihrer eigenen Vergangenheit macht. Ein gewaltsamer Tod, das Fehlverhalten anderen gegenüber und die Leugnung der eigenen Taten, führen die Frau von einen ins andere Unheil. Schuld und Schicksal holen sie ein und die Wahrheit ist grauenvoll. Helga Brehr behandelt in ihrer Novelle das Schuldgefühl zweier Menschen, die auf Vergebung hoffen. Ihre Protagonisten sind von der Unfähigkeit zur Ehrlichkeit geprägt, und suchen nach Auswegen wenigstens kleine Geständnisse anzudeuten. Als Katalysator dient der antike Mythos um Ödipus, der einen passenden Rahmen zu bilden scheint, um die eigene tragische Geschichte zu verpacken. Doch kann das Gewissen von der selbstverschuldeten Last tatsächlich befreit werden?

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Seitenzahl: 111

Veröffentlichungsjahr: 2014

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ÖdipaReihe: 21

Die Deutsche Nationalbibliothek – CIP-Einheitsaufnahme.Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet dieses Buchin der Deutschen Nationalbibliografie;detaillierte bibliografische Daten sind im Internet überhttp://dnb.d-nb.de abrufbar.

Erste Auflage 2014© Größenwahn Verlag Frankfurt am Main, 2014www.groessenwahn-verlag.deAlle Rechte vorbehalten.ISBN: 978-3-942223-88-1eISBN: 978-3-942223-89-8

Helga Brehr

Ödipa

Das Schuldgefühlzweier Menschen

Novelle

IMPRESSUM

Ödipa

Reihe: 21

AutorinHelga Brehr

SeitengestaltungGrößenwahn Verlag Frankfurt am Main

SchriftenConstantia und Lucida Calligraphy

CovergestaltungMarti O´Sigma

CoverbildMarti O´Sigma ›Die fliegende Schlange‹

LektoratRegine Ries

Druck und BindungPrint Group Sp.z.o.o. Szczecin (Stettin)

Größenwahn Verlag Frankfurt am MainAugust 2014

ISBN: 978-3-942223-68-3eISBN: 978-3-942223-69-0

Inhalt

›CAFÉ FLORIAN‹, BERLIN-CHARLOTTENBURG

›IDIPA‹ KAPITEL 1

›IDIPA‹ KAPITEL 2

›CAFÉ FLORIAN‹, BERLIN-CHARLOTTENBURG

›IDIPA‹ KAPITEL 3

›CAFÉ FLORIAN‹, BERLIN-CHARLOTTENBURG

›IDIPA‹ KAPITEL 4

›CAFÉ FLORIAN‹, BERLIN-CHARLOTTENBURG

›IDIPA‹ KAPITEL 5

›CAFÉ FLORIAN‹, BERLIN-CHARLOTTENBURG

›IDIPA‹ KAPITEL 6

›CAFÉ FLORIAN‹, BERLIN-CHARLOTTENBURG

ANMERKUNGEN

BIOGRAPHISCHES

›CAFÉ FLORIAN‹,BERLIN-CHARLOTTENBURG

»Was man sucht, es lässt sich finden, was man unbeachtet lässt, entflieht«, zitierte Klaus aus einer griechischen Tragödie. Ich trank einen Schluck Wein und sah zum Fenster hinaus in den trüben Frühlingsabend. Ein Mann und eine Frau standen auf der Straße vor unserer Stammkneipe ›Florian‹ in Berlin-Charlottenburg. Ihren Gesten nach schien das Paar sich heftig zu streiten. Ein kleines Mädchen sprang um sie herum und zupfte mal die Frau, mal den Mann am Ärmel, wurde aber von der Frau barsch zurückgewiesen. Der Mann legte schließlich einen Arm um die Schulter der Kleinen.

Ich wandte mich wieder Klaus zu, der mir am Wirtshaustisch gegenüber saß in grünen Cordhosen, grünem Polohemd und braunem Cordjackett. Sein Blick kam mir unruhig vor, ich hatte den Eindruck, dass er mir etwas Bestimmtes sagen wollte aber nicht wusste, auf welche Art er beginnen könnte. Warum machte er es immer so kompliziert? Warum legte er nicht einfach los? Ich hatte ein ungutes Gefühl, während ich ihn betrachtete. Sein schmales Gesicht, in dem die großen braunen Augen fast überdimensioniert erschienen, die grauen Haare, die in weichen Wellen bis in die hohe Stirn ragten, die geschwungenen Lippen und die schmalen, feingliedrigen Hände – ja, ich musste zugeben, dass er gebildet und sensibel wirkte, fast wie ein Künstler, aber ich bemerkte auch, dass er blass und mitgenommen aussah. Verglichen mit ihm glaubte ich, obwohl gleichaltrig, noch immer einen jüngeren und gesunderen Eindruck zu machen, wenn auch einen stämmigen und etwas nichtssagenden, mit meinem breiten Gesicht, den klaren, blauen Augen, den kurzen Haaren und meinen kräftigen Händen, denen man ansah, dass sie zupacken konnten.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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