Antisemitismus und "Los-von-Rom" in der Habsburgermonarchie - Fabian Gottfried Prilasnig - E-Book

Antisemitismus und "Los-von-Rom" in der Habsburgermonarchie E-Book

Fabian Gottfried Prilasnig

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  • Herausgeber: GRIN Verlag
  • Sprache: Deutsch
  • Veröffentlichungsjahr: 2024
Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2024 im Fachbereich Geschichte Deutschlands - 1848, Kaiserreich, Imperialismus, Note: 1,0, Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Geschichte), Veranstaltung: Seminar, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Nationalismus in der Habsburgermonarchie wirkte spaltend; einigende Faktoren waren supranational und historisch wie beispielsweise die Dynastie, die Armee, die Verwaltung und die Kirche. Die Lage der Juden war nicht gerade rosig, da nur eine kleine Minderheit wohlhabend war, während die große Masse, vor allem in Galizien, eine wirtschaftliche Stellung einnahm, die mittelalterlich anmutete. Im Jahre 1848 schlossen sich die Juden politisch den Liberalen an, welche nationalistisch waren und fast keine Sympathien für die Bestrebungen der anderen Nationalitäten empfanden. In Wien spielten die Juden eine hervorragende Rolle, sodass ein Teil der konterrevolutionären Propaganda einen antisemitischen Ton erhielt, der sich besonders gegen die jüdischen Kaffeehausliteraten wendete, die den überwiegenden Teil der damals in Blüte stehenden Journale, Gazetten und Flugschriften produzierten. Während der 1850er und 1860er Jahre hatten katholische und konservative Kräfte ihren Kampf gegen liberale Forderungen mit antisemitischen Parolen verstärkt. Die Verfassungskämpfe, die Nichtanerkennung des Konkordats und die Abspaltung der Altkatholiken nach dem Ersten Vatikanum erschütterte den österreichischen Katholizismus, und die konservative Presse gab die Schuld den Juden, die "gegen die Kirche, gegen den Klerus und die religiösen Orden" hetzen „und die verblendete Masse bis zu Gewalttaten aufreizen“. Karl Freiherr von Vogelsang, einer der führenden konservativen politischen Theoretiker jener Zeit, stimmte in die Hetze gegen die Juden mit ein, wobei sein Hauptinteresse sozialen und wirtschaftlichen Problemen galt. Sein Ideal war die Restauration der christlichen Wirtschaftsordnung, für den die Juden die Vorhut der kapitalistischen Ideologie und Praxis darstellten. Als Katholik lehnte er jedoch den rassischen Antisemitismus dezidiert ab und griff auch die hebräische Religion als solche nicht an. Nur der katholische Antisemitismus, der für eine Aufhebung der Emanzipation der Juden plädiert, sei der einzig sittliche, der christliche, und deshalb auch der einzig zielführende.

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