Die Krieger der Altaii - Robert Jordan - E-Book

Die Krieger der Altaii E-Book

Robert Jordan

0,0
16,99 €

oder
-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.

Mehr erfahren.
Beschreibung

Nr.-1-New-York-Times-Bestsellerautor und Fantasylegende Robert Jordan ist weltbekannt durch seine epische Fantasysaga »Das Rad der Zeit«. Jetzt erscheint erstmals sein bislang unveröffentlichtes Debüt: Die Wasserlöcher der Ebenen trocknen, dunkle Gestalten fallen in die Siedlungen ein. Das Böse ist auf dem Vormarsch. Wulfgar, Anführer der Altaii, muss das Unmögliche wagen: die berüchtigten Zwillingsköniginnen, Feldherren, Propheten und Magier einen, um die Altaii zu retten. Eine Besucherin aus einer anderen Welt, trägt die Antworten zur Rettung in sich, aber Wulfgar muss lernen, die richtigen Fragen zu stellen. Nur was, wenn das Wissen, das die Altaii rettet, sie auch zerstören wird?

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Veröffentlichungsjahr: 2020

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Inhalt

Cover & Impressum

Karte

Vorwort

Motto

I.

Die Spuren der Morassa

II.

Im Palast

III.

Die Erhabenen

IV.

Die Wanderin

V.

Eine Frage der Sprache

VI.

Der Preis

VII.

Das Kriegerbrandmal

VIII.

Das Hütchenspiel

IX.

Aus der Falle heraus

X.

Schicksalsirrungen

XI.

Eine Ehre und ein Befehl

XII.

Stolz oder Ehre

XIII.

Das neue Schoßtier

XIV.

Verzerrte Schatten

XV.

Die Feder

XVI.

Küchenabfälle

XVII.

Ein Glockenschlag

XVIII.

Die Gerechtigkeit der Frauen

XIX.

Der Funke einer Idee

XX.

Die letzte Gabelung des Varna

XXI.

Der Regelbrecher

XXII.

Der Nexus

XXIII.

Eine Staubwolke

XXIV.

Blut und Stahl

XXV.

Eide

XXVI.

Ein dichtes Gestrüpp

XXVII.

Ein kleiner Zauber

XXVIII.

Ein Vorhang aus Stahl

XXIX.

So weit gekommen

XXX.

Trommelschläge

XXXI.

Ein grüner Zweig

XXXII.

Leine und Halsband

XXXIII.

Der kalte Wind

XXXIV.

Und wir reiten

Karte

Motto

Ich bin Wulfgar, Fürst der zwei Pferdeschwänze, Krieger des Volkes der Altaii.Kommt näher, dann erzähle ich euch von Lanta der Unbesiegbaren, der Stadt der Zwölf Tore, der Perle der Steppe.Ich erzähle euch vom Zwillingsthron von Lanta und den Zwillingsköniginnen, die von ihm aus herrschten.Ich erzähle euch von den Morassa und von Brecon und Ivo, die sie in den Krieg führten.Ich erzähle euch von den Erhabenen und den Mächten, die im Jahr der Steinechse die Steppe heimsuchten.Kommt näher und hört zu.

III.

Die Erhabenen

Sobald wir den Großen Saal verlassen hatten, beschleunigten wir unseren würdevollen Schritt zu einem eiligen Gang. Sollten sich Sayene und Elana durchsetzen, dürften wir ungehindert gehen. Obwohl ich nicht verstehen konnte, aus welchem Grund sie bereit waren, für das Leben von zwei Barbaren zu streiten. Sollte sich aber Eilinn durchsetzen, würden jeden Augenblick Krieger aus allen Türen stürmen. Ein paar Schritte vor dem Ausgang blieb ich abrupt stehen. Harald wäre beinahe in mich hineingelaufen; als er sah, warum ich stehen geblieben war, stieß er einen Fluch aus.

Aus einem Seitengang glitten drei Gestalten heran. Sie hatten die Größe von normalen Männern. Ihre verhüllenden Roben wiesen eine schimmernde blaugraue Farbe auf. Jede von ihnen trug einen langen Stab, der sie überragte. Der Stab der Macht. Die Erhabenen befanden sich im Palast.

Wir Altaii haben nur wenig mit den Göttern zu tun, ob nun lebende oder anderweitige. Aber Wesen, deren Wagen durch die Luft fliegen können und deren Macht genauso groß oder vielleicht sogar größer ist als die der Schwestern der Weisheit, sollte man einen gewissen Respekt entgegenbringen. Und das hatte ich auch vor, aber nach allem, was geschehen war, wollte ich vor allem wissen, warum sie gekommen waren.

Die Erhabenen statten den Behausungen der Menschen nicht grundlos einen Besuch ab. Ihr Erscheinen kündet stets von großen Ereignissen, die die Erde erschüttern und den Himmel zerreißen. Wenn sie Lanta ihre Gunst erwiesen, während die Morassa im Palast waren, bedeutete das für die Altaii nichts Gutes.

In dem Augenblick, in dem wir sie bemerkten, bemerkten sie auch uns. Zu meiner Überraschung zuckten sie vor uns zurück, als wären sie völlig überrascht oder hätten Angst. Das vogelähnliche Trillern, das sie als Sprache bezeichnen, ertönte, und wie immer klang es wie ein Nest aus aufgescheuchten Timir. Bevor Harald oder ich auch nur eine Bewegung machen konnten, zeigte einer von ihnen mit dem Stab auf uns, und wir konnten uns nicht länger bewegen.

Ich kämpfte dagegen an, aber mein Körper hätte genauso gut zu Stein erstarrt sein können, so viel Kontrolle hatte ich darüber. Ich konnte nicht einmal den Kopf drehen, um Harald anzusehen, aber sein abgehacktes Atmen verriet mir, dass er genauso erstarrt war wie ich.

Die Erhabenen schienen uns zu ignorieren. Ehrlich gesagt hatten sie auch allen Grund dazu. Sie stellten sich im Kreis auf, und obwohl die trillernde Sprache verstummt war, hatte ich das Gefühl, dass sie noch immer miteinander debattierten.

Schließlich hörten sie damit auf und wandten sich wieder uns zu, schienen uns zu mustern. Dann rauschten sie einfach an uns vorbei und widmeten uns keine Aufmerksamkeit mehr, als wären wir lediglich zwei weitere Statuen.

Als sie sich entfernten, wich die Steifheit aus meinen Gliedern, so wie Wasser aus einem Krug läuft. Ich nahm einen zittrigen Atemzug, und das Gefühl, frei zu sein, um erzittern zu können, war befriedigender, als ich je geglaubt hätte.

»Was können die hier wollen?«, fragte Harald.

»Ich weiß es nicht«, erwiderte ich, »aber ich glaube, die Chancen, dass wir die Stadt lebendig verlassen, werden zusehends geringer.«

Er lachte. »Dann lass uns nicht bleiben, um die Einsätze zu kassieren.«

Die Wärter vor dem Tor musterten uns neugierig, aber sie hatten keine Befehle erhalten, also ließen sie uns passieren. Als wir uns den Lanzenreitern näherten, bemerkte ich ihre Unruhe. Zumindest sie schienen etwas zu spüren, schienen die Gefahr zu wittern. Schwerter wurden gelockert, Lanzen unauffällig aus ihrer Halterung genommen.

Orne brachte mir mein Pferd und beugte sich nach unten, um mir die Zügel zu reichen. »Gibt es Ärger? Kämpfen wir?«

»Jetzt nicht. Zumindest hoffe ich es.« Ich schwang mich in den Sattel. »Reiten wir.«

Ende der Leseprobe