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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Theologie - Praktische Theologie, Note: 1,7, Universität Münster, Sprache: Deutsch, Abstract: „Wir suchen einen Nachfolger für unseren langjährigen Vorstandsvorsitzenden, der bald in Ruhestand geht und deshalb nicht wieder kandidieren möchte, und haben damit einfach keinen Erfolg. So bleibt der alte Vorstand halt weiterhin im Amt, obwohl er das eigentlich nicht mehr will“. Diese Aussage eines Vorstandsmitgliedes einer Kolpingfamilie nach einem persönlichen Gespräch mit dem Autor beschreibt das Dilemma, in dem sich viele Mitglieder organisierten Vereinigungen befinden. Zwar erlebt das Ehrenamt und das freiwillige Engagement eine starke Zunahme in Deutschland, kirchliche Nonprofit-Organisationen konnten diesen Trend noch nicht bzw. nur zum Teil nutzen. Die vorliegende Arbeit beleuchtet die momentane Situation kirchlicher Nonprofit-Organisationen aus unterschiedlichen Perspektiven und zeigt nach einer kurzen Bestandsaufnahme mögliche Lösungsstrategien für die zukünftige Arbeit mit Freiwilligen auf. Die Bandbreite und das Verständnis für den Nonprofit-Bereich und seiner Organisationen sind je nach Betrachtungsweise sehr unterschiedlich und können zu Missverständnissen in der Kommunikation führen. In dieser Arbeit wird deshalb auf die operative Definition des John Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project zurückgegriffen, das den Nonprofit-Sektor folgendermaßen definiert.
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Veröffentlichungsjahr: 2008
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Inhaltsverzeichnis
1. Hinführung zum Thema und Erläuterung der Fragestellung
2. Definition der gewählten Nonprofit-Organisationen und des Begriffs „Freiwillige“
3. Situationsanalyse
3.1 Gesetzliche Faktoren
3.2 Gesellschaftliche Faktoren
3.3 Strukturelle Faktoren
3.4 Menschliche Faktoren
3.4.1 Zusammenspiel zwischen Haupt- und Ehrenamt
3.4.2 Interessenlage von Freiwilligen für deren Engagement
4. Lösungsstrategien
5. Resümee
Literaturverzeichnis
Die Bandbreite und das Verständnis für den Nonprofit-Bereich und seiner Organisationen sind je nach Betrachtungsweise sehr unterschiedlich und können zu Missverständnissen in der Kommunikation führen. In dieser Arbeit wird deshalb auf die operative Definition des John Hopkins Comparative Nonprofit Sector Project zurückgegriffen, das den Nonprofit-Sektor folgendermaßen definiert. Dieser Bereich umfasst Organisationen, die
Formell strukturiert
Organisatorisch unabhängig vom Staat
Nicht gewinnorientiert / nondistribution constraint
Eigenständig verwaltet
Keine Mitgliedschaft in Zwangsverbände wie Industrie- und Handelskammern
Zu einem gewissen Grad von freiwilligen Leistungen getragen sind.[1]
Im vorliegenden Fall wird die Definition noch um das Merkmal der kirchlichen Nähe ergänzt, d.h. es umfasst Organisationen, die durch ihr Selbstverständnis bzw. durch ihre Satzung als Teil der Kirche wahrgenommen werden oder die sich damit assoziieren. Als Beispiele für die zu untersuchenden Organisationen gelten z.B. Kolping und seine Untergliederungen, der CVJM, der Bund der katholischen Unternehmer oder Einrichtungen, die als eingetragener Verein Leistungen in den unterschiedlichen Hilfebereichen erbringen und deren Aufsichtsgremien mit Ehrenamtlichen besetzt werden.
Die Begrifflichkeit der „Freiwilligen“ umfasst die gesamte Bandbreite von ehrenamtlichem Engagement, von der Jugendleitertätigkeit bis hin zum ehrenamtlichen Vorstand.
Sie ist treffender als der Begriff der Ehrenamtlichkeit, der sich zu sehr auf die Ausübung eines Amtes stützt. Außerdem kommt er dem internationalen Begriff des „Volunteers“ am nächsten.[2]
Bierhoff definiert freiwillige Arbeit anhand von fünf Kriterien:
1. Intention, anderen Personen eine Wohltat zu erweisen
2. Freiwilligkeit der Entscheidung für die Aufrechterhaltung der Tätigkeit
3. Fehlen einer beruflichen Verpflichtung oder einer direkten Bezahlung der Tätigkeit
4. längerfristige Perspektive, die persönliches Engagement über mehrere Monate oder Jahre einschließt
5. Bindung an eine Organisation, die sich mit der Lösung sozialer oder individueller Probleme im In- oder Ausland befasst.[3]