Jesus – Meine Kraft im Alltag - Armin Mauerhofer - E-Book

Jesus – Meine Kraft im Alltag E-Book

Armin Mauerhofer

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Beschreibung

Es gibt leider zu viele Gläubige, die Jesus aus eigener Kraft nachzufolgen versuchen. Immer wieder sind sie von sich und ihrer mangelhaften Nachfolge enttäuscht. Diesem unbefriedigenden Zustand wird im vorliegenden eBook die befreiende Botschaft der uns in Jesus zur Verfügung stehenden Kraft gegenübergestellt. Der Verfasser zeigt auf, dass es der Auftrag eines jeden Gläubigen ist, sein Denken, Fühlen, Wollen und seine Glieder Jesus ganz zur Verfügung zu stellen, denn er will sie gebrauchen. Er will im Alltag das Leben der Gläubigen nicht nur bestimmen, sondern er selbst will dieses Leben sein. In besonderer Weise wirkt sich die Tatsache, dass Jesus in den Gläubigen wohnt, im Zusammenleben mit anderen Menschen aus, und zwar in Ehe, Familie, am Arbeitsplatz und in der Gemeinde. Weshalb? Weil der im Gläubigen lebende Christus eine umgestaltende Wirkung auf dessen praktisches Verhalten ausübt. Jesus vermag sogar unseren Charakter umzuformen. Diese beglückende Tatsache aufzuzeigen, ist Hauptanliegen des vorliegenden eBooks. Darüber hinaus kann dieses eBook Verkündigern gute Anregungen zu Bibelstunden und Predigten über den Kolosserbrief geben.

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Seitenzahl: 137

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Jesus – Meine Kraft im Alltag

Eine Auslegung des Kolosserbriefes – Band 2

Armin Mauerhofer

Impressum

© 2017 Folgen Verlag, Langerwehe

Autor: Armin Mauerhofer

Cover: Casper Kaufmann

ISBN: 978-3-95893-088-9

Verlags-Seite: www.folgenverlag.de

Kontakt: [email protected]

Shop: www.ceBooks.de

 

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Autor

Armin Mauerhofer (* 15. November 1946) ist ein schweizerischer Lehrer, evangelikaler Theologe und Pfarrer im Bund der Freien Evangelischen Gemeinden in der Schweiz. Er war 1986-2016 Professor für Praktische Theologie an der Staatsunabhängigen Theologische Hochschule (STH) in Riehen bei Basel.

Inhalt

Titelblatt

Impressum

Autor

Vorwort

KOLOSSERBRIEF, KAPITEL 3

Die Gläubigen haben zu suchen, was droben ist

Die Gläubigen haben den alten Menschen ausgezogen

Die Gläubigen haben den neuen Menschen angezogen

Wir sind Auserwählte Gottes

Wie sieht das christliche Familienleben aus?

Wie sieht das Verhältnis zwischen Herr und Knecht unter Gläubigen aus?

KOLOSSERBRIEF, KAPITEL 4

Fortsetzung der Darlegung über das Verhältnis zwischen Herr und Knecht unter Gläubigen

Ermahnungen zum Gebet und zum rechten Verhalten gegen Ungläubige

Die Überbringer der persönlichen Mitteilungen

Verschiedene Personen, die ich Ihnen gerne vorstellen möchte, übermitteln Grüße

Einige Anweisungen und Segenswunsch

Unsere Empfehlungen

Vorwort

 

 

Einer Schrift eines früheren Studenten von mir ein kurzes Wort voranzustellen, erachte ich als ein Vorrecht.

Pfarrer Armin Mauerhofer hat die Gabe, große Wahrheiten kurz und in einfacher Weise zu sagen. Christus bildet dabei die Mitte. Sein Werk ist der Ausgangspunkt aller Betrachtungen. Das freut mich. Alle Ermahnung läuft darauf hinaus, mit ihm zu rechnen.

Sie bleibt nicht beim Allgemeinen. Die biblische Wahrheit wird ins Haus gebracht, ins Privatleben, auf den Arbeitsplatz. Der Ruf zur Buße wird eingeflochten. Man wird persönlich angesprochen, aufgerufen.

Zugleich sind die Auslegungen und Anwendungen in starker Weise gemeindebezogen. Dem Christen wird ein Gemeindebild, wie es dem Autor vom Neuen Testament her vorschwebt, dargelegt und zugleich wird ihm sein Platz in der Gemeinde gezeigt.

Zugegeben, an einigen Stellen hätten andere etwas anders ausgelegt. Es könnte sich aber auch für solche einmal lohnen, diese Ausführungen zu lesen und sich zu fragen: Lebe ich wirklich aus dem Leben des auferstandenen und erhöhten Christus, sowohl von Montag bis Samstag, als auch am Sonntag?

Prof. Herbert Jantzen

KOLOSSERBRIEF, KAPITEL 3

Die Gläubigen haben zu suchen, was droben ist

Kolosser 3, 1-4

V.l Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so suchet, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.

In Kapitel 2,12 hat Paulus den Vorgang des Mit-Auferweckt-Werdens mit Christus beschrieben. Ich lege hier nur noch kurz die wesentlichsten Gedanken dieses Vorgangs dar.

1. Das Mitsterben.

Bevor wir mit Jesus auferstehen können, müssen wir mit ihm sterben. Dieses Mitsterben geschieht dann, wenn ich, nachdem ich meine Sünden bereut und bekannt habe, glaube, dass Jesus Christus an meiner Stelle am Kreuz von Golgatha gestorben ist. Durch den Glauben an das stellvertretende Opfer Jesu nimmt mich der Heilige Geist mit hinein in den Tod Jesu Christi. Was stirbt, wenn mich der Heilige Geist in das Sterben Jesu Christi hineinnimmt? In Römer 6,6 (vergl. auch Eph. 4,22; Kol. 3,9) wird deutlich gezeigt, dass dies der alte Mensch ist, der stirbt. Der alte Mensch ist die an die Sünde versklavte Natur, also der Teil des Menschen, auf welchen Satan rechtmäßig sein Anrecht geltend machen konnte. Wenn der alte Mensch gestorben ist, hat Satan seinen rechtmäßigen Anspruch auf unser Leben ganz verloren (Römer 6,7).

2. Das Mitauferstehen.

Jeder, der mit Christus gestorben ist, wird, wenn er an den auferstandenen Herrn Jesus Christus glaubt, durch den Heiligen Geist in die Auferstehung Jesu Christi hineingenommen.

Was geschieht, wenn ein Mensch mit Jesus Christus aufersteht? Er erhält ein neues Leben, eine neue Natur. Dieses neue Leben, das ihm durch das Mitauferstehen zukommt, ist nichts anderes als Jesus. Jesus hat in ihm Wohnung genommen und ist nun sein Leben.

Paulus fordert nun alle, welche mit Christus auferstanden sind, auf, das zu suchen, was droben ist. Sicher ließen sich viele Dinge aufzählen, die «droben», d.h. im Himmel sind. Da wären einmal das neue Jerusalem (Offb. 21,2) und die vorangegangenen Gläubigen (Joh. 17,24) zu erwähnen.

In diesem Vers weist aber Paulus auf die Mitte dessen hin, was im Himmel ist, nämlich auf Christus. Christus ist im Himmel und ist dort zur Rechten Gottes sitzend. Dieses Sitzen zur Rechten Gottes weist auf die Stellung dessen hin, mit dem wir auferstehen durften.

In seinem Sitzen zur Rechten Gottes wird sichtbar, dass er alle widergöttlichen Mächte endgültig besiegt hat (Eph. 1,20-23).

Dieses Sitzen zur Rechten Gottes weist auch auf seine Hohenpriesterstellung hin, die er dazu benutzt, Glaubende mit Gott zu versöhnen (Hebr. 8,1.2).

Schließlich weist es darauf hin, dass er unser Fürsprecher ist (1. Joh. 2,1.2).

Wir werden also aufgefordert, den erhabenen, über allem stehenden Christus zu suchen. Das Wort «suchen» zeigt klar, dass wir uns nur diesem einen Ziel, nämlich dem erhöhten Christus, zuwenden sollen, ohne uns von irgend etwas anderem ablenken zu lassen. Einziges Ziel soll sein, in unserem Leben ganz auf den erhöhten Christus ausgerichtet zu leben.

Dieses auf den zur Rechten Gottes thronenden Christus ausgerichtete Suchen offenbart sich in unserem Leben auf verschiedene Arten.

Vorerst zeigt es sich im Gebetsleben. Wir suchen den Erhabenen im Gebet.

Weiter ist unser innigstes Verlangen, dass die Herrlichkeit Christi, der in uns lebt, durch unser Leben sichtbar wird.

Wir suchen, seine Siegeskraft über die Mächte der Finsternis in unserem Leben sichtbar werden zu lassen.

Wenn wir in Sünde gefallen sind, suchen und finden wir bei Jesus Vergebung.

Als Mitauferstandene haben wir ganz auf Jesus ausgerichtet zu leben, mit dem Ziel, dass seine Erhabenheit durch unser Leben in dieser Welt sichtbar und spürbar wird.

V.2 Denket an das, was droben ist, und nicht an das, was auf der Erde ist.

Paulus zeigt in diesem zweiten Vers deutlich, was er unter «dem Suchen» versteht. Unser Denken soll auf das, was droben ist, nämlich auf den erhöhten Christus ausgerichtet sein. Wenn unser Denken voll Jesus ist, zeigt sich das in unserem ganzen Leben, sowohl im Reden als auch im Benehmen. Ist Ihr Denken geprägt von Jesus?

Zugleich warnt Paulus jeden, der mit Jesus auferstanden ist, dass er sein Denken nicht mehr mit dem füllen soll, was auf der Erde ist.

Was findet sich auf Erden?

In erster Linie das Angebot der Sünde. Das Angebot des Alkohols, des Nikotins, der sexuellen Ausschweifung, der Drogen … Weiter finden sich die folgenden Angebote: Reichtum, Ansehen, Ehre, Ruhm …

Auch Vergnügen werden mir auf dieser Erde angeboten: Tanz, Kartenspiel, Filme …

Mit dem, «was auf Erden ist», sind nicht nur die Angebote der Sünde gemeint, sondern dazu gehört alles, was mit dem irdischen Leben zusammenhängt. Das Erwerben von Eigentum, das Verrichten einer Arbeit, das Essen und Trinken, das Heiraten … Es gehören also auch Dinge dazu, die an sich nicht sündig sind. Doch können diese Dinge dann zur Sünde werden, wenn unser Denken ausschließlich auf sie ausgerichtet ist.

Paulus warnt hier jeden Wiedergeborenen, sein Denken den irdischen Dingen zuzuwenden. Wer sein Denken trotzdem mit diesen irdischen und vergänglichen Dingen füllt, wird entsprechend zu reden und zu leben beginnen.

Ich kann mein Denken nicht zerteilen. Entweder ist mein Denken und damit mein Leben voll Jesus, oder es ist voll von irdischen Dingen und damit von Gott abgewandt. Was prägt Ihr Denken und Leben, Jesus oder das Irdische?

V.3 Denn ihr seid gestorben und euer Leben ist verborgen mit Christo in Gott.

Dieser mit denn eingeleitete Vers zeigt den Grund, weshalb wir unser Denken nicht mehr mit dem füllen müssen, was auf dieser Erde an Sünde, Ansehen und Vergnügen angeboten wird. Der Grund dazu liegt ganz einfach darin, dass wir dem, was auf Erden angeboten wird, gestorben sind. Unser alter Mensch, der unter der Herrschaft Satans und dadurch unter der Herrschaft all dieser Dinge stand, ist gestorben. Somit sind wir befreit von der Herrschaft Satans und auch frei in unserem Denken. Es wäre dumm, unser für Jesus befreites Denken wieder dem, was der Satan anbietet, zur Verfügung zu stellen. Wohl ist unser Fleisch noch versuchlich, doch kann Satan über dasselbe keine Zwangsherrschaft mehr ausüben.

Das Leben, das wir nach der Auferstehung mit Jesus leben, leben wir ausschließlich mit seiner Hilfe, weil er in uns lebt. Meine Glieder, mein Denken, Wollen und Fühlen gehören ihm.

Dieses mit Hilfe des Christus gelebte Leben, lebe ich in Gott.

Gott, der Schöpfer aller Dinge und Herr aller Herren umgibt die, in denen er lebt, von allen Seiten (Ps. 139,5). Er ist neben, über und unter ihnen.

Dieses «In-Gott-Sein» wirkt in meinem Leben Geborgenheit, weil ich auf die bestmögliche Art bewahrt bin (Ps. 17,8). Ich weiß, dass alles, was an Problemen und Schwierigkeiten an mich herantritt, zuerst bei dem mich umgebenden Gott vorbeiging.

In mir lebt Jesus, so dass ich sagen kann, Jesus ist mein Leben. Ich lebe in Jesus, deshalb weiß ich mich von ihm nach außen bewahrt. Die Tatsache, dass Jesus in mir lebt und ich in ihm, ist meinen Mitmenschen verborgen, nicht sichtbar. Sie sehen wohl die Auswirkungen dieser Tatsache, dass Jesus in mir und ich in ihm lebe. Sie bemerken, dass ich mich nicht dem Irdischen, dem Vergänglichen zuwende, sondern dass ich meine Zeit Jesus zur Verfügung stelle. Die ungläubigen Mitmenschen halten uns für dumm, für einseitig, weil wir an den Vergnügen und an den Angeboten von Ansehen und Reichtum Vorbeigehen. Ja, es bleibt vor den Augen der Ungläubigen verborgen, dass jeder Gläubige dadurch, dass Jesus in ihm wohnt, und er in ihm lebt, viel, viel mehr hat, als diese Welt anbietet.

V.4 Wenn aber der Christus, euer Leben, geoffenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm geoffenbart werden in Herrlichkeit.

Es wird der Augenblick kommen, wo Christus, der jetzt schon mein Leben ist, vor aller Welt sichtbar in Erscheinung treten wird. Wann wird Jesus vor aller Welt geoffenbart werden?

Dieses Sichtbarwerden Jesu vor aller Welt wird nicht sein, wenn er kommt, um die Gläubigen zum Hochzeitsmahl zu holen. Bei diesem ersten Erscheinen kommt er nur in den Lufthimmel und wird also nicht offenbar vor der Welt (1. Thess. 4,16).

Dieses Sichtbarwerden Jesu wird dann der Fall sein, wenn er kommt, um auf dieser Erde das 1000-jährige Reich zu errichten. Die Beschreibung dieser Sichtbarwerdung findet sich in Offb. 19,11-16.

Paulus führt in diesem Vers weiter aus, was bei dem Offenbarwerden von Christus mit denen geschehen wird, die Jesus jetzt schon als ihr Leben in sich tragen. Sie werden mit Christus vor aller Welt geoffenbart werden und zwar in Herrlichkeit. Die Beschreibung dieses Ereignisses findet sich in Sach. 14,5.

Die, in denen Jesus heute schon leben darf, werden wie Jesus einen unsterblichen Leib haben (1. Kor. 15,51-54).

Sie werden Jesus gleich sein (Phil. 3,21).

Sie werden mit Jesus 1000 Jahre regieren auf dieser Erde (Offb. 20,6).

Heute ist es, wie wir in Vers 3 sahen, für die irdischen Augen noch verborgen, dass Jesus in uns lebt. Man kann nicht mehr als die Auswirkungen dieser Tatsache in meinem Benehmen und Verhalten verspüren. Bei der Aufrichtung des 1000-jährigen Reiches aber, wenn Jesus vor aller Welt sichtbar in Erscheinung tritt, werde ich mit ihm geoffenbart werden. Es wird dann für alle auf dieser Erde lebenden Menschen sichtbar sein, dass Christus mein Leben war und ist.

Die Gläubigen haben den alten Menschen ausgezogen

Kolosser 3,5-9

V.5 Habt nun die Glieder, die auf der Erde sind, getötet1: Hurerei, Unreinigkeit, Leidenschaft, böse Begierden und die Habsucht, welche Götzendienst ist

Bei jedem Gläubigen ist der alte Mensch, das ist die an die Sünde versklavte Natur, tot. Weiter sind wir mit Christus auferstanden, und er lebt in uns. Gerade deshalb, weil Jesus in uns lebt, sind wir aufgerufen, zu suchen was droben ist, nämlich Jesus selbst. Seine Verherrlichung, seine Ehre haben wir zu suchen. Ja, wir sollen nicht mehr auf das ausgerichtet sein, was auf der Erde ist.

Was findet sich auf dieser Erde?

Hier ist unser Leib, unsere Glieder. Dieser Leib bleibt solange wir leben zu allem Irdischen, Vergänglichen, Sündigen geneigt (Röm. 8,7). Wie kann ich aber suchen, was im Himmel ist, solange sich mein Leib noch zu dem hingezogen fühlt, was auf der Erde ist?

Als mit Christus Gestorbene dürfen wir unsere Glieder der Sünde und ihren Ansprüchen gegenüber für tot halten. Es wäre falsch, die Gläubigen aufzurufen, ihre Glieder immer wieder zu töten, denn diese Aufforderung ginge von der Voraussetzung aus, dass sich im Gläubigen selbst die Kraft finden würde, die Sünde zu überwinden. Dies aber ist nicht so. Die Kraft unserer Überwindung liegt im Sieg von Golgatha begründet, deshalb werden wir aufgefordert, an der durch das Mitsterben mit Jesu vollbrachten Tatsache, dass wir der Sünde und ihren Ansprüchen gegenüber tot sind, festzuhalten.

Wenn wir unsere Glieder der Sünde gegenüber für tot halten, kann die Sünde dieselben zu keiner Sünde mehr missbrauchen. Ja, die Sünde hat, wenn wir uns jeden Augenblick ihr gegenüber für gestorben halten, die Herrschaft über unseren Leib gänzlich verloren (Röm. 6,14).

1) Habt … getötet heißt: Haltet euch, da ihr ja mit Christus gestorben seid, für gestorben.

In unserem Leben zeigen sich, weil wir die Glieder der Sünde gegenüber für tot halten (Röm. 6,11), folgende Sünden nicht mehr: Hurerei: Es findet sich in unserem Leben weder der voreheliche, noch der außereheliche Geschlechtsverkehr. Unreinigkeit: Es finden sich auf dem sexuellen Gebiet auch keine unreinen Gedanken und Handlungen wie Selbstbefriedigung in unserem Leben. Leidenschaft: Die Sexualität wird nicht zu einer zügellosen Leidenschaft, die nur noch sich selbst sieht und den andern kaum oder nicht mehr berücksichtigt.

Wer sich der Sünde gegenüber für gestorben hält, bei dem fällt die Herrschaft der sexuellen Leidenschaft weg, weil Jesus Herr in seinem Leibe sein darf. Paulus verneint in keiner Weise die Sexualität, sondern zeigt, dass wir von der Leidenschaft derselben, die uns in viele Sünden hineinreißen würde, befreit sind.

Auch das Folgende findet sich nicht mehr in unserem Leben: Böse Begierden: In unserem Leben finden sich weder Neid noch die Begierde, den Besitz des andern auf irgend eine Weise, sei es durch Raub oder Betrug, an uns zu bringen. Habsucht: In unserem Leben fällt auch das Verlangen nach noch mehr Besitz, nach noch größerem Reichtum, weg.

Bei jedem, der sich der Sünde gegenüber für gestorben hält, fällt die Herrschaft des Besitzes weg, weil Jesus Herr in seinem Leben sein darf. Paulus verneint in keiner Weise den Besitz, sondern zeigt, dass wir von der Herrschaft, die der Besitz, in besonderer Weise das Geld, über uns ausüben kann, frei sein können.

Bevor ich weitergehe, wende ich mich noch einmal kurz der Habsucht zu, weil der Text von ihr etwas ganz Besonderes sagt, nämlich dass diese Götzendienst ist.

Ein Gläubiger, der sein Herz dem Geld verschenkt hat, muss wissen, dass dies genau dasselbe ist, wie wenn er vor goldenen oder silbernen Göttern knien würde.

Er dient auch, wenn er die Habsucht in seinem Leben duldet, dem Abgott der Unabhängigkeit, denn das Geld macht ihn blind für die Tatsache, dass er ein armer, hilfsbedürftiger Mensch bleibt und jeden Augenblick von Gott abhängig ist.

Das Geld wird deshalb den Menschen, auch den Gläubigen, zum Götzen, weil es eine unbeschwerte Gegenwart, eine gesicherte Zukunft und Geborgenheit im Alter verspricht. Dies ist aber nur scheinbar so. Kommt eine Inflation, ein Krieg oder tritt eine tödliche Krankheit in das Leben, so sehen wir, dass das Geld ein Götze ist, der nicht helfen kann, der uns im Stich lässt.

Ich bitte alle Gläubigen, ihr Vertrauen allein auf Gott zu setzen und niemals auf das Geld, denn dies ist Götzendienst. Alle Gläubigen, die sich von der sexuellen Leidenschaft beherrschen lassen oder das Geld über alles lieben, sind unbrauchbar für Gott.

V.6 Um welcher Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams

All diese eben aufgezählten Sünden, die sich im Leben eines Wiedergeborenen nicht mehr finden, zeigen sich im Leben der Söhne des Ungehorsams. Wer mag wohl mit diesen gemeint sein?