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Kinder zum selbstständigen Entdecken biblischer Geschichten einladen – das ist das Potenzial der Mach mit-Methoden. Die Beschreibung der Methoden – abgestimmt auf Kinder von 6 bis 12 Jahren – hat viel Praxisbezug und ist übersichtlich gestaltet, teilweise mit Abbildung und Download. Mit Kindern die Bibel erzählen: Geschichten begeistern durch Emotionen und Bilder, die zum Staunen, Fragen und Deuten einladen. Wer Kindern eine Geschichte erzählt, tritt an die Stelle der biblischen Erzählperson und erweckt das Geschehen neu zum Leben. Die Mach mit-Methoden: Eine aktive Gestaltungshilfe für Kindergottesdienst, Jungschar, Freizeit und Religionsunterricht.
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2025
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Sara Schmidt
Mach mit-Methoden
Praxisverlag buch+musik bm gGmbH
In unseren Veröffentlichungen bemühen wir uns, die Inhalte so zu formulieren, dass sie allen Menschen gerecht werden, dass sich alle Geschlechter angesprochen fühlen, wo alle gemeint sind, oder dass ein Geschlecht spezifisch genannt wird. Nicht immer gelingt dies auf eine Weise, dass der Text gut lesbar und leicht verständlich bleibt. In diesen Fällen geben wir der Lesbarkeit und Verständlichkeit des Textes den Vorrang. Dies ist ausdrücklich keine Benachteiligung einzelner Geschlechter.
Benennung der Bibeltexte auf Grundlage der Überschriften in der Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuauflage, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Verwendung mit freundlicher Genehmigung.
Dieser Titel ist entstanden in Zusammenarbeit mit dem Bibellesebund Schweiz, www.bibellesebund.ch, und der Deutschen Bibelgesellschaft, www.die-bibel.de.
© 1. Auflage 2025 Praxisverlag buch+musik bm gGmbh, Stuttgart 2025 All rights reserved.
Praxisverlag buch+musik bm gGmbh; www.praxisverlag-bm.deHaeberlinstraße 1–3, 70563 Stuttgart, [email protected] ISBN Buch 978-3-86687-390-2 | ISBN E-Book 978-3-86687-391-9
Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart; www.die-bibel.deBahlinger Straße 31 A, 70567 Stuttgart, [email protected] ISBN Buch 978-3-438-03987-3 | ISBN E-Book 978-3-438-07274-0
Lektorat: buch+musik – Dorothea Zarbock, Gießen Umschlaggestaltung, Satz Downloads: buch+musik – Toby Wolf, Stuttgart Satz: buch+musik, Stuttgart – unter Verwendung von parsX der pagina GmbH, Tübingen Bildrechte Umschlag, Inhalt, Downloads: iStock: Vitalii Dumma; unsplash: Marjan Blan Bildrechte Foto: Sara Schmidt, Steffisburg Bildrechte Illustrationen: Bianca Stegmaier, Ditzingen Bildrechte Fotos Autorin: Klaus Anderson, Sindelfingen; Illustratorin: privat
Einleitung
Mit Kindern die Bibel erzählen
Die Reihe „Mach mit-Methoden“
Personale Erzählung
Ich-Erzählung
Türöffner
Textvorlesung
Freie Erzählung
Gegenstand mit Geschichte
Erzählung mit Nebenfigur
Erzählende Steine
Zeitungsknicke
Ballongeschichte
Schatzgräberkiste
Magnetgeschichte
Erzählung mit Textblasen
Fantasiereise
Lied-Erzählung
Knetgeschichte
Open End
Verzweigte Erzählung
Labyrinth-Geschichte
Geschichtendreh
Geschichtentüte
Nacherzählung
Erzähl-Leine
Erzählreihe
Emoji-Geschichte
Autorin und Illustratorin
Reihe Mach mit-Methoden
Die Methoden in diesem Band laden zum Erzählen biblischer Geschichten ein. Sie wollen begeistern, Emotionen wecken, Bilder und Vergleiche anregen, zur Identifikation, zum Staunen, Fragen und zu eigenen Deutungen einladen. Ob als Erwachsener oder als Kind, wer eine solche Geschichte weitererzählt, tritt an die Stelle der biblischen Erzählperson und erweckt die Geschichte neu zum Leben.
Sieben praktische Tipps, damit Erzählen gelingen kann:
Die Geschichte kennen: Den Text mehrmals lesen, um die Botschaft, das Besondere dieser Geschichte und wie sie im Gesamtzusammenhang der Bibel steht, zu erkennen.
Sprache anpassen: Eine einfache Sprache verwenden, schwierige Wörter erklären. Nicht zu schnell sprechen und Pausen einlegen, damit das Gehörte verarbeitet werden kann.
Spannung aufbauen: Betonungen, Pausen und wechselnde Lautstärke nutzen, um dramatische Momente hervorzuheben, z.B.: „Und plötzlich ... war es ganz still.“
Emotionen zeigen: Mimik, Gestik und die eigene Stimme bewusst einsetzen, um die Gefühle der Figuren darzustellen.
Visuelle Hilfsmittel nutzen: Bilder, Figuren oder einfache Gegenstände einsetzen, um die Geschichte greifbarer zu machen.
Kinder integrieren: Das gelingt durch Fragen, Mitmachen und Mitgestalten bis hin zum eigenen Erzählen durch die Kinder.
Das Gespräch suchen: Mit offenen Fragen wie „Was hat dir besonders gefallen?“, „Wo findest du dich in der Geschichte wieder?“ gemeinsam über die Geschichte nachdenken.
Ein wichtiger Aspekt beim Erzählen ist die Wahl der Erzählperspektive. Die ersten beiden Methoden in diesem Band beschreiben streng genommen keine Methoden, sondern zwei Erzählperspektiven: Die „Personale Erzählung“ übernimmt die Perspektive einer Figur, ohne Teil der Handlung zu sein. Die „Ich-Erzählung“ beschreibt die Handlung aus der Ich-Perspektive. Weitere Perspektiven sind die neutrale und die allwissende Erzählperson, die unter „Varianten“ kurz beschrieben werden. Jede dieser Perspektiven beeinflusst, wie eine Geschichte gehört und erlebt wird und welche Art an Informationen die Zuhörenden erhalten.
Zwei andere Methoden zeigen gegensätzliche Erzählansätze auf. Die „Textvorlesung“ (oder das Erzählen eng am biblischen Text) bewahrt Form, Struktur und den Erzählstil einer Geschichte und führt Kinder an die biblische Sprache heran. Die „Freie Erzählung“ bringt einen Bibeltext in eine eigene Gestaltung. Sie arbeitet mit dem, was zwischen den Zeilen steht, mit dem Ziel, dass die Geschichte für die Zuhörenden leicht verständlich und emotional zugänglich wird. Welcher Ansatz gewählt wird, hängt mit den Vorlieben der erzählenden Person zusammen, mit der Gruppe und der gewählten Geschichte.
Die weitere Methoden-Auswahl deckt eine Breite an Zugängen ab. Dazu gehören klassische Erzählmethoden, beispielsweise die „Erzählung mit Nebenfigur“, meditative Zugänge wie die „Fantasiereise“, plastische Zugänge wie „Knetgeschichte“ und spielerisch-gestaltende Methoden wie „Erzählende Steine“. Daneben stehen interaktive Methoden wie „Verzweigte Erzählung“ und solche, mit denen die Kinder selbst erzählen, z.B. die „Erzähl-Leine“.
Methoden speziell zur Darstellung mit Figuren, zur Arbeit mit Bildern und Symbolen, und Methoden, mit denen Kinder Geschichten sinnenorientiert erleben können, werden an anderer Stelle der „Mach mit Methoden“ – Reihe thematisiert.
Die Methoden unterscheiden sich hinsichtlich der Form der Darbietung. So laden einige Methoden (z.B. „Freie Erzählung“, „Gegenstand mit Geschichte“) Kinder ein, Geschichten zu hören und zu erfahren. Sie geben Kindern die Möglichkeit, sich intensiv auf eine Darbietung einzulassen. Ein Gespräch über die Geschichte kann im Anschluss folgen.
Andere Methoden ermöglichen es Kindern, die Geschichte aktiv mitzugestalten. Dazu gehören „Schatzgräberkiste“, „Zeitungsknicke“. Auch Methoden wie „Open End“ oder „Geschichtendreh“ gehören zu dieser Art und regen Kinder an, mit der Handlung einer Geschichte spielerisch umzugehen, eigene Schlüsse zu ziehen und so weiter über die Geschichte nachzudenken.