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Werben in eigener Sache. Vor wenigen Jahren kämpften Bewerber und Bewerberinnen um gute Arbeitsplätze. Heutzutage kämpfen Unternehmen um gute Mitarbeitende - es muss ihm ein hervorragendes Arbeitsumfeld bieten. Andererseits klagen Unternehmer und Personalchefs nicht nur über mangelnde fachliche Voraussetzungen, sondern auch über fehlende Umgangsformen der Bewerber. Trotz mancher Herausforderung, einen geeigneten Bewerber zu finden, sind die Kandidaten eindeutig im Vorteil, die sich den modernen Umgangsformen entsprechend verhalten. Eine höfliche und authentische Freundlichkeit wirken überzeugend. Obwohl viele Unternehmen den Erstkontakt digital/online wünschen, werden beim folgenden Vorstellungsgespräch nach wie vor die klassischen Verhaltensmuster erwartet. So bleibt die Herausforderung beim Gespräch besonders positiv zu wirken. Auf jede Nuance scheint es anzukommen. Es soll sich selbstbewusst - aber nicht arrogant, interessiert - aber nicht zu neugierig, fachlich perfekt und menschlich überzeugend, motiviert, sprachlich und körpersprachlich korrekt und und und ... dargestellt werden. In letzter Zeit spürt die Frau gesellschaftliche Unterstützung, sich in hohe und sogar berufliche Top-Positionen vorzuarbeiten. In einer nach wie vor von Männern dominierten Arbeitswelt bedeutet das für viele Frauen eine zusätzliche Herausforderung. Nutzen Sie die Möglichkeiten! Für Damen und Herren gilt: Bewerben Sie sich und werben Sie überzeugt in eigener Sache. Das Beste was Sie anbieten, ist Ihre eigene Arbeitskraft und Ihre Persönlichkeit.
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Seitenzahl: 91
Veröffentlichungsjahr: 2024
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GRUßWORT ZUR 1. AUFLAGE
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Worauf es ankommt, um Erfolg zu haben
VORWORT ZUR AKTUELLEN 5. AUFLAGE
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ICHT STELLEN
Durch gute Vorbereitung punkten
TEIL 1 – DIE VORBEREITUNG
ORIENTIERUNG UND BEWERBUNG
D
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USWAHL DER MÖGLICHEN
A
RBEITGEBER
Die Erwartungshaltung des Arbeitgebers
Die Bewerbung
Ich muss wissen, was ich suche
D
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HASEN DES
B
EWERBUNGSPROZESSES
Die drei Phasen des Bewerbungsprozesses
Anzeigen
Mit offenen Augen durch die Stadt
Erstkontakt mit einem Chatbot
D
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NTERLAGEN
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APIER IST GEDULDIG
Die Bewerbungsunterlagen
Werbung in eigener Sache
Die Bewerbungsmappe – falls noch gewünscht
Das Begleitschreiben
Das Bewerbungsfoto
Der Lebenslauf
Zocken bei der Bewerbung?
Der Bewerber sucht den Arbeitgeber aus
Die Initiativ-Bewerbung...
Die Bewerbung online
D
IE
K
ONTAKTAUFNAHME
„D
ARF ICH MICH VORSTELLEN
?“
Das Online-Bewerbungs-Formular
E-Mail-Bewerbung
TEIL 2 – DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH
SIE SIND EINGELADEN
V
ORBEREITUNG AUF DEN GROßEN
T
AG
Meine Vorbereitung zum Bewerbungstag
Der passende Dress-Code – Das Outfit
Das Erscheinungsbild
D
ER GROßE
T
AG
Die Anfahrt
Der Händedruck – Bakterienüberträger oder Kontaktschaffer?
Lächeln entwaffnet
Die Mimik
Vorstellen und Bekanntmachen
D
AS
B
EWERBUNGSGESPRÄCH
Das Telefoninterview
Das Bewerbungsgespräch beginnt
Das Stress-Interview
Verhalten im Gespräch
Die Gesprächsführung
Echte Fragen
Verbotene Fragen
Körperhaltung während des Gesprächs
Positive Körperhaltung
Verabschiedung
F
RAUENQUOTE
?
Arbeitsleistung selbstbewusst verkaufen
Gender Pay Gap
TEIL 3 – TESTS UND PRÜFUNGEN
KEINE ANGST VOR TESTS
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AS GANZE
L
EBEN IST EIN
Q
UIZ
Prüfungen
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SSESSMENT
-C
ENTER
Das objektive Auswahlverfahren?
TEIL 4 – ZEUGNIS UND FÜHRUNGSZEUGNIS
DIE BESTÄTIGUNG DER ARBEIT
E
R VERSUCHTE SEIN
B
ESTES
Sie haben Ihr Bestes gegeben
Das Zeugnis ist eine Urkunde …
Anforderungen an das Zeugnis
Zeugnisarten
Das Arbeitszeugnis
„…
ZUR VOLLSTEN
Z
UFRIEDENHEIT
…“ – Z
EUGNISSPRACHE
Voll, voller am vollsten
Zeugnis-Codes
Der Aufhebungsvertrag
Das Führungszeugnis
TEIL 5 – UMGANG MIT DEM LAMPENFIEBER
NERVOSITÄT, LAMPENFIEBER, BLACKOUT
„M
IR ZITTERN DIE
K
NIE
“
Ist Nervosität ein Zeichen der Schwäche?
So reagiert der Körper bei Stress
Der ‚gute’ und der ‚böse’ Stress
Die Win-Win-Strategie
Anti-Stress-Programm
NACHWORT
S
ELBSTBEWUSSTES
A
UFTRETEN
Ein erfüllender Arbeitsplatz
STICHWORTVERZEICHNIS
Anhang
K
NIGGE ALS
S
YNONYM UND ALS
N
AMENSGEBER
Umgang mit Menschen
Adolph Freiherr Knigge
Prof. Dr. Georg F. Simet
Professor für Soft Skills Development
Bücher zum Thema Bewerbung gibt es viele. Umfangreiche und schlanke, gehaltvolle und wenig Gewichtiges sagende. Dieser Knigge zeichnet sich dadurch aus, dass er Ihnen auf wenigen Seiten zielgenau erklärt, worauf es ankommt.
Der Ratgeber nimmt Ihnen bewusst die Arbeit nicht ab. Doch er zeigt Ihnen die wesentlichen Phasen des Prozesses Bewerbung und begleitet Sie Schritt für Schritt auf Ihrem persönlichen Weg zu beruflichem Erfolg.
Bewerbung ist Werbung in eigener Sache. Sie werben für sich und nur für sich. Ihre Individualität ist gefragt. Ihr künftiger Arbeitgeber möchte Sie denn auch persönlich kennenlernen. Denn er will sicher sein, dass Sie die oder der Richtige sind.
Das Verfahren der Bewerbung ist standardisiert. Sie haben bestimmte Anforderungen zu erfüllen. All diese Punkte führt das Buch auf. Aber Sie als Person sind keine Sache, keine Normgröße.
Um Erfolg zu haben, kommt es nicht darauf an, nur nicht aufzufallen. Vielmehr sollen Sie – im Rahmen der Vorgaben – dezent eigene Akzente setzen.
Horst Hanisch ist ein erfahrener Trainer. Seit Gründung der EUFH arbeiten wir in Konzeption und Durchführung der Trainings im Bereich Soft Skills Development unserer Hochschule eng zusammen. Da wir nur duale Studiengänge anbieten, bewegen sich unsere Studierenden in zwei Welten: Hochschule und Betrieb. Unsere Studierenden hatten sich doppelt zu bewerben und müssen sich nun zweifach qualifizieren und bewähren.
Wie wir Dozenten und Trainer unsere Studierenden begleiten, möchte Sie der Ratgeber an der Hand nehmen und Ihnen ein verlässlicher Partner sein.
Georg F. Simet, 2004
„Die ganze Dunkelheit der Welt reicht nicht aus,
das Licht einer einzigen Kerze zu löschen.“
Roman Herzog, dt. Bundespräsident
(1934 - 2017)
Vor wenigen Jahren kämpften Bewerber um gute Arbeitsplätze. Heutzutage kämpfen Unternehmen um gute Mitarbeiter. Immer wieder klagen Unternehmer oder Personalchefs nicht nur über mangelnde fachliche Voraussetzungen, sondern auch über fehlende Umgangsformen der Bewerber.
Trotz mancher Herausforderung, einen geeigneten Bewerber oder eine geeignete Bewerberin zu finden, sind die Kandidaten eindeutig im Vorteil, die sich den modernen Umgangsformen entsprechend verhalten.
Es werden keine Wunder erwartet, aber eine höfliche und authentische Freundlichkeit wirken manchmal wie ein Wunder.
Wenige Jahre ist es her, dass die Corona-Pandemie die Welt auf den Kopf stellte. Plötzlich wurden Jung wie Alt in die räumliche wie auch in die emotionale Isolation verbannt, teilweise mit extremen psychischen Folgen. Die Bewegungsfreiheit von Zuhause bis zum Arbeitsplatz, von Land zu Land, wurde unterbunden.
Universitäten schafften es, mithilfe ständig optimierter Systeme und Plattformen Online-Vorlesung stattfinden zu lassen. Schulen schwenkten notgedrungen auf virtuellen Unterricht um. Homeoffice wurde dort, wo möglich, zum Standard.
Nach der Pandemie folgten die kriegerischen Auseinandersetzungen im Osten Europas mit teilweise katastrophalen Folgen für Unternehmen, Logistik und Produktproduktion. Die Inflation setzte allem ein negatives Krönchen auf, verloren doch viele Menschen ihre finanzielle Altersvorsorge, stürzten viele Unternehmen in den Konkurs.
Kein Wunder, dass all diese und die begleitenden Umstrukturierungen deutliche Spuren im Bereich der zu besetzenden Arbeitsplätze haben. Arbeitskräfte fehlen überall. Das heißt nicht zwangsläufig, dass nun jeder sofort einen gewünschten Arbeitsplatz erhält.
Um der eigenen Existenz willen brauchen Unternehmen nach wie vor qualifiziertes Personal, egal wie hoch der Arbeitskräftemangel ist.
Obwohl viele Unternehmen Erstkontakt digital/online erwarten, werden bei der folgenden Einladung zu einem Vorstellungsgespräch nach wie vor die klassischen Verhaltensmuster erwartet.
Nicht immer geht es um die Bewerbung für einen neuen Arbeitsplatz. Ähnlich verhält es sich bei der Wahl eines Ausbildungsplatzes oder neuerdings – und noch verstärkt – beim ‚Ergattern’ eines guten Studienplatzes. Lassen Sie sich durch Nervosität und Lampenfieber Ihr Interview beim Assessment-Center oder Ihre Testergebnisse nicht verderben.
In diesem Ratgeber werden Hinweise zum Umgang in Prüfungsszenarien gegeben. Ebenso wird darüber geschrieben, wie mit auftretendem Stress in Form von Lampenfieber umgegangen werden kann.
Ungeachtet einer perfekten Bewerbungsunterlage bleibt die Überlegung, beim tatsächlichen Gespräch besonders positiv wirken zu wollen. Unzählige Trainings, Seminare und Coachings zu diesem Thema sprechen für sich.
Auf jede Nuance scheint es anzukommen. Es soll sich selbstbewusst – aber nicht arrogant, interessiert – aber nicht zu neugierig, fachlich perfekt und menschlich überzeugend, motiviert, sprachlich und körpersprachlich korrekt und und und … dargestellt werden.
Eine riesengroße Herausforderung, die bei entsprechender Vorbereitung zum Erfolg führen kann.
Außerdem: Die MeToo-Bewegung und der Gender-Gedanke beeinflussen und verändern die Arbeitsbedingungen.
In letzter Zeit spürt die Frau gesellschaftliche Unterstützung, sich in hohe und sogar berufliche Top-Positionen vorzuarbeiten. In einer nach wie vor von Männern dominierten Arbeitswelt bedeutet das für viele Frauen eine zusätzliche Herausforderung.
Nutzen Sie die Möglichkeiten! Für Frauen und Männer gilt: Bewerben Sie sich und werben Sie überzeugt in eigener Sache. Das Beste was Sie anbieten, ist Ihre eigene Arbeitskraft und Ihre Persönlichkeit.
Ich wünsche den Leserinnen und Lesern dieses Ratgebers viel Spaß beim Ergänzen und Auffrischen ihres Wissens und guten Erfolg im Bewerbungsprozess.
Horst Hanisch
„Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven,
ist doch der größte Genuss im Leben.“
Rosa Luxemburg, poln./dt. Politikerin
(1870 - 1919)
Schauen Sie doch einmal hinter die Kulissen und überlegen, wie ein Bewerbungsgespräch von ‚der anderen Seite’ aus vorbereitet wird. Je nach Größe eines Betriebes wird der Personalchef oder die Personalchefin beziehungsweise die personalverantwortliche Person mehrere Male an einem Tag ein Einstellungsgespräch führen.
Aus Sicht der Personalverantwortlichen wird das Bewerbungsgespräch auch Einstellungsgespräch genannt. Der Personalverantwortliche kann Eigentümer oder Angestellter sein. Beide mögen verschiedene Bedürfnisse/Ansprüche an die Leistungen des Kandidaten (der sich bewirbt) haben.
Wird das Einstellungsgespräch seriös geführt, wird sich der Personalverantwortliche auch seriös auf das Gespräch vorbereiten. Für jeden Betrieb kostet die Suche nach einem neuen Mitarbeiter, sei es als Auszubildender, Praktikant, Studierender oder Festangestellter immer viel Geld. Zuerst die Suche (zum Beispiel Inserate), dann die Vorarbeiten (Brief-/Mailverkehr, Telefonate, Videocalls), das Einstellungsgespräch selbst (Zeitaufwand) und später die Einarbeitungszeit.
Es liegt also keineswegs im Sinn eines Personalverantwortlichen, ‚irgendjemanden’ auszuwählen.
Bei guter Vorbereitung hat der Arbeitgeber genaue Vorstellungen vom Bewerber. Er hat möglicherweise ein sogenanntes Profil erstellt, ein Diagramm, in dem Eigenschaften oder Fähigkeiten aufgelistet sind, die vom Bewerber am ehesten erfüllt werden sollen. Dieses Profil entsteht aus den Anforderungen des Arbeitgebers an die Leistungen des Bewerbers. Zum Beispiel wird festgelegt, welche
fachliche
und welche
menschliche
Fähigkeiten ein Bewerber haben soll, um den ausgeschriebenen Arbeitsplatz optimal auszufüllen. Beispiel:
Wenn Sie wissen, was der Arbeitgeber erwartet, können Sie sich entsprechend auf das Bewerbungsgespräch vorbereiten.
Je nach Untersuchung und Lesart ist nicht eindeutig festzuhalten, welche der unten aufgelisteten Fähigkeiten an erster Stelle steht. Aber alle hier aufgeführten sind am wahrscheinlichsten zu erwarten:
Teamfähigkeit
Flexibilität
Belastbarkeit
Mobilität
Sprachkenntnisse
Kommunikationsfähigkeit
Ausgereifte Persönlichkeit
Soziale Kompetenz
Kontaktfähigkeit
Durchsetzungsvermögen
Interkulturelle Kompetenz
Ggf. Führungsfähigkeit
sowie
Praktika (auch im Ausland)
Zügige Ausbildung beziehungsweise zügiges Studium
Soziales Engagement
und zu guter Letzt
Das äußere Erscheinungsbild
Auftreten
Umgangsformen
Waren Sie schon einmal in der Situation, sich beruflich (neu) zu orientieren? Vielleicht verfügen Sie über genügend ‚Vitamin B’ (Beziehungen) und fallen sozusagen ins gemachte Bett beziehungsweise in den auf Sie wartenden Arbeitsplatz. Wenn nicht, bleibt Ihnen wohl nur der übliche Weg über die Bewerbung. Mit der Überlegung, dass Personal-Chefs und -Chefinnen oftmals sehr viele Unterlagen Tag für Tag erhalten, ist ein wohlüberlegtes Vorgehen angebracht, wenn Sie erfolgreich sein wollen.
Bevor Sie wahllos Bewerbungen verschicken, finden Sie heraus, in welcher Art Unternehmen (Großunternehmen mit über 500 MitarbeiterInnen, mittelständisches Unternehmen mit 50 bis 500 MitarbeiterInnen oder Kleinunternehmen unter 50 MitarbeiterInnen) Sie tätig werden wollen. Soll das Unternehmen lokal, regional, national oder international tätig sein? Welche Tätigkeit würde Ihnen zusagen? In welchem Unternehmen lassen sich Ihre Berufswünsche erfüllen? Wo können Sie Ihre Stärken zeigen?
Überlegen Sie vorab:
Suche ich überhaupt Arbeit?
J
N
Ist Arbeit wichtig für mich?
J
N
Soll mir meine Arbeit in Zukunft Spaß bereiten?
J
N
Ich suche eine feste Arbeitsstelle.
J
N
Ich suche eine Teilzeitstelle.
J
N
Ich suche einen Job nebenher.
J
N
Ich kenne das Arbeitsgebiet, in dem ich gerne tätig wäre.
J
N