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"Hörst du mich?" Das kleine Spatzenmädchen sitzt am höchsten Zweig der alten Eiche und zwitschert aus voller Kehle. Sie hat schon Vieles erlebt und nimmt dich mit auf ihre abenteuerliche Reise. Sie war eine Prinzessin, die von einer bösen Hexe verzaubert wurde. Nun sollte sie der Prinz erlösen, doch der ahnte noch nichts, da seine Mutter vom König in einem hohen Turm gefangen gehalten wird und er dort auch zur Welt gekommen war. Doch eines Tages…
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Seitenzahl: 21
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Inge Elsing-Fitzinger
DER ZAUBERVOGEL
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Ende gut, alles gut!
Der schillernde Vogel
Der unsichtbare Freund
Die Vögel des Zauberers
Impressum neobooks
Einst lebte ein grausamer König, der alle Menschen seines Reiches quälte, auch seine Königin. Eines Tages reiste er zu einem seiner vielen Schlösser. Eine böse Hexe lauerte auf diesen Moment und machte es sich in seinem prächtigen Hauptsitz gemütlich. Der König war darüber entsetzt und bat seine Weisen um Rat. „Du bekommst deinen Besitz erst dann wieder, wenn die Hexe blind ist.“ Leichter gesagt, als getan. Denn es war unmöglich an dieses Teufelsweib heranzukommen. Viele Wächter beschützten sie Tag und Nacht. Hunderte seiner Soldaten wurden schon getötet.
Eines Tages kam die Jungfrau Clara aufs Schloss. Sie war das schönste Geschöpf auf der ganzen Erde. Ihre Haare waren goldenen Fesseln für Liebende, ihre Stirn strahlte im Lichterglanz, ihre Augen waren zwei funkelnde Sterne, die Glückseligkeit versprachen und ihr Mund war ein Kelch aus duftenden Rosenblüten.Der verbitterte Königsah sie dennoch als Feindin und wollte sie, wie die übrigen töten. In dem Augenblick aber, als er den Dolch erhob, ließ ein Vogel eine dornige Wurzel auf seinen Arm fallen und das Schwert fiel ihm aus der zitternden Hand.
Dieser Vogel war eine Fee, die einst in großer Gefahr war. Die holde Clara hatte sie damals gerettet. Aus Dankbarkeit folgte sie dieser nun überall hin, um sie zu beschützen.Der König glaubte, dass ihre Schönheit seinen Arm verzauberte, und der Dolch sie daher nicht traf. Er beschloss also, sie im Kerker seines Palastes einzumauern, wo sie jämmerlich verhungern sollte. Der Vogel tröstete Clara und bat sie, den Mut nicht zu verlieren. Er würde ihr helfen, solle es ihm auch das eigene Leben kosten.
Als Clara schon ganz schwach war, kam er mit einem spitzen Messer geflogen. Er riet ihr ein Loch in den Boden zu machen, der genau über der Küche war. Als der Koch Wasser von draußen holte, stahl der Feenvogel eines der köstlichen Hühner und brachte es Clara. Um ihren Durst zu stillen, fand er saftige Weintrauben. Dies tat er viele Monate lang.