Prinzenträume - Inge Elsing-Fitzinger - E-Book

Prinzenträume E-Book

Inge Elsing-Fitzinger

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Beschreibung

Um seine Prinzessin zu erobern, muss ein Prinz oft sehr schwere Prüfungen bestehen. Findet er die Lösung, bekommt er sie. Wenn nicht, dann… Na was meinst du? Richtig. Dann muss er gegen Riesen, Drachen und andere Ungeheuer kämpfen. Manchmal hilft ein weiser Zauberspruch oder ein Funkelstein, um den entmutigten Prinzen zu retten. Was würdest denn du machen, wenn du eine Prinzessin aus den Klauen eines bösen Zauberers retten müsstest? Verrätst du es mir, oder soll ich raten?

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Seitenzahl: 23

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Inge Elsing-Fitzinger

Prinzenträume

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Das einfache Rätsel

Das Geheimnis des Waldgeist

Das schlaue Kerlchen

Das schlaue Mädchen

Die verzauberte Prinzessin

Impressum neobooks

Das einfache Rätsel

Als einst ein sehr armer Mann bei glühender Hitze einen tiefen Graben aushob, fuhr zufällig der König vorüber. Neugierig fragte er, wie viel er für seine schwere Arbeit als Lohn bekäme.

„Herr, ich bekomme drei Groschen am Tag“, antwortete der Bauer und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Da war der König entsetzt. „Sag, guter Mann, wie kannst du von so wenig Lohn überleben?“

„Das ginge schon“, meinte der Mann, „doch ich muss einen Groschen zurückgeben, den zweiten verborgen, und nur einer bleibt mir zum Leben.“

Der König wunderte sich über das Gehörte. Doch er fand nicht heraus, was das „verborgen“ und „zurückgeben“ bedeuten sollte. So erklärte ihm der Mann: „Ich pflege meinen sehr alten Vater, der immer im Bett liegen muss. Aber ich bin dankbar, dass er mich zu einem guten Menschen erzogen hat. Deshalb gebe ich ihm gerne von meinem Lohn etwas ab. Meinem kleinen Sohn gebe ich den zweiten Groschen, damit ich später, wenn ich alt bin auch etwas von ihm bekomme. Vom dritten Groschen leben wir.“

Der König wurde sehr nachdenklich. Er hatte zu Hause zwölf Minister, die sich stets beschwerten zu wenig Geld zu bekommen, obwohl er jedem hunderten Dukaten bezahlte. Jetzt sprach er: Ich werde diesen Aasgeiern dein Rätsel aufgeben. Sollten sie jedoch zu dir kommen, um dich zu fragen, darfst du ihnen nichts sagen, bevor du mein Bild gesehen hast.“ Dann schenkte er dem Mann eine Handvoll Dukaten und fuhr weiter.

Zu Hause rief er seine Minister: „Ihr bekommt soviel Geld von mir und trotzdem reicht es euch nie. Ich traf auf meiner Reise einen Mann, der verdient nur drei Groschen am Tag. Von diesen aber gibt er einen als Schuld zurück, einen verborgt er und vom dritten lebt er. Und er ist ein ehrlicher, guter Mensch. Löst mir in einer Woche dieses Rätsel, denn sonst verjage ich euch aus meinem Land.“

Die weisen Herren beratschlagten und überlegten, doch es wollte ihnen nichts Rechtes einfallen. So verging der erste Tag und auch der zweite. Sie grübelten, bis ihre Köpfe rauchten. Sie sandten Boten aus und fanden tatsächlich den Mann, den der König getroffen hatte. Gleich reisten die Minister hin. Sie versuchten ihn mit Bitten, mit Geld, schließlich mit Drohungen zum Reden zu bringen. Doch der Mann blieb eisern und sagte nichts. Schließlich meinte er: Zeigt mir ein Bild des Königs, dann sollt ihr die Lösung erfahren.“