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Was glaubt ihr wohl, wer gewinnen wird. Gegen riesige Drachen zu kämpfen ist oft sehr gefährlich, doch es gibt auch ganz schlaue Burschen, tapfere Ritter und winzige Helferlein, die diese Ungeheuer überlisten und sogar töten. Wunderschöne Mädchen werden befreit, Gaben werden verschenkt und die tapfersten Ritter bekommen riesige Schätze aus dem Zauberberg.
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Seitenzahl: 31
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Inge Elsing-Fitzinger
Von Drachen und Hexen
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Bert und der Drache
Der Flötenspieler
Das Mädchen und die Schlange
Die Zwillingsritter
Der kleine Schneider
Der dumme Peter
Impressum neobooks
„Jetzt wird aber wirklich geschlafen, ihr Schlingel. Morgen heißt es wieder früh aufstehen. Die Ferien sind zu Ende und das Faulenzen auch. Nun beginnt wieder der Ernst des Lebens.“ Mama schaut schon zum dritten Mal ins Kinderzimmer. Die Rasselbande will einfach keine Ruhe geben.
Die Drillinge Axel, Bert und Claus kichern hinter der Bettdecke hervor. Opa hat ihnen gestern ein tolles Buch über Drachen und Saurier mitgebracht. Das Lesen war ja nicht gerade ihre Stärke, doch die Bilder dieser Urtiere begeisterten die Drei schon stundenlang. Da gab es welche, die auf zwei Beinen rennen konnten oder mit wehenden Flügeln über den Himmel brausten. Manche sahen richtig furchterregend aus mit ihren spitzen Schnäbeln und der Feuerfahne, andere aber waren winzig klein wie Eidechsen. Doch alle hatten einen glänzenden Panzer und oft auch Hörner, wie der Teufel.
Bert hat das Buch und eine Taschenlampe mit ins Bett genommen und blättert jetzt unter der Decke immer wieder darin herum. Opa hat erzählt, dass diese Ungeheuer vor langer Zeit auf der Erde lebten, als es noch keine Menschen gab. Doch irgendwann ist die Erde explodiert. Ein schreckliches Feuer verbrannte alle Bäume und natürlich auch alle Tiere. Dann wurde es aber auch so kalt, dass fast die ganze Erde wie ein riesiger Eislaufplatz aussah. Da gab es auch keine Tiere mehr. Aber es gibt sehr gescheite Männer, die immer wieder tief in der Erde buddeln und Knochen von diesen ausgestorbenen Tieren finden und untersuchen. Einige sind wirkliche Wissenschaftler, andere wollen sich nur interessant machen und schreiben halt dummes Zeug, das keiner versteht.
Dennoch ist Bert überzeugt, dass es diese Ungeheuer noch irgendwo geben muss. Wenn er groß ist, will er das unbedingt erforschen. Irgendwann fielen ihm dann doch die Augen zu und die Traumfee ließ ihn noch lange die schönsten Bilder sehen und erzählte ihm eine Menge interessante Dinge.
Bei den Chinesen zum Beispiel ist der Drache seit tausenden Jahren eine Gottheit. Sie sollen sogar von diesen Tieren abstammen, die ihre Ur-Ur-Ur- Großväter und -Großmütter waren. Der himmlische Drache ist der Beschützer der Götter und des Kaisers, der auf einem Drachenthron sitzt und in einem Drachenbett schläft. Wenn er Pipi muss, setzt er sich sogar auf ein Drachenklo. Er ist sehr mächtig und auch der Herrscher über Wind und Regen, über alle Seen, Flüsse und das Meer. Der Drache ist in Asien ein Zeichen für Glück und Frieden. Er ist freundlich und intelligent. Er sieht eher aus wie eine Riesenschlange mit vier Beinen.
Unterirdische Drachen hüten verborgene Schätze. Sie leben in tiefen Höhlen und verfügen über unendlichen Reichtum, den sie manchmal auch den Menschen schenken.
Bert schreckt kurz auf. Irgendetwas hat ihn an der Nase gekitzelt. Und tatsächlich hüpft da ein winziger Drache auf seinem Bett herum. Mit seinen spitzen Krallen hakt er sich am Polsterzipfel fest und strahlt Bert mit glitzernden weißen, ganz scharfen Zähnen an.
„He du Kumpel, was liegt an“, versucht Bert locker zu klingen. Er wollte sich keinesfalls eingestehen, dass er fürchterliches Bauchkribbeln hat vor lauter Aufregung.
„Hast du schön geträumt, Kamerad“, fragt das possierliche Tierchen jetzt kichernd. Es hat ehrlich Mühe, nicht vor lauter Übermut Feuer aus seinem Maul zu züngeln, was meist geschah, wenn er so richtig gut drauf war. Heute hätte er womöglich das Bett von Bert abgebrannt. Eine schreckliche Vorstellung.
„