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Tiere können nicht sprechen aber mit Ihresgleichen und auch mit uns Menschen auf ihre Art kommunizieren. Zu ihrer Denkfähigkeit gibt es noch viel Ungeklärtes. In einem Wohnungszoo mit außergewöhnlichen Heimtieren werden deren Zusammenleben und ihre gedachte Verständigung ohne Worte untereinander und mit uns Menschen beschrieben. Aspekte zu fordernder tiergerechter Haltung werden durch die Tiere hypothetisch selbst geschildert. Die fiktiven Tiergespräche werden in einzelnen Geschichten in Gedichten dargestellt. Warum? Man wird damit gezwungen, alles sehr konzentriert mit treffenden, gut ausgewählten Worten und Begriffen aufzuschreiben. Gedanken der Tiere sind uns unerfassbar, doch Tiere denken, das ist bestimmt wahr, ebenso zeigen das auch ihre Reaktionen und ich denke schon, es würde sich lohnen mit unseren Gedanken zu interpretieren, welche Gespräche die Tiere hier führen?
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Seitenzahl: 40
Einleitung
Gespräch – Katze/Vogel
Gespräch – Katze/Schwein
Gespräch – Katze/Vogel/Schwein
Welcher Hund passt in die Familie
Hund und Katze versöhnen sich
Der Waran entwischt
Eine Henne kommt in den Wohnungszoo
Schweine sind keine Heimtiere
Die Kleinnager melden sich zu Wort
Heimtiere auf dem Balkon
Vögel
Kaninchen
Schildkröte
Tiere können nicht sprechen aber mit Ihresgleichen und auch mit uns Menschen auf ihre Art kommunizieren. Zu ihrer Denkfähigkeit gibt es noch viel Ungeklärtes. In einem Wohnungszoo mit außergewöhnlichen Heimtieren werden deren Zusammenleben und ihre gedachte Verständigung ohne Worte untereinander und mit uns Menschen beschrieben. Aspekte zu fordernder tiergerechter Haltung werden durch die Tiere hypothetisch selbst geschildert. Die fiktiven Tiergespräche werden in einzelnen Geschichten in Gedichten dargestellt. Warum? Man wird damit gezwungen, alles sehr konzentriert mit treffenden gut ausgewählten Worten und Begriffen aufzuschreiben.
Gedanken der Tiere sind uns unerfassbar,
doch Tiere denken, das ist bestimmt wahr,
ebenso zeigen das auch ihre Reaktionen
und ich denke schon, es würde sich lohnen
mit unseren Gedanken zu interpretieren,
welche Gespräche die Tiere hier führen?
Katze, die vor einem Vogelbauer sitzt
schaut gespannt, die Ohren gespitzt;
Beginnen wir mit der Katze,
die hebt ab und zu ihre Tatze.
Imaginär hören wir sie dabei sagen:
„Vogel, solltest du es mal wagen
deinen Käfig doch zu verlassen
könnte ich dich mit Krallen fassen.
Eigentlich kann ich es nicht verstehen,
nur durch Gitterstäbe kann ich dich sehen
und klar ist mir in diesem Falle nich´,
hat man dich eingesperrt oder mich?“
Der Katze gelang es den Käfig zu öffnen, hat aber
dem Vogel nichts getan, so wie Menschen, die geben auch oft nur an.
Die Katze spricht weiter:
„Wir müssen immer und immer
ausharren in diesem Zimmer,
artgerecht wäre aber unser Leben nur
auch bei Aufenthalt in der freien Natur,
wir könnten es uns dann selbst einteilen:
Wollen wir hier oder draußen verweilen?
Aber die Menschen, das denke ich schon,
haben Vorteile durch unsere Domestikation.
Sie halten uns in Garten, Hof und Haus,
zu ihren Vergnügen nutzen sie uns aus.
Ich höre, die Leute rufen dich Hansi hier,
den Katzennamen Putzi gab man mir.
Tierfreunde scheinen diese Menschen zu sein,
ich sehe, in der Stube ist sogar ein Schwein,
z. Zt. noch ein Ferkel und ganz niedlich,
ist es als großes Tier auch noch so friedlich?
Meerschweinchen, Mäuse und ein Hund
tun ihre Anwesenheit ebenfalls kund,
wobei mich besonders Hundebellen stört,
denkbar, er ist über mein Hier -sein empört.
Ich beneide diese Tierbesitzer darum nicht,
wir verschiedenen Arten nehmen sie in die Pflicht.
Sie bemühen sich, uns aneinander zu gewöhnen
aber wir sind teilweise nur schwer zu versöhnen.
Deshalb würde ich Katze gern auch erfahren,
Hansi, siehst Du von mir ausgehende Gefahren?“
Der Vogel beginnt seinem Herzen Luft zu machen:
„Ich merke und dabei ist mir nicht zum Lachen,
dein Umgang mit Vögeln ist nicht nur Spiel,
uns zu fressen ist sehr oft auch das Katzenziel.
Dein Blick ist harmlos, täuscht Friedliches vor,
doch das ist Absicht, dein lauschendes Ohr
verrät gespannte volle Aufmerksamkeit.
Zu fangen, was sich bewegt, bist du immer bereit.
Ihr Katzen habt vermutlich einen Jagdinstinkt,
seid glücklich, zufrieden wenn es euch gelingt
uns, besonders aber Mäuse und alles kleine Getier
zu quälen und zu fressen mit großer Gier.
Warum musstet ihr aber uns als Beute auswählen?
Da doch Federn nicht zu euren Delikatessen zählen.
Außerdem kritisiere ich euer Jagdverhalten,
da sehe ich euch nicht an Naturgesetze halten.
Ohne Hunger zu haben, ohne Not, tötet ihr auch,
so ist es auch bei habgierigen Menschen der
Brauch.
Ihr lasst nutzlos im Spiel getötete Tiere liegen,
gut, dass diese meistens andere Hungrige kriegen.
Schändlich ist hier auch menschliches Verhalten,
Abfälle werden logischer Nutzung vorenthalten.
Darum sage ich dir hier auch frei und kurzum: Ihr
Raubtiere bringt uns Vögel zuweilen sinnlos um.“
Jetzt kann Putzi den Mund nicht mehr halten,
antwortet auf die Anschuldigungen ungehalten:
„Da wollen wir doch mal einiges richtig stellen:
Unser Jagdverhalten als hinterlistig darzustellen,
grenzt schon an eine gewisse Überheblichkeit
und das hinzunehmen bin ich nicht bereit.
Deine Meinung stimmt nicht vorn und hinten,
in der Natur lassen sich viele Raubvögel finden,
die werden manchmal sogar für uns eine Gefahr,
ihnen zum Opfer fallen Katzen Jahr für Jahr.
Ihr fresst nicht Samen- und Pflanzenkörner allein,
dazu sollen es auch Insekten und Würmer sein
und wenn ihr diese so hinterhältig verschlingt,
hörte ich nie, dass ihr dazu ein Sterbelied singt.
Dein kleines Spatzenhirn, das merke ich sehr,
stellt hier nicht richtige Zusammenhänge her.
Konflikte, die zwischen Tierarten entstehen
sind als Auseinandersetzungen anzusehen,
bei denen man die gleichen Beutetier jagt,
gegenseitig sich aber das Recht darauf versagt.
Zwischen uns ist noch vieles zu besprechen,