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Garuda ist der transzendentale Träger Gottes, Shri Vishnu. Er ist Götterbote und Inspiration für Gottgeweihte. Bekannte Schriften wie das Garuda Purana und die Garuda Upanishad, werden auf den mächtigen Bhakta zurückgeführt. Er wird als halb Mensch und halb Adler dargestellt. In der Bhagavad Gita sagt Shri Krishna: Von den Vögeln bin Ich Garuda. In diesem Buch werden die Wichtigsten Geschichten und Fakten zum Reittier von Shri Vishnu aufgezählt. Inhalt: Besondere Mantras und die 108 Namen Garudas. Einige Kapitel beschäftigen sich mit den vedischen Schriften und dem Höchsten Ziel des Lebens.
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Seitenzahl: 82
Veröffentlichungsjahr: 2024
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-Bhagavad Gita Vers 10.30-
prahlādaśh chāsmi daityānāṁ kālaḥ kalayatām aham mṛigāṇāṁ cha mṛigendro ’haṁ vainateyaśh cha pakṣhiṇām
„Ich (Krishna) bin Prahlada unter den Daityas; Unter all dem, was kontrolliert wird, bin ich die Zeit. Wisse, dass ich der Löwe unter den Tieren und Garuda unter den Vögeln bin.“
Vorwort
Kapitel 1 Einleitung
Kapitel 2 Garuda rettet die Eier des Spatzen
Kapitel 3 Wissenswertes und Hinweise
Kapitel 4 Garuda Purana Zusammenfassung
Kapitel 5 Garuda und Yamaraj
Kapitel 6 Vertiefen der Geschichte Garudas
Kapitel 7 Zwei Vögel in einem Baum
Kapitel 8 Verschiedenes an Informationen
Kapitel 9 Garuda gamana tava
Kapitel 10 Die Geschichte im Detail
Kapitel 11 Garuda Upanishad/ Kavacam
Kapitel 12 Die Geschichte mit Kaliya
Kapitel 13 Shri Garuda – 108 Namen
Kapitel 14 Vedische Kosmologie
Kapitel 15 Die universale Form Gottes
Kapitel 16 Arca Vigraha
Kapitel 17 Mantra Meditation
Kapitel 18 Brahman, Bhagavan, Paramatma
-Hari Om tat sat-
Der absoluten Wahrheit, dem Summum Bonum, dem Höchsten Schatz, erweise ich meine achtungsvollen Ehrerbietungen!
Den Menschen, die mir auf der Suche nach Selbsterkenntnis weitergeholfen haben, erweise ich ebenso meine respektvollen Ehrerbietungen!
Der Überseele, Paramatma (Sankskrit: Überseele im Herzen), erweise ich meine demütigen Ehrerbietungen!
Der Autor gehört seit vielen Jahrzehnten den Gaudiya Vaishnava`s an. Ein Vaishnava ist ein Verehrer Shri Vishnu`s/ Shri Krishna`s und seiner Avatare. Das vorliegende Buch entstand in einer Reihe von Werken, die der Herrlichkeit herausragender Gottgeweihter gewidmet ist.
Garuda (Sanskrit गरड garuḍa, m.) ist in der altindischen Mythologie ein halb Mensch, halb Adler von Gestalt, fliegendes Reittier (Vahana) Lord Vishnus, er ist Sohn des Kashyapa und seine Mutter heißt Vinata. In der asiatischen Mythologie hat Garuda zugleich die Bedeutung eines Götterboten, der den Menschen Nachrichten und Anweisungen des Höchsten Gottes und der Halbgötter überbringt.
In Thailand und Indonesien wird Garudaji zudem als Hoheitszeichen und Amtssiegel von den Behörden der Regierung verwendet. Die staatliche indonesische Fluggesellschaft Garuda Indonesia ist nach ihm benannt.
Neben Hanuman und Ganesha, wird Garuda ebenso oft auf Bildern oder als Skulptur dargestellt. Seine Person und sein Wirken wird als mythologischer Bestandteil von Sagen des alten Indien aufgezählt. Die sogenannte moderne Welt hält ihre Wissenschaft und Archäologie für fortgeschritten. Dabei entsteht der Eindruck, dass die Antike rückständig und voller Aberglauben war. In Bezug auf Moral und Ethik scheint dies bei vielen Erdenbürgern auch die Sichtweise zu sein. Tatsache ist, dass Forschung zweckgebunden, gewinnorientiert ist und einer materiellen Weltanschauung dient.
In Kinofilmen wird das Altertum als primitiv und grausam beschrieben. Die Menschen scheinen in der damaligen Welt zu viel Fantasie und wenig Bildung gehabt zu haben. Wer an Götter glaubt, scheint verloren. Helden werden auf der Leinwand als Personen gezeigt, die dem System des Glaubens auf die Schliche gekommen zu sein scheinen. Der Schauspieler wird als Übermensch und selbst als unbesiegbar vorgegaukelt. Er braucht keine Götter, um seine Taten zu bestehen, aber hält sich an den Zeitgeist, da die anderen gewöhnlichen Menschen mit seiner Intelligenz nicht mithalten können. Dies ist eben nur die Sichtweise der Filmindustrie, welche gerne geschichtliche Inhalte verfremdet und eine bestimmte Agenda mit Arroganz verfolgt.
Die Wissenschaft Heute, basiert auf Theorien und Modellen, welche immer wieder von neuen Erkenntnissen widerlegt und ersetzt wird. Was heute Morgen noch als richtig galt, kann am Abend schon nicht mehr gelten. Eine ernsthafte Auseinandersetzung oder die Suche nach Beweisen, ob eine Höhere Intelligenz unsere Welt erschuf, wird nicht in Erwägung gezogen. In Bezug auf die Erkenntnisse vorangegangener Zivilisationen blickt der moderne Mensch lächelnd von oben auf die Vergangenheit herab. Man glaubt sich überlegen, hält sich für wissend und betrachtet die Zukunft als noch fortschrittlicher werdend.
Die Sichtweise des Autors auf die genannten Punkte ist, dass die heutige Zivilisation immer materialistischer und einfältiger zu werden scheint. Gottlosigkeit ist zur Zeit gesellschaftsfähig.
Trotzdem man nicht an Gott glauben will und schon gar nicht an Halbgötter, die die Elemente der Erde und des Universums beherrschen, sehnt sich der Konsument nach Unterhaltung und Identität. Anstatt der Helden der Antike werden „Superhelden“ quasi erfunden. Der Zuschauer will unbekannte Welten erforschen und verehrt lieber künstliche Charaktere, als sich mit vorhandenen Vorbildern zu identifizieren. Das Phänomen des Cosplays erscheint mir die tiefe Sehnsucht nach Identität und einer echten Zugehörigkeit zu sein. Eine Kultur benötigt eine Geschichte, die die Existenz begründet und die man an seine Nachkommen weitergeben kann.
Die Sagen- und Götterwelt wurde zu einer primitiven Geschichte, von ungebildeten, materialistischen Menschen deklariert. Die Folge ist Orientierungslosigkeit und Sinnlosigkeit für das gesellschaftliche Zusammenleben. Man glaubt, dass das Leben mit dem Tod endet und man versucht seine Existenz mit größtmöglichem Sinnengenuss zu füllen.
Das Höchste Ziel im Dasein scheint für die heutige Menschheit darin zu liegen, reich, berühmt und attraktiv zu sein. Letztlich sind all diese Errungenschaften vergänglich. Der Zeitfaktor wird uns alles nehmen, der Körper zerfällt, der Reichtum kann nicht nach dem Tod mitgenommen werden und die sozialen Kontakte enden abrupt mit dem Dahinscheiden. Das Leben scheint in seiner Bandbreite trostlos zu sein …
An dieser Stelle soll es eine Überlegung Wert sein, ob nicht die Sichtweise der Menschen, die an etwas Höheres glauben, ein erfüllteres Dasein haben. Das Konzept der gottlosen Existenz ist frustrierend und führt zu Depressionen, Neid und Hass. Eine Person, die an Gott glaubt, betrachtet sich als Teil von etwas Großem und Ganzem. Die Existenz gewinnt so an Bedeutung und Tiefe. Der Glauben kann Berge versetzen und gibt eine solide Stärke in allen Lebenssituationen.
Erschreckend ist heutzutage der rasante Verfall von Moral und Ethik. Der Materialismus gepaart mit Egoismus führt zu Empathielosigkeit und Irrglauben.
Man ist der Meinung, dass Vielfalt (im Sinne von, das was dir in den Kopf schießt) Fortschritt im Zusammenleben bedeute, jedoch ist diese Ideologie ein Konzept, was zu Chaos und Manipulation führt. Alles erscheint erlaubt zu sein, doch in Wirklichkeit wird dadurch nur die schöpferische Ordnung gestört, was zu einem Tsunami an Reaktionen führen „wird“.
Aus scheinheiliger Toleranz wird letztlich sektiererische Intoleranz. Es ist wie, als wenn der Körper keine Arme und Beine mehr hat. Das Konstrukt kann nicht laufen und entwickelt sich nicht, da keine Arme vorhanden sind. Der Kopf verliert seine Intelligenz, da er sich nur mit wirren Absurditäten beschäftigt.
Moral und Ethik entstammen dem Glauben an Gott. Die Regeln der Schöpfung, die in heiligen Texten zu finden sind, werden durch eine atheistische Gesellschaft konsequent beseitigt. Wer glaubt diese materialistische Vielfalt führe zu mehr Freiheit und Sicherheit, wird bald die wahren Früchte ernten „müssen“. Es wird nicht gerechter, noch freiheitlicher werden, sondern diabolischer und manipulativer. Manche Protagonisten wenden sich in ihrer Arroganz von Gott ab und verehren offen das Böse, den Satan.
Die Idee von einer bunten Welt ohne handfeste Regeln scheitert daran, dass es eine neue Elite hervorbringen wird, die grausam und streng regiert. Das Ganze ist nur eine Täuschung, eine Luftblase die schnell an der Realität zerplatzt.
Es ist ein Widerspruch an sich, Gott zu verleugnen und den Weg der „Bhakti“ (Hingabe) zu vermeiden, aber dennoch sich einer gottlosen Ideologie zu unterwerfen und ihr zu dienen. Der Mensch dient in jedem Fall einer höheren Institution. Man dient seiner Familie, seinem Arbeitgeber, dem Staat, dem Lebenspartner, seinem Magen, seinem Geschlechtsteil und vielen anderen Bedingtheiten. Der Höchsten Persönlichkeit Gottes zu dienen wird als primitiver Aberglaube abgetan. Doch nur hier, im Glauben, kann sich die Seele voll entwickeln. Alle Wege die nicht das Gottesbewusstsein zum Ziel haben, enden in der Höhle, die wir uns selbst erschaffen.
Shri Garuda ist mehr als nur eine märchenhafte Person. Sein Wirken und sein Werdegang werden in den vedischen Schriften erläutert. Diese Texte sind wiederum auf einer hohen Ebene erleuchtend und erklären die Bedingungen des materiellen und spirituellen Daseins, bis ins Detail. Die Verbindung zu Gott ist die Grundlage für Liebe und Frieden im Herzen der Menschen.
Die Geschichte von Garuda, der Shri Vishnus Reittier wird, ist eine bekannte Geschichte aus den vedischen Schriften. Die Beziehung zwischen Gott und seinem Geweihten, zeigt die tiefe Verbindung in Hingabe, Pflichterfüllung und dem Konzept des Dharma (der Rechte Weg im Einklang mit dem Höchsten Wesen) auf.
Garuda wurde als Sohn von Kashyapa, einem Weisen, und Vinata, einer der Frauen von Kashyapa, geboren. Garudas Mutter Vinata hatte eine Wette gegen ihre Gegenspielerin Kadru verloren, was dazu führte, dass Vinata Kadrus Dienerin wurde.
Kadrus Söhne, die Nagas (Schlangenwesen), wurden aufgrund eines Fluches in gewundener Gestalt geboren.
Um den Fluch aufzulösen, bat sie Garuda, ihr das Amrita, das Elixier der Unsterblichkeit, zu bringen. Garuda stimmte zu, um seiner gedemütigten Mutter zu helfen. Um das Amrita zu erhalten, musste er eine Reihe von heldenhaften Aufgaben erfüllen.
Garudas erste Aufgabe bestand darin, einen göttlichen Edelstein namens Syamantaka zu gewinnen, der im Besitz einer mächtigen Schlange war. Garuda besiegte das Reptil und erwarb den wertvollen Edelstein, aber er behielt ihn nicht für sich. Er gab den Edelstein dem Besitzer zurück, welcher König Satrajit war, der fälschlicherweise des Diebstahls von anderen beschuldigt wurde.
Während seiner Suche traf Garuda auf Lord Vishnu. Beeindruckt von Garudas Hingabe und Entschlossenheit, gewährte Vishnu ihm einen Segen. Garuda bat darum, das Reittier von Shri Vishnu sein zu dürfen und ihn auf seinem Rücken zu tragen. Der Herr gewährte diesen Segen wohlwollend und versah ihn mit immenser Kraft und verlieh Unsterblichkeit dem treuen Vogel.
Mit Vishnus Segen ausgestattet, setzte Garuda seine Suche nach dem Amrita fort. Er brachte mit Geschicklichkeit die Götter und Dämonen gleichermaßen dazu, mit ihm zusammenzuarbeiten, um das wertvolle Elixier zu gewinnen.
Schließlich trug er den Topf mit Amrita auf dem Rücken und flog zurück zu den Nagas, den Söhnen Kadrus.
Bevor Kadru es jedoch verwenden konnte, um ihre Söhne zu befreien, griffen die Götter energisch ein, was zur Folge hatte, dass ein paar Tropfen Amrita auf die Erde fielen. Seit dieser Begebenheit haben einige Pflanzen auf der Welt medizinische, heilende Eigenschaften.