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In der Antike, zur Zeit der Herrschaft Julius Cäsars: Der großgewachsene Nubier Obinna und der hübsche Gallier Dumnorix sind Rudersklaven auf der Galeere des berüchtigten Kapitäns Salvatore Egnatius. Ihr Ziel ist der Sklavenmarkt in Alexandria, Ägypten. Rasch merken sie, wie gnadenlos hart es auf dem Ruderdeck zugeht. Sich nach der schönen Germanin Afra und der edlen Griechin Aikaterine sehnend, die ebenfalls an Bord sind, schwitzen sie unter der heißen Sonne des Mittelmeeres. Zugleich stellt ihr Besitzer Magnus entsetzt fest, dass selbst er auf hoher See der unberechenbaren Herrschsucht des versoffenen Kapitäns ausgeliefert ist. Die Sklavinnen ihrerseits haben sich mit den nackten Tatsachen ihres Schicksals abzufinden. Mit einem fiesen Trick entdeckt der Legionär Hadrian das kleine Geheimnis Afras und Obinnas. Sein Dienstherr, der Kapitän, hat damit ein Druckmittel, um den Nubier gefügig zu machen. Ihr gefährliches Leben auf der Galeere versetzt die Sklaven Obinna, Dumnorix, Afra und Aikaterine in helle Aufregung. Sex vor vielen Schaulustigen, die Grobheiten der Mannschaft sowie die stetige Sehnsucht nach Freiheit bewegen die Helden dieser spannenden Story. Neben Schilderungen lustvoller Szenen enthält diese Geschichte eine kräftige Brise Humor und bereichert augenzwinkernd das Genre der Erotik-Parodie… Im Mittelpunkt der Handlung steht nicht nur der Sex. Die Helden durchleben eine dramatische Bandbreite ihrer Gefühle. Sie lassen die Leserinnen und Leser teilhaben an ihren Ängsten, Hoffnungen und dem unerschütterlichen Selbstvertrauen in die eigenen Kräfte und Fähigkeiten. In seiner geschliffenen und gerne etwas blumigen Sprache lädt der Autor Rhino Valentino ein in die schweinische und manchmal auch erfrischend heitere Welt der antiken Seefahrt des Mittelmeers. Umfang dieses Einzelbandes: 41 Seiten / 11596 Wörter. Es sind insgesamt sechs Bundles erhältlich, welche jeweils drei Einzelbände beinhalten. Die achtzehn Einzelbände oder sechs Bundles bilden einen abgeschlossenen Roman mit insgesamt etwa 800 Seiten.
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Seitenzahl: 68
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Historischer Erotik-Romanvon Rhino Valentino
# 8Sex unterm Sonnensegel
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Originalausgabe
Erste Auflage November 2015
Copyright © 2015 by Ralf Stumpp Verlag, Spaichinger Strasse 1, 78582 Balgheim Cover-Layout & Photo: © 2015 by Ralf Stumpp
Alle Rechte vorbehalten. All rights reserved.Dieses Werk ist inklusive all seiner Teile urheberrechtlich geschützt.Jede Verwertung und/oder Verbreitung ohne schriftliche Erlaubnis des Verlages ist verboten.
Dies ist ein Werk der Phantasie. Personen und Handlungen sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen oder realen Ereignissen wären rein zufällig und nicht vom Autor beabsichtigt. Sexuell handelnde Personen sind volljährig in ihrer Eigenschaft als fiktive Figur.
ISBN 978-3-86441-059-8
Dies ist das Qualitätsprodukt eines engagierten Kleinverlags. Die kreative Planung, das Schreiben, das Lektorat, das Korrektorat und die Formatierung wurden mit großer Sorgfalt betrieben.
Allen Leserinnen und Lesern sei an dieser Stelle viel Spaß und gute Unterhaltung gewünscht!
Sex unterm Sonnensegel
„Aufwachen, Sklaven!“ Aus mehreren rauen Kehlen waren diese Worte zu hören. Sie klangen mitleidlos, lauernd, auf höhnische Weise aufmuntemd.
„Die Sonne ist am Horizont zu sehen! Sie sieht schon aus wie eine reife Honigmelone!“
„Euer großer Tag ist gekommen! Ihr seid zu Ruderern befördert worden!“ „Euch ist eine enorme Fülle an sportlicher Ertüchtigung vergönnt!“
Als Obinna aus den gnädigen Tiefen seines Schlafes erwachte, war das erste, das er spürte, die Härte seiner eisernen Ketten. Nach wie vor umschlossen sie seine Fußgelenke wie ein vertrauter und zugleich verhasster, bizarrer Beinschmuck. Den Göttern sei Dank waren ihm genauso wie Dumnorix noch gestern Abend die Handfesseln abgenommen worden. Mit ihnen wäre ihre Zwangsarbeit als Galeerenruderer wohl auch kaum machbar.
Der Gallier wirkte sehr verschlafen und äußerst unwillig, als er mit zusammengekniffenen Augen den Nubier musterte. Er flüsterte: „Ich grüße dich, mein großer, schwarzer Freund! Hoffen wir mit vereinten Kräften, dass wir diesen Tag unbeschadet überstehen werden!“
Sie hatten eine recht unbequeme Nacht hinter sich. Bei ihrer Ankunft auf diesem obersten der insgesamt drei Ruderdecks im Schiffsbauch waren sie an der hölzernen Sitzbank festgekettet worden. Bewegungsspielraum hatten sie gerade so viel, dass sie aufrecht stehen oder sich zum Schlafen neben die Bank legen konnten. Erleichtert waren sie nur darüber, dass sie wenigstens zusammenbleiben und gemeinsam an einem Ruder arbeiten konnten. Wie gut oder schlecht sich diese Arbeit verrichten lassen würde, davon hatten sie wenig Ahnung. Gewiss war aber, dass sie bald um eine fragwürdige Erfahrung reicher sein würden.
Jeder der armdicken Holzriemen eines Ruders ragte auf einer Länge von etwa sieben Schritten in den Raum hinein. Zu jedem Riemen gehörte eine Sitzbank, auf der drei Ruderer Platz fanden. Es war offensichtlich, dass die größten Männer beim Rudern innen sitzen mussten, da sie mit ihren längeren Armen die größten Bewegungen zu vollführen hatten. Im Falle der beiden Freunde war das natürlich Obinna. In der Mitte hatte der jeweils Nächstgrößere zu sitzen, Dumnorix also. Außen, nahe dem kreisförmigen Loch, durch welches der Riemen ins Freie ragte, saß der Kleinste. Dies war der geeignete Platz für den Sklaven Berkant. Dessen Körperbau war recht gedrungen, wenn auch stämmiger als der des Galliers.
Berkant war bereits erwacht. Er lag aber zusammengekrümmt und mit fest zugepressten Augen auf dem staubigen Boden, flach atmend und leise vor sich hin röchelnd. Offenbar versuchte er mit Hilfe seiner Einbildungskraft und vielleicht dem Rest seines letzten Traumes, sich weit weg von hier zu wünschen. Lieber verharrte er noch einige Augenblicke in der Schwärze seiner geschlossenen Augen, anstatt sich der hässlichen Wirklichkeit zu stellen. Nun denn, der arme Kerl würde noch früh genug erfahren, welche schicksalhafte Stunde ihm – ihnen allen – geschlagen hatte!
Auf dem Ruderdeck war es düster. Unter der niedrigen Holzdecke stand die Luft warm, abgestanden und schwer im Raum. Es stank nach saurem Männerschweiß, ungewaschenen Füßen und anderen Ausdünstungen. Ein vielstimmiges Raunen und Flüstern war zu hören. Zweifellos waren trotz der frühen Morgenstunde die meisten Ruderer wach. Freilich waren sie weit besser dran als die drei Sklaven. Für sie war das eine freiwillige und gut bezahlte Tätigkeit.
„Wir werden uns gewaltig anstrengen müssen, uns zu Tode schinden… und sie nie wiedersehen!“ sagte Dumnorix dumpf. Ohne etwas zu antworten oder seinen Kameraden anzusehen, nickte Obinna in trübsinniger Nachdenklichkeit. Er wusste nicht genau, was der Gallier für die Griechin Aikaterine empfand, denn darüber hatten sie noch nicht gesprochen. Es war ihm hingegen sehr genau bewusst, wie schmerzlich er selbst die Trennung von der blonden Germanin empfand. Afra war ihm in der gemeinsamen Zeit ihres dramatischen Fluchtversuches sehr ans Herz gewachsen. Was hätte er dafür gegeben, jetzt an ihrer Seite zu sein! Gleichzeitig aber schauderte er beim Gedanken daran, dass sie ihn in dieser schändlichen Situation sehen könnte: vor einem Galeerenruder kauernd, angekettet wie ein wildes Tier, eingepfercht mit mehreren Dutzend Ruderern in einem Raum, der einem stinkenden Viehstall ähnlich war.
„Vielleicht schaffen wir es früher oder später ja irgendwie und können uns freikaufen?“ äußerte Obinna einen Gedanken zaghafter Hoffnung. Weniger, weil er wirklich daran glaubte, sondern vielmehr, um irgendetwas zu sagen, das ihre traurige Stimmung betäubte und erträglicher machte.
Dumnorix lachte bitter auf. Mit feuchten, grauen Augen sah er hinauf zur niedrigen Decke. Die breiten, fleckigen Bretter schienen sich in ihrer uralten Morschheit unter der gewaltigen Last des Oberdecks durchzubiegen.
„Natürlich!“ meinte er sarkastisch. Sein rötlichblonder Schnauzbart hing träge von seinem Gesicht herab. „Dass ich daran nicht gedacht habe… geniale Idee! Wir fordern einfach eine Bezahlung für unsere Dienste während der Überfahrt! Von dem dicken Beutel Goldsesterzen, den wir daraufhin gewiss erhalten, leisten wir uns einfach die Freiheit! Vielleicht bleibt sogar noch ein kleines Vermögen übrig, und wir sind gemachte Leute?“
Obinna schwieg betreten. Er hatte die Bodenständigkeit seines Freundes unterschätzt. Für leere Worte der Aufmunterung und billigen Trost war der Gallier nicht empfänglich. Seine Traurigkeit und bittere Ernüchterung hatte der einmonatige Gefängnisaufenthalt in den schwarzen Katakomben noch verstärkt.
Der Nubier war erleichtert, als er einen sehr dünnen, hochgewachsenen Mann kommen sah, der für die Essensausgabe sorgte. Er hatte walnussbraune Haut und lockiges, schwarzes Haar. Bedächtig ging er den schmalen Mittelgang zwischen den Ruderbänken entlang. Dieser schlängelte sich an zwei Stellen um die baumstammdicken Segelmasten herum, welche mittig den Raum beherrschten. Hinter dem dürren Mann watschelte ein kleiner Dickwanst mit einem großen Korb, in welchem sich Brote stapelten.
Obinna legte seine riesige, kräftige Hand auf die linke Schulter des Galliers. „Wir bekommen zu essen!“ brummte er leise. „Wenigstens etwas, das uns im Moment weiterhilft, Dumnorix.“
„Das ist Agapetos!“ kicherte eine dunkle Männerstimme irgendwo hinter ihnen. Sie gehörte einem der freien Ruderer. „Er ist Grieche. Auch nur Sklave wie ihr, aber immerhin ein Aufseher! Seht euch vor… Uns darf er nicht schlagen, weil wir freie Bürger sind! Als bezahlte Arbeiter stehen wir eigentlich sogar über ihm. Er hat aber das langjährige Vertrauen von unserem Kapitän und ihn auf einigen Reisen begleitet. Was euch angeht, so wird er bestimmt früher oder später seinen harten Stock schwingen!“
Von einem Stock war momentan nichts zu sehen. Obinna und Dumnorix hatten nur Augen für das Brot, ebenso wie der Römer Berkant, der jetzt wie durch Zauberei hellwach geworden war. Kaum hatten sie das Backwerk in den Händen, bissen sie hungrig hinein.