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Heitere und schweinische Dschungel-Erotik! Die belgische Kolonie Kongo in Afrika, 1912: Barnabas Treubart ist ein Mann in den besten Jahren, erfahrener Afrika-Reisender und geiler Missionar. Eines Tages beobachtet er am Fluss eine wunderschöne, junge Schwarze. Sie wird von einem Kannibalen überrascht, der sie vergewaltigen und töten will. Als Barnabas ihr zur Hilfe eilt, ahnt er noch nicht, dass dieses Zusammentreffen ihn bald in seinen moralischen Grundfesten zutiefst erschüttern wird. Bei der Frau handelt es sich um Muluglai, die edle Tochter eines Häuptlings… Auf den eigenwilligen, selbstbewussten Mann mit dem mutigen Herzen eines Löwen warten freizügige Abenteuer mit Eingeborenen, Raubtieren und Kannibalen. Die Spannung wird aufgelockert durch derbe Späße und perversen Humor. Barnabas erlebt Wundersames mit den Nackten vom Stamme der Muluglus. Er lernt ihre Sitten und Gebräuche kennen, feiert mit ihnen rauschende Feste und kostet nicht nur ihre exotischen Speisen, sondern auch vom betörenden Duft der hübschen Frauen… Der Missionar beginnt sich in die Häuptlingstochter Muluglai zu verlieben. Das darf ihr Vater jedoch nicht wissen, denn der hat etwas ganz anderes mit ihr vor. Barnabas wird nicht nur von seinen Gefühlen, sondern auch vom wilden Treiben im tiefen Dschungel beansprucht. Auch erkennt er, dass die dunklen Geheimnisse des Voodoo alles andere als fauler Zauber sind, sondern auf mächtiger Magie beruhen. Er entdeckt eine faszinierend neue Welt voller Tabu-Brüche, uralter bizarrer Riten und zahlreicher sexueller Ausschweifungen. Erotik, Spannung, Humor und Gewalt mischen sich in diesem Werk zu einem deftigen Buchstaben-Menü; exotisch scharf, aber gut bekömmlich. Teil 1 des dreiteiligen Romans von Rhino Valentino, dem Autor der Erfolgs-Serie "Sex im alten Rom". Umfang dieses Einzelbandes: 66 Seiten / 18605 Wörter. Auch im Bundle als abgeschlossener Roman erhältlich.
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Seitenzahl: 94
Veröffentlichungsjahr: 2013
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# 1Die Schöneam Fluss
Erster Teil des Romansvon Rhino Valentino
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Originalausgabe
Erste Auflage März 2013
Copyright © 2013 by Ralf Stumpp Verlag, Spaichinger Strasse 1, 78582 Balgheim für sämtliche Texte inklusive Titelbild-Design/Foto. Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das Recht der mechanischen, elektronischen oder fotografischen Verbreitung, der Verarbeitung und Einspeicherung in elektronischen Systemen, des Nachdrucks in Printmedien, des öffentlichen Vortrags, der Verfilmung, der Übertragung, auch einzelner Text- und Bildteile sowie der Übersetzung in andere Sprachen.
Die handelnden Personen dieses Romans sind frei erfunden und volljährig in ihrer Eigenschaft als Romanfigur. Etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Personen wären rein zufällig und nicht vom Autor beabsichtigt.
ISBN 978-3-86441-029-1
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Mit den besten Wünschen für Sie,
der Autor.
Sex im Busch
#1
TEIL 1
Kapitel 1: DIE SCHÖNE AM FLUSS
Kapitel 2: DAS DORF DER EINGEBORENEN
Kapitel 3: WO DIE LIEBE HINFÄLLT
Kapitel 4: DIE EINZIG WAHRE STELLUNG
MEHR LIEFERBARE TITEL
Was er sah, ließ Barnabas Treubarts Herz höher schlagen, bis es klang wie das hellste Glöckchen des Himmelreiches.
Vom Fluss kommend, ging eine hübsche Frau durchs hohe Gras. Nein, sie war nicht einfach hübsch: Ihr Gesicht und ihr Körper waren vollkommen! So überirdisch schön und faszinierend, dass sie überall, wohin sie ging, Blicke auf sich ziehen würde wie der Honig die Fliegen. Sie ging auch nicht einfach. Sie schritt, anmutig wie eine junge Gazelle. Obwohl sie einen schweren Wasserkrug auf der linken Schulter trug, erschien jede ihrer Bewegungen mühelos und elegant. Den Krug hatte sie soeben am Fluss gefüllt. Ein paar Tropfen schwappten daraus hervor und benetzten ihren Hals.
Der rauschende Fluss war auch der Grund dafür, warum Barnabas Treubart hier war. Er wollte sich erleichtern. Ihn plagte ein rätselhaftes kleines Zipperlein, das ihm manchmal Schwierigkeiten beim Wasserlassen bereitete. Deshalb hatte er sich angewöhnt, mit Vorliebe beim Geräusch plätschernden Wassers zu urinieren. Dies unterstützte ihn bei der Verrichtung seines kleinen Geschäftes. Er hatte seinen Lagerplatz verlassen und sich von den schwatzenden Kofferträgern entfernt, um sich ein stilles Örtchen nahe des Flusses zu suchen, versteckt zwischen den Büschen und Sträuchern des Dschungels.
Etwas verschämt schloss er jetzt die Knöpfe am Schritt seines Tropenanzugs. Er würde vorerst auf das Wasserlassen verzichten. Zunächst wollte er diese Schöne einfach nur weiter bestaunen. Heimlich und versteckt, was sich für einen Mann seiner Stellung und seiner Reife eigentlich nicht gehörte. Es war nun schließlich schon mehr als vier Jahrzehnte her, dass er ein neugieriger Schulbub gewesen war, der darüber rätselte, wie es wohl unter den Röcken der Mädchen aussehen mochte.
Der Anblick der jungen Schönheit war geradezu elektrisierend und hielt ihn in seinem Bann. Er sog die Bilder, die ihm sein Auge bot, genießerisch in sich hinein wie ein eifriger Tabakraucher den Qualm der Meerschaumpfeife.
Barnabas roch die Frau jetzt sogar. Seine dicke Nase, die über dem weißen Schnauzbart emporragte wie ein runder Kamin, nahm einen zarten, blumigen Duft wahr. Angereichert mit einer wilden, würzigen Note, die ihm unvergleichlich erschien.
Mit Bestürzung fühlte er im nächsten Augenblick, dass da noch etwas anderes war. Es lauerte irgendwo im Regenwald. Vielleicht auch nur in den Winkeln seines Geistes, der momentan überrascht und verwirrt war aufgrund der plötzlichen Begegnung.
Es war, als röche man den wunderbaren Duft eines süßen, exotischen Kuchens oder einer extravaganten, aufwändig zubereiteten Torte. Und als spürte man zugleich auch das Aufwallen eines widerlichen, ekelerregenden Gestankes, der sich zunehmend in den Wahrnehmungsbereich der Nase schlich.
Die Frau kam auf ihn zu. Sie näherte sich seinem Versteck mit langsamen, würdevollen Schritten. Aufgeregt wünschte er sich, unsichtbar zu sein oder per Willenskraft auf insektenhafte Größe schrumpfen zu können. Letzteres hätte allerdings die Gefahr geborgen, aus Versehen zertreten zu werden.
Von ihren Füßen zermalmt! Ihren zarten, kleinen, schlanken Füßen, die da im Takt ihrer Schritte hier und da aus dem hohen Gras hervorblitzten, glänzend und schwarz und weich wie Samt! Getragen von unglaublich langen, muskulösen und zugleich so weiblich zarten, edlen Beinen... Welch schöner Tod mochte das wohl sein, zertreten zu werden von solchen Füßen!
Barnabas vermochte sich nicht von der Stelle zu rühren. Die Schöne war inzwischen so nah, dass jede seiner Bewegungen ihn verraten hätte.
Ihre Haut schimmerte schwarz in der hellen Mittagssonne, verführerisch und überaus rein. Das Haar kräuselte sich etwas. Es war halblang und verschwand hinter den Schultern. Um die Lenden trug sie ein gemustertes Baumwolltuch. Bis auf etwas Holzschmuck hatte sie ansonsten nichts weiter an. Ihre Brüste wogten unerhört ebenmäßig und straff hin und her. Wie die süßen Früchte der Pampelmuse, die der Sommerwind bewegt. Nur viel dunkler und verheißungsvoller!
Die Frau, nein; das wassertragende Zauberwesen verlangsamte seine Schritte und hielt inne. Barnabas stockte der Atem. Ahnte sie seine Anwesenheit?
Nein. Da war dieses andere. Eine Aura drohender Gefahr, sehr nahe jetzt und beinahe körperlich spürbar.
Ein Krokodil am Ufer des Flusses, das auf Beute lauerte?
Ein weibliches Flusspferd, das Angst um sein Neugeborenes hatte und aus Mutterliebe zur furchtbaren, todbringenden Bestie werden konnte?
Eine Raubkatze gar, todbringend und schnell wie der Wind?
Barnabas zog langsam die Atemluft durch seinen Riechkolben. Er konnte den Geruch lokalisieren. Er kam aus dem gelben Trompetenbaum, der in einer dichten Wölbung wucherte, etwa acht Meter von ihm entfernt.
Die Schöne bemerkte, dass da etwas im Busch war. Angespannt und reglos verharrte sie mit dem Krug auf der Schulter. Barnabas sah, dass ihre Nüstern ängstlich zitterten.
In diesem Moment sprang es hinter dem Trompetenbaum hervor.
Es war eine hochgewachsene, furchteinflößende Gestalt. Schwarz wie die Nacht bei bewölktem Himmel und finster wie das Grauen am Tag des Jüngsten Gerichts. Mit einem entsetzlichen Knurren hetzte der Kerl auf die Frau zu. Seine schmutzigen, verfilzten, langen Haare flatterten hinter ihm her. Ein gelblicher großer Knochen war im Kopfhaar festgebunden. Seine Augen blitzten bösartig und voll gieriger Jagdlust. Um die Taille trug er ein schmutziges Zebra-Fell. Die ehemals reine schwarzweiße Musterung war einer bräunlichen Ansammlung von Flecken gewichen. Das Fell konnte sein großes, steifes Glied kaum verbergen, das sich unheilvoll darunter abzeichnete. An seiner Hüfte baumelte an einem Gürtel aus Naturfasern eine grobe, graue Steinklinge mit einem Griff, der mit Lianen umwickelt war. Die Klinge war bereits übersät von etlichen dunkelbraunen Flecken. Altes getrocknetes Blut, Zeugnis vergangener Metzeleien und Schandtaten.
Die Schöne stieß einen entsetzten Schrei aus. Selbst ihre von Panik ergriffene Stimme klang wunderschön. Wie das Rufen eines der bunten Singvögel des Waldes. Voller Schreck ließ sie den Wasserkrug sinken. Sein Inhalt ergoss sich auf das Gras und versickerte darin. Geistesgegenwärtig sprang die Frau beiseite und versuchte dem Angriff des Wüstlings auszuweichen. Der jedoch hatte sein Vorwärtsstürmen listig geplant und war wohl ein erfahrener Jäger. Er sah ihren Seitwärtshaken voraus und änderte seine Richtung, um sie abzufangen.
Als sie den leeren Holzkrug hob, ahnte der Kerl auch schon, was sie damit vorhatte. Schauderhaft lachend und mit gefletschten, dünnen Zahnstummeln, wehrte er den Schlag mit dem Krug ab, indem er diesen barsch beiseite schlug. Wirkungslos in seiner Funktion als Abwehrwaffe landete der Behälter im tiefen Gras und verschwand aus der Sicht.
Barnabas Treubart wusste, dass es nun an ihm lag, der schwarzen Schönheit zu helfen. Niemand würde es sonst tun. Sie war anscheinend alleine hergekommen. Hektisch sah er sich nach einer Waffe um. Das Opfer begann schon, in ein schluchzendes Weinen auszubrechen. Kein Knüppel und kein Stein waren in Sicht. Sein Gewehr hatte er bei den anderen Dingen im Lager zurückgelassen. Das war zwar nicht weit entfernt, und auch seine treuen Gepäckträger befanden sich dort. In dieser akuten Gefahrensituation aber hieß es schnell zu handeln. Es blieb keine Zeit, um Waffen oder seine Männer aus dem Lager zu holen. Vielleicht würden Lärm und Kampfgeschrei sie zu Hilfe eilen lassen. Wenn es dann nicht zu spät wäre!
Der Angreifer packte die Frau grob und schleuderte sie zu Boden. Hart und behände wie eine Sprungfeder stürzte er sich auf sie. Er stieß geifernde und bösartig lallende Laute aus, deren Bedeutung ein zivilisierter Mensch wohl niemals würde verstehen wollen. Sein pulsierendes Geschlechtsteil war nun fast völlig vom Zebra-Fell befreit und nahezu unverhüllt. Es stand von ihm ab wie der dicke, lange Schnabel eines Tukans. Genauso gelb war es auch; es stand nicht nur vor Geilheit, sondern auch vor Dreck. Nicht nur äußerst unsauber und staubig war es, sondern vermutlich im Falle eines Geschlechtsverkehrs Überträger gefährlicher Viren und Bakterien. Obszön glänzte es in der Sonne und war bereit für die abscheulichsten Untaten.
Die Frau schlug nach dem Kerl. Sie trommelte mit ihren kleinen Fäusten auf seine Gesichtsfratze und seinen drahtigen Körper ein. Der war knorrig und langgliedrig wie der einer Gottesanbeterin, nur viel größer und zerstörerischer. Unter der bescheidenen Wucht ihrer Schläge wankte lediglich sein ungepflegter Haarschopf mit dem grausigen großen Knochen.
„Lass mich zu Frieden!“ schrie die Schöne. „Du bist hier nicht in deinem Stammesgebiet!“ Barnabas konnte jedes Wort verstehen und wäre hingerissen gewesen von diesen hellen, melodischen Lauten, wenn die Lage nicht so gefährlich gewesen wäre. Die Frau hatte nicht nur eine angenehme Stimme, die jetzt in ein ängstliches Kieksen überging. Sie besaß auch eine vorbildliche, klare Aussprache.
„Ich stoße dein Gebiet ins Verderben! Und dich stoße ich gleich als erste!“ grunzte der Bösewicht in einem abgehackten, liederlichen Dialekt. Der erinnerte nur entfernt an gutes Kongolesisch. Die Worte klangen, als würde eine Hyäne unverdautes Aas ausspeien. Tief, dunkel, voller hemmungsloser Verderbnis und Gräuel.
Barnabas spürte das Gewicht auf seinem Rücken. Sein Lieblingsbuch. Natürlich! Dort hing das drei Kilo schwere Gesangsbuch. Es war in unverwüstliches Nashornleder gebunden und wurde zusammengehalten von einem fingerdicken Band mit Eisenschnalle. Das Buch beschwerte sein breites Kreuz, wie es das ständig tat, außer beim Schlafen. Als Mahnmal, als Geißelung, als immerwährende Verheißung der himmlischen Wahrheit! Das Buch der Glückseligkeit, dessen Bürde er nur allzu gern trug. Nicht nur, um es immer und an allen Orten dabeizuhaben. Sondern, um sein stattliches Gewicht auf sich zu spüren. Es wirkte gleichzeitig beruhigend und strafend. Beruhigend, weil es unzählige erquickliche Lieder und Gesänge enthielt, die sein Lebensglück nährten und vermehrten. Strafend deshalb, weil es ihn an die vielen kleinen Sünden erinnerte, für die er Buße leisten wollte. Jeden Tag, jede Stunde, immer und überall. Durch das Tragen des schweren Päckchens, welches das Buch war. Schwer war es als Objekt, und schwer war auch sein mahnender und bedeutungsvoller Inhalt: Die göttlichen Psalmen, Gesänge und Wahrheiten. Sie konnten vordergründig als ausgesprochen schweinisch und ordinär wahrgenommen werden, besaßen aber auf den zweiten Blick einen tieferen, verborgenen Sinn.
Hinter sich greifen und die dünne Kette vom Tragegurt abzustreifen, war eines. Die Kette fest in die Hände nehmen und das Buch abwägend hin- und herschwingen zu lassen, war das Nächste.