Der 1. und 2. Petrusbrief - Ralf Mühe - E-Book

Der 1. und 2. Petrusbrief E-Book

Ralf Mühe

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Beschreibung

Petrus schreibt an Christen, deren Alltag keine Atmosphäre zum Wohlfühlen aufweist. Sie leben als Minderheit in einer Gesellschaft, in der ihnen Argwohn, Spott und Feindseligkeiten entgegenschlagen. Doch statt die Empfänger des Briefes zu bedauern, lenkt der Apostel ihre Blicke auf die Haben-Seite des Glaubens. Was ihnen dadurch geschenkt worden ist, übertrifft alles, was sie an Schwierigkeiten erleben. Mit seelsorgerlicher Behutsamkeit erinnert der Apostel an das, was duchträgt: die Zuverlässigkeit der guten Nachricht über Jesus Christus, wie sie in den biblischen Schriften festgehalten ist. Für sie steht er als Zeuge mit seinem Leben ein.

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Seitenzahl: 64

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Ralf Mühe

Der 1. und 2. Petrusbrief

anschaulich, verständlich, lebensnah

www.bibellesebund.net

Impressum

Der Inhalt dieses E-Books ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Speicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

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© 2017 Bibellesebund Verlag, Marienheide

© 2025 der E-Book-Ausgabe

Lockenfeld 2

51709 Marienheide

[email protected]

Autor: Ralf Mühe

Lektorat: Burkhard Meißner

Titelfoto: © Oleg Dudko – 123rf.com

Titelgestaltung: Lubica Rosenberger, Bonn

Layout des E-Books: Inge Neuhaus

Printausgabe: ISBN 978-3-95568-243-9

E-Book: ISBN 978-3-95568-584-3

www.bibellesebund.net

Hinweise des Verlags:

Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des Textes und der Bilder kommen.

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Inhalt

Titel

Impressum

Liebe Leserin, lieber Leser

Der 1. Petrusbrief

Einführung

Ermutigung für Christen in der Minderheit (1. Petrus 1,1-2)

Jetzt Bedrängnis, dann unbändige Freude (1. Petrus 1,3-9)

Gott: Vater, Sohn und Heiliger Geist

Wissen und Erkenntnis (1. Petrus 1,10-12)

Befreit von einem sinnlosen Lebensstil (1. Petrus 1,13-25)

Zu Gottes Volk gehörig (1. Petrus 2,1-10)

Glaube mit Öffentlichkeitswirkung (1. Petrus 2,11-17)

Das Übel ertragen, ohne zu zerbrechen (1. Petrus 2,18-25)

Frau und Mann im Miteinander (1. Petrus 3,1-7)

Das geht alle etwas an (1. Petrus 3,8-22)

Hinabgestiegen in das Reich des Todes

Mit Widerstand rechnen (1. Petrus 4,1-6)

Zielbestimmt leben (1. Petrus 4,7-11)

Nach Gottes Willen leiden? (1. Petrus 4,12-19)

Worte an Gemeindeleiter (1. Petrus 5,1-4)

Worte an die ganze Gemeinde (1. Petrus 5,5-14)

Petrus – ein Kurzporträt

Der 2. Petrusbrief

Einführung

An alle, die den Glauben empfangen haben (2. Petrus 1,1-2)

Konsequenz in der Nachfolge (2. Petrus 1,3-11)

In Erwartung des baldigen Todes (2. Petrus 1,12-15)

Ein helles Licht am dunklen Horizont (2. Petrus 1,16-21)

Die Bedeutung der Prophetie für uns

Vorsicht, Verführer! (2. Petrus 2,1-22)

Das Ende kommt – wann Gott es will (2. Petrus 3,1-7)

In Erwartung auf den großen Tag Gottes (2. Petrus 3,8-18)

Liebe Leserin, lieber Leser,

wie oft schon habe ich für mich selbst verinnerlicht, was Petrus an Kostbarkeiten des Glaubens benennt. Er weiß, dass ihm bald ein gewaltsamer Tod als Märtyrer bevorsteht. Deshalb höre ich genau hin, was Petrus in dieser begrenzten letzten Lebensphase wichtig ist.

Angesichts unserer Endlichkeit tragen falsche Hoffnungen schlichtweg nicht durch. Wenn wir unsere Existenz an Jesus – dem einen, der auferstanden ist – festmachen, haben wir Anteil an seiner Herrlichkeit. Dieses Erbe, das uns zugesagt ist, wartet im Himmel auf uns. Eine wahrhaft überwältigende Perspektive! Sie tröstet über die Vergänglichkeit all dessen hinweg, was wir beklagen, weil wir es bereits loslassen mussten oder noch zu erwarten haben.

Das Leben kann uns übel mitspielen. Petrus hat Frauen und Männer vor Augen, die man argwöhnisch beobachtet, mobbt, verleumdet und von staatlicher Seite verfolgt.

Unter ihnen gibt es etliche, die ohne diese bedrückenden äußeren Umstände schon genug zu ertragen haben. Es sind Menschen, die auf der sozialen Leiter ganz unten stehen. Diesen allen und auch Ihnen und mir macht Petrus bewusst, wie wertgeachtet wir in Gottes Augen sind. Jesus hat für uns einen hohen Preis bezahlt. Ihm ist also daran gelegen, dass wir das Ziel erreichen. Wo immer wir uns in Anfeindungen von außen und vor Verführungen durch falsche Christen bewähren, geben wir Zeugnis von seiner Kraft, mit der er uns erhält. Auf diese Weise gehören auch schwierige Situationen zu unserem Dienst in dieser Welt.

Entdecken Sie die Briefe des Apostels Petrus als Zuspruch, der Ihnen persönlich gilt.

Ralf Mühe

Wenn nicht anders angegeben, liegt den Textbezügen zur Bibel die revidierte Lutherbibel von 2017 zugrunde.

Der 1. Petrusbrief

© Clark Young – Unsplash

Einführung

Der Brief gehört nicht zur Kategorie der unbeschwerten Urlaubspost. Der Apostel schreibt in schwieriger Zeit aus „Babylon“ (Kapitel 5,13). Die überwiegende Zahl der Ausleger neigt dazu, hinter diesem Inbegriff einer gottlosen Stadt die Hauptstadt Rom zu sehen (vergleiche Offenbarung 17,4-5). Dafür sprechen die Anwesenheit von Silvanus und Markus (Kapitel 5,12-13), die ja zeitweise dort auch dem Apostel Paulus beistanden. Darüber hinaus gibt es keinen Beleg für die Existenz einer christlichen Gemeinde in Babylon (Mesopotamien).

Die Verfasserschaft von Petrus ist durch Männer der frühen Kirche bestätigt worden. Zu ihnen gehören Polykarp, Papias, Tertullian und Clemens von Alexandria. Petrus soll unter Kaiser Nero in Rom gekreuzigt worden sein; deshalb könnte der Brief aus der Zeit zwischen 64 und 65 nach Christus stammen.

Das Schreiben richtet sich an die Christen in Kleinasien im Gebiet der heutigen Türkei. Als Fremde leben die Christen entweder, weil sie sich auf der Flucht vor Verfolgung dort angesiedelt haben, oder weil sie durch ihre Umkehr zu Jesus nicht mehr so recht in das vom Heidentum geprägte soziale Gefüge passen. Glieder der Gemeinde werden übel verleumdet (Kapitel 2,12 und 3,16) und gelästert (Kapitel 4,4). Offensichtlich ziehen sich auch vonseiten der Behörden düstere Wolken über den Jesusnachfolgern zusammen (Kapitel 4,12 und 16).

Angesichts der offensichtlichen Schwierigkeiten stellt der Apostel seinen Lesern die Privilegien vor Augen, die in der Lebensgemeinschaft mit Jesus Christus begründet sind (Kapitel 1,1-12). Danach beschreibt er Charakteristiken der Gemeinde (Kapitel 1,13–2,10) und ihre Wirkungen nach außen in den unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten der Gesellschaft jener Zeit (Kapitel 2,11–3,17). Das Thema des unschuldigen Leidens durchzieht alle diese Bereiche. Es bietet die Chancen, sich zu bewähren und dem Herrn ähnlicher zu werden, damit Gott gepriesen wird (Kapitel 4,11).

Beachtenswert: Die begründete Hoffnung von Christen beruht darauf, was Gott uns geschenkt hat. Durch den Glauben werden uns diese Privilegien zugänglich (Kapitel 1,1-5). Die Reihenfolge „Leiden – und die Herrlichkeit danach“ gilt für das Leben von Jesus (Kapitel 1,11), aber auch für die Berufung der Gläubigen aller Zeiten (Kapitel 5,10).

Ermutigung für Christen in der Minderheit

1. Petrus 1,1-2

Erklärungen zum Text

Die Region Pontus umfasste die südöstliche Küste des Schwarzen Meeres. Zu Galatien gehörte das mittlere Hochland entlang des Flusses Halys. Es war im 4. Jahrhundert vor Christus von Galliern (Kelten) erobert worden. Kappadozien lag ganz im Osten von Kleinasien. Die römische Provinz Asia mit der Hauptstadt Ephesus war die westlichste auf dem Gebiet der heutigen Türkei. Juden aus den Gebieten Kappadozien, Pontus und Asien sind einst Zeugen des Sprachenwunders an Pfingsten geworden (Apostelgeschichte 2,9).

Bithynien war dem Missionsteam, das mit Paulus reiste, zunächst verwehrt geblieben (Apostelgeschichte 16,7), hatte aber um das Jahr 112 herum einen starken Zustrom von Menschen, die Christen geworden waren. Das geht aus einem Schreiben von Plinius dem Jüngeren an Kaiser Trajan hervor: „Überall hat sich dieser Aberglaube verbreitet, nicht bloß in Städten und Dörfern, auch auf dem flachen Lande. Die Tempel veröden, und lange schon werden keine Opfer mehr dargebracht.“

Christen bildeten in jener Zeit eine in unterschiedlichste Regionen verstreut lebende Minderheit (Vers 1). Die Mehrheit der Bevölkerung verehrte heidnische Götter. Auf sie musste eine an biblischen Leitlinien geprägte Lebensweise fremd wirken. Petrus ermutigt die Briefempfänger, indem er auf das hinweist, was Christen von Gott geschenkt worden ist (Vers 2).

Fragen zum Text

Was bedeutet es, eine Auswahl zu treffen (Vers 1)? Lesen Sie dazu Kapitel 2,4.

In welcher Weise hat Gott sich den Christen zugewendet? Ordnen Sie Gott, dem Vater, seinem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist die jeweiligen Handlungen zu (Vers 2)!

Woraus geht hervor, dass der Mensch nicht über Gnade und Frieden verfügen kann?

Übertragung ins Leben