Der Aufstieg der Foundation - Gregory Benford - E-Book

Der Aufstieg der Foundation E-Book

Gregory Benford

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Beschreibung

Die Foundation-Saga geht weiter!

Imperator Cleon I. will den genialen Psychohistoriker Hari Seldon zum Premierminister machen. Das würde jedoch bedeuten, dass Seldon weniger Zeit für seine Projekte hat. Um den Imperator nicht zu verärgern, berät er ihn nur informell - und schafft sich dadurch mächtige politische Feinde. Unterdessen werden auf Trantor zwei virtuelle Personen, Sims, von Voltaire und Johanna von Orleans entdeckt, die in einer Debatte gegeneinander antreten sollen. Doch die beiden haben andere Pläne und fliehen in die Datensphäre Trantors - und machen dort eine unglaubliche Entdeckung ...

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Seitenzahl: 878

Veröffentlichungsjahr: 2014

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GREGORY BENFORD

DER AUFSTIEG DER FOUNDATION

Roman

INHALT

Die Grundregeln der Robotik

Ein Treffen

Erster Teil – Ein Mathematiker als Kanzler

Zweiter Teil – Die Rose und das Skalpell

Ein Treffen

Dritter Teil – Staatspolitik

Vierter Teil – Ichbewusstsein

Ein Treffen

Fünfter Teil – Panucopia

Sechster Teil – Nebel aus der Vorzeit

Ein Treffen

Siebter Teil – Sterne wie Sandkörner

Ein Treffen

Achter Teil – Die ewigen Gleichungen

Für Greg Bear und David Brin

die sich mit mir

Die Grundregeln der Robotik

DAS NULLTE GESETZ – Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass der Menschheit Schaden zugefügt wird.

DAS ERSTE GESETZ – Ein Roboter darf einem menschlichen Wesen keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass einem menschlichen Wesen Schaden zugefügt wird, es sei denn, dies würde das Nullte Gesetz der Robotik verletzen.

DAS ZWEITE GESETZ – Ein Roboter muss dem ihm von einem menschlichen Wesen gegebenen Befehl gehorchen, es sei denn, dies würde das Nullte oder das Erste Gesetz der Robotik verletzen.

DAS DRITTE GESETZ – Ein Roboter muss seine Existenz beschützen, es sei denn, dies würde das Nullte, das Erste oder das Zweite Gesetz der Robotik verletzen.

Ein Treffen

R. Daneel Olivaw hatte keine Ähnlichkeit mehr mit Eto Demerzel. Diese Rolle hatte er längst abgelegt.

Dors Venabili hatte nichts anderes erwartet, trotzdem fand sie es verwirrend. Dabei wusste sie, dass er im Lauf der Jahrtausende unzählige Gestalten angenommen und wieder verworfen hatte.

Dors sah ihn sich in aller Ruhe an. Sie befanden sich in einem engen, schäbigen Raum, zwei Bezirke von der Streeling-Universität entfernt. Sie war auf Umwegen hierhergekommen, und der Ort war mit einem Netz von raffinierten Sicherheitsvorkehrungen gleich mehrfach geschützt. Roboter waren geächtet. Seit Jahrtausenden lebten sie im tiefen Schatten des Tabus. Olivaw war ihr Vorgesetzter und Mentor, dennoch bekam sie ihn nur selten zu Gesicht.

Auch sie war ein Roboter, aber sie war humaniform, also von menschlichem Aussehen, und beim Anblick seiner vorsintflutlichen, zum Teil metallischen Gestalt erschauerte sie in ehrfürchtiger Scheu. Er war fast zwanzigtausend Jahre alt. Er konnte jederzeit als Mensch auftreten, aber er hatte nicht den Wunsch, ein Mensch zu sein. Im Augenblick war er sehr viel mehr als das.

Dors lebte dagegen schon so lange glücklich und zufrieden als Pseudo-Mensch, dass ihr schon die leiseste Erinnerung an ihr wirkliches Wesen wie mit Eisfingern über den Rücken strich. »In letzter Zeit steht Hari zunehmend im Licht der Öffentlichkeit …«

»Hmhm. Du hast Angst, entdeckt zu werden.«

»Die neuen Sicherheitskontrollen machen vor nichts halt.«

Er nickte. »Deine Besorgnis ist berechtigt.«

»Wenn ich Hari weiter beschützen soll, brauche ich Hilfe.«

»Noch einen von uns in seine nächste Umgebung einzuschleusen, würde die Gefahr der Enttarnung verdoppeln.«

»Ich weiß, ich weiß, aber …«

Olivaw fasste nach ihrer Hand. Sie hielt mit Mühe die Tränen zurück, während sie sein Gesicht beobachtete. Auch kleinere Feinheiten wie das Auf und Ab des Adamsapfels beim Schlucken waren längst bis ins letzte vervollkommnet. Doch bei diesem Treffen hatte er sich die Freiheit genommen, auf solche Äußerlichkeiten und ihre Berechnung zu verzichten, und er genoss es sichtlich, diese Last, wenn auch nur für kurze Zeit, ablegen zu können.

»Ich lebe in ständiger Angst«, gestand sie.

»Dazu hast du auch allen Grund. Ihm drohen viele Gefahren. Aber du bist so angelegt, dass du bei hohem Angstpegel am besten funktionierst.«

»Ich kenne meine Baubeschreibung, aber … nehmen wir nur deinen neuesten Schachzug, ihn auf höchster Ebene in die Kaiserliche Politik einzubinden. Damit hast du mir meine Aufgabe erheblich erschwert.«

»Aber es ist notwendig.«

»Es könnte ihn von seiner eigentlichen Arbeit, der Psychohistorik ablenken.«

Olivaw schüttelte entschieden den Kopf. »Das bezweifle ich. Er ist ein ganz besonderer Typ Mensch – ein Besessener. Zu mir hat er einmal gesagt: ›Das Genie tut, was es muss, das Talent tut, was es kann‹ – wobei er sich selbst lediglich für talentiert hielt.«

Sie lächelte wehmütig. »In Wirklichkeit ist er ein Genie.«

»Und damit einmalig. Derart seltene, aber starke Abweichungen von der Norm kommen bei den Menschen immer wieder einmal vor. Die Evolution verwendet sie bevorzugt als Selektionsmerkmale, auch wenn das den Betreffenden offenbar nicht bewusst ist.«

»Und wie sieht das bei uns aus?«

»Wer ewig lebt, ist der Evolution nicht unterworfen. Und überhaupt ist die Zeit dafür noch zu kurz. Aber wir können uns selbst weiterentwickeln und tun es auch.«

»Die Menschen sind auch potentielle Mörder.«

»Wir sind wenige; sie sind viele. Und sie haben tief verwurzelte Instinkte, die wir letztlich nicht durchschauen können, so sehr wir uns auch bemühen.«

»Mir geht es in erster Linie um Hari.«

»Und das Imperium steht weit abgeschlagen an zweiter Stelle?« Er lächelte dünn. »Mir ist das Imperium nur insoweit wichtig, als es dem Schutz der Menschheit dient.«

»Wovor?«

»Vor sich selbst. Vergiss nicht, Dors: wir befinden uns in jener Umbruchphase, die wir schon vor langer Zeit vorausgesehen haben. In der kritischsten Periode der gesamten Geschichte.«

»Der Begriff ist mir bekannt, aber was steckt dahinter? Haben wir denn eine Geschichtstheorie?«

Zum ersten Mal zeigte Daneel Olivaw so etwas wie Mimik. Er verzog kläglich das Gesicht. »Eine umfassende Theorie übersteigt unsere Fähigkeiten. Dazu müssten wir die Menschen sehr viel besser verstehen.«

»Aber etwas haben wir doch …?«

»Eine andere Art, die Menschen zu betrachten, die allerdings momentan sehr strapaziert wird. Sie hat uns veranlasst, das Imperium zu schaffen, die größte Errungenschaft der Menschheit.«

»Davon weiß ich nichts …«

»Das ist auch nicht nötig. Jedenfalls brauchen wir jetzt eine neue, tiefergehende Betrachtungsweise. Und deshalb ist Hari so wichtig.«

Dors zog die Stirn in Falten, sie spürte eine vage Unruhe, ohne sie in Worte fassen zu können. »Diese frühere, einfachere Theorie … Sagt sie dir, dass die Menschheit gerade jetzt so etwas wie die Psychohistorik{1} braucht?«

»Genau so viel lässt sich aus unserer eigenen, rudimentären Theorie ableiten. Aber für ein Mehr sehe ich keine Möglichkeit.«

»Alles weitere bleibt allein Hari überlassen?«

»Leider ja.«

Teil 1

HARI SELDON – … obwohl die von Gaal Dornick verfasste Biographie derzeit die beste Quelle für Seldons Leben darstellt, ist sie, soweit es dessen Aufstieg zur Macht betrifft, nicht zuverlässig. Der junge Dornick lernte Seldon erst zwei Jahre vor dessen Tod kennen. Damals waren über den großen Mathematiker bereits viele Gerüchte in Umlauf, und besonders um den nur umrisshaft erfassten Zeitraum, in dem er innerhalb des zerbröckelnden Imperiums breite Autorität genoss, rankten sich zahlreiche Legenden.

Wie es dazu kam, dass Seldon als einziger Mathematiker in der gesamten Geschichte der Galaxis politische Macht erlangte, ist und bleibt für Seldon-Forscher ein unlösbares Rätsel. Soweit erkennbar, beschränkte sich sein Ehrgeiz auf die Entwicklung einer naturwissenschaftlichen ›Historik‹ – wobei es ihm freilich weniger um die Erforschung der Vergangenheit ging, als vielmehr um eine möglichst exakte Voraussage der Zukunft (Seldon selbst gestand Dornick, seine Bestrebungen hätten sich schon sehr früh auf die ›Verhinderung bestimmter Zukunftsalternativen‹ konzentriert.)

Der mysteriöse Rücktritt Eto Demerzels vom Amt des Kanzlers war sicherlich der Auftakt zu einem gewaltigen Drama. Dass Cleon I. sich unmittelbar darauf für Seldon entschied, lässt vermuten, dass Demerzel persönlich seinen Nachfolger ausgewählt hatte. Aber warum gerade Seldon? Die Historiker sind über die Motive der Hauptakteure in diesem entscheidenden Moment durchaus geteilter Meinung. Das Imperium erlebte stürmische Zeiten und wurde besonders seitens der von Seldon so genannten ›Chaoswelten‹ vor große Herausforderungen gestellt. Seldons Geschick beim Ausmanövrieren seiner mächtigen Gegenspieler, obwohl er nach Aktenlage über keinerlei Erfahrung in der politischen Arena verfügte, ist für die Forschung nach wie vor ein reizvolles, aber auch irritierendes Thema …

– ENCYCLOPAEDIA GALACTICA{2}

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