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MINIBOOK 023: Aktion Dunkelmord W. A. Hary: „Stromausfall in Helsinki - und die Terroristen schlagen zu!“ Dem Agenten riß der Geduldsfaden: »Den Namen, verdammt!« »Alvar Kilpinen!« Mehr wollten sie tatsächlich nicht wissen. Sie rannten hinaus, wie vom Teufel persönlich gehetzt. Dmari Lönnrot murrte hinterher: »Rüde Kerle!« Er zupfte an seiner Schlafanzugsjacke herum. Dann suchte er seine Schlafmütze. Irgendwie hatte er sie verloren. Dabei versuchte er vergeblich zu begreifen, was er eben überhaupt erlebt hatte. Die eingetretene Tür bewies ihm, daß es nicht bloß ein Traum gewesen war. Er fand die Schlafmütze nicht und stand auf. Es war der Zeitpunkt, an dem das Licht ausfiel…
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Veröffentlichungsjahr: 2025
Inhaltsverzeichnis
MINIBOOK 023
Impressum:
Aktion Dunkelmord
Es geht weiter in...
W. A. Hary
Aktion Dunkelmord
„Stromausfall in Helsinki - und die Terroristen schlagen zu!“
Dem Agenten riß der Geduldsfaden: »Den Namen, verdammt!«
»Alvar Kilpinen!«
Mehr wollten sie tatsächlich nicht wissen. Sie rannten hinaus, wie vom Teufel persönlich gehetzt.
Dmari Lönnrot murrte hinterher: »Rüde Kerle!« Er zupfte an seiner Schlafanzugsjacke herum. Dann suchte er seine Schlafmütze. Irgendwie hatte er sie verloren. Dabei versuchte er vergeblich zu begreifen, was er eben überhaupt erlebt hatte. Die eingetretene Tür bewies ihm, daß es nicht bloß ein Traum gewesen war. Er fand die Schlafmütze nicht und stand auf. Es war der Zeitpunkt, an dem das Licht ausfiel…
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Die fünf Agenten erreichten den vierten Stock. Weiter ging es nicht mehr.
Ob der Krach von unten bis hierher vorgedrungen war?
Den Stromausfall registrierten sie nur am Rande. Sie kannten nicht den gesamten Inhalt des Gesprächs, das Abbott Sanderson mit dem Unbekannten geführt hatte, sondern nur die wichtigsten Details.
Darin war nicht vorhanden, daß das Licht ausfallen sollte. Sanderson hatte es versäumt, seine Leute darauf hinzuweisen. Deshalb glaubten sie an einen Kurzschluß.
Einer ließ sein Feuerzeug aufflammen. Im flackernden Schein suchten sie.
Es gab hier oben nur eine einzige Tür ohne Namensschild. Alle anderen besaßen eins, und nirgendwo stand der Name Alvar Kilpinen. Es bedurfte keiner großen geistigen Regheit, um daraus Schlüsse zu ziehen.
Trotzdem lauschten die Agenten zunächst einmal.
Gerade sagte jemand: »Rufen Sie in...«, als die Tür berstend aufflog. Ein Mann wirbelte hinein, Sekundenbruchteile von der Batterielampe geblendet.
Der Typ am Telefon ließ den Hörer fallen und griff instinktiv nach der Waffe neben dem Apparat.
Die Beretta war geladen. Das konnte sich ein Kleinkind ausmalen. Und sie war entsichert!
Alvar Kilpinen oder wie immer der Kerl auch hieß, wußte auch damit umzugehen.
Obwohl sich der Agent genauso verhielt, wie er es im Trainingscamp des CIA gelernt hatte, traf ihn die erste Kugel voll.
Der zweite Schuß allerdings streifte die Türangel und sirrte als Querschläger weiter.
Die fünf Agenten, nunmehr auf vier geschrumpft, sahen keine andere Möglichkeit: Sie eröffneten ebenfalls das Feuer.
Und dagegen hatte Alvar Kilpinen überhaupt keine Chance.
Er starb, ohne gesagt zu haben, was die Agenten so brennend interessierte:
Wer steckte hinter alledem, und was verfolgte es für einen Zweck?
Einer besaß die Geistesgegenwart, den Hörer aufzunehmen und ans Ohr zu halten. Die anderen kümmerten sich um den Toten. Da war wirklich nichts mehr zu machen. Hatte der Kerl das Feuer eröffnet, um so aus dem Leben zu scheiden?
Der am Hörer sagte: »Hallo?« Etwas anderes fiel ihm in der Hektik nicht ein.
Aber es wurde erwidert!
*
Oberst Eduard Schukowa lauschte, aber er wunderte sich nicht. Niemand wußte genauer als er, wer hinter dem anonymen Anrufer steckte: Er selber!
Er konnte sich noch genau an den Wortlaut erinnern - einen Wortlaut, der als furchtbare Konsequenz seinem früheren Freund Vladimir Vavra das Leben gekostet hatte.
Ein folgenreicher Entschluß für Oberst Schukowa, an dem er lange geknabbert hatte.
Es hatte mit einem Hinweis an das immer noch existierende geheime Büro des KGB in Helsinki begonnen. Natürlich war der Ex-KGB bemüht, linke Organisationen nicht nur zu unterstützen, sondern sie geradezu ins Leben zu rufen - nach wie vor. Schließlich waren es die Altkommunisten radikalsten Kalibers, die in der ehemaligen Sowjetunion maßgeblich ihre Mafia-Fäden zogen.