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Das nächste Abenteuer mit Astro und seinen Freunden wartet schon auf Dich! Begleite die Mondianer und werde Crewmitglied auf der verlassenen Raumstation 236 tief im All. EPISODE 4: DER ORDEN DER TEMPLER Viktor und Lennard treffen auf zwei Abgesandte des Ordens der Templer. Astrolabius versteht die Welt nicht mehr! Er fühlt sich zwischen Don Boss und seinen Freunden hin- und hergerissen. EPISODE 5: MANIPULATIONEN Die Corporation macht rasante Fortschritte. Die Künstliche Intelligenz startet ihre Mission. Die Fronten verhärten sich, denn nicht alle Mondianer sind von Don Boss Absichten überzeugt. EPISODE 6: PROFITGIER Endlich kann Lennard seine Pläne in die Tat umsetzen. Astros Rolle in der Corporation wird immer größer. Don Boss macht Marvin ein Angebot, das er nicht ablehnen kann.
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Veröffentlichungsjahr: 2024
STAFFEL 2
RAUMSTATION 236
Episode 4: Der Orden der Templer
Episode 5: Manipulationen
Episode 6: Profitgier
»DER MOND IST ERST DER ANFANG!«
Autoren: Manuela Wieninger · Martin Wintersberger
Illustrationen: Sasha Schlöglhofer, DALL-E
Cover: Acht Schätze, Sasha Schlöglhofer
Steckbriefe: Andreas Blanckenstein
astro-entertainment.at
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. ASTRO und alle darin vorkommende Personen und ihre Namen, alle Handlungen, Gegebenheiten und Naturgesetze sind fiktiv. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen oder Fischen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Nach einer Idee von Martin Wintersberger
Copyright 2024 © Martin Wintersberger
Alle Rechte vorbehalten
E-Book-ISBN 978-3-99119-201-5
EPISODE 4Der Orden der Templer
Viktor Romaneschko hatte schon so einiges auf seiner langen Reise durch die Weiten des Alls gesehen. Doch der Anblick dieser Stadt, die sich im Inneren eines Asteroiden befand, ließ sogar ihn ins Stocken geraten. Er klammerte sich an seine Steuerung, bis seine Knöcheln sich weiß färbten. Seine Forschung war also nicht umsonst gewesen, wie Don Boss ihm vor ein paar Tagen mitgeteilt hatte. Sie hatte ihn geradewegs zu diesem Asteroiden geführt, in dem ein fremdartiges Volk lebte. Lennard war neben ihm zu einer Salzsäule erstarrt.
Viktor landete auf der ihm zugewiesenen Plattform. Er sicherte die Triebwerke und schaltete das Shuttle ab. Als Viktor sich erhob, sah Lennard ihm ängstlich nach. Romaneschko verließ das Raumschiff und ein wohlig warmes Gefühl erfüllte sein Herz. Er spürte, wie sein Puls sich normalisierte und er sich wieder entspannte. Ein Lächeln umspielte seine Mundwinkel. Ihm wurde klar, wie sehr er das Reisen und die Abenteuer vermisst hatte. Solche Momente waren es, für die er lebte, hier gehörte er her. Als Lennard und Viktor sich in einem Shuttle von Don Boss vor ein paar Tagen auf den Weg gemacht hatten, war ihnen nicht klar gewesen, was sie Großartiges entdecken würden.
Noch vor wenigen Augenblicken hatten sie sich im All befunden und den Asteroiden von ihrem Shuttle aus begutachtet. Ihr Bordcomputer hatte eine Grußfrequenz geschickt und eine Antwort hatte nicht lange auf sich warten lassen, zwei fremdartige Raumschiffe erwarteten sie bereits. Die Piloten positionierten sich vor ihnen und gaben Viktor zu verstehen, dass er ihnen folgen sollte.
Lennard, der neben ihm saß, bekam es mit der Angst zu tun. Der Leiter der Mondstation war kein Abenteurer. Er verspürte nicht den Drang, in unerforschte Gebiete vorzudringen. Doch er wollte es sich nicht nehmen lassen, bei dieser Entdeckung dabei zu sein. In den letzten Monaten hatte er so viele Rückschläge einstecken müssen, dass er sich endlich wieder wichtig fühlen wollte. Jetzt bereute er seine Entscheidung. Viktor lächelte ihn an: »Cordes, wenn die Fremden uns etwas antun wollten, wären wir schon längst tot.« Das war für Lennard überhaupt keine Hilfe. Auch wenn Romaneschko es gut meinte, Lennard konnte sein Lächeln nicht erwidern.
Die Fremden führten sie zu einer gigantischen Schleuse, die in den Asteroiden gebaut worden war. Viktor stieß ein überraschtes Keuchen aus. Die Schleuse war erst zu sehen, wenn man sich ihr bis wenige hundert Meter genähert hatte. Ahnungslosen blieb sie verborgen. Die drei Raumschiffe hatten genug Platz in der riesigen Schleusenkammer. Insgesamt passierten sie drei Tore.
Sobald sie ein Tor durchquert hatten, schloss es sich und das vor ihnen liegende wurde geöffnet. Viktor spürte leichte Vibrationen im Shuttle. Diese wurden wahrscheinlich vom Belüften der Kammern verursacht oder die Triebwerke liefen asynchron. Das wäre jetzt nicht optimal. Hinter dem letzten Tor eröffnete sich der Blick auf eine riesige Höhle. Die fremden Raumschiffe landeten jeweils auf einer Plattform und Viktor tat es ihnen gleich. Während er das Shuttle sicherte, sah er vom Cockpit aus, wie die beiden Piloten ohne Helm ihre Shuttles verließen. Sie hatten also tatsächlich in den Schleusen einen Druckausgleich vollzogen. Viktor wollte diese Information mit Lennard teilen, doch es kam kein Wort über seine Lippen. Sein Interesse galt etwas ganz anderem. Zu sehr zog die Stadt im Asteroiden ihn in ihren Bann.
Als er ebenfalls ohne Helm sein Shuttle verlassen hatte, blieb er beeindruckt stehen und ließ seinen Blick über die hohen Wände schweifen, an denen Gebäude aus Stein hingen. Von den Landeplattformen verlief ein breiter Steinweg weiter hinein in den Asteroiden und zu den Anlagen und Häusern. »Viktor, so warten Sie doch auf mich«, Lennard löste sich unbeholfen aus den Gurten und stolperte aus dem Shuttle. Eine Armlänge hinter Viktor blieb er stehen. Die zwei fremden Piloten näherten sich rasch. Sie trugen enganliegende, hellgraue Raumanzüge und ein breites Lächeln vermittelte Wohlwollen und Freundlichkeit. Als Lennard das sah, entspannte er sich auch und nahm seinen Platz neben Viktor ein und zum ersten Mal, seit sie das Shuttle bestiegen hatten, grinste auch er. »Wir heißen euch herzlich willkommen!«
»Mein Name ist Marsha Kolm und das ist Segal Murray«, begrüßte die Pilotin die Neuankömmlinge. Sie hatte blondes, schulterlanges Haar und blaue Augen. Ihr Begleiter trug sein braunes Haar kurz und war nur einen halben Kopf größer als sie. »Wir sind der Orden der Templer.«
Viktor holte Luft, um zu antworten, doch Lennard kam ihm zuvor: »Ich bin Lennard Cordes und das ist Viktor Romaneschko, wir sind Mondianer und kommen von der Mondstation.« Die Templer verbeugten sich und Marsha zwinkerte ihnen zu: »Ihr müsst hungrig und müde von der langen Reise sein. Bitte folgt uns, wir haben reichlich zu essen und ein Plätzchen, wo ihr euren müden Gliedern eine Pause gönnen könnt.«
Viktor hatte so viele Fragen, doch die mussten warten. Sein Magen grummelte laut und eine Rast täte ihnen bestimmt gut. Sie folgten ihren Gastgebern nur zu gern.
»Sternschnuppe, sieh’ mal! Das war schon das fünfzehnte Transportschiff.« Astrolabius verfolgte jedes ankommende Raumschiff mit Argusaugen, nebenbei streichelte er seinem Hund gedankenverloren über den Kopf.