ASTRO S2 - Band 9: Projekt RS 236, Aufbruch, Der Botschafter - Martin Wintersberger - E-Book

ASTRO S2 - Band 9: Projekt RS 236, Aufbruch, Der Botschafter E-Book

Martin Wintersberger

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Beschreibung

Verborgenen Mächte und neue Allianzen! Eine verlassene Raumstation birgt unzählige Geheimnisse – und eine gefährliche Mission für Lennard Cordes, der plötzlich um seinen Posten bangen muss. Mit einem dubiosen Stellvertreter und einer fremden Spezies fürchtet Lennard, ein Spiel spielen zu müssen, dessen Regeln er nicht kennt. Astrolabius Winter wagt seinen ersten großen Flug zur Botschaft 218, doch er ahnt nicht, welche Gefahren und Enthüllungen ihn erwarten. Währenddessen kämpft Marvin mit einer bahnbrechenden Erfindung, die über Erfolg oder Scheitern des Projektes RS 236 entscheiden könnte. Ein geheimnisvoller Botschafter mit verstörend präzisem Wissen über die Reisenden wirft ein neues Rätsel auf. Gleichzeitig stößt Nolan auf Hinweise, welche die Geheimnisse der sieben Statuen von Rogos Veridis enthüllen könnten.

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Seitenzahl: 60

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Illustrationen: Midjourney

Cover: Acht Schätze & Midjourney

Schriftsatz: Acht Schätze

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Eingebettete Schriften: Fira Sans (OFL), PT Serif (OFL), Ailerons (lizenziert). Sollte Ihr E-Book-Reader diese Schriften nicht laden können, kontaktieren Sie bitte Ihren Händler.

Nach einer Idee von Martin Wintersberger

Copyright 2020 © Martin Wintersberger

Neuauflage 2024

Alle Rechte vorbehalten

ISBN 978-3-99119-208-4

STAFFEL 2

RAUMSTATION 236

Episode 25: Projekt RS 236

Episode 26: Aufbruch

Episode 27: Der Botschafter

»DER MOND IST ERST DER ANFANG!«

EPISODE 25PROJEKT RS 236

Lennard Cordes saß nun schon eine geschlagene Stunde auf einem antiken Holzstuhl im Vorzimmer von Doktor Darryn Clark, dem Minister für außerplanetare Angelegenheiten und Ethik. Seine Pobacken und sein Rücken schmerzten und jedes Mal, wenn er eine angenehmere Position suchte, knarrte der unbequeme Stuhl unter ihm. Die Sekretärin des Ministers zeigte sich jedes Mal missbilligend, bevor sie sich wieder kopfschüttelnd ihrem Computer zuwandte.

In dem Aufforderungsschreiben war nicht ersichtlich, worum es bei der Vorladung auf Alpha Prime gehen würde. Lennard hatte lediglich den Termin beim Minister erhalten, über den Zweck wurde er im Unklaren gelassen. Auch die Sekretärin wollte ihm keine Auskunft geben, außer, dass Darryn ihn in einer wichtigen Angelegenheit sprechen möchte. Dabei senkte sie ihren Kopf und sah Lennard ablehnend über ihre Brille an.

Dass der Minister ihn warten ließ, war bestimmt kein Zufall. Nach seinem eigenständigen Handeln bei der Vergabe der Auszeichnungen auf der Mondstation würde es jetzt Konsequenzen geben. Lennards Gedanken drehten sich im Kreis. Er war der Leiter der Mondstation, doch wie lange noch? Würde er ersetzt werden? Mit jeder Minute, die verstrich, fühlte er sich unwohler. Plötzlich ertönte ein leises Klingeln, die Sekretärin blinzelte einmal mit den Augen und sagte dann mit spitzer Stimme: »Herr Cordes, Sie können jetzt eintreten.« Sie schaute noch einmal über ihre Brille, machte sich aber nicht einmal die Mühe aufzustehen. Mit einem lauten Knarren erhob sich Lennard, die Sekretärin zuckte zusammen und schloss die Augen. Lennard schüttelte den Kopf. »Undankbare Alphaner«, murmelte er und straffte die Schultern. So selbstsicher wie möglich betrat er das weitläufige Büro des Ministers. Doch der Schweiß auf seiner Stirn verriet seine Nervosität. »Willkommen, Lennard Cordes«, flötete Darryn und erhob sich, ohne ihm die Hand zu reichen. Lennard fand das auch sehr unhöflich, aber er war auch erleichtert, denn seine Hände trieften vor Schweiß. Den wollte er beiläufig an seiner Hose abwischen, doch das Material war ja imprägniert und Lennards Hände blieben nass.

Der Minister war nicht allein, ein anderer Mann erhob sich und lächelte ihn an. Lennard hielt den Atem an, es war als ob er in einen Spiegel blicken würde. Dieser Mann war ihm wie aus dem Gesicht geschnitten, auch die Größe und der Haarschnitt waren identisch. Bis auf die Kleidung. Lennard trug mit Stolz seine Monduniform, der Fremde einen teuer aussehenden Anzug. »Tut mir leid, dass Sie warten mussten. Wir freuen uns, dass sie gekommen sind. Setzen Sie sich bitte, wir haben einiges zu besprechen«, formulierte der Minister übertrieben freundlich. Lennard tat wie ihm geheißen und setzte sich langsam auf den angebotenen Sessel, begleitet von einem Knarren, dass durch das Büro hallte. Dabei ließ er seinen Doppelgänger nicht aus den Augen. Der Gedanke, dass dieser Mann ihn ersetzen würde, durchfuhr Lennard plötzlich. Panisch wandte er sich an den Minister: »Herr Minister, vielen Dank für die Einladung. Lassen Sie mich das kleine Missverständnis mit dem Flyer für Astrolabius Winter erklären...« »Ach, papperlapapp ...«, unterbrach ihn Darryn, »... das ist doch Schnee von gestern und der Flug des jungen Mondianers war eine willkommene Abwechslung für die Alphaner. Näher ran ans Volk! Die Umfragewerte der Mondianer, als auch die unserer Regierung sind gestiegen. Ihre spontane Aktion war ein voller Erfolg für uns alle. Ich habe Sie hergebeten, um Ihnen Louis Christopher vorzustellen. Es ist notwendig, dass sie ab sofort eng mit ihm zusammenarbeiten.« »Louis Christopher …« hauchte Lennard. L … C …? Es traf ihn wie ein Schlag. Er schluckte und sein Gesicht rötete sich. Die gleichen Initialen, verdammt, er sollte ihn also wirklich ersetzen! Der Minister trieb ein abgekartetes Spiel mit ihm. Lennard würde diesen Louis auf der Mondstation einschulen und danach wieder in dieses grauenvolle Büro auf Orbit Alpha versetzt werden. »Ist Ihnen nicht gut?«, fragte Louis sorgenvoll, da Lennards Gesicht mittlerweile weiß wie der Schnee von gestern geworden war. Schnell holte Louis ein Glas Wasser und reichte es Lennard. Nach einem großen Schluck von der kühlen Flüssigkeit beteuerte Lennard: »Danke, es geht schon. Ich bin wahrscheinlich zu schnell aufgestanden …« Die beiden sahen ihn irritiert an. »Ich meine vorhin … als ich draußen …« Der Minister winkte ab: »Ja, ich verstehe! Herr Cordes, ich möchte gleich zum Punkt kommen!« Darryns Stimme war nun fest und bestimmt. Lennard sah zu Boden, seine Augen wurden feucht. Jetzt also würde es passieren, das war also das Ende. Der Minister schob das Tablet auf dem Tisch näher an Lennard heran: »Ihr letzter Bericht war äußerst interessant. Sie haben eine Art verlassene Raumstation erwähnt, im Sektor 236.« Lennard hob den Kopf: »Ja, Viktor Romaneschko und Marvin Winter haben mir nach ihrer Rückreise von Deimos davon erzählt. Ich fand es nicht weiter wichtig. Die verlassene Raumstation ist eine Ruine.« Doktor Clark schlug mit beiden Händen auf den Tisch und lachte auf: »Machen Sie Witze, Cordes? Diese Raumstation birgt unendlich viele Möglichkeiten!« Seine Augen leuchteten als er fortfuhr: »Und diese Wölfe, die sie erwähnt haben. Diese Spezies würde tatsächlich bei der Reaktivierung helfen?« Lennard sah von Louis zu Darryn. Wenn er ehrlich war, wusste er nicht viel über die Bruderschaft, aber er wollte sich keine Blöße geben: »Ja, Viktor kann Ihnen die Vereinbarung mit Herrn Halofax, dem Leiter der Wölfe, bestätigen.« »Ausgezeichnet!« Darryn klatschte in die Hände, seine Gedanken sprudelten förmlich aus seinem Mund. »Eine reparaturbedürftige, aber verlassene Raumstation … ohne Hoheitszeichen … « Darryn ging auf und ab und formte mit seinen Händen Figuren in die Luft. »Die Energieversorgung wieder herstellen … alles abdichten … grüne Biotope … lachende Gesichter … Familien … Kinder … wir brauchen viele lachende Kinder … Babys und Mütter … wir brauchen Mütter und Babys … ja, ja, und nochmals Ja!«