ASTRO S2 - Band 8: Die Spaghetti Runde, Entscheidungen, Halo 897 - Martin Wintersberger - E-Book

ASTRO S2 - Band 8: Die Spaghetti Runde, Entscheidungen, Halo 897 E-Book

Martin Wintersberger

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Beschreibung

Vergänglichkeit und Hoffnung! Astrolabius Winter steht vor seinem ersten großen Abenteuer als Juniorbotschafter der Mondstation – und es führt ihn direkt zu seinem alten Freund Emil auf Alpha Prime. Doch die Wiedersehensfreude währt nur kurz, denn an seinem 13. Geburtstag muss Astro eine Entscheidung treffen, die seinen weiteren beruflichen Weg maßgeblich beeinflusst. Gleichzeitig kämpft Lilly Winter verbissen gegen die zunehmende Bedrohung durch die unberechenbare Künstliche Intelligenz. Während die letzten Tage auf der Raumstation verstreichen und die Maschinen langsam verstummen, stehen die wenigen verbliebenen Bewohner vor der schmerzhaften Aufgabe, Abschied zu nehmen. Doch nicht nur die Dunkelheit des Alls droht, sie zu verschlingen – es sind auch die Geister ihrer Vergangenheit und die ungewisse Zukunft, die ihnen keine Ruhe lassen.

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Veröffentlichungsjahr: 2024

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»DER MOND IST ERST DER ANFANG!«

Autoren: Manuela Wieninger · Martin Wintersberger

Illustrationen: Midjourney

Cover: Acht Schätze, Jia Ying Wu, Midjourney

Steckbriefe: Midjourney

astro-entertainment.at

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. ASTRO und alle darin vorkommende Personen und ihre Namen, alle Handlungen, Gegebenheiten und Naturgesetze sind fiktiv. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen oder Fischen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Nach einer Idee von Martin Wintersberger

Herstellung: Buchdrucker.at, Wien

Copyright 2024 © Martin Wintersberger

Alle Rechte vorbehalten

E-Book-ISBN 978-3-99119-207-7

EPISODE 22Die Spaghetti Runde

Es war kurz vor 6 Uhr abends, gleich würden die Nachrichten live von der Mondstation in alle Haushalte auf Alpha Prime übertragen werden. Emil saß in der Küche und löffelte in Windeseile die leckere Kartoffel-Steinpilz-Suppe. Er wollte unbedingt die Live-Übertragung der Preisverleihung sehen. Seine Mutter ermahnte ihn liebevoll: »Emil, iss langsamer!« Er nickte, aß aber im gleichen Tempo weiter.

Als er fertig war, sprang er auf und lief ins Wohnzimmer, doch seine Mutter hielt ihn zurück: »Emil! Räum das Geschirr ab!« Schnell drehte er sich um, schnappte sich den Teller und stellte ihn in die Spüle. Er lief wieder los, in einer Minute würde der vertraute Jingle die Nachrichten einleiten. »Emil! Vergiss deinen Bananen-Kiwi-Smoothie nicht!«, rief seine Mutter. Emil drehte sich noch einmal um, nahm das Getränk und eilte davon: »Danke, Mama. Ich bin im Wohnzimmer, gleich geht’s los!« »Pass auf, dass du nichts verschüttest!«

Seit dem Skandal um Don Boss und seine Corporation waren die Übertragungen von der Mondstation wieder in den Vordergrund gerückt. Emil war froh, dass sie aufgeflogen war, dieser Don Boss mit seinem komischen Grinsen war ihm immer unheimlich gewesen. Umso euphorischer war er, als er vor ein paar Wochen in den Nachrichten verfolgt hatte, dass Marvin Winter eine Expedition nach Deimos anführte, um dort Anlagen zur Energiegewinnung zu bauen. Auch wenn der Auftrag ursprünglich von der Corporation kam, zweifelte Emil nicht daran, dass Marvin nur das Wohl der Humanoiden im Sinn hatte. Seine Eltern waren in dieser Hinsicht zwiegespalten, er hörte sie immer wieder mal heftig darüber diskutieren. Emils Vater vertrat die Ansicht, dass eine effiziente Energiegewinnung der Kern allen gesellschaftlichen Fortschritts sei. Seine Mutter setzte vor allem auf Windenergie. Dass dafür gigantische Stahlbetonfundamente, Zufahrtswege und Leitungen gebaut werden mussten und Fauna und Flora darunter litten, ließ sie nicht gelten. Auch nicht, dass die Windräder nur dann Energie produzierten, wenn der Wind blies.

Der Inhalt des Glases schwappte gefährlich im Glas hin und her, als Emil sich auf die Couch neben seinen im Sitzen schlafenden Vater George manövrierte und das Glas unsanft auf den Couchtisch wuchtete. Dieser wachte auf und murmelte etwas Unverständliches. »Emil!«, rief Luisa. »Ja, Mama, ist schon gut. Es ist nichts passiert. Die Nachrichten fangen an!« Luisa setzte sich zu ihrem Sohn und beobachtete skeptisch, wie Emil mit glitzernden Augen vor dem Monitor saß. Der Jingle ertönte und Emil wippte im Takt mit. Dazu flimmerten Aufnahmen der Mondbasis über den Bildschirm. Dann wechselte das Bild und ein Reporter lächelte in die Kamera. Luisa kommentierte: »Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. So viel Aufhebens um eine Stadt auf dem Mond. Wenn man ...« »Mama, jetzt nicht ...«, unterbrach Emil sie schroff, schickte aber schnell ein entschuldigendes Grinsen hinterher. Luisa schnaubte, lies es aber auf sich beruhen.

Der Reporter berichtete: »Meine Damen und Herren, wir befinden uns im hydroponischen Zentrum der Mondstation und berichten live von der Preisverleihung, die das Ministerium für außerplanetare Angelegenheiten und Ethik angekündigt hat.« Dann beugte sich der Reporter vor und berührte mit seinem Gesicht fast die Kamera. Er flüsterte: »Unter uns gesagt, meine Damen und Herren, ironischerweise gäbe es diese Preise nicht ohne Don Boss, denn er hat die Voraussetzungen dafür geschaffen. Aber wer bin ich, das zu beurteilen?« Dann richtete sich der Reporter wieder auf und lächelte künstlich: »Bleiben Sie dran, nach einer kurzen Werbeunterbrechung geht es gleich weiter!« Luisa schüttelte den Kopf: »Siehst du, Emil. Die Regierung will mit diesem Auszeichnungskram die Mondianer in ein gutes Licht rücken. Wer ehrliche Arbeit leistet, hat das gar nicht notwendig.« »Das ist ehrliche Arbeit. Nur halt auf dem Mond«, entgegnete George. Emil verdrehte die Augen. Es war zu einem Ritual geworden. Luisa beschwerte sich über die Regierung und die Mondianer, Emils Vater sprach sich für sie aus und Emil saß in der Mitte und schlürfte seinen Smoothie. Corporation oder Mondstation hin oder her. Sein bester Freund Astrolabius Winter lebte dort oben und Emil vergönnte ihm jeden Tag. Der Werbeblock klang mit einem Werbeslogan für Waschmittel aus, dann war die Kamera auf die Bühne gerichtet.

Minister Darryn Clark verlas die Namen der Anwärter für die Auszeichnungen: »Als Ersten möchte ich gerne Doktor Marvin Winter in die Mitte der Bühne bitten. Es ist uns eine große Freude, Ihnen diese Auszeichnung zu überreichen. Für die Gewinnung hochenergetischer Substanzen auf Deimos und den damit verbundenen Entwicklungssprung der Humanoiden.« Applaus brandete auf. Emil lächelte. Er kannte Astros Eltern sehr gut. Früher war er oft nach der Schule bei Familie Winter zu Gast gewesen. Er und Astro hatten Hausaufgaben gemacht und Spaghetti Bolognese gegessen. Er versuchte sich zu erinnern, wann er das letzte Mal Spaghetti gegessen hatte. Die nächste Ankündigung riss ihn aus seinen Gedanken. Viktor Romaneschko lächelte in die Menge. Wieder schoss Emil eine Kindheitserinnerung durch den Kopf. Astro und er sprangen auf seinem Bett auf und ab und taten so, als wären sie Viktor Romaneschko auf seiner gefährlichen 5-Jahres-Mission.

---ENDE DER LESEPROBE---