Halloween - 24 schaurig-schöne Kurzgeschichten aus dem ASTRO-Universum - Martin Wintersberger - E-Book

Halloween - 24 schaurig-schöne Kurzgeschichten aus dem ASTRO-Universum E-Book

Martin Wintersberger

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Beschreibung

Bist du bereit für ein aufregendes Halloween-Abenteuer auf der Mondstation? In diesem Buch erwarten dich 24 gruselig-spannende Geschichten voller Geheimnisse, Geister und unerwarteter Begegnungen. Begleite Astro, Claire und ihre Freunde, wenn sie unsichtbare Gestalten, alte Katakomben und mysteriöse Maschinen erkunden. Ob der mutige Ozelot, der durch den Weltraum reist, oder Erik, der plötzlich von einer schwebenden Laterne überrascht wird... – jede Geschichte bringt dich näher an den Rand des Mondes und lässt dein Herz schneller schlagen. Doch aufgepasst: Manchmal lauern die größten Geheimnisse dort, wo du sie am wenigsten erwartest... Mach dich bereit für die schaurig-schönste Zeit des Jahres!

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Seitenzahl: 93

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Aus der »Preisgekrönten Serie ASTRO«sind bisher erschienen:

ASTRO Staffel 1: Astrolabius lebt auf dem Mond

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LI Staffel 1: Der Weg des Schwertes

Halloween 24 schaurig-schöne KurzgeschichtenAbenteuer und Legenden aus Rogos Veridis

Autoren: Manuela Wieninger · Martin Wintersberger

Cover: Acht Schätze, Sasha Schlöglhofer

Illustrationen: Midjourney

Mondstation Halloween: Sasha Schlöglhofer und Andreas Blanckenstein

astro-entertainment.at

Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. ASTRO und alle darin vorkommende Personen und ihre Namen, alle Handlungen, Gegebenheiten und Naturgesetze sind fiktiv. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen oder Fischen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Nach einer Idee von Martin Wintersberger

Copyright 2024 © Martin Wintersberger

Alle Rechte vorbehalten

E-Book-ISBN 978-3-99119-062-2

Das Geheimnis der Höhlenmalereien

Familie Winter - Marvin, Lilly, Astro und Claire - wanderte durch die imposante Berglandschaft von Alpha Prime. Es war eine friedliche Umgebung, die Luft war klar und frisch und der weite Himmel erstreckte sich endlos blau über ihnen. Doch die Stimmung kippte schnell, als dunkle Wolken aufzogen und ein fernes Donnergrollen den Himmel durchbrach. »Wir sollten uns beeilen«, sagte Marvin besorgt, als die ersten Regentropfen fielen. »Da vorne ist eine Höhle, dort können wir Schutz suchen.«

Die Familie rannte die letzten Meter zur Höhle, und kaum hatten sie den Schutz der Felsen erreicht, setzte der Regen mit voller Wucht ein. Dicke Tropfen prasselten auf den Boden, der Donner rollte laut und bedrohlich über die Berge. Der Wind trug Nebelschwaden mit sich, die wie geisterhafte Gestalten über die Hänge krochen und die Sicht verdunkelten.

In der Höhle war es trocken, aber kalt und dunkel. Marvin entzündete ein kleines Feuer, das knisternd seine Flammen emporzüngeln ließ. Die Wärme des Feuers hüllte die Familie ein, doch die flackernden Schatten, die es an die Höhlenwände warf, verstärkten die unheimliche Atmosphäre. Claire, die neben Astro saß, sah sich in der Höhle um. »Schau mal, Astro«, flüsterte sie und deutete auf die Wände. »Da sind Bilder.«

Die Wände der Höhle waren tatsächlich mit alten Wandmalereien bedeckt – uralte, verblasste Darstellungen von Humanoiden, Tieren und seltsamen, schemenhaften Figuren. Einige wirkten bedrohlich, als wären sie von einer längst vergessenen Zivilisation geschaffen worden, die einst die Berge bewohnt hatte.

Marvin lächelte geheimnisvoll, als er die Zeichnungen betrachtete. »Wisst ihr«, sagte er, »diese Berge sind voller Legenden. Die Leute sagen, dass diese Wandmalereien eine Warnung sind«, und zwinkerte seiner Frau Lilly zu, die lächelnd die Augen verdrehte. Astro und Claire blickten neugierig zu ihrem Vater auf. »Eine Warnung wovor?«, fragte Astro.

Marvin setzte sich auf einen Stein und ließ das Feuer zwischen ihnen knistern. »Es heißt, dass hier vor vielen hundert Jahren ein Volk gelebt hat, das tief in den Bergen eine uralte Macht entdeckt hat. Sie fanden eine Höhle, die so tief in den Felsen verborgen war, dass sie glaubten, es wäre der Eingang zu einer anderen Welt. Die Höhle war voller Geheimnisse - seltsame Geräusche, Schatten, die sich bewegten, und eine Präsenz, die niemand erklären konnte.« Claire schauderte, und der Regen draußen peitschte noch stärker gegen den Höhleneingang. »Und was ist dann passiert?«

Marvin warf einen weiteren Blick auf die Wandmalereien, als würde er die alten Geschichten wieder zum Leben erwecken. »Sie wollten das Geheimnis der Höhle ergründen, aber je tiefer sie gingen, desto mehr spürten sie, dass etwas nicht stimmte. Es heißt, sie hätten einen uralten Wächter erweckt, der die Höhlen bewachte. Er war keine Kreatur aus Fleisch und Blut, sondern aus Nebel und Schatten, und er jagte jeden, der zu tief in die Berge vordrang. Und sein einziger Zweck war es, das Geheimnis des Berges zu schützen«.

Die Kinder starrten gebannt auf die Schatten, die das Feuer an die Wände warf. Jeder Windstoß draußen ließ die Flammen flackern und die Schatten tanzen, als wären sie lebendig. »Aber das ist doch nur eine Geschichte, oder?«, fragte Astro etwas unsicher. Marvin zuckte die Schultern. »Wer weiß? Man sagt, dass dieser Wächter noch immer in den Bergen lauert, immer auf der Suche nach Eindringlingen. Und wenn der Nebel so dicht wird, dass man die Hand vor Augen nicht mehr sieht ... dann ... kommt der Wächter zurück ... und das letzte Stündlein hat geschlagen.«

Ein plötzlicher Windstoß pfiff durch den Höhleneingang, der Rauch des Feuers wirbelte umher, während draußen ein lautes Donnern ertönte. Die ganze Familie zuckte zusammen, denn das Donnergrollen in den Bergen ist viel lauter, als man sich das vorstellen kann. In diesem Moment schien es, als würde der Nebel vor der Höhle dichter werden. Die Schwaden krochen auf den Höhleneingang zu, als ob sie von einer unsichtbaren Hand gelenkt wurden.

Claire klammerte sich an Lillys Arm. »Papa, das ist nicht witzig.«

Marvin grinste, doch selbst er schien ein wenig nervös zu sein. »Das ist nur der Wind und der Regen. Nichts weiter. Hoffe ich …« Doch dann hörten sie es. Ein leises, schabendes Geräusch, wie Schritte, die sich im Nebel näherten. Die Familie hielt den Atem an, die Kinder rückten näher zu ihren Eltern. Das Feuer flackerte schwach, die Schatten tanzten noch unheimlicher an den Wänden. »Habt ihr das auch gehört?«, flüsterte Astro. Marvin stand langsam auf und ging zum Höhleneingang. Der Nebel hatte die Höhle fast erreicht, und es sah so aus, als würden Gestalten im Nebel umherwandern. Schatten, die keine feste Form hatten, aber doch da waren.

Plötzlich hallte ein lautes Krachen durch die Höhle und ein Schatten, größer als die anderen, trat aus dem Nebel. Die Kinder schrien auf und auch Marvin wich einen Schritt zurück. Der Schatten schien sich zu erheben, wie ein riesiger Wächter aus Nebel, der sie beobachtete.

Die Familie verharrte regungslos, als es plötzlich wieder hell wurde und der Regen aufhörte. Dann war alles still. »War das ... der Wächter?«, fragte Claire leise. Marvin schüttelte den Kopf, ein schwaches Lächeln umspielte seine Lippen. »Vielleicht war er es ...« Die Kinder sahen zu ihrer Mutter, die lächelnd flüsterte: »Es war nur ein kurzes Unwetter auf dem Berg. Es kommt schnell und heftig. Aber es hilft, sich eine Gruselgeschichte zu erzählen, dann vergeht die Zeit schneller!« Lilly und Marvin warfen sich eine liebevollen Blick zu, packten sich zusammen und die Familie machte sich auf den Heimweg. Doch hinter ihnen wurde der Himmel wieder schwarz und der Nebel dichter und dichter.

Viki, der Vampir

Einmal hatten sich drei Fledermäuse, Viki, Nyx und Drako, verflogen, weil sie nicht auf die Luftstraße geachtet hatten, und landeten in jenem Container mit Erde, der für die Mondstation bestimmt war. Als sie den Irrtum bemerkten, war es schon zu spät. Ein Zweibeiner hatte den Container verschlossen und dieser war nun auf dem Weg zur Mondstation. Die drei Fledermäuse machten es sich in der warmen Erde bequem, denn sie roch unglaublich gut und war weich wie Stroh.

Nach einem langen Flug zur Mondstation landete der Container samt Erde und Fledermäusen in der Biomasse-Halle. Wie immer öffnete der Techniker Matthew Harper die Tür des Containers für die Temperaturangleichung, bevor die Erde am nächsten Tag verteilt wurde. In dieser Nacht verließen Viki, Nyx und Drako den Container, nicht wissend, dass sie viele hunderttausend Kilometer von ihrem Heimatplaneten Alpha Prime entfernt waren, und suchten sich kurz vor der Morgendämmerung einen schönen Ast zum Abhängen.

Astrolabius lief wie immer mit Sternschnuppe den Promenadenweg entlang. Aber heute war irgendetwas anders. Astro kam überhaupt nicht in Schwung, schwitzte wie verrückt und Sternschnuppe trieb sich immer irgendwo anders herum. Er bellte grundlos, so dass einige Mondianer früher aus dem Schlaf erwachten - und zum ersten Mal seit langem wieder pünktlich zur Arbeit erschienen. Sternschnuppe, so schien es, wollte sogar auf einen Baum klettern. Immer wieder sprang er auf den Stamm, als ob da oben etwas wäre. Astrolabius war genervt, heute waren die beiden kein gutes Team. Er nahm Sternschnuppe auf den Arm und schleppte sich zurück nach Hause.

»Nicht mal in Ruhe schlafen kann man«, brummte Drako zu seiner großen Schwester Viki. »Das sehe ich auch so«, murmelte Nyx und leckte sich die spitzen Zähnchen, »Viki, mach was.« »Ihr seid immer am Meckern, ihr Heulsusen, ich mach das schon«, fauchte Viki zurück, die die Gruppe anführte, denn bei den Fledermäusen waren die Mädchen die Chefs. Sie beschlossen, einen ruhigeren Ort aufzusuchen, obwohl die Aussicht hier wirklich einzigartig war. Durch kleine Tunnel in den Wänden flogen sie in den Hydroponischen Garten, wo sie sich sofort wohl fühlten. Nyx landete versehentlich in den Haaren eines Humanoiden, konnte sich aber schnell wieder befreien und versteckte sich wieder bei Viki und Drako im Geäst eines Busches.

»Sie haben so schönes, dichtes, rotes Haar, meine Liebe«, schwärmte Frisör Holger über Amandas Haare. »Ich habe keinen Schimmer, wie Sie das anstellen. Verraten Sie mir Ihr Geheimnis. Ich flehe Sie an!« »Sie sind immer so charmant«, errötete Amanda Scott ein wenig, »waschen und lufttrocknen ... das ist alles.« »Unglaublich ...«, erwiderte Holger, »... aber brillant!« »Und Sie sind sicher, dass ich mir am Hinterkopf kein Büschel ausgerissen habe? Ich dachte wirklich, ich wäre irgendwo hängen geblieben. Es war ein heftiges Gefühl, als hätte ich mich wo verfangen. Sieht man etwas? Das ist mir noch nie passiert«, hakte Amanda Scott verunsichert nach. »Nein, ihr Haar sieht ›perfekt‹ aus!«, strahlte Holger, »Ihr Haar ist perfekt!« und schwärmte daraufhin von den tollen Haut- und Haarpflegeprodukten aus Kims Shop.

Plötzlich erwachten die Fledermäuse erneut, diesmal durch den Lärm fremder Flügelschläge. Eine Horde blauer Schmetterlinge hatte sich breit gemacht und war in den Luftraum der Fledermäuse eingedrungen. Es war mitten am Tag und die Fledermäuse wollten nicht in Aktion treten. Obwohl ein Happen Schmetterling zwischendurch schon lecker gewesen wäre. Aber sie waren einfach zu müde. Etwas später, aber nicht bevor die Situation für die Fledermäuse durch eine aufgebrachte Menge humanoider Zweibeiner noch unangenehmer wurde, beruhigten sich alle wieder und es wurde Abend. Zeit zum Aufwachen!

Die schon etwas grantigen Fledermausjungs folgten Viki durch die Gänge zur Biomasse-Halle, aber weit und breit war kein Container zu sehen. Die Gruppe war sehr klug und wusste, dass der Container ein Tor zu einer anderen Welt war. Ihrer Welt. Also mussten sie nur hineinfliegen, schlafen, aufwachen und schon wären sie wieder zu Hause auf Alpha Prime. Die Nacht wollten sie aber nicht in der leeren, kalten Halle verbringen, also flogen sie zurück in den gemütlichen Hydroponischen Garten und hängten sich kopfüber an ein paar Äste. Schon im Halbschlaf beobachteten sie plötzlich eine kleine Gruppe Humanoiden und ein paar blaue Schmetterlinge in einer Box. Als die Humanoiden weg waren verfolgten sie den Geruch der Box mit ihren Spürnasen und verstecken sich in ihrer Nähe. Sobald ein Zweibeiner sie öffnen würde, wollten sie die leckeren blauen Schmetterlinge vernaschen, denn die drei waren mittlerweile schon sehr hungrig geworden, vom vielen Nichtschlafen und Nichtessen.

Erstaunlicherweise wurde die Box zu einem Container gebracht und darin verstaut. Heimlich krabbelten die Fledermäuse hinterher, machten es sich um die Futterbox herum gemütlich - aßen aber keinen einzigen blauen Schmetterling, obwohl sie herrlich rochen. Und so kehrten sie in ihre alte Heimat zurück. Seitdem fressen Fledermäuse keine blauen Schmetterlinge mehr, erleben gemeinsame Abenteuer und sind gute Freunde.

Der unsichtbare Mann

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