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Warum hat die CDU/CSU die Bundestagswahl 2013 vor der SPD, den Linken und den Grünen gewonnen? Welche Bevölkerungsgruppen bestimmen die politische Ausrichtung der Bundesrepublik? Sind es schon die über 70jährigen Seniorinnen? Unterscheidet sich das Wahlverhalten von Frauen und Männern? Welchen Einfluss haben einzelne Bundesländer auf das Wahlergebnis, und wie unterscheidet sich das Wahlverhalten in den alten und neuen Bundesländern? In welchen Altersgruppen haben die Parteien ihre Stärken und Schwächen? Wie kommt die SPD wieder in die Erfolgsspur? Hat sie überhaupt eine Chance? Was bedeutet das Wahlverhalten für die Parteien und für die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland? Wo müssen die Schwerpunkte des Wahlprogramms der SPD für die Bundestagswahl 2017 liegen? Antworten auf diese Fragen finden sie in den folgenden Grafiken und Bildern, in einer der umfangreichsten Wahlanalysen der Bundestagswahl 2013. Die ermittelten Kennzahlen sind eine hervorragende Basis um die Wahlkampagne für die Bundestagswahl 2017 effizient zu gestalten.
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Seitenzahl: 54
Veröffentlichungsjahr: 2016
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Analyse der Bundestagswahl 2013
Vorbemerkung
1.Gesamtergebnis der Bundestagswahl 2013
2.Wahlbeteiligung nach Bundesländern und Altersgruppen
2.1 Wahlbeteiligung in den Altersgruppen
2.2 Wahlbeteiligung in den Bundesländern
2.3 Wahlbeteiligung bei den Männern und Frauen
2.4 Das Potenzial der Nichtwähler
2.5 Die Nicht – SPD Wähler/ Reichweite des SPD Programms
3. Wahlverhalten in den alten Bundesländern mit Westberlin im Vergleich zu den neuen Bundesländern mit Ostberlin
3.1 Wählergewichte
3.2 Nutzung des Stimmensplittings
3.3 Abstimmungsverhalten von Männer und Frauen
3.4 Bindung der Wähler an die Parteien
4. Bedeutung der Bundesländer für das Wahlergebnis
4.1 Anzahl der Wahlberechtigten, Wähler und Wählerstruktur
4.2 Wähleranteil für die Parteien in den Bundesländern
4.3 Die relative Parteiresonanz zur Bevölkerungszahl
5. Wahlverhalten der verschiedenen Altersgruppen
6. Wahlverhalten von Männern und Frauen
7. Bedeutung der Altersgruppe für das Parteiergebnis
7.1 Beiträge der Altersgruppe zum Parteiergebnis
7.2 Die relative Parteiresonanz in der Altersgruppe
8.Länderspezifische Ergebnisse der Bundestagswahl in einigen Altersgruppen
8.1 Die Altersgruppe der 35-45 Jährigen ( Familien mit Kindern)
8.2 Die Altersgruppe der 45 -60 Jährigen
8.3 Die Altersgruppe der Senioren mit 70 Jahren und mehr
9. Ergebnisse einzelner Bundesländer
9.1 Nordrhein-Westfalen
9.2 Bayern
9.3 Baden-Württemberg
9.4 Niedersachsen
9.5 Hessen
9.6 Sachsen
9.7 Rheinland-Pfalz
9.8 Berlin
9.9 Schleswig-Holstein
9.10 Brandenburg
9.11 Sachsen-Anhalt
9.12 Thüringen
9.13 Saarland
9.14 Mecklenburg-Vorpommern
9.15 Hamburg
9.16 Bremen
10. Wahlverhalten in den zehn größten Städten
11. Wahlverhalten in den zehn größten Universitätsstädten
12. Die zehn größten Wählergruppen
13 Auswirkung des demografischen Wandels
14. Fazit der Bundestagswahlanalyse
Impressum
Die politische Macht der Seniorinnen
Warum hat die CDU/CSU die Bundestagswahl 2013 vor der SPD, den Linken und den Grünen gewonnen?
Welche Bevölkerungsgruppen bestimmen die politische Ausrichtung der Bundesrepublik?
Sind es schon die über 70jährigen Seniorinnen?
Unterscheidet sich das Wahlverhalten von Frauen und Männern?
Welchen Einfluss haben einzelne Bundesländer auf das Wahlergebnis, und wie unterscheidet sich das Wahlverhalten in den alten und neuen Bundesländern?
Wie kommt die SPD wieder in die Erfolgsspur?
Hat sie überhaupt eine Chance?
Was bedeutet das Wahlverhalten für die Parteien und für die Zukunft der Bundesrepublik Deutschland?
Antworten auf diese Fragen finden sie in den folgenden Grafiken und Bildern.
Die Analyse der Bundestagswahl erfolgt mit der Absicht, die Ursachen für das schwache Abschneiden der SPD zu finden und um Konsequenzen aus den Ergebnissen ziehen zu können. Die Konsequenzen müssen darin bestehen, die festgestellten Schwächen zu beseitigen und die Stärken auszubauen.
Dabei geht es in erster Linie darum allgemeine Tendenzen zu ermitteln, die sich auf das Wählerverhalten hinsichtlich der SPD beziehen und um den Unterschied zur CDU/CSU. Die kleineren Parteien spielen eher eine untergeordnete Rolle, da es hier darum geht Prioritäten für Maßnahmenfelder festzulegen.
Basis der Auswertung sind die vom Bundeswahlleiter veröffentlichten Ergebnisse der Bundestagswahl 2013. Der Bundeswahlleiter hat eine repräsentative Wahlstatistik zur Bundestagswahl am 28.1.2014 veröffentlicht. In dieser Pressemitteilung finden sie ergänzende Informationen. Mit diesen Daten ist es möglich unterschiedliches Wahlverhalten von Altersgruppen, Männern und Frauen und Bundesländern festzustellen.
Die Gründe für dieses Wahlverhalten sind aus diesen Daten nicht zu erkennen. Hierzu können nur Vermutungen angestellt werden.
Mögliche Ursachen für das Wahlverhalten und Vorschläge für eine Änderung der sozialdemokratischen Politik sind in dem Buch „Parteiarbeit neu denken, SPD, Regierungspartei oder Reparaturpartei?“ ISBN Nr. 9783734781278 zu finden.
Das Endergebnis der Parteien in Prozent und die Gesamtzahl der erreichten Wählerstimmen (Zweitstimmen) zeigen die Bilder 1.1 und 1.2.
Insgesamt hat es 43 Mio. gültige Wählerstimmen gegeben. Die Wahlbeteiligung lag bei 71,5%.
Die Differenz von 16,8 % zwischen der SPD und der CDU/CSU bedeutet, dass 6,9 Mio. Wähler mehr die CDU/CSU gewählt haben, und es bedeutet, dass die SPD 193 Abgeordnete und die CDU/CSU 311 Abgeordnete in den Bundestag entsenden konnten.
Im Folgenden soll versucht werden, diese große Wählerdifferenz von fast 7 Mio. bestimmten Wählergruppen (Altersgruppen, Ländern, Regionen, Städten, Geschlechtern…) zuzuordnen. Nur dann ist es möglich Maßnahmen einzuleiten, um bei der nächsten Wahl ein besseres Ergebnis für die SPD zu erzielen.
Bild 1.1: Anteile der Parteien in Prozent der abgegebenen Wählerstimmen.
Bild 1.2: Anteile der Parteien in Wählerstimmen
Die Wahlbeteiligung ist stark vom Alter der Wähler abhängig (Bild 2.2.1).
Bild 2.1.1: Wahlbeteiligung nach Altersgruppen in Prozent
Die Wahlbeteiligung ist in der Altersgruppe 21-25 Jahre mit 60% am geringsten und steigt stetig mit dem Alter der Wähler bis zur Gruppe 60-70 Jahre auf 80% an. Bei den Erstwählern der Gruppe 18-21 Jahre liegt sie bei ca. 65%. In der höchsten Altersstufe 70 Jahre und mehr liegt sie immer noch bei 75%.
Die Wahlbeteiligung in den neuen Bundesländern liegt im Schnitt um 5% unter der Wahlbeteiligung der alten Bundesländer.
Der Anstieg der Wahlbeteiligung mit dem Alter kommt insbesondere der CDU und CSU zugute, bei denen die Akzeptanz mit zunehmendem Alter bei den Wählern am stärksten ansteigt. Die SPD kann von diesem Trend nicht in gleichem Maße profitieren.
Die schon bevölkerungsmäßig starke Gruppe der Senioren stärkt ihren Einfluss noch durch ihre hohe Wahlbeteiligung und die Vermeidung von Stimmenverlusten, in dem sie nur in geringem Umfang sonstige Parteien wählt.
Mit zunehmendem Alter nimmt offensichtlich das politische Interesse, die Bereitschaft zu wählen und die Gesellschaft aktiv mitzugestalten weiter zu. Für die Parteien bedeutet das, dass der Wähler für ihn umso mehr an Bedeutung gewinnt, je älter er ist, und zwar ohne Grenze nach oben.
Die jüngeren Wahlberechtigten schwächen dagegen ihren Einfluss auf die Politik durch ihre geringere Wahlbeteiligung und zusätzlich durch die Wahl von Splitterparteien, die die 5% Hürde oft nicht überschreiten. Dies ist umso erstaunlicher, da die jüngeren Wähler doch ein größeres Interesse haben sollten, ihre Zukunft selber mit zu gestalten.
Bild 2.1.2: Wahlbeteiligung nach Altersgruppen in den Bundesländern
Das Profil der Wahlbeteiligung in Abhängigkeit vom Alter der Wähler (Bild 2.1.2) ist in allen Bundesländern vergleichbar. Das absolute Niveau der Profile ist jedoch sehr unterschiedlich. Dabei liegen die neuen Bundesländer am unteren Ende.
Die Unterschiede in der Wahlbeteiligung zwischen dem höchsten Wert in den alten Bundesländern und dem niedrigsten Wert in den neuen Bundesländern liegen bei den jüngeren Wählern bei bis zu 20% und bei den älteren Wählern immer noch bei 10%.
Extrem niedrig ist die Wahlbeteiligung der jüngeren Wähler in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg –Vorpommern mit weniger als 50%. In diesen Ländern ist auch der Anteil der jüngsten Wähler (18-21 Jahre) mit unter 5% am geringsten.
Die Mobilisierung der Wähler ist am besten in Baden –Württemberg mit der höchsten Wahlbeteiligung von 75% gelungen, gefolgt von Niedersachsen und Hessen. Die geringste Wahlbeteiligung wird in Sachsen-Anhalt mit 62% erreicht.
In den SPD Hochburgen müsste für die SPD bei höherer Wahlbeteiligung noch Potenzial sein
Bild 2.2.1: Durchschnittliche Wahlbeteiligung in den Bundesländern