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Alte Geheimnisse, neue Gefahren! Familie Winter und ihre Freunde sind auf Rogos Veridis, um geheime Missionen zu erfüllen. Während Lilly verzweifelt nach Überresten einer mysteriösen Sonde sucht, entdecken die Kinder uralte Statuen, die Hinweise auf eine verschwundene Zivilisation geben. Am Rande des Roten Zwergsternsystems verbirgt sich in der Schattenwelt ein geheimer Stützpunkt der Bruderschaft der Wölfe. Halofax und Gunnar stehen vor dem Monarchen Ragnar, um sich für ihre jüngsten Entscheidungen zu verantworten. Bei der feierlichen Zeremonie auf der Mondstation erhält Astrolabius eine unerwartete Ehrung und ein Geschenk, das sein Leben verändern wird.
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Veröffentlichungsjahr: 2024
STAFFEL 2
RAUMSTATION 236
Episode 19: Geheime Mission (1)
Episode 20: Geheime Mission (2)
Episode 21: Ehrungen
»DER MOND IST ERST DER ANFANG!«
Autoren: Manuela Wieninger · Martin Wintersberger
Illustrationen: Midjourney
Cover: Acht Schätze, Midjourney
Steckbriefe: Midjourney
astro-entertainment.at
Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne schriftliche Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen. ASTRO und alle darin vorkommende Personen und ihre Namen, alle Handlungen, Gegebenheiten und Naturgesetze sind fiktiv. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder toten Personen oder Fischen ist rein zufällig und nicht beabsichtigt.
Nach einer Idee von Martin Wintersberger
Herstellung: Buchdrucker.at, Wien
Copyright 2024 © Martin Wintersberger
Alle Rechte vorbehalten
E-Book-ISBN 978-3-99119-206-0
Lilly hatte ihren Sohn überrascht, als sie beiläufig einen Ausflug nach Rogos Veridis vorschlug. Sie würde auch gerne diesen schönen Planeten sehen, von dem alle so schwärmten. Das tagelange Kopfzerbrechen mit Nolan in der Schulkantine, als sie Ideen für eine Rückkehr zu dem grünen Planeten gesammelt hatten, konnten sie getrost vergessen. Astros Mutter war ihnen zuvorgekommen. Jetzt galt es nur noch, die Mission des Mondteams geheim zu halten. Aber sie würden sich schon etwas einfallen lassen, um sich davon zu stehlen, wenn die Zeit gekommen war.
Astrolabius griff nach den Gurten, als der Flyer aus dem Orbit in die obere Atmosphärenschicht auf der anderen Seite des Planeten eintrat und das Shuttle zu vibrieren begann. Das ehemalige Don Boss-Shuttle war das neueste seiner Art und federte die Vibrationen weitgehend ab. Dafür war Don Boss’ Aufenthalt auf der Mondstation gut gewesen, er hatte die Mondianer sozusagen mit Hightech-Shuttles versorgt. Astro drehte sich in seinem Sitz um und starrte aus dem Fenster hinter sich. Die Plasmawolken glitten an den Scheiben entlang und strahlten trotz der dicken Thermoschutzverglasung Wärme ins Innere. Er liebte solche Momente. Wenn Humanoide an einem Strang zogen, Projekte zum Wohle der Gesellschaft kreierten und sie verwirklichten. Nur weil es Raumschiffe gab, hatten die Mondianer von diesem Planeten erfahren. Auch von der Not der Nari und so konnten sie sie mit einer Rettungsmannschaft vor dem Unheil bewahren. Der Pilot steuerte den Flyer in den Endanflug auf Rogos Verdis, bald würden sie aufsetzen.
In den letzten Momenten vor der Landung drehte sich auch Nolan um und betrachtete die Landschaft. Flink wanderte sein Blick vom Tablet zum Fenster und wieder zurück. Zufrieden flüsterte er: »Meine Karte von Rogos ist ziemlich präzise. Ich freue mich auf unser kleines Abenteuer. Jetzt müssen wir nur noch einen Weg finden ...« »Was flüstert ihr denn da so geheimnisvoll?« Claire schob sich zwischen ihren Bruder und Nolan und sah ihn neugierig an. Nolan fühlte sich ertappt, wurde rot und schob seine Brille hoch: »Nichts ... wir ... wir reden nur über die wunderschöne Aussicht. Es ist alles so grün und ... freundlich ... hier.« Hilfesuchend wandte er sich an Astro: »Stimmt‘s?« Astro musste sich ein Lachen verkneifen: »Ja, Harper. Hier ist alles ›grün und freundlich‹.« In Claires Augen blitzte der Schalk auf: »Alles ist ›grün und freundlich‹? Die Wiese ist grün und freundlich? Die Rogosier sind grün und freundlich?« Nolan räusperte sich: »Du weißt, was ich meine, Claire. Astro jetzt hilf mir mal.« Astrolabius wusste genau, wie er seine Schwester ablenken konnte: »Kannst du ein Geheimnis für dich behalten, Claire?« Ihre Augen weiteten sich und sie nickte andächtig. »Nolan ist es etwas peinlich, deshalb darfst du es niemandem erzählen. Aber ...« Er beugte sich näher zu ihr. »Er ist bis über beide Ohren in ein Mädchen aus Nari verliebt. Sie heißt Hina.« Nolan giftete Astro an, sein Gesicht wurde knallrot. Claire triumphierte und ließ ihr glockenhelles Lachen ertönen. Sie begann zu singen: »Nolan und Hina treffen sich am Mond und küssen sich, er sagt zu ihr im Mondenschein, ich liebe dich ...« »Claire, Liebling, komm zurück. Der Pilot will, dass wir alle sitzen und angeschnallt sind.« Schnell hüpfte sie zurück und nahm wieder neben ihrer Mutter Platz. »Na, schönen Dank auch, Winter«, schmollte Nolan. Die beiden Jungs erschraken, als Dolores Harper plötzlich hinter ihnen auftauchte: »Noli, was höre ich da? Claire hat mir gerade erzählt, dass du verliebt bist. Ist das wahr? Ich bin so stolz auf dich!« Astrolabius kniff den Mund zusammen, um sich das Lachen wieder zu verkneifen. »Mama, bitte! Der Pilot hat gesagt, dass alle sitzen bleiben sollen.« Dolores sah ihn liebevoll an und legte ihm fürsorglich eine Hand auf die Wange: »Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst. Weißt du, dein Körper verändert sich und ...« »Mama!«, unterbrach er seine Mutter entsetzt. Aus den Lautsprechern ertönte die Stimme des Piloten, Nolans Rettung: »Wir landen in wenigen Sekunden und bitten alle, sitzen zu bleiben, bis wir sicher gelandet sind.« Dolores küsste Nolan auf die Stirn und setzte sich wieder. Nolan warf Astro einen wütenden Blick zu. »Ach, Noli! Jetzt sei nicht böse. Ein aufregendes Abenteuer wartet auf uns!«, schmunzelte Astro. »Das bekommst du irgendwann zurück«, grinste Nolan und Astro war froh, dass sein bester Freund grundsätzlich nicht nachtragend war.
Als die Triebwerke plötzlich aufheulten und sich der Flyer in Schräglage neigte, setzten Astro und Nolan sich schnell wieder ordentlich hin. Claire drückte sich an ihre Mutter und Dolores an ihren Mann Matthew. »Alles in Ordnung, Dolores, wir setzen gleich auf.« Dolores erklärte: »Du weißt doch, dass ich nicht gerne fliege.« »Ich bin froh, dass du mitgekommen bist«, besänftigte Matthew sie. Dolores lächelte: »Ich freue mich auch, dass wir alle zusammen diesen Ausflug machen. Nolan und Astrolabius haben mir schon erzählt, dass alle sehr freundlich sind.« Claire meldete sich plötzlich zu Wort: »... und grün!« Lilly, Matthew und Dolores schauten sich fragend an. Dann lachten sie gemeinsam über die süße Claire.
Der Flyer landete sicher im Westen von Nari. Die Mondianer hatten sich über die rogosischen Händler am Freihafen angekündigt und wurden von den Nari bereits erwartet. Der Dorfälteste Oda Noba begrüßte sie: »Guten Tag! Seid herzlich willkommen! Ich denke, ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass ein Besuch der Mondianer immer eine Freude ist. Astrolabius, Nolan und Matthew, schön, dass ihr so schnell wieder da seid. Und wer sind die hinreißenden Damen in eurer Begleitung?« Claire drückte sich schüchtern an ihre Mutter. Dolores stand direkt neben Matthew. Sie starrten auf den großen Wolf, der gerade zu Kayun trottete und die Neuankömmlinge anstarrte.