Deutsche regieren Britannien - Walter Brendel - E-Book

Deutsche regieren Britannien E-Book

Walter Brendel

0,0
4,99 €

-100%
Sammeln Sie Punkte in unserem Gutscheinprogramm und kaufen Sie E-Books und Hörbücher mit bis zu 100% Rabatt.
Mehr erfahren.
Beschreibung

Verleumdungen, Konflikte und Betrug prägen eine Epoche britischer Geschichte. Nachdem der 'Act of Settlement' die britische Thronfolge zugunsten der Protestanten regelt, gelangt 1714 überraschend ein Haus aus Hannover auf den Thron – die Vorfahren der heutigen Windsors. Unter ihnen wird Großbritannien zu einer globalen Supermacht. Das Buch enthüllt die Skandale aus dem Privatleben der neuen Könige. Großbritannien im 18. Jahrhundert. Das Land wird von Deutschen regiert, die alle Georg hießen. Unter ihnen wird das Land zu einer globalen Supermacht. Könige, mit deutschen Vorfahren und deutschen Ehefrauen. Ihr Privatleben ließ eigentlich aber oft zu wünschen übrig. In vier Teilen stellen wir vor: Georg I. – Der Erbe; Georg II. – Der Militärische; Georg III. – Der Wahnsinnige und letztlich Georg IV. – Der Party-König.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 95

Veröffentlichungsjahr: 2025

Bewertungen
0,0
0
0
0
0
0
Mehr Informationen
Mehr Informationen
Legimi prüft nicht, ob Rezensionen von Nutzern stammen, die den betreffenden Titel tatsächlich gekauft oder gelesen/gehört haben. Wir entfernen aber gefälschte Rezensionen.



Walter Brendel

Deutsche regieren Britannien

Impressum

Texte: © Copyright by Walter Brendel

Umschlag:© Copyright by Walter Brendel

Verlag:

Das historische Buch, Dresden / Brokatbookverlag 2025

Gunter Pirntke

Mühlsdorfer Weg 25

01257 Dresden

[email protected]

Inhalt

Impressum

Einführung

Georg I. - Der Erbe

Georg II. – Der Militärische

Georg III. – Der Wahnsinnige

Georg IV. – Der Party-König

Quellen

Einführung

Verleumdungen, Konflikte und Betrug prägen eine Epoche britischer Geschichte. Nachdem der ‚Act of Settlement‘ die britische Thronfolge zugunsten der Protestanten regelt, gelangt 1714 überraschend ein Haus aus Hannover auf den Thron – die Vorfahren der heutigen Windsors. Unter ihnen wird Großbritannien zu einer globalen Supermacht. Das Buch enthüllt die Skandale aus dem Privatleben der neuen Könige.

Nach dem Tod von Königin Anne im Jahr 1714 besteigt mit ihrem fernen Verwandten Georg Ludwig ein Deutscher den britischen Thron. Die darauffolgenden 116 Jahre unter Hannoveraner Regentschaft werden nun beleuchtet.

Noch sitzt sein Großvater als Charles III. auf dem britischen Thron, doch sollte der älteste Sohn von Thronfolger Prinz William eines Tages die Regentschaft übernehmen, so könnte er unter dem Namen George VII. in die Geschichte eingehen. Doch wer waren eigentlich die vorangegangenen Könige, die den gleichen Vornamen trugen?

„Deutsche auf Britanniens Thron“ erzählt die Geschichte von vier englischen Königen aus dem alten deutschen Adelsgeschlecht der Welfen, die auf den Thron kamen, weil sie Protestanten waren. Damals spielte die Religion noch eine viel größere Rolle als heute. 50 ihrer katholischen Verwandten aus dem Hause Stuart, die dem Thron näherstanden, wurden übergangen, damit Georg I. protestantischer König im protestantischen Großbritannien werden konnte. Konflikte mit den Verwandten und mit den Katholiken im Land waren vorprogrammiert. Ja, wenn der Glaube zum Problem wird, betrachten wie die deutschen Herrscher näher.

Georg I. - Der Erbe

Als er geboren wird, war überhaupt nicht abzusehen, dass Georg Ludwig von Braunschweig-Lüneburg einmal König von England werden würde, Stammvater der Windsors, die heute auf dem Thron sitzen. Zu weit hinten war er in der Liste möglicher Kandidaten. Und er konnte nicht ahnen, dass sich seine englischen Verwandten aus dem Hause Stuart selbst um jede Chance auf den Thron bringen würden.

Georg II. – Der Militärische

Der spätere englische König Georg II. war einer der Gründe, warum die Wahl auf das hannoversche Welfenhaus fiel. Die protestantische Thronfolge sollte gesichert werden. Das spricht für Sophie von der Pfalz, ihren Sohn Georg Ludwig und dessen Sohn Georg August. Königin Anne hat keine Kinder, doch in Hannover gibt es Erben für den Thron.

Georg III. – Der Wahnsinnige

Mit Georg III. besteigt ein Enkel Georgs II. den Thron. Sein Vater, der in ständigem Konflikt mit Georg II. lebte, starb bereits in jungen Jahren. Georg III. sollte der bis heute am längsten regierende Mann auf dem englischen Thron werden. Als „mad King George“ ging der König, der sich stets für sein Volk und sein Land einsetzte, in die Geschichte ein.

Georg IV. – Der Party-König

Georg I. - Der Erbe

Großbritannien im 18. Jahrhundert. Das Land wird von Deutschen regiert, die alle Georg hießen. Unter ihnen wird das Land zu einer globalen Supermacht. Könige, mit deutschen Vorfahren und deutschen Ehefrauen. Ihr Privatleben ließ eigentlich aber oft zu wünschen übrig.

Georg I.

In Karikaturen stellt man Georg I. als übe dar. Private Streitigkeiten wurden zum öffentlichen Skandal. Wenn der Vater die Mutter verbannt und ihre Liebhaber ermorden lässt, führt das im Leben schon oft zu vielen Fehlfunktionen. Verleumdungen, Streitereien, Betrug und Skandale, dass prägte eine Epoche der britischen Geschichte. Im 18. Jahrhundert befand sich Großbritannien ständig im Krieg. Schockierende Geschichten, seine Mutter nannte im Monster. War etwas nicht erlaubt, fand es Georg interessant und tat es extra. Im Königshaus ging es drunter und drüber.

1714 besteigt ein Deutscher als Georg I. den britischen Thron. Das leitet eine neue Ära ein, die Großbritannien und die Welt völlig verändern wird. Georg I. kommt aus Hannover, die Wechselfälle des Lebens bringen ihm auf den Thron. Überraschend für ihm selbst und seine Untertanen, die ihm von Anfang an kritische betrachten. Verbergen sich hinter seiner zurückhaltenden Art vielleicht dunkle Geheimnisse?

Der König um 1715

Georg kämpft um die Gunst seiner britischen Untertanen, seinen Thron musste der gegen Rebellen verteidigen. Um all diese Ereignisse einordnen zu können, muss man in eine Zeit zurück, in der Georg Ludwig noch gar nicht ahnt, dass er eines Tages König sein würde, auf Englands Thron.

Als ältester Sohn von Ernst Augustus von Braunschweig-Calenberg und dessen Frau Sophie von der Pfalz wird Georg Ludwig im Mai1660 in Hannover geboren. Die Welfen beherrschen ein kleines aber einflussreiches Territorium im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Dieses Reich ist ein kompliziertes Gebilde, ein Flickenteppich aus verschiedenen Territorialherrschaften, der oberste Souverän ist der Kaiser aus Habsburg. Territorialherrschaften bedeuten Reichtum und politischen Einfluss und Ernst Augustus und Sophie sind keine Ausnahme. Ernst Augustus galt als besonders Machtsüchtig und Sophie muss eine sehr kluge, attraktive und interessante Frau gewesen sein, die man mögen musste. Ehrgeizig wie beide sind, wollen sie Georg gut verheiraten, um den Einfluss der Welfen zu vergrößern. Das Ziel ist die Sicherung und Verbesserung der eigenen Position innerhalb des Heiligen Römischen Reiches.

Deshalb soll der 20jährige Georg mit seiner Cousine Prinzessin Sophie Dorothea werden. Der Plan sieht vor, die Territorialherrschaft von Hannover mit der von Celle zu vereinigen.

Sophie Dorothea mit ihren Kindern

Als perfekte Braut bringt eine riesige Mitgift in die Ehe ein. Ihr Vater ist Herzog von Braunschweig und gibt noch einen Großteil seines Landes dazu. Das war eine vorteilhafte politische Verbindung. Nur leider zeigte diese Ehe aus politscher Vernunft katastrophale Folgen, die über Generationen in der Familie zu spüren sind. Als Cousin und Cousine kennen sich Georg und Sophie zwar schon mehrere Jahre, hatten sich aber nie gut verstanden. Sophie zeigt sich wenig begeistert, auf die Heirat mit dem nicht gerade umwerfenden Georg.

Doch Bedenken zählen nicht, die Ehe wird geschlossen. Beide versuchen zunächst, sich zu arrangieren. Bei der Heirat ist sie noch sehr jung. Sie kommt nach Hannover, entschlossen eine gute Ehefrau zu sein und ihre Rolle auszufüllen. Es war alles eine reine politische Entscheidung. Den Hannoveraner war klar, dass sie ihre eigene Zukunft sichern mussten und wie diese aussah, davon hatten sie immer eine genaue Vorstellung. Innerhalb eines Jahres erfüllt Sophie ihren Teil des Vertrages. Im November 1683 bringt sie einen Sohn zur Welt, einen weiteren Georg, nämlich Georges Auguste.

Politisch gesehen machten sie ihre Arbeit, sie hatten einen Erben gezeugt, für Sophie war das die wichtigste Aufgabe in ihrer Ehe. Sie hatten vielleicht die beste dynastische Verbindung geschlossen, aber menschlich erwies sich diese Ehe al reine Katastrophe. Sophie Dorothea war ein völlig anderer Mensch, als Georg Ludwig. Sie liebte es zu feiern, gesehen zu werden, den Glanz und Glitzer des Hofes, war also völlig anders, als ihr Mann. 1687 kam Tochter Sophie Dorothea zur Welt.

Die unter rein dynastischen Gesichtspunkten geschlossene Ehe galt infolge der charakterlichen Unvereinbarkeit der Partner als zerrüttet, die Geburt der Kinder führte zur endgültigen Entfremdung. Sophie von der Pfalz schrieb dazu: „Die Heirat interessiert ihn wenig, aber zehntausend Taler haben ihn überzeugt, wie sie wohl auch jeden anderen überzeugt hätten.“

Als es in der Ehe kriselte, wendete sich ab 1691 Georg Ludwig der Hofdame seiner Frau, Melusine von der Schulenburg als Mätresse zu. Sophie war darüber nicht begeistert und es kam zwischen den Eheleuten zum gewalttätigen Streit.

Melusine von der Schulenburg

Vogelscheuche nannte man sie, aber sie wurde Georgs große Liebe und später in Großbritannien für ihn eine wichtige Stütze. Melusine von der Schulenburg war vom Temperament ganz anders als Sophie Dorothea. Für Georg I. war sie wie eine frische Prise. Sie war groß, sehr schlank und eine ruhige Frau, was Georg sehr zu schätzen wusste.

Sophie Dorothea ging 1692 eine außereheliche Beziehung mit dem Offizier Philipp Christoph von Königsmarck ein, der am Hof ihres Vaters als Page aufgewachsen war.

Philipp Christoph von Königsmarck

Sophie Dorothea, trotz aller ihrer gegensätzlichen Bekundungen, ging mit dem Grafen eine mehrjährige sexuelle Beziehung ein – und tat nur wenig, um die Gerüchte darüber zu unterbinden. Im Sommer 1694 schließlich planten die beiden Liebenden ihre gemeinsame Flucht.

Durch Gräfin Clara Elisabeth von Platen, eine weitere Mätresse des Kurfürsten, wurden die Liaison und die geplante Flucht verraten. Als der Graf wieder am 2. Juli 1694 auf dem Weg zu seiner Liebsten war, wurde er durch

Nach einer letzten Begegnung mit Sophie am 2. Juli 1694 verschwand Graf von Königsmarck im hannoverschen Leineschloss für immer. Am 12. Juli 1694 verschwand seine Leiche im Wasser der Leine. Als Attentäter werden dich die vier Höflinge Wilken von Klencke, Philipp Adam zu Eltz, Johann Christoph von Stubenvol und der zwielichtige venezianische Priester und Hofdichter Nicolò di Montalban ausgemacht, die in der Nacht vom 11. auf den 12. Juli 1694 dem 29-Jährigen im Leineschloss aufgelauert haben sollen, wobei der tödliche Streich mit einem Degen oder Messer durch den Priester erfolgt sein soll.

Offen bleibt die Frage, ob Georg persönlich daran beteiligt war oder es andere Auftraggeber gab. Aber dass alles reichte Georg noch nicht. Als nunmehriger Chef des Hauses Hannover ließ er sich im gleichen Jahr von Sophie Dorothea scheiden. Und sie wurde schuldhaft geschieden. Er verbannte sie auf das Schloss Ahlden, wo sie 32 Jahre lang, bis zu ihrem Lebensende, unter Hausarrest stand und auch nicht mehr die Kinder sehen.

Das Verschwinden des Grafen von Königsmarck wurde zur Staatsaffäre, die nicht nur im europäischen Hochadel, sondern auch bei Diplomaten und in der breiten Bevölkerung weite Kreise zog. Während in Fürstenhäusern Männern durchaus Mätressen zugestanden wurden, gefährdeten außereheliche Beziehungen fürstlicher Ehefrauen die Legitimität der Dynastie im Fall, dass sie Kinder gebären.

Von seiner lästigen Ehefrau befreit, konnte sich nun Georg mehr auf seine Pflichten konzentrieren, denn 1692 wurde Georgs Vater zur Kurwürde des Heiligen Römischen Reiches belehnt. Wie wir wissen, wird das Land vom gewählten Kaiser regiert und die dem Kaiser wählen, sind die Kurfürsten und einer dieser Kurfürsten zu sein, bedeutete natürlich, eine große Macht und Einfluss zu haben. Als sein Vater 1698 stirbt, geht der Titel des Kurfürsten auf Georg über. Eine friedliche und sichere Zukunft scheint vor ihm zu liegen, so denkt er zumindest. Durch eine Laune des Schicksals macht Georg noch weiter Karriere in der Adelshierarchie.

Mit seiner Mätresse Melusine von der Schulenburg, die offiziell dem Gefolge seiner Mutter angehörte, zeugte er drei außereheliche Töchter, die am Hof als „Nichten“ Melusines bezeichnet wurden. Die Töchter erhielten auf Anordnung des Kurfürsten in der Erziehung die gleiche materielle Ausstattung und Wertschätzung wie seine ehelichen Nachkommen.