Faszination Weltmusik - L.C. Wizard - E-Book

Faszination Weltmusik E-Book

L.C. Wizard

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Beschreibung

Weltmusik präsentiert sich oftmals als eine Fusion von unterschiedlichsten Klängen, Rhythmen und Musikinstrumenten aus verschiedenen Teilen und geschichtlichen Epochen der Erde. Sie beinhaltet die Möglichkeit, neue musikalische Perspektiven zu erhalten und die Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen zu erleichtern. Dieses Buch begibt sich daher auf eine Expedition, um die Vielfalt und Faszination von Weltmusik (mit einer Fülle von exotischen Instrumenten) kennenzulernen und einige ihrer Protagonisten (von Annwn über Caldera, Deep Forest, Trilok Gurtu, Niyaz, Prem Joshua und Shakti bis Zara) vorzustellen.

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Seitenzahl: 77

Veröffentlichungsjahr: 2024

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INHALT

Einführung

Weltmusik-Kostbarkeiten von …

Annwn

Buena Vista Social Club

Caldera

Dead Can Dance

Deep Forest

Fourth World

Peter Gabriel

Trilok Gurtu

Salif Keita

Mandrill

Loreena McKennitt

Niyaz

Osibisa

Prem Joshua

Qntal

Santana

Shakti

Paul Simon

Andreas Vollenweider

Weather Report

Zara

Nachwort

Anmerkungen / Quellenangaben

EINFÜHRUNG

Musikrichtungen, auch Musikgenres genannt (Genre im Sinne von Gattung), gibt es fast wie Sand am Meer. Zu den beliebtesten in einer äußerst vielfältigen Musiklandschaft zählen Klassik, Rock, Pop, Schlager, Oldies, Rap, elektronische oder New-Age-Musik.

Die klassische Musik mit Wurzeln in der antiken römischen und griechischen Musik ist eine der ältesten Musikrichtungen. Sie umfasst verschiedene Epochen, wie Barock, Romantik und Moderne, hat viele der aktuell existierenden Musikgenres beeinflusst und ist auch heute noch eine wichtige und unverwechselbare Musikrichtung.1

In den 1970er Jahren entstand New-Age-Musik, als Künstler versuchten, mit meditativer Instrumentalmusik ein Gefühl von Entspannung, Inspiration und Spiritualität hervorzurufen. Dazu ließ man sich von der Musik aus verschiedenen Weltkulturen als universeller Sprache anregen und schuf eine Verbindung von Elementen traditioneller akustischer und moderner elektronischer Klänge.

New-Age-Musik hat heute nicht nur Auswirkungen auf die Musikindustrie, sondern bietet durch ihre Integration in Wellness-Praktiken oder Spa-Sitzungen therapeutische Erfahrungen für unzählige Zielgruppen. Darüber hinaus hat sie andere Genres wie Ambient- oder Weltmusik beeinflusst.2

Letztere bzw. in der englischsprachigen Welt der Begriff World Music umfassen einerseits eine Vielfalt musikalischer Traditionen aus verschiedenen Ländern und Kulturen der Erde, wie z.B. afrikanische Trommelkunst, meditative indische Ragas oder lateinamerikanische Samba- und Salsa-Rhythmen. Andererseits präsentiert sich Weltmusik oftmals als eine Fusion von unterschiedlichsten Klängen, Rhythmen und Musikinstrumenten aus verschiedenen Teilen und geschichtlichen Epochen der Erde. Sie beinhaltet überdies als Universalsprache die wertschätzende Möglichkeit, neue musikalische Perspektiven zu erhalten und die Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen zu erleichtern.3

Sich mit anderen Musikstilen zu verbinden, begleitet die Geschichte der Musik bereits sehr lange: Schon in den frühgeschichtlichen Großreichen wie dem Osmanischen oder dem Mongolischen Reich gab es weltmusikalische Ansätze. Musiker „sangen und spielten Motive im persischen Stil auf arabische Melodien nach türkischem Brauch mit mongolischen Stimmen und folgten dabei chinesischen Gesangsprinzipien und Metren aus dem Altai.“

In der europäischen Musik des Mittelalters lässt sich ein Zusammenspiel von zentraleuropäischen und vorderorientalischen Elementen erkennen.

Im 15. Jahrhundert kamen Gitanos (Roma), die ursprünglich aus Indien stammten, im 700 Jahre von Mauren beherrschten Andalusien an, was den spanischen Musik- und Tanzstil Flamenco stark beeinflussen sollte.

Der südamerikanische Tango ist eine Mixtur aus Liedern der Gauchos (südamerikanische Erscheinungsform des Cowboys), afrikanischer, spanischer und italienischer Einwanderer, polnischer Polka und den Klängen des Bandoneons (= Handzug-Instrument), das von dem Deutschen Heinrich Band (1821-1860) erfunden wurde.

Ende der 1950er Jahre entstand eine Fusion des brasilianischen Samba mit amerikanischem Cool Jazz zum Bossa Nova. Am Ende des 19. Jahrhunderts wiederum mündeten die Gesänge der Sklaven in Nordamerika im Gospel und Blues, ohne die kein Jazz, Rock oder Pop denkbar wären.4

Der Begriff Weltmusik war im Jahr 1905 erstmalig von dem deutschen Musiktheoretiker Georg Capellen verwendet worden, etablierte sich aber erst Jahrzehnte später in den USA.

Als einer der ersten Weltmusiker gilt der US-amerikanische Jazzklarinettist Tony Scott, der im Jahr 1964 nach ausgiebigen Reisen v.a. in Asien gemeinsam mit dem japanischen Koto (= Wölbbrett-Zither)-Spieler Shinichi Yuize das Album „Music For Zen Meditation“ herausbrachte.

Weitere Pioniere der ersten Stunde waren danach der US-amerikanische Saxophonist John Coltrane, George Harrison, der deutsche Posaunist Albert Mangelsdorff, die Rolling Stones oder John McLaughlins Mahavishnu Orchestra u.a., die mit afrikanischen, arabischen oder indischen Klängen experimentierten.

In der Folgezeit interessierten sich dann viele weitere Künstler zunehmend für inspirierende Klänge und Rhythmen aus anderen Weltkulturen und verschiedenen geschichtlichen Epochen, um neue musikalische Horizonte zu entdecken und kulturellen Austausch zu pflegen. Dies geschah vor dem Hintergrund neu entstandener Möglichkeiten der Kommunikation und des Reisens, womit eine neue „Ära des weltmusikalischen Denkens und Agierens angebrochen“ war.5

Hier sind insbesondere zu nennen: John McLaughlins Shakti - Projekt (1973 bis heute; siehe ab S. 100). Außerdem Peter Gabriel mit dem von ihm Anfang der 1980er Jahre ins Leben gerufenen World Of Music, Arts and Dance-Festival, auf dem es um den Austausch von Ideen und Erfahrungen zwischen Musikern aus allen Teilen der Welt geht, und seinen musikalischen Veröffentlichungen im Rahmen seines Real - World - Labels (siehe ab S. 46).

Nicht vergessen werden darf Paul Simon mit seinem „Graceland“-Album (1986, siehe S. 106) und der kubanische Buena Vista Social Club (siehe S. 20), der das reiche musikalische Erbe seines Landes in die Welt hinausgetragen hat.

Darüber hinaus gibt es viele weitere Künstler, die neugierig darauf machen, die Vielfalt und Faszination von Weltmusik mit ihren unterschiedlichen Klanglandschaften kennenzulernen und zu genießen. Daher werden auf den folgenden Seiten im Verlauf einer musikalischen Entdeckungsreise etliche WELTMUSIK - KOSTBARKEITEN vorgestellt und gewürdigt, denn:

„Für kaum etwas bin ich so dankbar wie für die Entdeckung neuer, unbekannter, sprechender Musik“.6