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Das Kochbuch für eine ideale vegane Ernährung!
Dieses Buch ist nicht nur ein schlichtes Kochbuch, vielmehr möchte es Ihnen zahlreiche wertvolle und interessante Informationen, Ratschläge und Tipps rund um das Thema vegane Ernährung mit auf den Weg geben. Zudem finden Sie in diesem Kochbuch 150 Rezepte für eine reine Pflanzenernährung, die ganz ohne tierische Produkte auskommt.Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Veröffentlichungsjahr: 2021
Natürlich Vegan!Veganes Kochbuch für Anfänger
150 vegane Rezepte für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Nachhaltiger Genuss ohne Fleisch! Inkl. großem Ratgeberteil und Ernährungsplan
Katharina Janssen, Sophia Fröhlich
Copyright © 2021 – Kitchen Champions Verlag
2. Auflage 2021
Alle Rechte vorbehalten
ISBN: 978-3-949355-05-9
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Vegane Ernährung
Zahlreiche gute Gründe für ein veganes Leben…
Vom Vegetarier zum Veganer
Tierschutz – die Rechte der Schwächeren wahren
„Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“
Gesundheitliche Gründe: Arteriosklerose, Diabetes & Co.
Verantwortung übernehmen für unsere Welt – vegan leben!
Der Welthunger
Ist eine vegane Ernährungsweise tatsächlich gesünder?
Ganzheitliche, vollwertige Ernährung – was bedeutet das eigentlich?
Essenzielle Nährstoffe im Rahmen der veganen Ernährung
Omega-3-Fette
Vitamin D
Vitamin B2
Kalzium
Jod
Zink
Selen
Eiweiße
Eisen
Vitamin B12
Vegan Basics – so finden Sie die richtigen Ersatzprodukte
Kochen und backen ohne Eier
Gelatine ersetzen
Milchprodukte im veganen Speiseplan ersetzen
„Milchbar-Drinks“
Nüsse einweichen
Wertvolle pflanzliche Eiweißquellen und Fette
Achtung, tierische Inhaltsstoffe!
Vegane Must-haves – clever einkaufen
Alles Soja?
Tofu
Seitan
Lupinen-Filet
Tempeh
Softe Cremes aus kernigem Ursprung
Cashew-Mus
Mandelmus
Haselnuss-Mus
Erdnussmus
Vegan kochen mit Freude – hilfreiche Alltagstipps
Blitz-Rezept: Schokoladenglasur vegan, rasch selbstgemacht!
Milchprodukte tauschen!
Kleine Backtipps für feine Teige
Grundrezept – vegane Majo
Vegan – es geht nicht um Verzicht, sondern um Gewinn
Ein größeres Bewusstsein schafft Existenz
Unser Ernährungsverhalten beeinflusst das Klima dieser Erde
Hinweis zu den Rezepten
Nährwertangaben und Abkürzungen
Kurze Erklärung zu den entsprechenden Abkürzungen:
Frühstück
1. Leckere Früchtchen mit frischem Grießbrei
2. Himmlische Pfannkuchen mit Bananen
3. Veganes Frühstücksbrot
4. Frische marmorierte Waffeln
5. Perfect-Day-Müsli
6. Winterliches Frühstück
7. Superfood-Frühstück
8. Karibischer Traum
9. Energy-Müsli
10. Asiatisches Frühstück
11. Selbstgemachtes Frucht-Porridge
12. Overnight-Oats „Vegan Style“
13. Hot-Berry-Frühstück
14. Green Breakfast mit Avocado
15. Superfood-Energie-Riegel
Hauptgerichte
16. Weißer Spargel an einem exotischen Frucht-Spiegel
17. Veganer Tofu-Topf mit Süßkartoffeln
18. Mediterrane Kräuter-Kartoffeln
19. American-Potatos
20. Orientalisches Kartoffel-Püree
21. Französisches Ratatouille
22. Pilz-Lasagne
23. Frühlingshafter Reis
24. Indischer Erbsen-Reis
25. Tofu im Kräuter-Mantel
26. Focaccia „Bella Italia“
27. Leichtes Frühlingsgericht mit Kräuter-Dip
28. Cremiger Wirsing mit Zitronen-Tofu
29. Vegane Spaghetti-Variation
30. Würzige Avocado-Penne
Desserts und Gebäck
31. Fruchtige Pancakes nach American Style
32. Coconut-Berry-Traum
33. Veganes Tiramisu
34. Exotische Creme mit Mango
35. Süße Verführung
36. Schokoladen-Brownie-Traum
37. Easy Cookies mit Mandeln
38. Erfrischendes Sorbet mit einer Citrus-Note
39. Karibische Panna-Cotta
40. Vegane Schoko-Mousse
41. Power-Balls
42. Veganer Käsekuchen
43. Fruchtiger Erdbeer-Blechkuchen
44. Erfrischendes Coconut-Ice
45. Beeren-Crumble
46. Fruchtiger Cheesecake to go
47. Buntes Superfood-Dessert
48. Süße Beeren-Schnitten
49. Soft-Cookies mit Cranberrys
50. Einfacher Nuss-Crunch für zwischendurch
Für die Arbeit/Studium (to go)
51. Summer-Feeling Salat
52. Fruchtiger Reissalat mit orientalischer Note
53. Fruchtiger Avocado-Salat – „Immun-Booster“
54. Italienische Paprika-Auberginen-Rolle
55. Spanische Tofu-Spieße
56. Veganer Gemüse-Burger
57. Sizilianischer Brotsalat
58. Nudelsalat „American-Style“
59. Gemüse-Linsensalat
60. Couscous-Zucchini-Salat
61. Orientalische Pita
62. Asia Fingerfood to go
63. Kartoffelsalat nach „Veggie Art“
64. Herbstlicher Kürbissalat
65. Kräuter-Wedges aus Süßkartoffeln
Blitzrezepte
66. Veganer Schoko-Joghurt „Greek Style“
67. Vegane Nuss Power
68. Tomaten-Rucola Pita mit Walnüssen
69. Karotten Hummus
70. Kokos-Ananas Salat – ein sommerlicher Genuss
71. Rotkohl-Walnuss-Salat mit Granatapfel
72. Tofu-Carpaccio auf knackigem Gemüsebett
73. Fresh Salad
74. Granola-Sommersalat
75. Buchweizenpasta mit Chili-Rucola Pesto
76. Auberginen-Kurkuma Salat
77. Balance-Salat mit Karotten
78. Kalifornische Avocado-Brote
79. Champignon-Salat
80. Marokkanischer Couscous mit Kurkuma-Creme
Smoothies und Getränke
81. Joghurt-Cranberry Shake
82. Joghurt Avocado Smoothie
83. Mandel-Orangen-Smoothie
84. Bananen-Mango-Smoothie
85. Hafer-Himbeer-Smoothie
86. Pflaumen-Zimt Smoothie
87. Rote Beete-Kirsch-Smoothie
88. Zimt-Soja Latte
89. Veganer Power-Latte
90. Red Juice
91. Green Grapefruit Juice
92. Vanilla-Trauben-Drink
93. Kalorienreduzierter Vanille-Latte
94. Exotischer Sommer-Smoothie
95. Bananen Drink
96. Apfel-Smoothie mit Ingwer-Note
97. Nuss-Reisdrink
98. Chocolate-Coffee-Smoothie
99. Kiwi Limetten Saft
100. Pfefferminz-Soja-Smoothie
101. Vitaler Detox Shake
102. Chili-Melonen-Smoothie
103. Beerenfrüchte Shake
104. Rhabarbersaft mit Limette & Heidelbeeren
105. Kokos-Banane-Frappé mit Limetten-Note
Aufläufe und Gratins
106. Überbackene Kräuter-Aubergine
107. Mediterraner Grünkohl-Auflauf
108. Sellerie-Kartoffelgratin
109. Veganes Nudelgratin
110. Romanesco-Topinambur Gratin
111. Green-Power Gratin
112. Pilz-Tofu-Quiche
113. Herbstlicher Kürbis-Auflauf
114. Spinat-Lasagne mit Kürbis
115. Auberginen Auflauf „Italia“
116. Überbackene Zucchini
117. Veggie-Strudel mit Tomaten
118. Pilz-Auflauf mit frischen Kartoffeln
119. Überbackener Blumenkohl
120. Sweet-Apple-Gratin
Suppen
121. Kokos-Brokkoli Suppe
122. Kalte Avocado-Suppe für heiße Tage
123. Kürbissuppe mit Sanddorn
124. Sellerie-Karotten Suppe
125. Grünkohl-Suppe mit Nuss-Note
126. Vegane Pilzsuppe
127. Gemüsesuppe „Vegan-Power“
128. Brokkoli-Suppe „Bella Italia“
129. Würzig-scharfe Linsen Suppe
130. Japanische Pak Choi Suppe
131. Rote Linsensuppe
132. Fruchtige Kürbissuppe
133. Gazpacho – der spanische Klassiker
134. Spargel-Lauch Suppe
135. Indische Süßkartoffelsuppe
Aufstriche und Saucen
136. Fruchtige Barbecue-Sauce
137. Avocado Klassiker „Guacamole“
138. Würziger veganer Meerrettich-Dip
139. Würziger Rote-Bete-Dip
140. Asiatische Mayo
141. Orientalisches Pesto
142. Vegane Frischkäse-Variation
143. Schmackhafte Käsesauce
144. Griechische Tsatsiki-Variation „Vegan Style“
145. Frischer Knoblauch-Bohnen-Dip
146. Sommerlicher Brotaufstrich
147. Veganer Nussaufstrich mit Schokoladennote
148. Exotischer Fruchtaufstrich
149. Beeren-Aufstrich
150. Mediterraner Aufstrich
Abschließende Worte
BONUS: 14 Tage Ernährungsplan
Rechtliches
Liebe Leserinnen und Leser,
die richtige Ernährungsweise hat einen sehr positiven Einfluss auf die Gesundheit des Körpers und die allgemeine Fitness – das ist heutzutage mittlerweile hinreichend bekannt. Doch was muss konkret beachtet werden, damit der Körper auch bestens versorgt ist?
Es gibt so viele verschiedene Ansätze für ein gesünderes Essverhalten und zahlreiche Ernährungskonzepte. Doch zwei davon sind besonders hoch im Trend und das zu Recht, denn es stellt sich immer wieder heraus, dass sowohl eine kohlenhydratreduzierte als auch eine vegane Ernährung sehr positive Auswirkungen auf den Körper haben.
Gegenüber einer veganen Ernährungsweise gibt es aber sehr viele Vorteile: So heißt es immer wieder sie sei eintönig, kompliziert, teuer, einseitig und einfach nicht lecker. Doch nichts davon ist wahr! Die Vorteile einer rein pflanzlichen Ernährungsweise sind offensichtlich und heutzutage nicht mehr zu leugnen.
Weltweit überzeugen sich täglich zahlreiche selbstkritische Menschen davon. Sie beginnen ihre Ernährungsgewohnheiten zu hinterfragen und rigoros umzustellen. Auch als Veganer muss man heutzutage keinesfalls mehr auf Vielfalt und Genuss verzichten, denn im Grunde lässt sich so gut wie jedes Gericht „veganisieren“. Pflanzliche Nahrungsmittel sowie Alternativen zu Eiern, Fleisch und Milchprodukten lassen sich fast überall preisgünstig kaufen.
Wer tierische Produkte in seiner täglichen Ernährung weglässt, leistet einen großen positiven Beitrag für die eigene Gesundheit, das Wohlbefinden und die Fitness. Grundlegend wichtig ist hierbei aber, auf eine Ausgewogenheit und Vielfalt zu achten, denn nur so kann der Organismus optimal mit allen essenziellen Nährstoffen versorgt werden.
Eine Ernährungsumstellung setzt immer eine ordentliche Portion Durchhaltevermögen und Geduld voraus, doch wer die richtigen Tipps und die passenden Rezepte an der Hand hat, weiß genau, was zu beachten ist.
In diesem Buch möchten wir Ihnen zeigen, wie unkompliziert und schnell Sie zahlreiche geschmackvolle vegane Gerichte zaubern können. Diese veganen Gerichte fördern nicht nur Ihre Gesundheit, sondern sind zudem auch noch ein optisches Highlight, denn bekanntlich isst das Auge mit.
In diesem Zusammenhang ist uns noch besonders wichtig, zu erwähnen, dass man kein Veganer sein muss, um immer wieder mal vegetarische Gerichte in seinen individuellen Speiseplan zu integrieren. Daher möchten wir dieses Buch natürlich allen vegan lebenden Menschen widmen, doch insbesondere auch all jenen, die einfach Freude am frischen Kochen sowie am gesunden Essen haben.
Damit Sie bestens auf Ihren Einstieg in die vegane Ernährung vorbereitet sind, erhalten Sie hier alle wichtigen Hintergrundinformationen.
Am Ende des Buches finden Sie noch einen 14-tägigen Ernährungsplan, der Sie bei den ersten Schritten in die vegane Ernährungsweise unterstützen und leiten soll. Eine ausführlichere Erklärung finden Sie in dem dafür vorgesehenen Kapitel.
Wir möchten Sie hier aber kurz an dieser Stelle einmal darauf hinweisen, dass Sie die Möglichkeit haben, uns bei Fragen, Anregungen, Lob und Kritik, eine E-Mail zu schreiben. Wir sind bemüht, Ihnen schnellstmöglich zu antworten. Wir danken Ihnen für Ihre Unterstützung!
So wünschen wir Ihnen nun viel Freude beim Lesen und natürlich ein gutes Gelingen beim Nachkochen der Rezepte! Lassen Sie es sich schmecken und bleiben Sie gesund!
Bei der veganen Ernährung handelt es sich um eine strenge Form der vegetarischen Ernährung, doch die vegane Ernährungsweise geht noch einen Schritt weiter. Hier wird nämlich vollständig auf Nahrungsmittel verzichtet, die aus tierischen Quellen stammen. Im Vegetarismus sind – je nach Erscheinungsform Eier, Milchprodukte und manchmal sogar Fisch erlaubt. Im veganen Ernährungsplan sind diese Produkte vollkommen tabu.
Es werden sogar Zusatzstoffe und Lebensmittel abgelehnt, für deren Herstellungsprozesse tierische Bestandteile verwendet werden: Hierzu gehören zum Beispiel Fruchtzubereitungen oder Konfitüren. Vor allem Produkte mit einer intensiven Rotfärbung können den Farbstoff „Echtes Karmin“ (E 120) enthalten, der aus Schildläusen gewonnen wird. In Süßigkeiten steckt häufig Gelatine, die aus dem Bindegewebe von Schweinen und Rindern gewonnen wird. Ebenso können sich in Schokolade tierische Rückstände verbergen: So sorgt die Ausscheidung der Lackschildlaus (Schellack) für den Glanz der Schokolade. Auch Honig, der von Bienen zur Aufzucht der Brut produziert wird, ist ein tierisches Produkt und somit im veganen Ernährungsplan nicht zu finden.
Wer vegan lebt, verzichtet nicht nur im Rahmen der täglichen Ernährung auf tierische Produkte, sondern nutzt auch im Alltag keine Gebrauchsgegenstände, die von Tieren stammen, so etwa Fell, Wolle oder Leder.
Veganer kochen und backen also ohne Eier, Sahne, Butter, Fleisch, Milch, Käse oder sonstige tierische Produkte. Hierzulande sind jedoch ganzjährig die unterschiedlichsten Nahrungsmittel erhältlich, die mit einem hohen Nähr- und Vitalstoffgehalt überzeugen. So ist eine ausgewogene und gesunde vegane Ernährung problemlos umsetzbar.
Besonders wichtig sind beim veganen Kochen die Auswahl der Zutaten sowie die Zusammensetzung der einzelnen Mahlzeiten. Auch ohne tierische Produkte muss eine bestmögliche Nährstoffversorgung sichergestellt werden, damit der Organismus einwandfrei seinen Funktionen und internen Vorgängen nachgehen kann.
Mehr als die Hälfte der heute vegan lebenden Menschen hat sich zuvor vegetarisch ernährt. Wer sich als Vegetarier jedoch tiefgehender mit der eigenen Ernährung auseinandersetzt, stellt fest, dass auch der Verzicht auf Fisch und Fleisch im Allgemeinen Tierleid und Tiertötungen impliziert.
Ähnlich wie wir Menschen, geben zum Beispiel auch Kühe nur Milch, wenn sie gekalbt haben. Nach der Geburt erhält das Kälbchen ungefähr acht Tage lang die Muttermilch, die sehr reich an wertvollen Abwehrstoffen ist. Anschließend wird das Kleine von der Mutter getrennt und auf Trockenvollmilch umgestellt. Die Stillperiode ist zu diesem Zeitpunkt aber noch längst nicht abgeschlossen.
Die Kuh gibt jetzt ihre maximale Milchleistung von bis zu 40 Litern pro Tag. Im besten Fall wird die Kuh nun nach zwei bis drei Monaten wieder trächtig, in einigen Fällen sogar durch künstliche Besamung. Dann nimmt die Milchleistung nach einigen Monaten auf ungefähr fünf bis zehn Liter ab, damit das Tier wichtige Energiereserven anlegen kann. Rund sechs Wochen vor der Geburt gibt sie überhaupt keine Milch mehr.
Wird die Kuh hingegen nicht erneut schwanger, kann sie auch bis zu zwei Jahre lang ihre volle Milchleistung halten. Während die Kuh also noch Milch für ihr Kälbchen produziert, wird sie also schon wieder „schwanger“. Nach der zweiten und der dritten Geburt fließt die Milch noch ergiebiger. So kann eine Kuh auf das gesamte Jahr gerechnet, das 10- bis 20-fache ihres eigenen Körpergewichts an Milch abgeben. Für den Stoffwechsel ist das natürlich eine enorm hohe Belastung, vor allem kurz nach der Abkalbung. Nicht selten kommt es in dieser Periode bei den Tieren zu Euterinfektionen oder Stoffwechselerkrankungen.
Weibliche Kälber werden im Allgemeinen als Milchkühe ausgewählt, während männliche Kälber nicht selten gemästet und bereits nach sehr kurzer Zeit geschlachtet werden.
Ebenso müssen sich ungefähr 50 Millionen männliche Küken in unserem Land genau diesem Schicksal fügen: Sie sind für die Eierproduktion nutzlos und somit aus wirtschaftlicher Sicht unprofitabel. Aus diesem Grund werden sie direkt nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert.
Sobald Kühe nicht mehr ausreichend Milch geben und Hennen nicht mehr genügend Eier legen, lohnen sich die Tiere aus wirtschaftlichem Gesichtspunkt nicht mehr. Sie haben sozusagen ausgedient und werden getötet.
Der Tierschutz ist einer der häufigsten Motive, die hinter einer Lebensweise stehen, die vollkommen auf Tierprodukte und Tierversuche verzichtet.
Vegetarisch und vegan lebende Menschen können und wollen das Töten und Schlachten von Tieren nicht mit sich selbst vereinbaren. Sie vertreten die Überzeugung, dass selbstverständlich auch Tiere Rechte haben: Der Mensch als der stärkere Part ist verpflichtet, Barmherzigkeit und Mitgefühl gegenüber den Schwächeren, den Tieren, zu zeigen. Somit treten für Veganer auch ethische Aspekte in den Vordergrund.
Die bereits jetzt beunruhigend hohe Anzahl antibiotikaresistenter Keime wächst immer weiter. In nicht seltenen Fällen bewegt genau das immer mehr Menschen dazu, auf tierische Nahrungsmittel zu verzichten. Die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen ist ein gewichtiges Problem, da waren sich diverse Arzneimittelhersteller bereits auf der Weltgesundheitsversammlung im Mai des Jahres 2015 einig. Antibiotikaresistenzen bewirken, dass Infektionserkrankungen, die bislang gut behandelbar waren, nun nur noch sehr schwer oder überhaupt nicht mehr therapiert werden können. Solche Resistenzen sind der Grund für zahlreiche Todesfälle pro Jahr – und das weltweit!
Eine der Ursachen hierfür ist die Verwendung von Antibiotika in der Tierzucht.
Landwirte sind bereits seit Anfang des Jahres 2015 dazu verpflichtet, den Antibiotika-Einsatz an die Länder zu melden. Dennoch werden Arzneimittel in der Massentierhaltung auch heute noch kiloweise eingesetzt. So werden Antibiotika oftmals präventiv an die Tiere verfüttert, um die Ausbreitung von Erkrankungen zu verhindern, auch dann, wenn nur einzelne Tiere betroffen sind.
Bakterien verändern sich stetig und so kommt es schließlich dazu, dass sich – meistens nach dem Zufallsprinzip – bestimmte Widerstandskräfte gegenüber gewissen Antibiotika-Wirkstoffen entwickeln.
Wird dem Tier nun ein Antibiotikum verabreicht, so werden im Allgemeinen die meisten Krankheitserreger dadurch abgetötet: Die resistenten Bakterien bleiben hingegen bestehen, nutzen ihre Chance und breiten sich noch weiter aus. Sie können ihre Resistenzen sogar noch an andere Bakterien weitergeben.
So gelangen sie letztlich vom Tier in die Nahrungsmittel. Elf von zwanzig Hühnerfleisch-Proben wurden positiv auf antibiotikaresistente Keime getestet.
Auch viele weitere Gesundheitsaspekte spielen bei der Entscheidung für eine vegane Lebens- und Ernährungsweise eine zentrale Rolle. Und hier geht es nicht vordergründig um Nahrungsmittelintoleranzen und Allergien.
Die vegane Ernährung ist deutlich cholesterinärmer und kann somit das Entstehungsrisiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten erheblich senken. Anstelle tierischer sowie gesättigter Fette werden deutlich mehr gesundheitsförderliche ungesättigte Fettsäuren sowie Ballaststoffe aufgenommen.
Auch das Risiko, an Diabetes zu erkranken, ist bei Veganern deutlich geringer, denn sie kämpfen viel seltener mit Übergewicht. Durch eine rein pflanzliche Ernährungsweise können zu hohe Blutfettwerte gesenkt werden und das hat allgemein sehr positive Effekte auf die Gesundheit und die Vitalität eines Menschen.
Einige Forschungsstudien gehen sogar davon aus, dass eine vegane Ernährungsweise das Krebsrisiko senken kann.
Des Weiteren konnte die These, dass die Knochen eines Menschen durch eine erhöhte Kalziumzufuhr gesünder sind, wissenschaftlich nicht belegt werden. Das bedeutet wiederum, dass es gar nicht notwendig ist, Kalzium in größeren Mengen über Nahrungsmittel tierischen Ursprungs aufzunehmen.
Im Übrigen erzählen zahlreiche Erfahrungsberichte von einer herrlichen Vitalität und Leichtigkeit, die eine vegane Lebens- und Ernährungsweise mit sich bringt. Der Körper ist voller Energie und Kraft. Veganer fühlen sich deutlich gesünder, physisch aktiver und fitter.
Es sollte jedoch darauf geachtet werden, sich jeden Tag mindestens eine halbe Stunde lang draußen in der frischen Natur zu bewegen, denn auf diese Weise kann eine optimale Versorgung mit dem lebensnotwendigen Vitamin D sichergestellt werden. Dieses wird zu rund 90 % über die Sonneneinstrahlung auf der Haut gebildet. Körperliche Bewegung hält das Herz-Kreislauf-System in Schwung und tut sogar der Seele richtig gut!
Eine ausgewogene und gesunde vegane Ernährung ist in der Lage, den menschlichen Körper mit allen lebenswichtigen Nähr- und Vitalstoffen zu versorgen. Eine Ausnahme ist in diesem Zusammenhang das Cobalamin, besser bekannt als Vitamin B12. Dieses findet sich nämlich hauptsächlich in tierischen Produkten und muss durch speziell angereicherte Nahrungsmittel oder durch geeignete Supplemente zugeführt werden.
Auch diverse Umweltaspekte können ein Beweggrund sein, sich für eine vegane Lebens- und Ernährungsform zu entscheiden. Aus einer Publikation der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen geht hervor, dass die landwirtschaftliche Tierhaltung für eine höhere Emission an Treibhausgasen sorgt als der gesamte globale Verkehr.